Ulmer Einsatzgruppenprozess 1958: Teil 1 Landesarchiv Baden-Württemberg https://www.youtube.com/watch?v=sVSUg6k7Q-8 Transkript (automatisch erstellt) 0:16 [räuspern] Im Namen des Volkes verkünde ich folgendes Urteil des Schwurgerichts Ulm 0:34 verurteilt werden. Erstens der angeklagte Böhme wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum 0:44 gemeinschaftlichen Mord in 3907 Fällen zu der Zuchthausstrafe von 15 Jahren. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden 0:55 immer auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt. Zweeklagte Herstmann wegen eines Verbrechens der 1:04 gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 1656 Fällen und der Einrechnung der gegen ihn durch Urteil des Schwurgerichts Draunstein vom 1:14 21.09.1950 in 1950 erkannten Zuchtlausstrafe von 8 Jahren und 5 Jahren Ehrverlust, die beide in Wegfall kommen, zuur der 1:24 Gesamtstrafe von 15 Jahren Suchthaus. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden mir auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt. Drittens, der angeklagte Fischer 1:34 Schweder wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 526 Fällen 1:43 zu der Zuchtstrafe von 10 Jahren. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden mir auf die Dauer von 7 Jahren aberkannt. Viertens, der Angeklagte Lukis 1:54 wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 315 Fällen zu der Zuchtlausstrafe von 7 Jahren. 2:04 Die bürgerlichen Ehrenrechte werden immer auf die Dauer von 5 Jahren abbekannt. 2:10 Fünftens, der Angeklagte Kreuzmann wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 415 Fällen zu der Zuchtlausstrafe von 5 2:21 Jahren. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden immer auf die Dauer von 4 Jahren aberkannt. 2:28 Sechstens, der Angeklagte Harms wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 566 Fällen zu 2:38 der Zuchtstrafe von 3 Jahren. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden immer auf die Dauer von 2 Jahren aberkannt. Siebtens, der Angeklagte Berend 2:50 wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 1127 Fällen und wegen eines weiteren Verbrechens der 2:59 gemeinschaftlichen Beihilfe zum Totschlag in einem Fall zu der Gesamtstrafe von 5 Jahren 3 Monaten Suchthaus. 3:07 Die bürgerlichen Ehrenrechte werden immer auf die Dauer von 3 Jahren aber achtens, der angeklagte Karsten wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen 3:16 Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 423 Fällen zur Suchthausstrahl von 4 Jahren. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden auf die Dauer von 3 Jahren aber 3:27 Neuntens, der Angeklagte Sakut wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 526 Fällen 3:36 zu der Suchtlausstrahl von 3 Jahren 6 Monaten. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden auf die Dorf von zwei Jahren aber zehntens der Angeklagte Schmidthammer 3:45 wegen eines Verbrechens der gemeinschaftlichen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord in 526 Fällen zu der Zuchtausstrahl von 3 Jahren. 3:55 Sämtlichen Angeklagten wird die erlittenen Untersuchungshaft auf die erkannten Strafen angerechnet. Dem angeklagten Herstmann außerdem die 4:02 aufgrund des Urteils des Schwurgerichts Trauenstein vom 21.59 59 verbiste strafhaft und die dort angerechnete untersuchungshaft. 4:10 Im übrigen werden die Angeklagten freigesprochen. Soweit die Angeklagten verurteilt sind, fragen Sie die Kosten des Verfahrens. 4:17 Im übrigen fallen die Kosten der Staatskasse zur Last. Bericht 4:46 von die Gründe des Urteils sind im Wesentlichen folgende. 4:55 Ein ungewöhnlicher Prozess des Schwuggerichts Ulm findet seinen Abschluss. Er bedingt auch eine von der üblichen 5:03 Form abweichende mündliche Urteitsbegründung. Schon der Umfang des Prozesses fällt auf. 5:11 Wir haben es in einem Schulgericht mit zehn Angeklagten zehn Verteidigern zu tun. Wir hatten 173 Zeugen zu hören, sechs 5:22 Sachverständige, eine Unmenge von Urkunden zum Gegenstand der Verhandlung zu machen. Wir haben fünf Zeugen aus Übersee geladen. 5:33 Wir haben 60 Tage lang verhandelt, 9 Tage beraten. Ich glaube, dass man schon an diesem äußeren Erscheinungsbild 5:47 nicht so unrecht die Werderhört von einem Monsterprozess, von einem Mammutprozess. Das allein ist aber nicht das Besondere, 5:55 das hier auffällt. Es ist weiterhin die Art des Gegenstandes dieser Verhandlung. 6:05 Man hört von Massenverbrechen, staatlich organisierten Verbrechen. Schatten der Vergangenheit werden wieder lebendig. 6:16 Ein Stück deutscher Geschichte läuft für uns ab. wohl das dunkelste Kapitel unserer eigenen Geschichte. Ja, ein 6:28 Stück Weltgeschichte. Es ist vor allem an die Geschichte eines Volkes, nämlich des jüdischen Volkes, 6:37 das hier im Mittelpunkt steht. Wir hatten auch schon früher in früheren Jahrhunderten im 13. und 14. Jahrhundert Judenverfolgungen, Judenprogramme. 6:47 Wir hatten aber noch nie in der Geschichte staatlich organisierten Mord an einem ganzen Volk. 6:58 Etwas weiteres, was diesen Prozess besonders kennzeichnet, ist der Zusammenhang der Straftateln, die den Angeklagten zur 7:08 Last gelegt werden mit den politisch weltanschaulichen Ideen, die zu jener Zeit herrschten. 7:19 Ich komme darauf doch im Einzelnen zurück. Weiterhin springt in die Augen der Umstand, dass man es hier mit 7:28 Geschehnissen zu tun hat, die nicht weniger als 17 Jahre zurücklegen. Was es hier für eine Aufgabe ist für das Schwulgericht hier das zusammenzutragen, 7:40 was als sicherer weißbar und erwiesen zuachten ist, bedarf wohl keiner näheren hinzuomt, dass gerade bezüglich der Fisstellung 7:53 der Geschehnisse in ihrem Wahrheitsgehalt ist das Schwurgericht wahrlich sehr schwer hatte. Zum einen, weil die 8:01 Angeklagten mit der Wahrheit mehr als zurückhielten, obwohl ich gleich zu Beginn der Hauptverhandlung darauf hingewiesen habe, dass es auch wohl das 8:09 Beste wäre, zur Wahrheit zu stehen, zur Tat zu stehen in ihrem Umfang, wenn man schon als ehemaliger Gestarporleiter oder ähnliches zu tun hatte und wenn man 8:23 damals eingehämmert bekam, welche Tugenden man aufzuweisen hätte, es ist ein riesiger Kontrakt. das zwischen Wirklichkeit und dem, was damals 8:32 vorgegeben wurde. Leider haben wir es hier zu großen Teil mit Zeugen zu tun gehabt, die in 8:44 irgendeiner Form in dieses Strafverfahren hinein verwickelt sind mit demselben Ergebnis, dass die Unwahrheit, die 8:52 Unwahrhaftigkeit im Schulkrechtssaal wohl so triumpführte wie noch nie. 9:00 Ich erinnere an das Wort, das nicht nur einmal fiel: "Möglich ist alles." Hinzu kommt weiter die Bedeutung dieses Prozesses in 9:16 psychologischer, philosophischer und politischer Hinsicht. Auch darauf werde ich im Lauf meiner 9:24 Ausführungen zurückkommen. Wenn dieser [räuspern] Prozess, wie ich 9:36 zu meiner Zufriedenheit feststellen muss, nicht zu einem Sensationsprozess wurde, so hat das wohl nicht zuletzt seinen 9:46 Grund darin, dass das Schwurgericht alles verhinderte, diesen Prozess zum Sensationsprozess zu machen. Und zwar deswegen, weil Sensation 9:57 und Recht, Sensation und Wahrheitsforschung sich nie miteinander vertragen. Es hätte wahrlich Veranlassung geben 10:05 können zur Sensation. Ich darf nur daran erinnern, dass es wohl selten vorkommt, dass in einem Prozess im Verlaufe des Verfahrens drei Zeugen Selbstmord 10:16 begehen. Aber auch dieser Umstand hat in der Gestaltung und Ablau im Ablauf des Verfahrens keine Änderung 10:26 herbeigeführt. Es wurde bewusst vermieden, Raum zu geben, 10:36 dem Fotografieren im Gerichtssal Rundfunkübertragung und der Fernseherübertragung 10:46 und zwar aus denselben Gründen heraus. Zunächst einmal ist der Gerichtssal keine Schaubühne. Ich habe schon gesagt, das verträgt sich nicht einmal mit der 10:58 Würde des Gerichts und zum anderen werden dann regelmäßig die Reden nicht zum Gericht gesprochen, sondern hinaus zum Fenster. 