Nettogehalt als Selbstständiger: So viel verdienst du wirklich! STEUERFIT https://www.youtube.com/watch?v=s-NpQgxUpKM Transkript (automatisch erstellt) 0:00 In diesem Video schauen wir uns an, wie viel Geld dir als Selbstständiger eigentlich übrig bleibt, und zwar abhängig von unterschiedlichen Gewinnzahlen. Was musst du eigentlich verdienen, 0:09 um ein bestimmtes Netto-Gehalt herauszubekommen? Denn als Selbstständiger hast du ja gar kein Gehalt, sondern du machst als Erstes Umsätze. Das heißt, irgendwie kommt von deinem Kunden Geld auf 0:20 deinem Konto an. Und das ist selbstverständlich nicht dein Einkommen. Und das ist natürlich auch nicht dein Gehalt und auch nicht gleichzusetzen mit einem Bruttogehalt und auch nicht mit einem 0:29 Netto-Gehalt. Denn das ist in der Regel erstmal dein Brutto-Umsatz. Das heißt, dein Umsatz mit Umsatzsteuer, entweder 19 % oder 7 % Umsatzsteuer in der Regel. Das heißt, ganz als Erstes, wenn du 0:39 dein Netto-Gehalt als Selbstständiger herausfinden möchtest, musst du erstmal die Umsatzsteuerbeträge aus den Geldeingängen herausrechnen. Wenn du beispielsweise in einem Jahr 119.000 Euro 0:50 Geldeingänge auf deinem Bankkonto hattest, dann sind davon halt 19 % Umsatzsteuer. Das heißt, 19.000 Euro waren nie dein Geld. Das ist die Umsatzsteuer, die du an das Finanzamt 1:00 abführen musst. Das heißt, die Geldeingänge auf deinem Bankkonto sind der Brutto-Umsatz. Für dich relevant ist aber der Netto-Umsatz ohne Umsatzsteuer. Und von diesem Umsatz musst du dann 1:08 erstmal alle Kosten abziehen, die dir entstanden sind, um diesen Umsatz zu generieren. Und wie viel Betriebsausgaben du hast, das kann je nach Geschäftsmodell, Branche oder auch Stadium deiner 1:20 Selbstständigkeit unglaublich unterschiedlich sein. Um also zwei extreme Beispiele zu nennen: Du bist zum Beispiel gerade neu mit einem Online-Shop. Und musst du jetzt erstmal viele 1:29 Waren kaufen und musst diesen Online-Shop aufbauen und musst erstmal Werbung machen. Das heißt, du hast einen Wareneinkauf und der beträgt vielleicht 30 bis 50 % von deinem Umsatz. Das heißt, 1:39 30 bis 50 % geht erstmal rein in die Produkte, die du anschließend verkaufst. Dann brauchst du noch einen Programmierer, der dir bei deinem Shop hilft. Dann musst du Werbung machen auf Google, 1:48 Facebook, Instagram und Influencer-Werbung und was auch immer. Und dann bleibt dir vielleicht von deinem Umsatz noch 5 %, 10 %, oder du machst sogar einen Verlust. Das heißt, 1:57 da ist dann der Rohertrag aus deinem Netto-Umsatz wahnsinnig klein. Ein anderes extremes Beispiel ist zum Beispiel ein Berater, Dienstleister oder auch ein Content-Creator. Wenn du einmalige 2:09 Investitionen hattest, zum Beispiel in ein Laptop und ein Smartphone, dann arbeitest du anschließend meistens aus deinem Wissen. Das heißt, du brauchst eigentlich vor allen Dingen deine Skills und deine 2:18 eigenen Talente und verkaufst dann deine Zeit. Und da ist natürlich kein Wareneinsatz. Und da gibt es durchaus Geschäftsmodelle, wo dann 95 % von dem Umsatz auch ein Reingewinn ist. Das heißt, 2:27 da betragen deine Betriebsausgaben vielleicht noch 5 % von deinem Umsatz. Deswegen ist der Umsatz ehrlicherweise auch keine gute Kennzahl, um herauszufinden, wie viel du dir das eigentlich 2:38 verdienst. Weil ein Online-Shop mit 1 Million Euro Umsatz kann tatsächlich unter dem Strich weniger abwerfen als ein Dienstleistungsgeschäft mit 100.000 Euro Umsatz. Das heißt, 2:47 relevant ist eigentlich immer nur der Gewinn. Und jetzt könnte man vorschnell sagen, ja, der Gewinn eines Selbstständigen, der entspricht ja ungefähr dem Bruttogehalt eines Angestellten. 