#kurzerklärt: Was bedeutet Netzneutralität? tagesschau https://www.youtube.com/watch?v=rPq-U5DGytM Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Hallo?!? Könnt Ihr mich sehen und hören?!? Ach, Mist. Dieser Dienst kostet extra. Moment... 0:10 Ah! So ist es besser. Mit Netzneutralität gäbe es sowas nicht. 0:19 Eigentlich sollten im Internet alle Datenpakete gleich behandelt werden. Gleich schnell, egal was drin ist - ohne, dass auf der Datenautobahn jemand Vorfahrt hat. 0:30 Das ist das eigentliche Prinzip Netzneutralität. Eigentlich. Denn tatsächlich gibt es schon jetzt jede Menge Ausnahmen: 0:39 Manche Netzbetreiber bevorzugen gewisse Dienste im Internet: Audio-Streaming oder Video-Streaming, zum Beispiel. Die Daten dieser Dienste verbrauchen dann kein teures Datenvolumen. 0:49 Klasse, oder? Klar, jedenfalls wenn man als Kunde die entsprechenden Dienste nutzt. Aber was ist mit anderen Diensten? Messengern? Software-Updates? Oder Spielen, zum Beispiel? 1:02 Werden die noch genutzt, wenn nur noch die das Datenvolumen leer saugen? - Sicher nicht! Und was passiert mit kleinen, innovativen Start-ups, die sich keinen Vertrag mit einem Netzanbieter leisten können? 1:15 Außerdem befürchten Datenschützer und Netzaktivisten, dass die Netzbetreiber in die Datenpakete hinein gucken müssten, damit sie wissen, welche Datenpakete Vorfahrt haben - und welche nicht, je nach Inhalt. 1:30 Für die Netzbetreiber würde ein Ende der Netzneutralität viel Geld sparen. Denn dann könnten Sie bestimmte Daten drosseln und die Bandbreite auf der Datenautobahn besser, effizienter verteilen - ohne viel Geld für den Ausbau der Netze zu investieren. 1:44 Die EU hat jedoch verordnet, dass eine solche Drosselung nicht auf “kommerziellen Erwägungen beruhen solle”. In den USA steht die Netzneutralität vor dem Aus: 1:55 Unter Obama wurden Netzanbieter erstmals dazu verpflichtet. Trump dagegen will die Netzneutralität aufweichen. Das freie, neutrale Internet scheint sich weiterzuentwickeln - zu einem “Zwei-Klassen-Internet”.