11:16 Wenn eine Rundfunkübertragung jetzt zugelassen wurde im jetzigen Stadium des Prozesses, 11:24 so hat das wohl seine Berechtigung im Hinblick auf die Bedeutung dieses Prozesses über die Öffentlichkeit auch erscheint jetzt nicht mehr in 11:35 diesem Stadium des Prozesses eine Beeinträchtigung der Stellung der Angeklagten zu befürchten. 11:45 wenn nach wie vor die erbetende Fernsehübertragung abgelehnt wurde, so deswegen, weil wie ich auch das schon 11:54 andeutete, der Gerichtssal keine Schaubühne ist. Es besteht hier nur allzu sehr die Gefahr, dass lediglich Sensationslust 12:02 hier mit der Fernseherübertragung befriedigt wird. Die Achtung vor der Menschenwürde auch des Angeklagten, denn er ist und das 12:11 will wir besonders betonen nach wie vor, auch wenn er verurteilter ist, ein Mensch. verbietet es gegen seinen Willen der 12:19 Archübertragung durchzuführen und ihn festzunageln auf dem Bild in einem Augenblick seiner tiefsten Depression. Weiterhin aber glaube ich auch, dass es 12:32 dem Gericht nicht dienlich ist, wenn Fernsehübertragungen erfolgen. Nur allzu leicht wird damit menschliche Eidelkeit geweckt oder befriedigt. Und 12:43 nichts sieht dem Richter mehr als Bescheidenheit. Er ist Diener des Rechts und nur Diener 12:51 des Rechts. Das Schwurgericht hat sich im Laufe dieser vielen Verhandlungstage und 13:02 vielen Beratungstage mit letzter Energie daran gemacht, die Wahrheit festzustellen, die Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Bis 13:12 an die Grenze der physischen und psychischen Kräfte hat sich jeder, der Angehörigen des Schwurgerichts, eingesetzt und zwar 13:22 bemüht, das Beste zu tun, das Recht zu finden, unbekümmert um die Ukenrufe der sogenannten Fachleute, den Lärm der Straße, die Zuflüsterung 13:33 auf der Treppe, die einseitig einseitige Akzentuierung der Verteidigung und eine gewisse Kombinationsfreude der 13:41 Anklage. Das Schwurgerecht hat recht gefunden von einer Basis aus, die nicht im 13:52 isolierten Raume steht, sondern als lebendiges Flugidum im Lauf der Geschehnisse stand. Alle Angehörigen des Schwurgerichts haben ja die vergangene 14:01 Zeit erlebt und haben auf dieser Grundlage aufbauen müssen und die Situation und die Geschehnisse beurteilen müssen, um 14:11 der Wahrheit zum Siege zu verhelfen. Wenn von sein der Verteidigung betont wurde, man dürfe diesen Prozess nicht mit Gefühlen urteilen. Man dürfet 14:22 Wahrheit und könne Wahrheit nicht mit Gefühlen feststellen. So ist es richtig. Sachlich nüchtern muss die Wahrheit gefunden werden, aber mosaikartig muss 14:32 inner immer insbesondere das innere Bild der betreffenden Angeklagten die Einstellung zur Tat festgestellt werden häufig aus Gesichtspunkten, die dem 14:43 Angeklagten ganz entgehen, bei denen er sich nicht entsprechend einstellen kann auf die Zweckmäßigkeit seiner Aussage. So können Nebensächlichkeiten von 14:52 höchster Bedeutung werden. Noch etwas scheint mir nötig zu sein. Mangel an Zeit und Spannkraft 15:03 bedingen bei mir eine sumarische und keinesfägs ausgefeilte mündliche Urteilsbegründung. 15:15 Zunächst ist ein Rückblick nig. über die Geschehnisse, die vorausgingen, den Geschehnissen, die heute zur 15:25 Abteilung stehen, unmittelbar, denn nur aus Ihnen heraus ist alles verständlich. Wir haben es mit dem Nationalsozialismus zu tun, mit seiner Entstehung, seinen 15:35 Ursachen und seinen entsprechenden Auswirkungen. Wir haben die Stellung der Antiboten Nationalsozialismus und Kommunismus. 15:44 Wir haben den Antisemitismus, der hier reinspielt. Es überschreitet allerdings den Rahmen eines Strafprozesses, alle Ursachen 15:53 dieser Erscheinungen aufzuhellen. Der Schulgericht muss sich damit begnügen, von Ihnen als Fakten auszugehen. 16:03 Auf die in die Augenspringenden Parallelen zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus brauche ich wohl kaum näher hinzuweisen. Auf der einen Seite 16:11 der dialektische Materialismus in Verbindung mit der messianischen Idee des russischen Volkes. Auf der anderen Seite der 16:18 pseudoidealistische oder besser gesagt pervertiert idealistische Materialismus in Verbindung mit dem Herrschaftsanspruch 16:25 des germanischen Menschen. Auf beiden Seiten ist also letztlich das Streben nach absoluter Macht. 16:36 Ausgehend und gestützt auf Ideen, die Hitler ausgesprochenen Tendenzschriften wie z.B. von Schönerer dem hervorragenden Vertreter der sogenannten 16:45 altdeutschen Bewegung. Und die Lagard Osten Chamberlin Gobin einem möglicherweise verfälschten Nietsche Matile Ludendorf Günters 16:55 Rassenle und anderen sich zu eigen machte, erblickte er im Judentum eines der Haupthindernisse in der Realisierung der germanischen Herrschaft 17:05 und die Hauptstütze des Kommunismus. Man sprach ja von Judo Marxismus. Bereits im Parteiprogramm kommt die entsprechende Einstellung Hitlers und 17:21 seiner näheren Umgebung zum Ausdruck zur Frage des Judentums, wo es in dem fünf Punkteprogramm der NSDP heißt: Staatsbürger kann nur sein, wer 17:32 Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer Deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf Konfession. 17:42 Kein Jude kann daher Volksgenosse sein. Und in Ziel 5, wer nicht Staatsbürger ist, soll nur als Gast in Deutschland 17:52 leben können und muss unter fremdengesetzgebung stehen. Hitler liest dabei völlig außer Acht die historische Entwicklung. 18:02 Wenn das Judentum auch nicht aufgegangen ist in unserem Volk, so ist doch eine Art Symbiose eingetreten worden. Ein gemeinscha viele Jahrhunderte hinweg, 18:12 bei denen Leid und Freud miteinander geteilt wurde, bei denen der Jude für den germanischen Deutschen, wie in Hitler 18:21 auffasste genauso einstand wie umgekehrt. An dieses Parteiprogramm schließ sich eine klare und radikale 18:30 Entwicklung an. In dem Augenblick, als Hitler an die Macht gekommen war, wobei Hitler als Meisterhafter Massenpsychologe 18:40 im Bunde mit dem kalten synischen Dialektiker Göppels, demovialen dem Jovialsichtgebenden Draufgänger Güring und dem völlig bedenkenlosen Himmler ist 18:50 verstand, die ganze Welt über seine wahren Ziele zu täuschen. Es wurde Missbrauch getrieben mit nationaler Tradition. 