Fastenzeit in verschiedenen Religionen erklaerung-und-mehr https://www.youtube.com/watch?v=uvUYto5XLIk Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hey und herzlich willkommen. Super, dass du da bist. Heute schauen wir uns mal was echt spannendes an. Das Fasten in den großen Weltreligionen. Und glaub 0:08 mir, das ist so viel mehr als einfach nur nichts zu essen. Es ist eher wie eine Reise zu sich selbst, die jedes Jahr Millionen von Menschen machen. Lass 0:16 uns doch mal zusammen rausfinden, was dahinter steckt. Jetzt mal ganz ehrlich, hast du schon mal auf irgendwas verzichtet? Ich meine, vielleicht auf 0:24 Schoki für eine Woche oder? Oh Gott, auf dein Handy für einen ganzen Nachmittag. Puh. Du kennst doch dieses Gefühl, wenn man 0:31 merkt, wie sehr einem was fehlt, oder? Genau, da fangen wir an. Das ist der Schlüssel, um zu verstehen, worum es beim Fasten eigentlich geht. Also, 0:40 Fasten ist eine richtig alte Sache. Echt? Es gibt's in fast allen Kulturen auf der Welt. Aber und das ist wichtig, es geht dabei nicht nur um einen 0:48 knurrenden Magen, überhaupt nicht. Es ist viel mehr eine Art Pause, eine Zeit, um mal durchatmen, den Kopf freiukriegen und sich mal zu fragen, hey, was ist 0:57 eigentlich wirklich wichtig im Leben? Und um das so richtig zu kapieren, habe ich mir was überlegt. Wir machen jetzt eine kleine Weltreise zusammen. Wir 1:05 schauen uns mal an, wie das in fünf großen Religionen so abläuft. Bist du bereit? Jeder Stopp auf unserer Reise wird uns was Neues und ich verspreche es 1:14 dir echt spannendes zeigen. Okay, los geht's. Unser erster Halt, das Christentum. Also, im Christentum gibt's die bekannte 1:24 Fastenzeit, die fängt am Ascher Mittwoch an und geht bis Ostern. Viele Leute gängen da sofort an, okay, kein Fleisch oder keine Süßigkeiten, stimmt auch oft, 1:32 aber es geht um mehr. Manche verzichten z.B. auch auf schlechte Angewohnheiten, also sagen wir mal stundenlanges Binchwatching. Aber warum? Was steckt 1:41 dahinter? Tja, die Idee ist quasi innerlich aufzuräumen und Platz zu schaffen. Platz für den Glauben, für Ruhe und um sich wieder auf das 1:49 Wesentliche zu besinnen. So, Koffer packen, es geht weiter. Nächster Stopp auf unserer Reise, der Islam. Hier kennen die meisten von euch bestimmt den 1:59 Ramadan, oder? Das ist der Fasten Monat und der hat es echt in sich. Einen ganzen Monat lang wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts gegessen und 2:09 auch nichts getrunken. Absolut nichts. Das ist natürlich eine krasse Übung in Selbstbeherrschung. Aber es ist nicht nur eine Challenge für sich selbst. Der 2:19 tiefere Sinn ist, wenn man selbst mal Hunger und Durst spürt, dann kann man viel besser nachfühlen, wie es Menschen geht, die nicht so viel haben. Und 2:27 weiter geht die Tour. Als nächstes schauen wir uns das Judentum an. Im Judentum gibt es nicht einen langen Monat, sondern mehrere einzelne 2:36 Fastentage im Jahr. Der allerwichtigste ist Yom Kipur. An diesem Tag steht die Welt sozusagen für einen Moment still. Man isst und trinkt nichts, um sich ganz 2:46 auf sich selbst zu konzentrieren. Es ist eine Zeit, um ehrlich zu sein, über Fehler nachzudenken und um Vergebung zu bitten. Also eine Art Tag der Versöhnung 2:55 mit Gott, aber auch mit den Menschen um einen herum und mit sich selbst. So und jetzt beamen wir uns mal gedanklich nach Indien zum Hinduismus. 3:05 Im Hinduismus ist das Fasten total vielseitig. Oft wird an bestimmten Tagen gefastet oder zu großen Festen. Manchmal bedeutet das, dass man auf bestimmte 3:14 Lebensmittel verzichtet. Manchmal lässt man auch einfach ganze Mahlzeiten weg. Das hat im Grunde zwei Ziele. Einmal den Körper zu reinigen, also eine Art Detox. 