Plattentektonik 1: Mantelkonvektion und Kontinentaldrift - Plattentektonik & Vulkane 5 Geographie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=qbg8r5L4YLg Transkript (automatisch erstellt) 0:02 Die Dinger werden auch Lithosphärenplatten genannt. - In dem Zusammenhang hört man oft den Begriff 0:07 “Plattentektonik”. Plattentektonik meint die Lehre der Verteilung und der Eigenschaften dieser Platten. 0:12 Denn... , Ihr glaub es nicht, ...die Dinger bewegen sich!! 0:15 - In diesem Video erfahrt ihr, warum sie das tun und was die Dinger mit Vulkanausbrüchen zu tun haben! 0:20 - Schaut Euch am besten erst das Video zum Schalenbau der Erde an, wenn Ihr nicht so genau wisst, was es mit der Lithosphäre auf sich hat. 0:28 - Unnnd… Intro! Ok, im Video zum Schalenbau der Erde haben wir ein paar wichtige Dinge geklärt, die 0:39 wir jetzt wieder brauchen. - 0:41 Wir wissen, dass die Lithosphäre der obere, feste Teil der Erde ist. Darunter befindet sich eine flüssige Schicht aus Magma. 0:48 Die haben wir “plastische Fließzone” genannt, weil das Magma hier flüssig ist. Im Schalenmodell besteht die Lithosphäre aus zwei Schichten. 0:56 Erstens: Dem oberen, festen Teil vom oberen Erdmantel. Der Teil wird dann “untere Lithosphäre” genannt. 1:02 Und zweitens: Die Erdkruste, also die äußerste Erdschicht. Bei der Erdkruste kann man noch zwischen der Kontinentalen … und der Ozeanischen Kruste 1:12 unterscheiden. - Die Kontinentale Kruste ist grob gesagt die 1:15 oberste Erdschicht an Land. - Die ozeanische Erdkruste ist die oberste Erdschicht 1:20 im Meer. - 1:22 Die kontinentale Kruste ist im Durchschnitt 35 Kilometer dick. - Sie kann in Gebieten mit Gebirgen aber auch 1:27 bis zu 70 Kilometer dick sein. - Die ozeanische Kruste ist viel dünner! 1:31 Nur 5 - 8 Kilometer! Zudem wissen wir, dass die Lithosphäre aus mehreren Bruchstücken besteht. 1:38 Den so genannten Lithosphärenplatten. - 1:41 Aber ok! Warum bewegen sich die Lithosphärenplatten? 1:44 Um die Bewegung der Lithosphärenplatten zu verstehen, schauen wir erstmal wieder ins Erdinnere… zum Erdkern. 1:50 Im Video zum Schalenbau der Erde haben wir geklärt, dass es im äußeren Erdkern bis zu 4000 Grad warm ist. 1:57 Also fast so warm wie auf der Sonne. Diese Wärme macht die Lava bei Vulkanausbrüchen so heiß. 2:03 - Doch wie kommt diese Wärme nach oben an die Erdoberfläche? 2:07 Das sind ja schließlich 3000 Kilometer bis zu uns. - 2:11 Der Mechanismus der Wärmeübertragung vom Erdkern zur Erdoberfläche heißt “Mantelkonvektion”. - 2:17 Also eine Konvektion durch den Erdmantel! Aber Moment, ... was zur Dickmilch ist eine Konvektion? 2:22 - Die Konvektion beschreibt eine Wärmeübertragung durch eine Flüssigkeit oder ein Gas. 2:28 - Schauen wir uns das mal beispielhaft für einen Topf mit Wasser an , der von unten erhitzt 2:32 wird. - 2:34 Das Wasser ist dann die Flüssigkeit, über die die Wärme übertragen wird. Das Wasser im Topf wird erst unten warm. 2:39 - Is klar! 2:41 Hier wird das Wasser ja auch durch die Herdplatte erwärmt. - 2:43 Aber warum wird das Wasser oben im Topf auch heiß? - 2:46 Das liegt daran, dass Flüssigkeiten beim Erhitzen leichter werden. - Der Physiker würde sagen, die Dichte des 2:51 Wassers nimmt ab. Das warme und leichte Wasser von unten steigt also auf. 2:56 Gleichzeitig sinkt das kalte schwere Wasser von