19:01 mit dem Preußentum, mit der sogenannten Staatsra, mit dem positiven Christentum, das im Parteipprogramm verankert war. Was mit 19:09 dem hatte, hat man später gesehen. Ich komme auch noch darauf zurück. mit dem Appell an alles edle und schöne und so weiter. 19:19 Es erfolgt eine geschickte Auswertung fehlerhaften Verhaltens von Angehörigen der jüdischen Rasse, in dem 19:27 Fehler einzelner aufgebauscht und verallgemeinert wurden, um damit den entsprechenden Näherboden für die antisemitische Einstellung zu bekommen. 19:38 Es folgte in klarer Verfolgung der angestrebten Ziele die Kaltstellung in Vernichtung der damaligen aktiven politischen Gegner 19:46 im KZ der Juden durch Ausschaltung Vertreibung und schließlich Vernichtung. 20:13 Entwicklung im einzelnen ist in dieser Entwicklung folgendes festg gehalten. 20:34 Die Propaganda, die hier auf Hochtouren lief, ich habe Göbelst schon angeführt, der ja durch die Gleichschaltung der Presse ein leichtes Spiel hatte, 20:44 gegenüber die entsprechenden Boden vorzubereiten zur Vertreibung und der physischen Vernichtung der Juden. Es wurden 20:52 gesitzgeberische Voraussetzungen geschaffen, z.B. Folgende gegen die Juden gerichteten 21:00 Gesetze. Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufspartentums vom 7. April 1933, die Entfernung der Nichtare aus öffentlichen Ämtern, 21:09 entsprechende Bestimmungen für gewisse Berufe, Rechtsanwälte, Ärzte und so weiter. Später Bestimmungen bezüglich des Arbeitsdienstes, des Wirdienstes, 21:17 Erprchts, den Arisierung der Geschäfte. Es folgt die Nürnberger Gesetze, die jedem wohl in Erinnerung sind, der die 21:26 damalige Zeit erlebt hat vom 15.9. 35 Reichsbürgergesetz und Reichsblutschutzgesetz Kennkarten Zwang ab 1938 21:36 auch wieder um die Juden entsprechend auszustellen und herauszufinden. Einfügen des Vornamens Israel bei den männlichen, des Vornamens Sarah bei den 21:44 weiblichen Vornamen. Es kam ferner hinzu, die Judenabgabe als Süßnahme für die Gestallnacht vom 8. November 38, 21:57 die dazu strebte dazu diente, entsprechend das südische Vermögen abzuschöpfen und den Schaden, den die 22:05 Versicherungsgesellschaften nicht dickten oder für den sie in Anspruch genommen worden wären wieder auszugleichen. 22:13 Es würde weiterhin eine Steuer hier mehr Belastung eingeführt für die Juden. Sozialausgleichsabgabe im Jahr 1940. Der Judenstern wurde im Jahr 1941 22:22 eingeführt. Es folgte das Verbot, Orden und Ehrenzeichen zu tragen. Vorher waren schon besondere Gesetze eingeführt über Mietsverhältnisse Juden 30.439 22:32 Arbeitsverhältnisse wurden zu Beschäftigungsverhältnissen besonderer Art umgewandelt. Vorausgegangen war noch das 22:38 Waffenverbot, das Kraftfahrzeugverbot im Jahr 38 ferner Aufenthaltsbeschränkungen verschiedenste Art im Jahr 1938. 22:47 Es folgten dann in den Jahren 41 und 42 Verbote über bewegliche Harabe zu verfügen, öffentliche Fernsprechstellen, öffentliche Verkehrsmittel und 22:55 Warteräume zu benutzen, Wohnungen waren, wenn Judenstern zu kennzeichnen. Es war verboten, elektrische Geräte, Fahrräder, Schreibmaschinen und so weiter zu 23:04 benutzen. Es bestand ein Verbot der Einlegung von Rechtsmitteln in Strafsachen. Durch die 13. Verordnung vom 23:12 Rechtsbürgergesetz. Im 1. Juli 43 wurde bestimmt, dass strach bei Handlungen von Juden nicht mehr durch die ordentlichen Gerichte geändert werden. 23:21 Alle diese Maßnahmen dienten dazu, die Juden zu verdrängen. Dem Selbensweck diente die Rechtsvereinigung der Juden in Deutschland, die im 4.7.39 39 23:29 geschaffen wurde. Es war eine Zwangsorganisation mit der Befugnis von allen Juden Auswanderungsabgaben zu erheben, die der Finanzierung der 23:38 Auswanderung Arme Juden dienen sollten. Diese Organisation unterstand keinem anderen als dem Schiff der Sipo und des SD Heidrich. 23:52 Zunächst mal angestrebt, wie ich jetzt ausführe, die Juden zu vertreiben. Zunächst einmal aus den prechenden Stellungen, denn aus dem Lande. 24:01 Es war dann übergegangen worden zu der Frage zu der Wegung der Frage, ob man sie nicht irgendwo besonders ansiedeln könnte. So gen Madagaskar Plan kam auf 24:14 zu Beginn des Krieges. Zwar waren gedacht, sie anzusiedeln auf Madagaskar. Auch das dieser Plan scheiterte dann und man schreckte nicht zurück zu einer 24:26 radikaleren Lösung überzugehen, nämlich zu der Vernichtung der Juden. Das alles ist natürlich nicht auf einmal entstanden, sondern nach und nach. Es 24:37 ist auch nicht in einem Kopf allein erwachsen, sondern in entsprechenden Gesprächen, die hier vorausgegangen sein müssen zwischen Hitler und seiner 24:45 näheren Umgebung Himlach, Heidrich, Göppelz, Göring. Das geht aus verschiedener Korrespondenz hervor, das geht aus Äußerungen hervor. Ich erinnere 24:57 hier an eine Rede des Führers vom 30.1.139, 1939, wo schon etwas ähnliches anklingt. Der Hitler sagte, ich will heute wieder ein 25:09 Prophet sein, wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu 25:18 stürzen, dann würde das Ergebnis nicht die Bulschevisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in 25:28 Europa. Nachdem der Krieg ein glänzendes einen 25:35 glänzenden Verlauf genommen hatte im Jahr 1940 hatte die Hybress Hitlers keine Grenzen mehr. 25:43 Es wurde übergegangen zur Endlösung, die zunächst einmal im Zusammenhang mit dem geplanten Ostfeldzug, dem Unternehmen Barbarossa 25:54 eingefählt werden sollte, die zunächst einmal das Ostjudentum, das er ja besonders immer wieder herausstrich als besonders gefährlich vernichtet werden. 26:07 Nach dem Gutachten des Sachverständigen Dr. zeichnete sich dieses Problem der sogenannten Endlösung. Das Wort war 26:15 damals noch nicht geläufig, s taucht erstmals im Juli 1940 41 in einem Briefe Görings an Heidrich auf 26:24 zeichnet sich, wie ich schon sagte das Problem der Endlösung schon ab. Hitler soll auch wie der Sachverständige Ausführte und woran 26:35 wohl nicht zu zweifel ist die Schwurgericht ist dieser Auffassung gefolgt seinem Leibarskegenüber sich schon entsprechend geäußert haben und 26:43 hat sich damals nach der Überzeugung des Schwurgerichts das aus dem ganzen ergibt, dass die radikale Vernichtung der Juden in Europa von ihm befohlen 26:50 worden sei. Im Frühjahr 1941 ist mit Sicherheit nach den Begundungen des genannten 27:01 Sachverständigen nachzuweisen, dass diese Endlösung der Judenfrage beschlossene Sache war. 27:19 Am 3. März 1941 fand eine Besprechung zwischen Hitler, Himlach und Keitel. statt indem nähere 27:30 Pläne über die Durchführung hierfen werden sollten. Es war damals geplant worden, dass man die Wehrmacht ja wohl nicht für solche Aktionen einspannen 27:41 könne, weil man wusste, wie die Wehrmacht zu diesen Dingen stehen würde. Man wollte Sonderformationen einschalten, 27:50 die im rückwärtigen Armee und Sondergebiet sogenannte Bereinigungsaktionen zur Befriedung des rückwärtlichen Armee und Hesgebietes 27:57 durchführen sollten. Tatsächlich aber nichts anderes als wie die Vernichtung der dortwohnenden Juden und anderen sogenannten potenziellen Gegner 28:07 vor allem der Kommunisten und als solcher Verdächtigen. Heitel hat seinen Oberkandierenden am 13. März 41 28:22 bekannt gegeben, dass der Führer, dem Rechtsführer SS in diesem Zusammenhang besondere Aufgaben im Operationsraum gegeben habe. Es wurden diese Aufgaben 28:33 aber nicht genannt, sondern es wurde schön getarnt, nur von entsprechender Sicherung des 28:41 rückwärtigen Armeegebietes durch diese betrefften Sondereinheiten gesprochen. 