Handelskalkulation - Vorwärtskalkulation gaaanz einfach! - IHK Prüfung 2020/21 Wirtschaft gaaanz einfach! https://www.youtube.com/watch?v=qt3_jpldemA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo, wir starten heute mit einer Aufgabe zur Handelskalkulation. Diese ist an eine Aufgabe aus der IHK-Prüfung 2020/2021 angelehnt. 0:09 Die Aufgabenstellung lautet: „Berechne den Listenverkaufspreis. Nutze dazu das Schema unten.“ Wir müssen also nur die Tabelle hier unten ausfüllen. Das kann ja nicht so schwierig sein! 0:18 Wie man hier sieht, sollen wir mit dem Einstandspreis starten und bis zum Listenverkaufspreis runterrechnen. Jetzt sollten wir kurz überlegen, 0:26 was das für eine Kalkulation ist. Wenn wir das Schema vom Listeneinkaufspreis bis zum Einstandspreis runterrechnen, dann nennt man diesen Teil Bezugskalkulation. 0:35 Manchmal heißt es auch Bezugspreiskalkulation. Die Bezugskalkulation haben wir uns im Video letzte Woche angeschaut. Ich habe es dir oben verlinkt. Wenn wir nur vom Einstandspreis bis zum 0:47 Selbstkostenpreis rechnen, dann spricht man von einer Selbstkostenkalkulation. Rechnet man vom Selbstkostenpreis bis zum Listenverkaufspreis, dann spricht man von einer 0:56 Verkaufskalkulation. Dazu habe ich auch schon ein Video erstellt. Ich habe es dir oben verlinkt. Die Bezugskalkulation plus die Selbstkostenkalkulation plus die 1:06 Verkaufskalkulation ergibt die Handelskalkulation. Bei der Handelskalkulation wie auch bei der Kalkulation im produzierenden Gewerbe gibt es 3 Verfahren, mit denen man diese berechnen kann, 1:16 nämlich die Vorwärtskalkulation, die Differenzkalkulation und die Rückwärtskalkulation. In diesem Video schauen wir uns die Vorwärtskalkulation 1:25 im Handel an. Da wir im letzten Video den oberen Teil der Handelskalkulation, also die Bezugskalkulation bereits durchgeführt haben, lassen wir diesen Teil hier weg und starten 1:34 beim Einstandspreis. Genau um diesen Teil der Rechnung geht es auch in unserer IHK-Prüfung. Jetzt fragst du dich vielleicht, warum ich mir überhaupt darüber Gedanken mache, 1:42 was das für eine Kalkulation ist. Ich könnte doch einfach das Schema runterrechnen. Ist doch völlig egal. Nicht ganz. Es ist immer wichtig zu verstehen, 1:50 worum es inhaltlich geht. Oftmals muss man in einer Prüfung nicht nur etwas ausrechnen, sondern später auch interpretieren. Wenn man dann gar nicht weiß was man da wie und warum 1:59 ausgerechnet hat, dann wird es schwierig. Wir starten mit der Berechnung der Handlungskosten. Handlungskosten entstehen durch die Lagerung und den Verkauf der 2:07 Waren. Dies sind z. B. Löhne und Gehälter der Mitarbeiter, die im Lager arbeiten, Transport und Verpackungskosten usw. Da die Handlungskosten nicht direkt einer Ware zugeordnet werden können, 2:18 handelt es sich also um Gemeinkosten. Um sie dennoch auf die Waren zu verteilen, nutzt man den Handlungskostenzuschlagssatz. Um die Handlungskosten zu berechnen, 2:27 teilen wir den Einstandspreis von 441,20 € durch 100 und multiplizieren das Ergebnis mit dem Handlungskostenzuschlagssatz von 20. Das ergibt Handlungskosten von 88,24 2:41 €. Die übernehmen wir in die Tabelle. Jetzt müssen wir den Selbstkostenpreis berechnen. Dazu rechnen wir den Einstandspreis von 441,20 € plus die Handlungskosten von 88,24 € und 2:58 erhalten einen Selbstkostenpreis von 529,44 €. Die übernehmen wir wieder in die Tabelle. Würden wir unsere Produkte zu diesem Preis verkaufen, so würden wir einen Gewinn von 3:11 0 € erzielen. Dieser Preis von 529,44 € ist also unsere langfristige Preisuntergrenze. Jetzt müssen wir den Gewinn berechnen. Dazu nutzen wir die Formel: „Selbstkostenpreis 3:21 geteilt durch 100 mal Gewinnzuschlagssatz.“ Da nehmen wir jetzt den Selbstkostenpreis von 529,44 Euro. Den teilen wir jetzt durch 100 und nehmen das Ganze mal den Gewinnzuschlagssatz von 3:34 10%. Da kommt 52,94 Euro raus. Die tragen wir jetzt beim Gewinn in die Tabelle ein. Jetzt müssen wir noch den Barverkaufspreis ausrechnen. 