2:56 Und das ist leider ein ziemlich weit verbreiteter Irrtum. Der Gewinn eines Selbstständigen ist nicht gleichzusetzen mit dem Bruttogehalt eines Angestellten. Weil wenn du angestellt bist, 3:05 dann zahlt dir der Arbeitgeber ungefähr 50 % zu allen Sozialversicherungen dazu. Bei einigen Sozialversicherungen ein bisschen weniger, aber es gibt dafür andere Sozialversicherungen, wie 3:14 zum Beispiel die gesetzliche Unfallversicherung, die der Arbeitgeber vollständig bezahlt. Die siehst du als Angestellter nie. Die siehst du auch nicht mit deinem Arbeitsvertrag. Die siehst du 3:22 auch nicht in deinen Gehaltsabrechnungen, weil in den Gehaltsabrechnungen siehst du immer nur deinen Anteil. Alle Arbeitgeber von euch, die werden wissen, dass es da noch einen zweiten Anteil 3:30 gibt. Und als Arbeitgeber unterscheidet man immer zwischen Bruttogehalt und Arbeitgeberbruttogehalt. Im Arbeitgeberbruttogehalt sind dann tatsächlich alle Sozialversicherungskosten enthalten, 3:40 und das ist meistens so ungefähr 25 % höher als das eigentliche Bruttogehalt. Und das, was am Ende ein Angestellter ausgezahlt bekommt, ist natürlich nochmal deutlich weniger. Das heißt, 3:50 man könnte sagen, der Gewinn eines Selbstständigen ist gleichzusetzen mit dem Arbeitgeberbrutto bei Angestellten. Das würde ungefähr passen. Allerdings hängt 3:59 der Vergleich auch ein kleines bisschen, weil du als Selbstständiger andere Verpflichtungen bei den Sozialversicherungen hast. Wir alle zahlen Steuern. Das heißt, Einkommensteuer und Lohnsteuer 4:08 sind übrigens genau das Gleiche. Zahlen sowohl Selbstständige als auch Angestellte. Bei der Krankenversicherung und Pflegeversicherung gibt es auch eine Versicherungspflicht. Das heißt, 4:15 sowohl Selbstständige als auch Angestellte zahlen auch Kranken- und Pflegeversicherung. Bei der Arbeitslosenversicherung oder Rentenversicherung muss man genau schauen, 4:23 in welcher Branche du tätig bist, also welchen Beruf du als Selbstständiger ausübst. Da gibt es manchmal eine Rentenversicherungspflicht. Die meisten Selbstständigen haben aber keine 4:30 Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung und auch nicht in der Arbeitslosenversicherung. Von daher sind die Versicherungen bei Selbstständigen 4:38 und Angestellten ein kleines bisschen unterschiedlich. Doch kommen wir zurück zu unserem Berechnungsschema. Wir wollen aus dem Gewinn einer Selbstständigkeit dein Nettogehalt 4:45 ausrechnen. Und da müssen wir vor allem jetzt die Krankenversicherung und die Steuern herausrechnen. Die Gewerbesteuer können wir ehrlicherweise in dieser Berechnung nahezu vernachlässigen, 4:53 weil du als Gewerbetreibender die gezahlte Gewerbesteuer in der Einkommensteuererklärung anrechnen kannst und dadurch reduziert sich dann deine Einkommensteuer. Das heißt, unter dem Strich 5:01 zahlst du als Gewerbetreibender zumindest in den allermeisten Fällen nicht wirklich mehr Steuern. Ich habe das ganze Thema schon mal aufgeschlüsselt und gezeigt, wann man eigentlich tatsächlich als 5:10 Gewerbetreibender mehr Steuern zahlt und wann eher nicht. Ich verlinke dir das Video noch einmal oben rechts. Schau da gerne einmal vorbei. Hier in dieser Berechnung sagen wir einfach, okay, 5:19 du hast als Gewerbetreibender keine zusätzliche Steuerbelastung. Und deswegen schauen wir uns nur den Einkommensteuertarif an. Und der Einkommensteuertarif ist progressiv. Man 5:28 kennt das aus den Medien immer so als kalte Progression. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass du ein Grundeinkommen hast, einen Grundfreibetrag. Das heißt, du kannst 5:36 ungefähr 12.000 Euro erstmal verdienen, bevor du überhaupt Steuern zahlen musst. Das heißt, die ersten 1.000 Euro im Monat hast du mehr oder weniger steuerfrei. Und dann mit dem 5:45 steigenden Einkommen steigt tatsächlich auch deine Steuerbelastung. Und zwar nicht nur als absoluter Betrag, was natürlich auch der Fall ist, sondern auch der prozentuale Anteil. Bis 5:54 er dann bei 62.000, 80.000, 90.000 Euro bei 42 Prozent liegt. Das heißt, der Prozentsatz, den du von deinem zusätzlichen Einkommen an Steuern abgeben musst, steigt immer weiter an, 6:05 bis ungefähr 60.000 Euro. Und bei 60.000 Euro bist du dann auf einem Plateau, das 42 Prozent beträgt. Das heißt, dann musst du immer von jedem Euro, den du zusätzlich verdienst, 6:14 42 Cent an Steuern zahlen. Und ab einem Einkommen von ungefähr 280.000 Euro macht das nochmal einen kleinen Sprung auf 45 Prozent. Und das Ganze ist auch immer wieder der Grund, warum man hört, 6:25 ab 60.000 Euro zahlt man den Spitzensteuersatz. Ja, aber nur auf die Euros, die darüber liegen. Die ersten 12.000 Euro bleiben immer steuerfrei, auch wenn du 100.000 Euro verdienst, 200.000, 6:36 100 Millionen verdienst, dann sind die ersten 12.000 Euro immer steuerfrei. Das heißt, der Durchschnittssteuersatz, den du durchschnittlich auf dein gesamtes Einkommen bezahlst, liegt nicht 6:44 bei 42 Prozent. Das ist der Unterschied zwischen Grenz- und Durchschnittssteuersatz. Auch dazu habe ich schon einmal ein tiefgehendes Video aufgenommen, das ich dir oben 6:52 rechts verlinke. Neben der Einkommensteuer ist für dich als Selbstständigen vor allem die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung entscheidend. Der Krankenversicherungssatz beträgt 6:59 aktuell 14 % oder 14,6 %, je nachdem, ob du eine Krankengeldversicherung hast oder nicht. Dazu kommt dann noch ein Zusatzbeitrag der Krankenkasse und der 7:08 Pflegeversicherung. Diese sind ein bisschen davon abhängig, ob du Kinder hast, wie alt du bist, in welcher Krankenversicherung du bist und so weiter. Das heißt, es gibt ein paar Unterschiede. 7:15 Das Ganze hier in diesem Video ganz detailliert zu besprechen, würde den Rahmen sprengen. Dazu kommt in Kürze ein neues Video. Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall, diesen Kanal zu abonnieren. 7:24 Was bei der Krankenversicherung aber auch unheimlich unfair ist, ist, dass es einen sogenannten umgekehrten Grundfreibetrag gibt. Bei der Steuer ist es ja so, dass du die ersten 12.000 7:35 Euro quasi steuerfrei hast. Das heißt, wenn du wenig verdienst, zahlst du auch keine Steuern. Ja, so ist es bei Angestellten und so ist es bei Selbstständigen. Und das ist meiner Meinung nach 7:41 absolut fair. Bei der Krankenversicherung ist genau das Gegenteil der Fall. Wenn du weniger als einen bestimmten Betrag verdienst, dann hast du einen Sockelbeitrag. Das heißt, 7:49 die Krankenversicherung sinkt nicht weiter. Das ist als Angestellter ganz anders. Wenn du wenig verdienst, dann zahlst du auch wenig für die Krankenversicherung. Das heißt, es gibt keinen 7:57 Mindestbeitrag in der Krankenversicherung für Angestellte. Bei Selbstständigen gibt es das. Das ist meiner Meinung nach vollkommen unfair. Also das Mindesteinkommen, das du immer 8:05 für die Krankenversicherung hast, beträgt in 2024 1.178,33 Euro pro Monat. Das