28:50 Am 17. März 41 sprach Hitler nach einem Vortrag des Generalstabschiffs Halter davon, dass die Führungsmaschinerie des russischen Reiches zerschlagen werden 28:59 müsse. Die Anwendung brutaler Gewalt im großchen Raum sei notwendig. Die Funktionäre müssen vernichtet werden, um die Bande des sowjetischen Reichs zu 29:08 zerreißen. Am 6. 26. März 41 erfolgte das Abkommen zwischen OKW Vertreten durch den 29:17 Generalkartiermeister Wagner, dem Rechtsführer SS vertreten durch Heidrich über die Tätigkeit der Einsatzgruppen im Operationsraum der Wirmacht. 29:29 Auch hier war nicht von der Vernichtung die Juden der Juden die Rede. Generalgouverneur Frank hat erklärt 29:45 im April desselben Jahres, dass eben der Führer bei einer Besprechung am 17. im März 41 zugesagt habe, dass das General Gurnar 29:56 als erstes judenfrei sein werde. Nach der Aussage Stellenbergs ist diese Besprechung zwischen Wagner und Heidrich erst in dem Mai 41 erfolgt. 30:08 Das kann aber nach dem ganzen Verlauf der Geschehnisse nicht der Fall sein. Es war, wie ich schon ausführte, schon im Frühjahr vor dieser Zeit die 30:17 entsprechende Grundlage geschaffen worden. Um nun zur Realisierung überzugehen wurden diese Einsatzgruppen aufgestellt, 30:24 die im wesentlichen bestanden aus Kräften der Staor, des SD, der Grippo, SS und der Ordnungspolizei. 30:35 Sie wurden aufgestellt im Raum Britsch. Als Führer waren besonders zuverlässige Parteigänger eingesetzt, die Wesigen aus 30:46 dem Reichsicherheitshauptam stammten. Es waren vier Einsatzgruppen, die eingesetzt wurden und zwar im Norden die Einsatzgruppe A 30:54 Stahlcker, Brigadeführer, nicht zu unserem Ruhm, einer aus unserem Land. Dann die Einsatzgruppe B Nebe, der 31:05 früher das Amt 5 im Rechtsreichshauptamt leitete. Dann die Einsatzgruppe Crasch 31:18 und die Einsatzgruppe D und Ohlendorf, dem früheren Leiter des Amtes 3, des Reichssicherheitshauptamtes. 31:28 Sie gliederten sich wieder unter in sogenannte Einsatzkommandos und zwar in drei bis vier, die Stärke etwa einer Kompanie hatten. Im ganzen waren es also 31:37 etwa ein bis 2000 Mann, die hier eingesetzt wurden, um diese schaurige Arbeit, die nun später noch erördert werden wird, zu 31:46 verrichten. Es kam nun in Verbindung mit dem bevorstellenden Russlandfelszug gekennzeichnet als Barbaraosa Befehl der 31:56 entsprechende Befehl heraus, der diese Zusammenarbeit fixierte zwischen Wehrmacht und 32:04 diesen Einsatzgruppen. Und zwar hatte er folgenden Wortlaut: Die weite Ausdehnung der östlichen Operationsräume, 32:16 die Art der hierdurch bedingten Kampfführung und die Besonderheit des Gegners stellen die Wehrmachtgerichte vor Aufgaben, diese während des Verlaufs 32:23 der Kampfwandlungen und bis zur ersten Befriedigung des eroberten Gebiets bei ihrem geringen Personalspand nur nur zu lösen vermögen, wenn sich die 32:31 Gerichtsbarkeit zunächst auf die Haupt ihre Hauptaufgabe beschränkt, das ist nur möglich. möglich, wenn die Truppe selbst sich gegen jede Bedrohung durch 32:38 die feindliche Zivilbevölkerung schonungslos zu wehr setzt. Aufgrund der mir vom Führer und obersten Befehlshaber der Wehrmachterteilten 32:46 Weisungen bestimme ich deshalb für die Durchführung des Unternehmens Barbarossa. Erstens Behandlung feindlicher Landeseinwohner. Angriffe 32:53 jeder Art von Landeseinwohnern gegen die Wehrmacht sind mit der Waffe sofort und unachsichtlich mit den härtesten Mitteln niederzuschlagen. 33:00 Landeseinwohner, die als Freischer an den Feindsäeligkeiten teilnehmen oder teilnehmen wollen, die durch ihr Auftreten eine unmittelbare Bedrohung 33:07 der Doe deuten oder die sonst durch irgendeine Tat sich gegen die deutsche Wehrmacht auflehnen, z.B. Gewalttaten gegen Wehrmachtange oder 33:14 Wehrmachteigentum, Sabotage, Widerstand sind im Kampf oder auf der Flucht zu erschießen. Dann anderer Seite Lockerung der des 33:22 Verfolgungszwangsraftatenesangehöriger gegen feindliche Landeseinwohner strafbare Handlungen, die Heresangehörige aus Erbitterung über 33:30 Greaten oder der Sitzungsarbeiter des südischen bolschewiistischen Systems begangen haben, sind nicht zu verfolgen, soweit nicht im Einzelfalle die 33:39 Aufrechterhaltung der Mannesucht ein einschreiten erwart. Es allen Umständen Aufgabe aller Vorgesetzten willkürliche 33:46 Ausschreitungen einzelner Heeres Angehörigen zu verhindern und einer Verwilderung der Duppe vorzubeugen. Der einzelne Soldat darf nicht dazu kommen, 33:56 dass er gegenüber Landeseinwohner tut und lässt, was ihm gut denkt, sondern es ist in jedem Falle geboten an die Befehle hervorgesetzten. 34:03 Im übrigen bleibt es bei der Handlung strafbare Handlungen von Herosangehörigen wie folgt spielt hier keine Rolle. Das ist der Befehl, der 34:10 dann im Anschluss an die Einsatzenaufstellung erging, indem dann diese Sonderstellung herausgestellt wurde. Auf der einen 34:20 Seite diejenigen, 34:28 die sich irgendwie gegen die Wehrmacht gestellt haben sollten, dass die vernichtet werden sollten. Auf der anderen Seite das bei Maßnahmen gegen 34:36 Zivilbevölkerung nicht mit strengen Maßstäben zu mich s, dass man hier Augen zudrückt. Praktisch sollte das Ergebnis sein, dass der russische Mensch in 34:46 diesem Raum mehr oder weniger vogelfrei wird. Diese Einsatzgruppen wurden im kurz vor Beginn des Ostlandfelszuges, der am 22. 34:59 Juna 1941 begann, in dem genannten Raum aufgestellt unter den genannten Führern. Den Führern wurde genau bekannt gegeben, was Sinn dieser Sache ist und sie haben 35:12 auch ihren Unterführern im Wesen sofort im wesen im Lauf der künftigen Wochen und Monate gesagt und gezeigt, was es für eine 35:21 Bewandnis hat mit diesen Einsatzgruppen, nämlich, dass sie aufzuräumen hatten mit den potenziellen Gegnern. Es wurde von Sonderbehandlung gesprochen, die hier 35:29 durchzuführen wäre. Es hat sich dann, das will ich hier gleich vorwegnehmen, weil das nachher 35:41 für die Strafzumissung dann von Bedeutung sein wird, auch noch ergeben, dass es nicht nur Hitler, Himler und Heidrich waren, die hier eingeschaltet 35:49 waren, sondern dass wie ich schon andeutete, das Rechtsicher Reich Hauptdamt wohl als Haupträger hier eingespannt war mit 35:57 diesen Einsatzgruppen zusammen. diese Maßnahmen organisatorisch und technisch vorzubereiten und durchzuführen, 36:05 sondern es wurden auch die obersten Spitzen der Behörden des Reiches entsprechend eingeschaltet. In der sogenannten Mannseekonferenz, die 36:15 erst im Jahr 1942 erfolgte, ergibt sich das ganz klar, denn dort waren die Staatssekretäre vertreten von sämtlichen Ministerien und 36:26 dort wurde im Einzeln gesprochen, was hier unternommen wurde, um die Juden zu vertreiben und zu vernichten und was die weiteren Pläne wären. 