3:45 Dazu rechnen wir einfach die Selbstkosten von 529,44 Euro plus den Gewinn von 52,94 Euro und das ergibt dann einen Barverkaufspreis von 582,38 Euro und den 3:59 tragen wir uns jetzt wieder in die Tabelle ein. Jetzt müssen wir den Kundenskonto ausrechnen. Dazu nehmen wir die Formel: Barverkaufspreis geteilt durch 4:07 100 minus Kundenskontosatz mal Kundenskontosatz. Ok, dann setzen wir mal in die Formel ein. Wir starten mit dem Barverkaufspreis von 582,38 Euro. Jetzt müssen wir ein bisschen aufpassen, denn der 4:20 Kundenskonto wird vom Zielverkaufspreis berechnet, nicht vom Barverkaufspreis. Dies geschieht aus folgendem Grund: Der Betrag, den der Kunde bezahlen muss, steht in seiner Rechnung. Dieser 4:31 Betrag ist der Zielverkaufspreis. Meistens steht in einer Rechnung auch noch so etwas wie z. B. „Bitte bezahlen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen. Wenn Sie den Betrag innerhalb von 4:41 14 Tagen bezahlen, dann können Sie sich 2 % Skonto abziehen.“ Also zieht der Kunde sich die 2 % Skonto vom Zielverkaufspreis ab, denn den Barverkaufspreis kennt er ja nicht. Daher sagen 4:53 wir, dass der Zielverkaufspreis 100 % entspricht. Der Kundenskonto ist 2 %. Also entspricht dann der Barverkaufspreis 100 % minus 2 % und das macht dann 98 %. Wir teilen also diesmal nicht durch 5:09 100 sondern durch 98. Jetzt nehmen wir das Ganze noch mal dem Kundenskontosatz von 2% und erhalten einen Kundenskonto in Höhe von 11,89 Euro. Den tragen wir jetzt wieder in die Tabelle ein. 5:23 Jetzt müssen wir nur noch den Zielverkaufspreis ausrechnen. Das ist dann der Barverkaufspreis von 582,38 Euro plus den Kundenskonto von 11,89 Euro und 5:36 das ergibt dann einen Zielverkaufspreis von 594,27 Euro. Den trage ich uns wieder in die Tabelle ein. Weiter geht es mit der Berechnung des Kundenrabattes. Dazu nehmen wir die Formel: 5:50 Zielverkaufspreis geteilt durch 100 minus Kundenrabattsatz mal Kundenrabattsatz. Jetzt setzen wir wieder in die Formel ein. Wir beginnen mit 5:59 dem Zielverkaufspreis von 594,27 Euro. Jetzt müssen wir wieder aufpassen. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Berechnung des Kundenskontos. Der Kunde zieht 6:10 sich hier den Rabatt vom Listenverkaufspreis. Hier entspricht also der Listenverkaufspreis den 100 %. Der Kundenrabatt ist 15 %. Somit ist der Zielverkaufspreis also 100 % minus 15 % und das 6:23 macht dann 85 %. Also teilen wir durch 85. Jetzt nehmen wir das Ganze noch mal dem Kundenrabattsatz von 15% und erhalten einen Kundenrabatt in Höhe von 104,84 Euro. Den tragen 6:40 wir jetzt wieder in die Tabelle ein. Jetzt müssen wir nur noch den Listenverkaufspreis ausrechnen. Das ist dann der Zielverkaufspreis von 594,27 6:50 Euro plus den Kundenrabatt von 104,87 Euro und das ergibt dann einen Listenverkaufspreis von 699,14 Euro. Den trage ich uns wieder in die Tabelle ein. Wir könnten den Listenverkaufspreis noch um die 7:07 Umsatzsteuer ergänzen, dann würden wir den Bruttolistenverkaufspreis oder auch Bruttoverkaufspreis erhalten. Wir lassen dies hier weg, da es hier keine Rolle spielt. Die 7:16 Vorwärtskalkulation ist somit abgeschlossen. Falls du einen Überblick über sämtliche Kalkulationsverfahren, die es im Handel und im produzierenden Gewerbe gibt, bekommen möchtest, 7:25 dann schau dir doch mal mein Buch zu diesem Thema an. Ich habe es dir in der Videobeschreibung verlinkt. Hier erkläre ich alle Kalkulationsverfahren Schritt für 7:34 Schritt mit über 100 Abbildungen. Außerdem findest du im kostenlosen Mitgliederbereich zu allen Themen noch Übungsaufgaben, Schritt für Schritt Anleitungen und Excel-Dateien mit 7:44 Formeln zum Download. Damit kannst du alle erdenklichen Kalkulationen sofort berechnen. Falls dir das Video gefallen hat, würde ich mich über ein Like von dir freuen. 7:53 Bitte abonniere auch den Kanal und aktiviere die Glocke, damit du kein Video von mir verpasst. Das nächste Video erscheint wie immer nächsten Sonntag um 12:00 Uhr. 8:01 Mach´s gut, bis dann Tschüss!!!