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IDEA TV 15 03 22 - Friedensethik in Kirche - Kneipenpastor

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
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  1. Hallo und herzlich willkommen bei IDEA TV, Was den Krieg in der Ukraine betrifft, müsse die Kirche ihre eigene Sprache finden.
  2. Das hat Johannes Wischmeyer im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt. Der Leiter der Abteilung „Kirchliche Handlungsfelder“ der EKD meint damit, dass die evangelische
  3. Kirche vor allem ihre friedensethischen Positionen überdenken sollte. In der Vergangenheit habe sie vor allem den Vorrang von Gewaltlosigkeit und zivilen Konfliktlösungen
  4. betont. Nun stellt sich laut Wischmeyer aber die Frage, ob sie damit noch die richtigen Ziele im Blick
  5. hat. Die Kirche dürfe sich nicht scheuen, das Böse böse zu nennen.
  6. Dass Titus Schlagowsky mal in einer Kneipe predigen würde, hätte er sich früher nicht träumen lassen.
  7. Sein gescheiterter Versuch, eine verschuldete Café-Bäckerei zu retten, endete im Steuerbetrug. Das brachte dem heute 52-Jährigen drei Jahre und drei Monate Haft ein.
  8. In seiner Zelle hat er zu Gott gefunden. Nach dem Gefängnis entschied er sich für eine Prädikanten und -Seelsorgerausbildung.
  9. Seither arbeitet Schlagowsky als Laienprediger für die Evangelische Kirche. Im Interview erklärt er, wie er zum Kneipenpastor wurde.
  10. Daran Schuld ist Corona eigentlich an diesen Kneipen-Andachten. Kein Gottesdienst und dann wollten wir trotzdem für die Menschen da sein - gerade in Behinderten-Einrichtungen.
  11. Und haben dann angefangen, Kneipen-Andachten ohne Menschen hier drin zu feiern, aufzuzeichnen und dann im Internet zu veröffentlichen.
  12. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat sich dafür entschieden, die Zusammenarbeit mit dem Kneipenpastor zum Ende seines Dienstauftrags im September zu beenden.
  13. Sie werfen Schlagowsky vor, für eine kritische Selbstreflexion nicht offen und respektlos zu sein.
  14. Der 52-Jährige hingegen wünscht sich eine Aussöhnung. Ich hoffe ja immer noch, dass vielleicht noch irgendein Gespräch stattfindet, dass es vielleicht
  15. irgendwie revidiert wird. Aber die Verkündigung, die werde ich immer noch fortsetzen.
  16. In der Kneipe, in einem Bus oder sonst wo. Weil das ist eine Aufgabe eines jeden Christen, Verkündigung zu machen, egal wo und egal
  17. für was für Menschen. Der Bus, von dem Titus Schlagowsky spricht, ist ein Produkt seiner Examensarbeit.
  18. Denn der 52-Jährige studiert zurzeit noch mal und steht kurz vor seinem Abschluss als Diakon.
  19. Der Bus soll als mobile Kirche Andachten, Gottesdienste und Taufen im Freien und an jedem Ort ermöglichen.
  20. Soweit die IDEA TV-Nachrichten. Ihnen noch eine gesegnete Zeit.
  21. Tschüss und bis bald.