36:49 An der Spitze dieser Durchführung stand Himmler, der wiers geben Heiderich weiteren Auftrag 37:00 gab war, aber wie ich schon anführe sich nur sondern Ja, ein anderer Spiel Himmler und Himmler äh Hitler war 37:12 es, der zwar keinen schriftlichen Befehl in dieser Richtung gegeben hat, der aber einen mündlichen Befehl gab. Das ergibt sich insbesondere aus der glaubhaften 37:21 Bekundung eines Zeugen, der im Nürnberger Prozess gehört wurde, der nicht mehr unter den Lebenden ist. Das Zeugen Wisliz, der Eichmann auch 37:31 einen bekannten an der bekannten Erscheinung vom Reichsreisuptamt äh von Eichmann ein Schreiben bekommen hat des SS Führers Himmler, in welchem 37:44 die Endlösung der Judenfrage befohlen wurde. Und hier wurde darauf hingedeutet, dass Hitler derjenige gewesen sei, dass 37:59 der diesen Befehl gegeben habe. Ist es aber auch gar nicht anders denkbar, als das Himler Hitler hinter dieser 38:07 Sache stand, denn eine solche Aktion kann in einem Führerstaat niemals durchgeführt werden, ohne dass der Betreffende, der an der Spitze steht, um 38:16 diese Tatsache weiß und sie will. Das Schwurgericht hat deshalb festgestellt, dass es ein Befehl Hitlers war, der hier dieser Maßnahme Zugunde 38:25 lag und das Himmler Heiderich und die weitere nähere Umgebung mit diesem Plan ausgeheckt und mit diesem Plan durchgeführt haben, 38:40 als am 22. 1941 der Barbarossa Befehl verwirklicht 38:47 wurde, nämlich die deutschen Armeenantragen zum Marsch über die russische Grenze. 38:57 In den frühen Morgenstunden dieses Tages ging der Angriff an der breiten Front dem überraschenden Gegner gegenüber sehr 39:08 zügig voran mit wenigen Ausnahmen. Im Gefolge dieses zügigen Vorgehens marschierten aber bereits die 39:17 Einsatzgruppen waren auf die drei Herosgruppen 39:25 Nord in der Herosgruppe Nord war wie ich schon anfüte Stahleger der Führer der Einsatzgruppe mit seinen 39:34 Einsatzkommandos. Hier sich zunächst insofern eine Besonderheit 39:43 ab, als hier im Gegensatz zu den meisten anderen Orten Widerstand. Es war hier Widerstand aufgetreten im Bereiche 39:57 der Herzgruppe Nord und zwar um bei dem Kampf um oder bei dem Versuch den Ort Gasten zu nehmen. 40:11 Es war dort die 61. Idee eingesetzt und das Infanterie 100 Regiment 176 hatte in dem Raum um Garsten den Befehl die dortliche Minkebrücke zu nehmen, die 40:24 Ostwertzen. Lag einem Handstreich. Es wurde eine Kampfgruppe aufgestellt Wasingen aus dem zweiten Bataillon verstärkt durch eine Kompanie des ersten 40:33 Bataillons. Dieses diese Kampfgruppe hatte die Minebrücke zu nehmen und sollte auch mit einem Teil gleichzeitig den Ort Gasten 40:42 nehmen. Früh morgens angetreten ist es zwar gelungen, die Gas die Mingebrücke sofort im Handstreich zu nehmen. Aber 40:52 wurde C verteidigt von dort einsitzenden in KBD Kräften der Russen. Es äh gelang dieser Einheit, die hier eingesetzt war, nicht den Ort zu nehmen. 41:07 Es entspannt sich im Lauf des Vormittags ein harter Kampf, der von dem zunächst von dieser einen Kompanie geführt worden war, unterstützt von den von dem dritten 41:18 Bataillon, das nurangezogen war durch den Kommandeur des Regiments Sattler. Es entspannt sich ein Kampf, wie ich schon sagte, Haus um Haus und 41:34 erst nachdem jedes Haus im Kampfe genommen war, konnte schließlich dieser Ort genommen werden, bis etwa nachmittags 15 Uhr. 41:50 Das erste Batillon war bereits weitergerückt. Das war Reservebataillon gewesen. Das zweite und dritte Bataillon rückte dann nach, um dann im Laufe des 41:59 dieses Tages noch mit den gesamten Kräften das befohlene Marchziel zu erreichen. 42:09 Am Abend dieses Tages traf bei der Stabo Tilsit der bereits genannte Brigadeführer Stahler 42:20 für der Einsatzgruppe A ein und zwar etwa abends um 8 Uhr. [schnauben] 42:30 In Dilsit war zu dieser Zeit der Angeklagte Böme als Führer und Leiter der Stapau Dienststille 42:46 tilblichen den Raum des Regierungspräsidiums äh Gumbinen umfasste. Es war in Tilsit selbst 43:01 der Sitz. Angeschlossen war dort das Grenzpolizeikommissariat. 43:08 Die Stauelle selbst gliederte sich in drei Teile. Ein Verwaltung, 2 sogenannte Exekutive und drei das Grenzpolizeikommissariat mit weiteren 43:17 Aufgaben. Leider der Abteilung 2 war der Angeklagte Kreuzmann, der Abteilung 3 Angeklagte Harms. 43:28 Es waren noch weitere Außenstellen vorhanden und zwar sogenannte Grenzpolizeikommissariate und Grenzpolizeiposten. 43:37 Es waren insbesondere die Grenzpolizeikommissariate Meme, Sualki und Eidu und es waren die Grenzpolizeiposten Laugallen, 43:47 Boren, Laugallen, Laug Sagen Schirwind, die gleichfalls Böme unterstanden. 44:01 Böme hat kurz vor Beginn des Russlandfeldzuges im Zusammenhang mit den Befehl Barbarossa Befehle bekommen als geheime 44:11 Reichssache. Diese Befehle hat er am Tage vor Beginn des Russlandfeldzuges den Angehörigen seiner Dienststelle und der unterstellten Dienststellen 44:24 der Grenzpolizeiposten Grenzpolizeikommissariate bekannt gegeben. waren drei zweie Befehle. Der eine Befehl bezog sich darauf, dass die 44:33 Grenze zu schließen sei, dass niemand mehr herüber den überdürfe. Der andere bezog sich auf das vorhanden sein von sogenannten Einsatzgruppen, ohne dass 44:42 die besonderen Aufgaben hier in Erscheinung getreten wären. Am nächsten Tage hat er dann einen weiteren Befehl C, der im 44:52 Panzerschrank bei ihm gelegen hat aufgemacht und in die ihm stand dort stand, welche Aufgaben diesen Einsatz Kurpen Oblagen, nämlich die 45:02 Sonderbehandlung der sogenannten potenziellen Gegner neben anderen Aufgaben. 45:10 Der Angeklagte hat nun auch von diesem Befehl zunächst selbst Kenntnis genommen und hat ihn auch seinen den Angehörigen seiner Dienststelle 45:23 bekannt gegeben in der Richtung, dass hier Einsatzgruppen eingestaltet und eingesetzt würden im rückwärtigen heren Armeegebiet mit Sonderaufgaben. 45:34 Im Laufe dieses Tages kam n wie ich schon anführte Stahler, der sich etwas verspätet hatte mit seiner Einsatzgruppe. 