KLIFF - WALD (Klimafolgenforschung in Niedersachsen) KLIFF - Klimafolgenforschung in Niedersachsen https://www.youtube.com/watch?v=vPnclezmfnA Transkript (automatisch erstellt) 0:06 zu den Besonderheiten der Forstwirtschaft gehört die Langfristigkeit der Produktion eine durchschnittliche Umtriebszeit die Zeit 0:14 zwischen Keimung oder Pflanzung und Ernte von mehr als 100 Jahren hat zurfolge dass jedes Jahr etwa 1 bis 2% der Waldfläche neu geplant werden müssen 0:25 aber Wälder produzieren nicht nur den Rohstoff Holz sie sind auch besonders naturnah und ein wichtiger Erholungsraum z.B für den 0:35 Tourismus sie liefern sauberes Wasser filtern die Luft sind wichtige naturschutzrefugien und tragen zur Kühlung und als Kohlenstoffsenke bei die 0:45 Forstwirtschaft bewirtschaftet in Niedersachsen mehr als ein viiertel der Landesfläche die langfristige Produktion hat zur Folge dass sich die 0:53 Forstwirtschaft bereits heute aktiv mit den möglichen Auswirkungen des künftigen Klimas beschäftigen muss im Cliff Forschungsthema Wald standen dabei die 1:03 beiden besonders waldreichen Regionen Harz und Heide im Mittelpunkt mögliche direkte Auswirkungen eines Klimawandels können zunehmende sommerliche 1:13 Trockenperioden sein die besonders bei den Hauptbaumarten Buche und Fichte zu Trockenstress führen können längere Vegetationsperioden können sich 1:23 allerdings auch positiv auf Pflanzen und Tiere auswirken wie z.B im Harz zu den möglichen indirekten Auswirkungen zählen Vorschädigungen der Bäume durch 1:34 Trockenstress die den Befall mit Schaderregern wie dem borgenkäfer begünstigen auch können veränderte Wasserhaushalt und Bodenbedingungen das 1:44 windwurfrisiko verstärken das Artenspektrum von Flora und Fauna im Wald könnte sich ebenfalls ändern zu den Projektzielen des Forschungsvorhabens 1:54 Klimawandel und Wald gehören Untersuchung zur Reaktion auf Trockenstress bei der B als der wichtigsten Laubbaumart und die 2:02 Entwicklung von waldbaulichen Anpassungsstrategien für Harz und Heide im Harz und in der Heide wurden naturschutzkonzepte geprüft und 2:11 weiterentwickelt und Anpassungsstrategien für den Tourismus erarbeitet von der feuchteren Westheide zur trockenen Ostheide wurden sechs 2:27 zentrale Untersuchungsflächen in altbuchen änden eingerichtet um den Wasser und Stoffhaushalt zu untersuchen es fanden Untersuchungen zu genetischen 2:37 variationsmustern und anpassungspotenzialen sowie ökophysiologische und molekularphysiologische Untersuchungen 2:44 zur Stressantwort von Jung und altbuchen auf Trockenstress und Klimaänderungen statt ferner wurde die Reaktion von schadtinsekten auf von ihnen 2:54 wahrnehmbare duftmuster der buchen bei Trockenheit untersucht es wurden Modelle zum klimasensitiven waldwachstum zur Ermittlung von 3:05 Risikobereichen für die Baumarten Buche Fichte Kiefer und duglasie eingesetzt empfindlichkeitsanalysen für Pflanzen Vögel Reptilien Amphibien Heuschrecken 3:18 Tagfalter und Libellen in Harz und Heide wurden erarbeitet im Naturschutz wurden Expertenbefragungen zu aktuellen Themen durchgeführt im Bereich Tourismus wurden 3:30 Workshops und Gästebefragungen abgehalten und die Angebots und Nachfragesituation analysiert im Forschungsthema Klimawandel und Wald 3:40 wurden viele wichtige Schritte erarbeitet beiträge zu einer breiteren und besser fundierten Datenbasis sowie zum Verständnis von Wäldern zu leisten 3:49 die bereits als Grundlage verbesserter langfristiger Entscheidungen dienen tatsächlich ist durch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und 3:57 Praxis etwas gelungen was bis heute noch nicht selbstverständlich ist bereits vor Abschluss des Forschungsprojekts sind die neuen Ergebnisse und Möglichkeiten 4:07 in der Praxis angelangt und werden dort bereits erfolgreich eingesetzt die regionalen Klimaprojektionen sind mit erheblichen Bandbreiten oder 4:17 Unsicherheiten und teils systematischen Fehlern behaftet der Klimawandel in den Naturräumen Harz und Lüneburger Heide wird sich unterschiedlich auf die 4:26 verschiedenen Strukturen Funktionen und Leistungen der wel auswirken wobei ein möglicher Klimawandel neben negativen auch positive Auswirkungen auf den Wald 4:36 haben kann wichtige Maßnahmen zur Stabilisierung der Wälder sind Durchforstungen die Produktions und gefährdungszeiträume verkürzen und 4:45 zusätzlich Mischbaumarten erhalten bzw begünstigen zur Risikominderung Tragen des Weiteren standortsgemäße Naturverjüngungen konsequenter 4:56 Waldschutz und die rechtzeitige Etablierung von nach wuchs bei neben negativen Effekten wird es auch positive Synergieeffekte von forstlichen 5:06 klimaanpassungsmaßnahmen geben eine höhere baumartendiversität und eine größere strukturelle Mischung von Wäldern kann die Stabilität den 5:15 ökologischen und Naturschutzwert sowie die Attraktivität für die Besucher erhöhen