Betriebsrat (Teil 1) Aufgaben & Wahl einfach erklärt | Prüfungswissen Berufskolleg Hückeswagen https://www.youtube.com/watch?v=sooHeO9fhGA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ein Unternehmen kann nur dann erfolgreich arbeiten, wenn beide Parteien zusammenarbeiten, wenn also sowohl die Interessen des Arbeitgebers 0:08 als auch die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigt werden. Sonst kann schnell Unruhe und Unzufriedenheit entstehen, was letztendlich mit 0:16 schlechteren Leistung und einer geringeren Produktivität einhergehen würde. Die Gestaltung dieser Zusammenarbeit in Bezug auf 0:24 Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen, aber auch Personalentscheidung und zukünftige Ausrichtung des Unternehmens soll also nicht einseitig dem Arbeitgeber 0:32 überlassen werden, sondern im Interesse beider Parteien gemeinsam erfolgen. Nun kann sich jeder vorstellen, dass gerade bei einem 0:41 größeren Unternehmen nicht die komplette Belegschaft gleichzeitig sich für ihre Interessen einsetzen kann. Das ist weder sinnvoll, noch verfügen alle über das 0:50 Wissen und die Fähigkeiten, die dazu notwendig sind. Deshalb wählen die Arbeitnehmer einige wenige Vertreter den sogenannten Betriebsrat, der ihre 1:00 Interessen vertritt, sich für sie informiert, der die gesetzlichen Regelungen kennt, der die Arbeitnehmer beraten kann, der mit der 1:07 Geschäftsführung spricht und verhandelt und und. Die Zusammenarbeit zwischen dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber erfolgt nach festen Spielregeln. Diese hat der 1:15 Gesetzgeber im sogenannten Betriebsverfassungsgesetz verankert. Gesetzlich darf ein Betriebsrat bereits ab fünf Arbeitnehmern gewählt werden. 1:24 Vorher macht es vielleicht auch nicht so viel Sinn, da man sich ja direkt gemeinsam abstimmen kann. Aber wichtig hier, es muss kein Betriebsrat gewählt 1:32 werden. Wie viele Vertreter in den Betriebsrat gewählt werden, hängt von der Größe des Unternehmens ab. Bei den großen Unternehmen sind es schon mal 50 1:40 und mehr Mitglieder. Wie man sich vorstellen kann, muss der Betriebsrat entschieden seine Meinung vertreten und sich auch schon mal 1:47 unbeliebt machen. Damit der Arbeitgeber den Betriebsrat nicht einschüchtern und unter Druck setzen kann, genießen Betriebsratsmitglieder einen besonderen 1:56 Kündigungsschutz. Während der Amtszeit und sogar ein Jahr nach der Amtszeit können Betriebsratsmitglieder nur außerordentlich gekündigt werden, also 2:04 nur aus einem wichtigen Grund. Die Mitglieder des Betriebsrats erledigen ihre Aufgaben natürlich nicht in ihrer Freizeit, sondern während der 2:14 Arbeitszeit. In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten wird mindestens ein Betriebsratsmitglied sogar ganz für die Arbeit als Betriebsrat 2:24 freigestellt. Okay, kommen wir nun zu den Wahlen. Der Betriebsrat wird für 4 Jahre in geheimer Abstimmung gewählt. Was immer wieder Schwierigkeiten 2:33 bereitet, ist die Frage, wer darf eigentlich den Betriebsrat wählen? Und wer kann gewählt werden? Alle Arbeitnehmer, also auch Auszubildende ab 2:42 16 dürfen den Betriebsrat wählen. Dazu gehören nicht und jetzt wird es wichtig leiten der Angestellte. Als leitender Angestellte werden in der Regel alle 2:53 Beschäftigte bezeichnet, die umfassende Personalbefugnisse haben, die also Arbeitnehmer einstellen und entlassen können. Sie werden der Arbeitgeberseite 3:02 zugerechnet und dürfen nicht den Betriebsrat wählen. Leiharbeiter dürfen nur dann den Betriebsrat wählen, wenn sie länger als 3 Monate im Betrieb 3:11 eingesetzt werden. Dabei kommt es auf die geplante Einsatzzeit an. Also das Wahlrecht besteht auch in der ersten Woche des Einsatzes, wenn geplant ist, 3:20 dass der Leiharbeiter länger als 3 Monate beschäftigt sein wird. Doch nicht jeder, der wählen darf, darf auch in den Betriebsrat gewählt 3:30 werden. Gewählt werden dürfen alle Wahlberechtigten, also wieder auszubildende, ja, leitende Angestellte, nein. Aber der Gesetzgeber hat hier noch 3:41 zwei zusätzliche Höhen gesetzt. Man muss mindestens 18 Jahre alt sein. Man trägt schließlich eine große Verantwortung als Betriebsrat und man muss mindestens 6 3:53 Monate dem Betrieb angehören. Sonst kann man sich ja gar nicht richtig auskennen und auch nicht sinnvoll die Interessen der Arbeitnehmer 4:01 vertreten. Da Leiharbeiter nicht im Betrieb angehören, dürfen sie nicht in den Betriebsrat gewählt werden. Falls ihr euch das nicht merken könnt, denkt 4:08 daran, dass um in den Betriebsrat gewählt zu werden, höhere Anforderungen erfüllt werden müssen. Man muss nicht 16, sondern 18 sein und man muss 4:17 mindestens 6 Monate dem Betrieb angehören. Die Regelung mit den Leiharbeitern würde ich gesondert lernen. Es macht ja Sinn, dass sie zwar 4:24 wählen dürfen, da muss man sich diese drei Monate merken, aber nicht gewählt werden dürfen, da sie ja gar nicht dem Betrieb angehören. welche Rechte der 4:33 Betriebsrat hat und wo genau die Grenzen der Mitbestimmung liegen, das schauen wir uns gemeinsam im zweiten Teil an.