Lotka-Volterra-Regeln [Räuber-Beute-Beziehungen] - Luchs + Schneehase [Biologie, Ökologie,Oberstufe] TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=vWIBZeeV8qU Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] in diesem video geht es um eine ganz spezifische wechselbeziehungen zwischen 0:12 prädatoren räubern und ihrer beute und zwar um die beobachtung dass die populationen von räubern zyklisch mit 0:19 denen ihrer beute schwanken können die anzahl an räubern und ihrer beute also in bestimmten zeitabschnitten zu und 0:26 wieder abnimmt eine wechselbeziehung zwischen räuber und beute arten habt ihr in einem vorherigen video von mir 0:32 bereits kennen gelernt und zwar die ausprägung von evolutionären angepasst halten räuber können im laufe der 0:39 evolution schneller und kräftiger werden und dadurch ihre effizienz beim beutefang steigern und als reaktion 0:45 darauf können die beute arten flinker widerstandsfähiger weniger auffällig oder giftiger werden um sich ihrer 0:53 fressfeinde zu erwehren und kommt aus einer abfolge von solchen wechselseitigen angepassten spricht man 1:00 auch von einem revolutionären wettrüsten bzw von pro evolution nun wollen wir uns aber mit der population dynamik zwischen 1:08 räuber und beute arten widmen und dabei vor allem der frage nachgehen wodurch die zyklischen schwankungen der 1:13 populationsdichte bewirkt werden ein sehr gut untersuchtes beispiel für population zu klauen von räuber und 1:19 ihrer beute und deshalb auch der klassiker in jedem biologie buch sind zyklen des kanadischen luxus und des 1:26 schneehasen als haupt beute art des luchses die auswertungen der daten zeigen dass die bestände von luchsen und 1:33 schneehasen in einem circa 10 jährigen zyklus schwanken alle zehn jahre erreichen die populationen einen 1:39 höchststand in den jahren dazwischen geht die populationsdichte zuerst deutlich zurück und nimmt anschließend 1:46 wieder zu betrachtet man die population maximal fällt auf dass die höchststände der 1:51 hasen zuerst erreicht werden die der luchs folgt zeitverzögert um ein bis zwei jahre es zeigt sich also dass 1:59 zwischen räuber und beute eine enge kopplung besteht und die gründe dieser korb liegen auf der hand wenn die anzahl 2:06 an beutetieren zunimmt daneben folglich auch die bestände der räuber zu ihnen stehen nun durch die immer größere 2:14 anzahl an beutetieren genug nahrung zur verfügung die sterblichkeit der beute population 2:21 nimmt dadurch natürlich deutlich zu was so eine abnahme ihrer population führt dadurch steht den räubern wiederum 2:29 weniger nahrung zur verfügung so dass auch ihre sterblichkeit ansteigt und ihre anzahl zurückgeht 2:36 auch schon davor steigt der druck auf die räuber denn mit zunehmender populationsdichte steht einem einzelnen 2:43 räuber weniger beute zur verfügung ab einem gewissen zeitpunkt ist der feind druck auf die beute population so 2:51 niedrig weil die populationsdichte der räuber so stark dezimiert ist dass sich die schneehasen wieder erholen und ihr 2:58 bestand wächst dadurch wiederum kann zeitlich versetzt auch die populationen der luchse 3:04 ansteigen auch die tatsache dass es sich bei den räubern meist um k strategen handelt trägt dazu bei anders als bei 3:13 den sogenannten er strategen deren lebenszyklus darauf ausgelegt ist die größtmögliche population wachstumsrate 3:19 zu erreichen wie zum beispiel im fall der schneehasen als beute der fall sind car strategen unter anderem durch ein 3:27 langsam ansteigendes produktionswachstum charakterisiert mehr dazu im entsprechenden videos zu den 3:33 unterschiedlichen fortpflanzung strategien diese population zyklen wurden das erste mal von zwei 3:39 wissenschaftlern lotta und volterra erforscht sie erkannten zudem regelmäßigkeiten in den zyklen zwischen 3:45 räuber und ihrer spezifischen beute art die wir heute als die drei lotte terra regeln kennen zwei davon sind im video 3:53 bereits angekommen die erste regel lautet die populationsdichte von deutsche und fressfeind schwanken bei 4:00 konstanten umweltbedingungen periodisch und zeitlich zueinander verschoben wobei das population maximum der beute das des 4:09 räubers seitlich vor angeschaltet ist zweitens die dichte jeder populationen stand um einen konstanten mittelwert die 4:18 durchschnittliche größe einer population bleibt über einen längeren zeitraum betrachtet konstant das population 4:24 maximum liegt natürlich deutlich über dem mittelwert wohingegen das minimum deutlich darunter liegt und damit der 4:31 mittelwert zwischen diesen beiden größen vorzufinden ist drittens bei einer gleichstarken 4:37 verminderung der anzahl an räubern und beute erholt sich die beute population schneller als die der räuber auch 4:44 bereits erläutert hier im video und im engen zusammenhang mit den unterschiedlichen fortpflanzung 4:48 strategien er und kas strategen stehen konkret sind beutetiere in der regel kleiner erreichen schneller ihre 4:56 geschlechtsreife haben kürzere trage zeiten und eine höhere anzahl an nachkommen als die räuber 5:02 und auch ein weiterer faktor trägt dazu bei wenn sowohl die beute als auch die räuber population nun stark dezimiert 5:09 ist dann ist der zugang zu nahrung nur bei einer der beiden populationen stark dezimiert und zwar für die räuber 5:16 population in diesem fall also die luchse den schneehasen als beute art steht auch jetzt immer noch ausreichend 5:23 nahrung zur verfügung man weiß heute dass der artikel population zyklen nicht monokausal 5:36 begründbar sind die zyklen sind nicht alleine auf eine enge wechselwirkung zwischen den räubern mit ihrer beute art 5:43 zurückzuführen letztendlich zeigen die population zyklon eine korrelation das heißt einen statistischen 5:48 zusammenhang zwischen zwei größen hier zum beispiel die anzahl an luchsen sowie hasen zugegeben die korrelation zwischen 5:56 der anzahl an luxus und hasen das tuch es gibt einen englisch statistischen zusammenhang beider größen mit 6:02 zunehmender anzahl an hasen erhöht sich auch die anzahl an luchsen und umgekehrt aber eine korrelation erklärt noch kein 6:09 kausalzusammenhang im sinne einer ursache wirkung logisch denn möchte man herausfinden ob die ursache des 6:16 population zyklus ausschließlich auf die wechselbeziehungen zwischen räuber und beute art zurückzuführen ist müsste man 6:24 sämtliche biotische und abiotische umweltfaktoren mit denen die organismen zwangsläufig ebenfalls interagieren 6:31 herausfiltern und derart der künstliche bedingung schaffen die in der belebten natur schlichtweg nicht existieren im 6:38 fall der schneehasen und luchs populationen hat man herausgefunden dass räuber und beute population auch dann 6:44 immer noch zyklisch schwanken wenn man beide arten voneinander trennt es gilt heute als gesichert dass klimatische 6:52 schwankungen ursächlich sind für diese zyklen wenngleich eine engere beziehung die effekte auf die populationsdichte 6:59 verstärken kann [Musik]