3:24 Und zum anderen, und das ist genauso wichtig, den Geist klarzubekommen, damit man bei den religiösen Ritualen auch wirklich voll bei der Sache ist. 3:33 Okay, auf zum letzten Stopp unserer Weltreise. Willkommen im Buddhismus. Hier ist das Fasten oft ein fester Teil des Alltags, besonders bei Mönchen und 3:44 Nonnen. Viele essen z.B. ab Mittag einfach nichts Festes mehr. Klingt hart, aber der Grund ist total einleuchtend. Es geht darum, den Geist super klar und 3:53 wach zu halten. Das Fasten ist hier also weniger eine Regel, sondern viel mehr ein Werkzeug, ein Hilfsmittel, um besser meditieren zu können und um Achtsamkeit 4:03 zu üben. So, unsere Reise ist jetzt erstmal rum und wir haben gesehen, die Regeln sind echt total unterschiedlich. mal ein Monat, mal einen Tag, mal nur 4:14 nachmittags, aber und jetzt kommt's, es gibt eine riesige Gemeinsamkeit. Hinter all diesen verschiedenen Wegen steckt eine tiefe spirituelle Idee, die eben 4:26 viel viel mehr ist als nur ich habe Hunger. Man nennt das oft innere Reinigung. Stell dir vor, du räumst dein Zimmer auf. Genau das versucht man beim 4:35 Fasten mit seinem Kopf und seiner Seele zu machen. Man will den ganzen Ballast, die ganzen negativen Gedanken mal loswerden, um wieder Platz zu haben für 4:43 die wichtigen Dinge. Das Fasten verbindet also den Körper direkt mit dem Geist. Ziemlich cool, oder? Aber Moment mal, es geht nicht nur um einen selbst. 4:52 Fasten ist oft alles andere als eine einsame Sache. Im Gegenteil, es hat eine total starke soziale Seite, die Menschen richtig zusammenbringt. Und das 5:02 funktioniert eigentlich ganz einfach, aber genial. Der erste Schritt ist, dass du selbst mal Verzicht erlebst. Daraus entwickelt sich dann der zweite Schritt. 5:11 Du bekommst ein echtes Gefühl dafür, also Mitgefühl, wie es Leuten geht, die jeden Tag verzichten müssen. Und der dritte Schritt, dieses gemeinsame 5:18 Gefühl, dieses Mitgefühl, das stärkt die ganze Gemeinschaft. Das ist quasi der Kleber, der alle zusammenhält. Also fassen wir mal kurz zusammen. Man kann 5:26 sagen, fasten steht auf drei großen Säulen, dem Körper, dem Geist und dem Glauben. Für den Körper ist es eine Herausforderung. Klar, für den Geist ist 5:36 es eine Art Resetknopf und für den Glauben ist es eine Stärkung. Diese drei Dinge kommen beim Fasten zusammen und ganz nebenbei diese Disziplin kann sogar 5:45 echt gut für die Gesundheit sein. Und das ist das Faszinierende, auch wenn die Regeln, wie wir gesehen haben, total unterschiedlich sind. Die Ziele dahinter 5:54 sind fast immer dieselben. Es geht darum, den Körper zu entlasten, den Kopf freiukriegen, die Seele zu stärken und den Glauben zu vertiefen. Im Grunde 6:02 wollen alle das gleiche, innerlich wachsen. Und genau diese unglaubliche Vielfalt, also all die verschiedenen Bräuche und Traditionen rund um den 6:12 Globus, die zeigt uns doch eins ganz deutlich, wie unglaublich wichtig dieses Thema für uns Menschen ist. Es ist eben nicht nur irgendeine alte Regel, es ist 6:24 ein echtes Bedürfnis. Tja, und damit sind wir auch schon am Ende unserer kleinen Reise. Wir haben gesehen, Fasten hat ganz viel mit Disziplin, mit 6:32 Nachdenken und mit einer Art innerem Großputz zu tun. Und das bringt mich zu einer letzten Frage, diesmal für dich ganz persönlich. Was gibt dir eigentlich 6:41 Stärke im Leben? Was ist es, das dir Halt gibt? Denk mal drüber nach. Super, dass du dabei warst. Danke dir und bis zum nächsten Mal.