45:42 Er war die Einsatzgruppe war erst am diesem Tage in Marsch getreten. Stahler war am Vormitage ist schon äh von Bretsch aus aufgebrochen, 45:52 um Fühlung zu nehmen mit den zuständigen äh Befehlshabern der Armee, der Armee Armeekurs und Armee und kam nun an diesem Tage am Abend zu der 46:04 Starbaustelle Tilsid. Dort befand sich in jenem Abend der Angeklagte Kreuzmann, der sofort den Angeklagten Böme verständigte das 46:14 Eintreffen. Stahliger eröffnete nun dem geklagten Böhme, dass ihm an der Grenze, nämlich der Starbort Stelle Stelle Tilzit eine 46:26 besondere Aufgabe erwachsen. Sie würde nämlich auch eingeschaltet in diese Vernichtungsaktion der potenziellen Gegner Bereinigung des rückwärtigen 46:37 Heresgebietes und zwar in einem Grenzstreifen, der entlang der Starbstelle des Bereiches der Starbotelle 46:46 Tilsit verlief in der Tiefe von 25 km. Der Angeklagte Böhme zog noch zu dieser Besprechung den angeklagten Herstmann 46:56 hinzu. Auch er bekam Kindnis von diesem Befehl. Kreuzmann zum Teil. Böme wollte sich vergewissern, ob dies Befehl 47:09 seine Richtigkeit habe und Stahler wandelt sich fernschriftlich an das Rechtsreich Hauptamt, um die Bestätigung der Richtigkeit seiner Anordnung zu 47:19 erreichen. Diese Bestätigung traf am anderen Morgen etwa um 8 Uhr oder kurz vor 8 Uhr. Sie wurde dem Angeklagten bekannt oder früher etwas Feuer wurde an 47:28 dem Angeklagten Böme auf alle Fälle, wie er zum Dienst kam um 8 Uhr äh bekannt gegeben. Das heißt, sie lag auf seinem Dienstzimmer 47:39 und er hatte damit die Bestätigung, dass es mit dem Befehl, der ihm von Stah gegeben wurde, seine Richtigkeit habe. 47:50 Er hatte bereits mit Herstmann sich vorher vereinbart, dass Herstmann bei ihm an diesem Morgen vorbeikomme. Er kam dann kurz nach 8 Uhr vorbei und hier 48:01 wurde nun beratschlagt, was zu unternehmen sei. Es wurde insbesondere auch erwogen, was hier Ihnen an Kräften zur Verfügen 48:10 stehe. Es war bereits am Abend vorher von Stahler drauf hingewiesen worden auf den Einwand Bümes, dass er wohl nicht die nötigen Kräfte hätte zur 48:17 Durchführung solcher Aktionen. Nun, es ständ auf der einen Seite SD Tilsit mit zur Verfügung. Auf der anderen Seite könnte man auch Polizeikräfte von Nemel 48:27 beiziehen, denn dort befindet sich ja eine Polizeidirektion unter dem Angeklagten Fischer Schweder, der Stahler von früher dienster Tätigkeit 48:36 aus Presslau bekannt war. Beide Böhme und Hstmann kamen, nachdem sie entsprechende Erwegungen geflogen hatten zum Ergebnis, dass sie allein 48:49 diese Aktion nicht durchführen könnten, dass sie wohl Hilfe bräuchten und es sollte nun entsprechend versucht werden, Meme einzuschalten mit der deutlichen 49:01 Ordnungspolizei. Die Waffen, die Angeklagten bei ihren Dienststellen zur Verfügen hatten, 49:09 wurden festgestellt und anschließend von Böhme an Dr. Vorwan, 49:17 den Leiter der Außenst der des GBKs Meme, der entsprechende Befehl weitergegeben, der von Stahlecker, dem Angeklagten Böhme erteilt worden war 49:31 und vom Rechsigreichshauptamt bestätigt worden war. Herstmann gab seinen Untergebenen, den Befehl gleichfalls bekannt. Böme t es 49:43 ebenfalls im Laufe dieses ersten Tages auf die Weisung an Vorwahn. Er möchte sich mit Fischer Schweder ins Benehmen setzen und 49:55 die Zufügungstellung der Ordnungspolizei erreichen, die entsprechenden Absperrmaßnahmen durchführen sollte. bekam er von Vorwanden Bescheid, dass 50:09 Stab, dass die Ordnungspolizei in Memel zur Verfügung stände und zwar nicht nur zum Absperren, sondern zur Exekution. 50:22 B selbst war darüber überrascht, denn er hatte ein solches Anzieinnen nicht gestellt. 50:29 Ihm war es aber nicht unangenehm, dass er solche Hilfe bekam, dass er seine eigenen Leute hier nicht einspannen musste. 50:39 Es wurde vorwand weiter der Auftrag gegeben, die entsprechenden Maßnahmen zunächst in Gasten durchzuführen. Proban hat Vormittag des 23. 50:53 6.14 1941 sich mit entsprechenden Kräften seiner seines Grenzpolizeikommissariats nach 51:02 Gston begeben und hat dort Fistnahmen von Juden und soweit es sie möglich war auch von einzelnen als Kommunistenverdächtigen 51:13 durchgeführt. Sie wurden zusammengefasst und auf eine Wiese verbracht, die zwischen dem dortchen Grenzpolizeiposten Laugallen und Gasten lag. 51:29 Spieler Schweder wurde gleichfalls entsprechend ins Bild gesetzt. Er hat sich am Laufe des Montags gleichfalls hinausbegeben nach Garsten, 51:38 um dort nach den Dingen zu sehen. Einmal hatte er gehört von den entsprechenden Kampfhandlungen, die dort erfolgt waren und außerdem von Fahrern von Vorwand ins 51:47 Bild gesetzt worden, um was es sich hier handeln sollte, nämlich um die Erschießung von Juden. Es wurde über 51:58 von Meer von dem Angeklagten Fischer Schweder der Befehl an Mayor Günther, den Kommandeur der Stützpolizei in oder Ordnungspolizei in Memel weitergegeben, 52:07 der ein entsprechenden Befehl ausarbeitete an seine unterstellte Truppe, das heißt an seine unterstellten Polizisten. Es bestand dort ein 52:15 sogenannter Alarmzug oder eine Alarmeinheit, die für bestimmte Fälle vorgesehen war. Diese sollte eingesetzt werden. Es waren 52:24 etwa 20 Mann, die unter dem Kommando des angeklagten Schmidthammer standen. Es wurde dabei, dem Angeklagten Schmidthammer erklärt, dass es sich hier 52:37 um eine Maßnahme handel gegen Zivilisten, die Widerstand geleistet hätten, gegen die kämpfende Truppe. 52:53 Nun kam der 24.6. daran, anem der angeklagte Böhme vorher abrückte, seine Leute, die er 53:06 hier einschaltete, zusammenfasste und sie ins Bild setzte. Und zwar nach der Überzeugungs volle Umfangensbildsätze dahingehend, 53:16 dass diese Krieg der eine ideologische eine ideologische Auseinandersetzung zum Inhalt habe, harte Maßnahmen verlange, das radikal 53:25 durchzufahren sei, dass das was die Führung als notwendigerte eben durchz stehen sei, es seien hier sämtliche potenziellen Gegner zu vernichten als 53:34 das seien Juden und Kommunisten oder als solche gekennzeichnete. Gleichfalls wurde SD äh von Erstmann zur Verfügung gestellt 53:47 und es wurde die Abfahrt durchgeführt etwa um 11 Uhr dieses Tages. Es waren etwa 6 bis acht Fahrzeuge äh ins ganzen etwa 8 bis 10 Fahrzeuge, 54:01 sechs etwa der Starpo und zwei bis 3 des SD. In der Zwischenzeit war auch das Grenzpolizeikommissariat 54:13 Memel nicht untätig gewesen. Auch dieses fuhr hinaus gleichfalls das bereits die bereits genannte Alarmeinheit, die etwa um 12 Uhr des 24. 54:27 mit einem LKW nach Gasten abfuhr. Dorthin hat es sich schon am Vormittag auch der Angeklagte Fischer Schweder 54:38 begeben mit zusammen mit dem Geistleiter Grauer, den er an diesem Vormittag verständigt hatte, dass hier eine Aktion 54:47 durchgeführt würde, bei der äh Erschießungen durchgeführt werden. Und zwar werden hier äh Leute erschossen, die Widerstand geleistet hätten. 55:04 Zunächst wurden die Juden, die hier zusammengefasst waren, bewacht noch und zwar bewacht von Angehörigen der Zldienststille, die in Laugallen an der 55:18 Grenze tätig war. Sie waren beauftragt worden von Fran. diese Bewachung der zusammengefassten äh Juden 55:27 hier durchzuführen, bis die Exekution dann durchgeführt werden sollte. Dieser diese Tatsache, dass eine Exhibition hier durchgeführt würde, 55:37 wurde den Zollbeamten aber nicht bekannt gegeben. In der Zeit von 12 Uhr bis 2 Uhr, dem eigentlichen Beginn der Exekution, 55:49 wurden die Juden beschäftigt mit verschiedenen Aufgaben. Sie mussten da noch tote Russen insbesondere herumlagen. Mussten sie diese beerdigen. 