DNA Replikation einfach erklärt! Studyflix https://www.youtube.com/watch?v=rYFS4kvMAVI Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Unsere Appinformation, die DNA, muss vor jeder Zellteilung verdoppelt werden, um die Informationen an andere Zellen 0:06 weiterzugeben. Wie genau die Verdopplung bzw. Replikation der DNA funktioniert, erfährst du hier. Die DNA befindet sich 0:13 bei Eukarioten im Zellkern. Sie kommt dort in Form langer schraubförmiger Doppelstränge und Proteine gewickelt als 0:19 Chromosom vor. Wenn sich unsere Zellen aufgrund von Wachstum oder Fortpflanzung teilen, muss 0:26 sich zuvor natürlich auch der Kern teilen. Das kannst du Mythose nennen. Vor der Mythose muss die Verdopplung der 0:32 DNA oder auch DNA Replikation stattfinden. Hier wird unter Beteiligung vieler Enzyme eine identische Kopie der 0:39 ursprünglichen DNA angefertigt. Es handelt sich um einen semikonservativen Mechanismus, da 0:45 jeweils eine Hälfte der neuen DNA von der ursprünglichen DNA stammt und die andere Hälfte neu erstellt wird. 0:52 Doch wie verläuft die Verdopplung genau? Die schraubförmige DNA muss zuerst entwunden und aufgetrennt werden. Das 0:59 kannst du dir wie bei der Öffnung eines Reißverschlusses vorstellen. Die beiden offen gelegenen Einzelstränge 1:05 stellen eine Vorlage für jeweils einen neu herzustellenden Strang dar. An jeder aufgetrennte Base kann sich ein DNA 1:12 Baustein, das Nukleotid, mit der passenden Base anlagern. Den Ablauf der Replikation kannst du in 1:19 drei Phasen unterteilen. Die Initiation, die Elongation und die Termination. Beginnen wir mit der Initiationsphase. 1:27 Hier startet die Replikation an definierten Stellen, den Replikationsursprüngen. 1:32 Zunächst bewirkt das Enzym Topoisomerase, dass der helixförmige Doppelstrang entspiralisiert wird. 1:38 Darunter kannst du verstehen, dass die Schraubenform in eine Strickleiterform umgewandelt wird. Wichtig, wir haben es 1:44 hier immer noch mit einem Doppelstrang zu tun. Um nun die beiden Einzelstränge zu erhalten, müssen die 1:50 Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basenpaaren getrennt werden. Hierfür ist das Enzym Helikase zuständig. Es 1:56 entsteht eine yförmige Stelle, die sogenannte Replikationsgabel. Von jedem Replikationsursprung aus 2:03 wandert je eine Gabel nach rechts und eine nach links. Um die getrennten Stränge zu 2:08 stabilisieren, binden sich spezielle Proteine an die jeweiligen Abschnitte. Damit die Verdopplung beginnen kann, 2:15 benötigen wir bestimmte Startmoleküle, die Primer. Sie werden von der Primase hergestellt. Es handelt sich um ein 2:21 kurzes RNA-Stück, das an das Dreistrichende der Einzelstränge angebracht wird. Die RNA enthält statt 2:27 der Base Türmin die Base Urazil. Deshalb muss nach der Replikation Uraziel wieder mit Tymin ausgetauscht werden. 2:36 Nach der Initiation kann die Elongation, also die Synthese neuer Einzelstränge starten. Das Enzym, das hierfür 2:42 zuständig ist, ist die DNA Polymerase. Sie fügt neue Nukleotide an die Primer an und zwar immer an das Dreistrichende, 2:49 denn nur dort kann eine Verknüpfung stattfinden. Die Polymerase arbeitet also von 5 zu 3 Strich Rrichtung. 2:56 Die beiden Einzelstränge verlaufen antiparallel, also in eine entgegengesetzte Richtung. Ein Strang, 3:02 der Leitstrang, ist deshalb so orientiert, dass er ohne Unterbrechung verlängert werden kann. Hier arbeitet 3:07 die Polymerase in die gleiche Richtung wie die Helikase. Es findet eine kontinuierliche Verlängerung statt. 3:14 Der andere entstehende Strang, der Folgestrang, ist so angeordnet, dass sich sein Dreistrende von der 3:19 Replikationsgabel entfernt und eine immer größer werdende Lücke entsteht. Doch es gibt eine Lösung. Die Primase 3:26 fügt immer wieder Primer an den Folgestrang an. Dadurch kann die Polymerase so lange neue Nukleotide an 3:32 das Primerende anlagern, bis sie den Primer des vorherigen Abschnitts erreicht hat. Hier erfolgt eine 3:37 diskontinuierliche Verlängerung. Die dabei entstehenden kurzen DNA-abschnitte kannst du auch als Okasaki Fragmente 3:43 bezeichnen. Ein weiteres Enzym entfernt anschließend die Primer, woraufhin eine andere DNA 3:49 Polymerase die nun entfernten RNA-abschnitte durch komplementäre DNA Bausteine ersetzt. Zum Schluss schließt 3:55 das Enzymligase die zwischen den OKSaki Fragmenten entstandenen Lücken wie eine Art Kleber. 4:02 Jetzt sind wir am Ende der Replikation angelangt, der Termination. Sie ist bei Eukarioten und Prokarioten 4:08 unterschiedlich geregelt. Bei den linearen DNA Molekülen der Eukarioten endet die Replikation meist nur beim 4:15 Erreichen der jeweiligen Enden. Prokarioten mit ringförmigen DNA-Srängen besitzen einen definierten Abschnitt, 4:21 der das Ende einläutet. Er liegt gegenüber dem Startpunkt. Halten wir zum Schluss noch einmal fest. 4:30 Unter der DNA Replikation kannst du die identische Verdopplung des Erbguts verstehen, die immer vor der Zellteilung 4:35 erfolgt. Das Enzym DNA Polymerase verknüpft neue Nukleotide an die offengelegenen Einzelstränge, wodurch 4:41 ein Folge und ein Leitstrang entsteht. Dir hat das Video gefallen? Für mehr kostenlose Videos komm auf studyflix.de 4:48 und hol dir unsere App.