heißt, für die Krankenkasse verdienst du pro Jahr immer mindestens 14.139,96 Euro. Weniger kannst du 8:18 nicht für die Krankenversicherung zahlen. Das ist meiner Meinung nach wahnsinnig unfair. Wenn du beispielsweise gerade gründest und nur 500 Euro im Monat durchschnittlich Gewinn machst, 8:26 dann zahlst du keine Steuern, weil der Gesetzgeber sagt: Naja, du verdienst so wenig, da können wir jetzt nicht noch Steuern wegnehmen. Investiere erstmal in dein Unternehmen, mach es erstmal groß, 8:34 und wenn du dann viel verdienst, dann wollen wir auch viel abhaben. Das heißt, Steuern musst du nicht bezahlen, wenn du beispielsweise 500 Euro im Monat als Selbstständiger Gewinn 8:41 machst. Und die Krankenkasse sagt: 500 Euro, das kann gar nicht sein. Wir berechnen unsere Krankenversicherungsbeiträge jetzt auf ein fiktives Mindesteinkommen von 8:51 ungefähr 1.200 Euro im Monat. Das heißt, die Krankenkasse geht einfach davon aus, dass du mindestens 1.178 Euro verdienst und berechnet darauf den Krankenversicherungsbeitrag. 9:01 Was natürlich am Ende dazu führt, dass die prozentuale Belastung mit der Krankenversicherung extrem hoch ist. Und meiner Meinung nach ist das unfassbar ungerecht, weil bei Angestellten ist 9:10 es nicht so. Bei Angestellten gibt es keinen Mindestbeitrag für die Krankenversicherung, und jeder würde sich auch darüber beschweren. Bei Selbstständigen scheint es irgendwie niemanden zu 9:17 stören. Und damit kommen wir zu ganz konkreten Beispielen. Wie viel Netto bleibt eigentlich bei welchem Gewinn? Und hier ein kleiner Hinweis für alle Leute, die das jetzt nachrechnen wollen: 9:26 Ich bin in meiner Berechnung davon ausgegangen, dass ich bei der Techniker Krankenkasse versichert bin. Das heißt, ich zahle den Zusatzbeitrag von 2024 bei der Techniker. Ich bin über 23, habe 9:37 Kinder, habe keine Versicherung für Krankengeld und zahle keine Rentenversicherung und keine Arbeitslosenversicherung. Gehen wir jetzt mal davon aus, dass ich 1.000 Euro Gewinn im Monat 9:48 mache. Bei 1.000 Euro Gewinn im Monat zahle ich gar keine Steuern. Das heißt, ich habe generell überhaupt keine Steuerbelastung. Aber aufgrund des Mindestbeitrags bei der Krankenversicherung zahle 9:59 ich 219,25 Euro für die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung. Und damit ist das auch meine Gesamtbelastung, die ich pro Monat habe: 219,25 Euro bei einem Gewinn von 1.000 Euro führt 10:10 das zu einem Nettoeinkommen von 780,75 Euro. Wenn ich 2.000 Euro Gewinn im Monat mache, befinde ich mich in einem Bereich, in dem ich langsam Einkommensteuer zahlen muss. Da zahle ich 10:23 insgesamt 136,17 Euro für die Einkommensteuer, und für die Krankenversicherung zahle ich 372 Euro. Das führt dazu, dass meine Gesamtabgaben 508,17 Euro betragen. Das bedeutet, aus meinen 2.000 Euro 10:38 Gewinn werden 1.491,83 Euro Nettoeinkommen. Bei einem Gewinn von 5.000 Euro im Monat, also 60.000 Euro im Jahr, steigt die Steuerbelastung erheblich an. Da spürt man, wie die kalte Progression 10:53 zuschlägt: Eine Steuerbelastung von 873,25 Euro und bei der Krankenversicherung bin ich schon bei 930 Euro. Das ergibt eine Gesamtabgabenlast von 1.803,25 Euro und führt dazu, dass aus meinen 11:09 5.000 Euro Gewinn im Monat ein Nettoeinkommen von 3.196,75 Euro wird. Und dann betrachten wir noch ein Beispiel von jemandem, der wirklich gut verdient, nämlich 10.000 Euro Gewinn im Monat. 