56:01 Sie mussten Vorbereitungen treffen für einen Exekionsgraben. Es wurden dort Absteiferungen von bereits vorhandenen 56:09 Verteidigungsgräben herausgerissen. Es wurden weiterhin weitere Akt Suchaaktionen durchgeführt in dieser Zeit im Ort Gsten nach Juden und 56:19 Kommunisten und wurden weitere zusammengefasst und zu den anderen geführt. 56:27 Als Schmidthammer mit seinen Leuten angekommen war, meldete er sich bei Fischer Schweder, so wie es ihm Meer Günter befohlen hatte. 56:35 Ich will das ergänzen. Er hat im Vortage schon das Erschießungskommando eingeübt, wie entsprechende Kommandos durchgeführt werden sollten. War also im Bilde, wie 56:43 es durch von Statten gehen sollte. Fisch weder führte nun den angeklagten Schmidthammer übers Gelände Richtung Garsten, zeigte ihm dort ein dortliches 56:52 Gratt zwei tote deutsche Soldaten, die neben dem oder in der Nähe des Kratz lagen und besprach 57:02 mit ihm noch das Nähere wieer Schwederhitler auch noch eine Ansprache anschließend an die versammelen Angehörigen dieses Kommandos, indem er 57:11 auf die Bedeutung hinweis hinwies darauf hin äh äh wies, dass man hier äh zwar harte Maßnahmen durchführe, dass sie aber notwendig sein, dass hier um 57:20 Widerstands äh Leistende gehandelt habe. Dereklagte Schmidthammer selbst war, nachdem er den Ort mit Fischer Schweder 57:30 besichtigt hatte, gleichfalls nochmals herangetreten an seine Leute und informiere sie dahingehend, dass man es hier mit Leuten zu tun habe, die 57:37 erschossen werden müssten, die einen Sankar überfallen hätten, die äh hier Widerstand geleistet hätten und ähnliches. 57:51 Die Exekution selbst trat nun näher ran. vor die Exekution selbst durchgeführt wurde, 58:00 wurde schon einer der Angehörigen der zusammengefassten Leute hier erschossen, der bei den vorausgehenden Arbeiten, die ich bereits anführte, nicht so tätig 58:10 war, wie es den betreffenden Starbuleuten passte. Er wurde durch einen Genickschuss erledigt. Es ging sehr laut und übel zu. Es wurde 58:24 schon geschlagen bei diesen Tätigkeiten. In der Zwischenzeit trat Böhme mit Fischer Schweder zusammen und Herstmann. 58:38 Und bei dieser Gelegenheit wurde für schon später, noch soweit es nicht geschehen war, seit es vorwanden in den ganzen Rahmen der bevorstehenden 58:47 Maßnahmen eingeweiht, nämlich, dass die Starb Tilsit im Grenzstreifen von 25 km diese bereits genannten Aktionen durchzuführen habe. 59:00 Fischer Schweder äußert dem gegenüber, nun, dieser Krieg bringt Konsequenzen mit sich, an die man zunächst nicht gedacht hat. 59:10 Bei der Exekution selbst ging es so von Statten, dass in Gruppen, die zu Exekutieren dann herangeführt wurden, sie hatten sich durchaus ruhig verhalten 59:21 von irgendwelchen Aufruhr, Widerstand und so weiter. War seitens der zusammengefassten Gefangenen in gar keiner Weise die Rede. Im Gegenteil, 59:29 nachdem sie ihr Schicksal erkannt hatten, fügten sie sich stoß, beteten, fsten sich an den Händern und gingen ihrem Schicksal entgegen. 59:40 Es ging nun zu, wie es auf einem Schlachthof zuging, wie es auf einem brutischen Kasernenhof zuging. Die Leute wurden vorgetrieben im 59:49 Marschmarsch zum Exekutionsplatz, dort mit dem Rücken zum Graben aufgestellt und dann von dem Exekutionskommando erschossen, wobei zwei Mann jeweils auf 1:00:00 einen der zu erschießenden zielten. Das Kommando gab der Angeklagte Schmidthammer mit gezogenemen. Er wurde noch von dem angeklagten 1:00:12 Fischer Schweder darauf hingewiesen, dass Nachschüsse dann zuur erteilen sein, wenn eines der Opfer nicht sofort tot sein sollte. 1:00:20 Nachdem die erste Gruppe erschossen war, der Rest stand hinter einer Mauer von einem zusammengeschossenen oder zerstörten Gebäude 1:00:30 und zwar erschossen wurde, nachdem von dem angegangen Schmidthammer den Opfern zuvor erklärt worden war, sie wird erschossen. Wegen Vergehen gegen die 1:00:40 Wehrmacht auf Befehl des Führers wurden die nächsten Opfer rangeführt. Die hatten die bereits erschossen, sweise nicht in den Graben gefallen waren 1:00:47 hineinzuwerfen, mussten das ganze schaurige Bild mit ansehen. Es kam die nächste Gruppe zur Aufstellung, die wurde genauso wie dem selten Spruch 1:00:54 wieder in den Tod gejagt. So ging es bis sämtliche erschossen waren. Auch eine Frau befand sich darunter und zwar eine Kommunistin mit roter Bluse. Auch sie 1:01:06 ging den selben Weg. Sie, nachdem sie gesehen hatte, dass hier Gnade nicht zu erwarten war, stellte sie sich trotzig vor 1:01:15 Erschießungskommander mit gekreuzten Armen und ging in den Tod. Nachdem diese Tat ihr rumreiches Ende genommen hatte, fuhr das Schuberkommando 1:01:27 getrennt wieder ab. Die Sta fuhr für sich wieder ab. Die Opfer hatten ein Teil ihrer Begleitung abgelegt. 1:01:37 Auch Wertsachen waren äh abgenommen worden und wurden von der Starbur Tilsit mitgenommen, um sie nachher abzuführen an eine zentrale Stille. Insgesamt waren 1:01:49 es 2011 Menschen, die hier den Tod fanden. 200 Männer, eine Frau im wesentlichen Juden. Es waren Juden im Alter von 1:02:01 14 Jahren bis zum Kreis. Es war auch ein Rabiner darunter. Die Juden waren erkenntlich an ihrem äußeren Erscheinungsbild, an ihren 1:02:13 körperlichen Merkmalen, an Bärten, die sie zum Teil drogen und wie ich schon sagte, der Rabiner an seiner Kleidung. 1:02:24 Auf der Rückfahrt wurde der Angeklagte Schmidthammer von seinen Leuten, die unter diesen Juden auch Bekannte gesehen hatten. Es waren nämlich Juden, die bei 1:02:36 der Angliederung des Memelandes an das Deutsche Reich, die ja am 22. März 1938 erfolgt war, aussiedeln mussten. Sie 1:02:47 hatten äh solche Juden wiedererkannt. Sie haben zum Teil mit ihnen noch Verbindung bekommen 1:02:58 gesprächsweise. Sie haben insbesondere gehört, wie der eine nach dem anderen zurf, schieß auch gut. Wie ein anderer rief noch einen 1:03:08 Schuss, weil er nicht tödlich getroffen war. Sie äh diese Polizisten haben gesehen, um was sie hier handelt. Sie haben sich 1:03:18 ihren Vers drauf gemacht. Bei der Heimfahrt erfolgte ein Luftangriff auf Mhmel. Und bereits hier war davon die Rede. Die Strafe Gottes ist hier am 1:03:28 Berger. Der Angeklagte Schmidthammer wurde gefragt von 1:03:36 dem Polizisten. Nun, was eiglich mit diesen Juden sei und die erschossen worden sein? Er 1:03:45 erklärte, ich weiß auch nicht, ich bin auch nur ein kleiner Befehlsempfänger. Berichtigen will ich noch, dass diese Anliederung des Nemlandes nicht 39, 1:03:58 sondern selbständlich 38 erfolgt ist. Ich hab mir hier versprochen. Weiter will ich noch ergänzen äh an 39 nicht 38 Erfolg ist. Ich äh will ich 1:04:09 