11:22 Nicht Umsatz, wirklich Gewinn. Bei 10.000 Euro Gewinn im Monat befinden wir uns natürlich schon im Bereich des Spitzensteuersatzes, zumindest beim Grenzsteuersatz, wie ich eingangs erklärt 11:33 habe. Wir zahlen für die Einkommensteuer pro Monat 2.910,83 Euro, und die Kranken- und Pflegeversicherung beläuft sich jetzt auf 962,67 Euro. Und man fragt sich vielleicht, wie es sein 11:46 kann, dass dies nicht wesentlich höher ist als bei einem monatlichen Gewinn von 5.000 Euro. Der Gewinn hat sich verdoppelt, aber der Beitrag ist kaum gestiegen. Das liegt daran, dass es bei der 11:59 Krankenversicherung nicht nur einen Mindestbetrag gibt, sondern auch einen Maximalbetrag. Das gilt auch für Angestellte und ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Verdienst du darüber 12:10 hinaus mehr, steigt der Beitragssatz für die Sozialversicherung nicht weiter an. Das gilt tatsächlich auch für Selbstständige, was zumindest ein kleiner Trost ist. Das Ganze führt dann dazu, 12:20 dass ich bei 10.000 Euro Gewinn im Monat eine Gesamtbelastung von 3.873,50 Euro habe, was einem Nettogehalt von 6.126,50 Euro pro Monat entspricht. Bei diesem Beispiel muss ich 12:35 allerdings klarstellen, dass ein Selbstständiger im Vergleich zu einem Angestellten mit dem gleichen Nettogehalt deutlich unterversichert ist, weil er keine Rentenversicherung 12:46 und keine Arbeitslosenversicherung zahlt. Das ist der Grund, warum Selbstständige eigentlich mehr zahlen müssten. In der Praxis ist es jedoch häufig so, dass Selbstständige sich nicht freiwillig in 12:54 der gesetzlichen Rentenversicherung versichern, einfach weil es rechnerisch oft keinen Sinn ergibt. Deswegen kenne ich tatsächlich keinen einzigen Selbstständigen, der alle gesetzlichen 13:03 Versicherungen, die er als Angestellter hatte, auch als Selbstständiger abschließt. In der Regel schätzen Selbstständige die Flexibilität, selbst zu entscheiden, wie sie sich absichern. 13:13 Und das führt dazu, dass ein direkter Vergleich eigentlich nie ganz fair ist. Ich habe es hier mit den Berechnungsbeispielen versucht, näherungsweise darzustellen, aber man sollte nicht vergessen, 13:22 dass Selbstständige sich auch für Auftragsflauten und für das Alter selbst absichern müssen. Diese Beträge reduzieren dann das Einkommen entsprechend. Und das ist natürlich auch sehr 13:31 abhängig von der persönlichen Risikowahrnehmung und davon, wie lange es noch bis zur Rente ist. Das heißt, ein ganz direkter Vergleich ist nicht möglich. Ich habe es hier in diesem 13:39 Video mit den Beispielen versucht, näherungsweise zu veranschaulichen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Selbstständige jetzt sagen, das ist ja schön und gut mit den Beispielen, 13:47 aber bei mir kommt ja noch die Gewerbesteuer dazu. Ich habe die Versicherung, und ich habe eine Krankengeldversicherung. Außerdem bin ich kirchensteuerpflichtig, da ich in der 13:54 Kirche bin. Mein Umsatz und mein Gewinn sind viel höher oder viel niedriger als in deinen Beispielen. Wie berechne ich das jetzt für mich persönlich? Eine absolut legitime und sinnvolle 14:03 Frage. Hierzu habe ich eine Empfehlung, die mir wirklich am Herzen liegt. Ein ehemaliger Kollege, ein fantastischer Kollege – liebe Grüße an Dennis von Kontist –, hat ein kostenloses 14:12 Tool entwickelt. Du musst dich nicht einmal anmelden. Du kannst einfach auf die Webseite gehen, siehst dort eine Art Excel-Tabelle und kannst deine Zahlen eintragen. Dann siehst du 14:18 genau, welche Kosten du pro Monat tragen musst und wie viel Geld du idealerweise zurücklegen solltest. Ich verlinke dir das Ganze unten in der