noch ergänzen, dass bei diesen Nachschüssen sich nicht nur der Angeklagte Schmidthammer beteiligte, sondern auch der Angeklagte Fischer 1:04:19 Schweder und vor allem Stapoor und SD Mitglieder. Ein Arzt, der etwa den Tod festgestellt hätte bei den Opfern, ist nicht 1:04:31 zugezogen worden, sondern dieses Grab wurde so eingeebnet, wie es war. Ob die Betreffenen tot waren oder nicht, spielte letztlich keine Rolle. Sie waren 1:04:42 verschwunden. Bei dieser Aktion hatten die nicht näher eingeweihten 1:04:54 Polizisten von Meme, aber auch die Stabangehörigen Delsit den Eindruck, dass der Leiter der Exekution nicht der Angeklagte Böhme wäre, sondern Fischer 1:05:04 Schweder. Er stand in seiner Uniform als SA Oberführer breitspurig in der Gegend. Er gab die entsprechenden Anweisungen. Er gab die 1:05:14 Anweisung, dass eine Erschießungsformel gewählt werden müsse, damit die Sache einen militärischen Anstrich bekäme. Das sei man schuldig den Männern, die diese 1:05:26 Taten hier durchführen müssen, um ihren seelischen Rückhalt zu stärken. Er war es auch. wie ich schon sagte, der die Nachschüsse anordnete, 1:05:38 der überall bei der ganzen Exekution immer wieder in Erscheinung getreten war. 1:05:49 Der bereits genannte Gauleiter Kreisleiter Grau, der zunächst andere Aufgaben erledigt hatte und dann zur Erschießung gekommen war aus Neugier, 1:05:59 hatte mit Fischer Schweder am Erschießungsplatz gesprochen, schon vor die Exekution begonnen hatte und hierbei erwähnte der angeklagte 1:06:07 Fischer Schwede Graugegenberießung als solche die Starbilsit durchoff führen mit ihren paar Männern. Das ist 1:06:18 ja lächerlich. Ich habe sofort beide Leute zur Verfügung gestellt. Dieser diese Exekution wurde dann zahlenmäßig erfasst und über die Starb 1:06:37 von der Starbustelle Tilsitre Hauptamt und zwar ab Amt 4 gemeldet von der SD-dienststelle des Angeklagen Erstmann Gleichfalls und dem Amt 3 1:06:49 gemeldet mit der Zahl 2011. Ja, im einzelnen waren bei dieser Aktion die 1:07:08 Angeklagten wie folgt in Erscheinung getreten. Zunächst der Angeklagte Böhme durch die Kommandierung der Starbuangehörigen 1:07:17 Südausschießung und Leitung. Der Angeklagte Herzmann durch die Einteilung seiner SD Leeute zur Erschießung, durch die 1:07:25 Beaufsichtigung seiner Leute am Erschießungsplatz, durch seine Anwesenheit als solche stärkte er entsprechenden 1:07:38 Rückhalt der Männer. Er war weiterhin beteiligt an der Nachschau nach weiteren Opfern im Ort 1:07:48 Gasten. Dereklagte Fischer Schweder, das habe ich schon angeführt, abgesehen von den bereits genannten 1:07:56 Punkten durch die Absperrung Abstellung der Schupo Einheit durch seine persönliche Anwesenheit, in der er besonders deutlich in 1:08:07 Erscheinung trat und auch deutlich in Erscheinung treten wollte. Der Angeklagte Kreuzmann durch seine Anwesenheit als effektiv 1:08:18 stellvertretender Leiter der Starbaustelle Dilsit. Der Angeklagte Harms als Leider des Grenzpolizeikommissariats 1:08:29 Tilsit und Vorgesetzter der Grenzpolizeikommissariate und G Grenzpolize Posten. Ferner 1:08:38 war er bei der Bewachungsaufgabe beteiligt und hat durch seine Anwesenheit, gleichfalls seinen Leuten den Rücken 1:08:52 gestärkt. Der Angeklagte Berend, der von der vom Grenzpolizeikommissariat Mhme gekommen war durch die Überwachung 1:09:03 der Gefangenen Ferner durch die Zuführung zum Graben, zum Erschießungsgraben wenigstens stückweise. 1:09:13 Der Andlass Sakut, der von der Leiter der SD Außenstelle in Memel war, war gleichfalls auf Befehl des angegagen Herstmann anwesenheit 1:09:29 entsprechend der ganzen Aktion einen entsprechenden Rückhalt gegeben. Der angeklagte Schmidthammer hat, wie ich schon anführte, 1:09:39 Exekutionskommand geleitet, die Erschießungsforme genannt und mindestens zweimal Nachschieß abgegeben. 1:09:56 dieser Exekution folgte nun schlagartig in Durchführung der entsprechenden des entsprechenden Befehls die weiteren Aktionen 1:10:09 im Wesentlichen geleitet von dem Angeklagten Böhme selbst zum Teil wie ich noch ausführen werde einen Fall auch vertreten durch den angeklagten 1:10:18 Herstmann dann weitere Aktionen die er seinen unterstellten Gruppen übergeben hatte 1:10:31 Am 26.16 16 kam es zu der weiteren Aktion an dem Grenzword Gottingen. Hier wurden gleichfalls in diesen ersten Tagen Leute zusammengefasst, die diese 1:10:43 Gruppe angehörten, nämlich Juden und Kommunisten. Sie waren schon vor diesem Tage zusammengetrieben worden unter 1:10:53 Mitwirkung des Angeklagten Jackis, der früher Sicherheitspolizechiff in Gottingen gewesen war und nachdem die 1:11:03 Russen Besitz ergriffen hatten, von dem litauischen Land darüber gefloren war nach dem deutschen Gebiet. 1:11:13 Er war zurückgekehrt mit Kriegsbeginn und hat sich dann mindestens ab 24. in Grottingen befunden und dort betätigt in dem Sinne, in den dem es die Starpau 1:11:25 wünschte, nämlich in der entsprechenden zur Verfügungstellung seiner Kenntnisse bezüglich der Qualifizierung der einzelnen Bewohner 1:11:36 von Gottingen und Umgebung. Es wurden am Tage selbst, dem die Exekution durchgeführt wurde, zu der die Angehörigen von Starburg Tils von SD 1:11:49 Tilsid, von GBK Meme, von GBP Bayoren hinzugezogen worden waren und ebenso dieses bereits genannte Schützpolizeikommando. 1:12:00 Es wurden an diesem Tage noch weitere Opfer zusammengetrieben, gesucht in den Häusern, gebracht von Luckis, der an diesem Tag noch 1:12:09 sortierte. Sie waren zusammengetrieben auf dem Marktplatz zusammengefasst, zunächst in der Synagoge, dann auf dem Marktplatz 1:12:17 zusammengetrieben. Und hier wurde von dem Einsatzkommando Tils, wie ich nun diesen ganzen Kreis hier nennen 1:12:27 will, die Aktion in die Hand genommen, als erschienen waren. Die Opfer wurden hinausgebracht 1:12:38 vor Gotingen mit Lastwagen einige Kilometer hinaus Richtung Strand. Dort am Sand im in einem Waldstück wurden Gräben ausgehoben von den Opfern selbst. 1:12:53 Spartenwarer mitgebracht worden. Die Opfer wurden dort geteilt in die Gruppe Juden, in die Gruppe Kommunisten und Kommunistenverdächtige. Es fand noch 1:13:03 eine entsprechende Aussibung statt. Der Angeklagte Fisch Schweder war nicht sofort erschienen auf der Bildfläche, sondern er war erst erschienen, nachdem 1:13:15 die Juden vom Marktplatz weggeführt wurden. Er hat sich dann hinausbegeben vom Marktplatz zum Exekutionsort und 1:13:25 dort die Geschehnisse nicht nur miterlebt, sondern auch wieder durch seine Anwesenheit entsprechend gekennzeichnet. 1:13:33 Es wurde eine Siebung durchgeführt der Kommunisten und zwar deswegen, weil es dem angeklagten Böhme aufgefallen war, dass hier auffällig viel Kommunisten 1:13:43 sein sollten, die von Lukis und seinen Leuten entsprechend qualif qualifiziert worden waren. Es wurden ausgesiebt und äh es war ein Teil von etwa 30 bis 1:13:56 40 zur Seite gestellt worden. Die der Rest wurde gleichfalls zur Erschießung bereitgestellt.