Videobeschreibung, aber wir schauen uns 14:28 das am besten auch einmal zusammen an. Wenn du auf den Link in der Videobeschreibung klickst, landest du auf der Seite Steuersafe.com, und hier gibt es einige Angebote. Was ich dir konkret 14:37 zeigen möchte, ist das Sheet. Wir schauen es uns direkt an. Du klickst einfach auf das Sheet, und es öffnet sich. Bevor du deine eigenen Daten einträgst, bitte einmal das Sheet duplizieren, 14:52 also eine Kopie erstellen. Das mache ich auch einmal. Hier auf "Kopie erstellen" und dann hast du deine eigene Version des Sheets und kannst dort deine Zahlen eintragen, ohne sie mit der 15:06 ganzen Welt zu teilen. Als Erstes ist es wichtig, für welches Jahr du die Berechnung anstellst, weil sich der Steuertarif jedes Jahr ein wenig ändert. Hier kannst du deinen Gewinn eintragen, 15:16 entweder jährlich oder monatlich. In meinem Beispiel habe ich Monatszahlen genannt, aber wenn du beispielsweise sagst, du verdienst 60.000 Euro im Jahr, kannst du hier schon sehen, 15:25 welche Steuerbelastungen auf dich zukommen. Du kannst eintragen, wie die Einkommensteuer berechnet wird, wie hoch deine Belastung ist, wie es bei der Krankenversicherung aussieht, 15:37 in welcher Krankenversicherung du bist, und der Satz ändert sich je nach Krankenkassenzusatzbeitrag. Hast du eine Krankengeldabsicherung, eine Pflegeversicherung, 15:46 wie alt bist du? Bist du über 23, hast keine Kinder, dann musst du ein wenig mehr zahlen. Du kannst auch angeben, ob du gewerbesteuerpflichtig bist, ob du in die Rentenversicherung einzahlst, 15:54 Kirchensteuer zahlst und so weiter. Dann verändern sich die Zahlen entsprechend. Das kann jeder von euch einmal für sich berechnen. Du siehst die Zusammensetzung, und wie du vielleicht anhand 16:03 meiner Beispiele gesehen hast, je weniger du als Selbstständiger verdienst, desto größer ist der Anteil, den du für die Sozialversicherung bezahlst, und je höher dein Einkommen, 16:11 desto größer ist der Anteil für die Steuer. Das hat natürlich einen riesigen Effekt auf deine Steuerlast, besonders wenn du noch einen Hauptjob hast. Bist du nebenberuflich selbstständig neben 16:23 einem Hauptjob, mit dem du beispielsweise 60.000 Euro brutto verdienst, dann ist dein Grundfreibetrag bereits aufgebraucht, und die Steuern für deine Selbstständigkeit sind höher, 16:38 weil du das Einkommen schon hattest. Die Einkommensteuer zahlst du auf dein gesamtes Einkommen, nicht nur auf deine Selbstständigkeit. Du kannst hier auch dein 16:43 Einkommen aus angestellter Tätigkeit eintragen. Ich lade dich herzlich ein, einfach mal unten in der Videobeschreibung zu klicken und deine eigenen Zahlen einzugeben. Dennis freut sich 16:53 sicherlich über Feedback, das du ihm hier schicken kannst. Lasst ihm gerne liebe Grüße da. Ich hoffe, dieses Video konnte dir weiterhelfen. Wenn du jetzt noch offene Fragen hast oder einen 17:01 Kommentar oder eine Meinung, dann schreibe sie gerne unten in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen. Und wenn du selbstständig bist und sagst, okay, mit der Steuerbelastung 17:08 kann ich mich arrangieren, aber wie berechne ich die? Also, ich brauche ein Buchhaltungsprogramm, einen Steuerberater, ein Rechnungsprogramm. Hast du nicht eine Empfehlung, Melchior? Ja, 17:16 habe ich. Du findest alles unten in der Videobeschreibung verlinkt, aber auch hier noch einmal. Meine größte Empfehlung ist jedoch, den Kanal zu abonnieren 17:23 und direkt ein nächstes Video anzuschauen, zum Beispiel dieses hier oder das hier.