oben nach unten ab. Dort erwärmt es sich wieder … bis es wieder aufsteigen kann. 3:03 So entwickelt sich ein sogenannter Konvektionsstrom. Das gleiche Prinzip sorgt dafür, dass die Wärme aus dem Erdkern an die Erdoberfläche 3:12 transportiert wird. - 3:14 Der heiße Erdkern ist die Hitzequelle. - Der Kern hat also die Funktion der Herdplatte 3:18 aus dem Beispiel. - 3:20 Der Erdmantel verhält sich wie das Wasser. - Seine Bestandteile werden also unten am Erdkern 3:24 erhitzt … - Das Gesteinsmaterial wird dadurch leichter… und steigt in Richtung Erdoberfläche auf. 3:29 - Je näher das Mantelgestein der Erdoberfläche kommt, desto kälter wird es. 3:34 Dadurch wird das Gestein wieder schwerer … und sinkt wieder ab. - So wie das Wasser im Kochtopf. 3:40 - Es entsteht also ein Kreislauf. - Allerdings geht das Ganze nicht so schnell 3:44 wie beim Wasser. - Der Erdmantel ist ja aus Gestein. 3:47 - Aber auch das Gestein kann fließen! Allerdings nur ganz, ganz, langsam. 3:51 - Das Gestein braucht für 5 Centimeter schätzungsweise ein ganzes Jahr! 3:56 - Eine ganzer Umlauf von unten nach oben und zurück dauert also etwa 240 Millionen Jahre. 4:03 - ALTER! Das ist echt lang! 4:07 Mantelmaterial, das jetzt die Erdoberfläche erreicht, hat seine Reise also vor 120 Millionen Jahren am untersten Stück des Erdmantels begonnen. 4:16 - Damals starben gerade die Dinosaurier aus. - Das ist schon ein bisschen was her... 4:21 Aber, zurück zur Mantelkonvektion! Bis in Tiefen von mehr als 700 Kilometern wirkt das Gestein 4:27 noch sehr fest. - Steigt das Gestein weiter auf, schmilzt es 4:30 bei Temperaturen von 1300 bis 1500 Grad und wird zu Magma. - 4:37 Das Magma steigt also weiter auf. - Es kühlt aber immer weiter ab je näher es 4:41 zur Erdoberfläche kommt. - 4:43 Und jetzt aufgepasst! Jetzt wird’s wichtig! 4:45 Kälteres Magma möchte wieder nach unten. Es weicht dem warmen Strom zu den Seiten aus, um wieder nach unten absinken zu können. 4:53 - Das Magma verteilt sich so nach links und rechts. 4:56 - So bildet sich eine Magmaschicht.. 4:59 Auf dieser Schicht schwimmt die Lithosphäre. - 5:02 Aber diese seitliche Bewegung des Magmas sorgt auch für die Bewegung der (2x)Lithosphärenplatten! Die Platten surfen quasi auf dem Magmastrom. 5:09 Allerdings surfen die Platten gaaanz gechillt. Sie kommen im Jahr nur 2 bis 20 cm voran. 5:14 Das Ganze ist die Ursache für die Kontinentaldrift. Die Kontinentaldrift bezeichnet die Bewegung der einzelnen Kontinente über lange Zeiträume. 5:23 An alle Need-Speed-Zocker: Hat nix mit Straßenrennen zu tun. Sorry! 5:28 Man geht davon aus, dass früher einmal alle Kontinente verbunden waren. Im Laufe von Jahrmillionen sind sie dann auseinander gedriftet. 5:35 Das Ganze machen sie immer noch. Ok, Die seitliche Bewegung des Magmastroms sorgt also für eine Bewegung der Platten. 5:42 Also weg vom aufsteigenden Konvektionsstrom. Aber wir haben zusätzlich zu den seitlich gerichteten Strömen auch Magma, das es schafft, 5:51 bis zur Oberfläche hervor zu dringen. - Es durchbricht die Lithosphäre. 5:54 (..) Und genau hier haben wir dann Grenzen zwischen zwei Lithosphärenplatten. - Die aufsteigende Lava spaltet die beiden Platten 6:01 voneinander. Sie entfernen sich also. 6:03 Ihr könnt euch das vorstellen, wie einen Keil, den man in ein Stück Holz schlägt. Falls ihr mal den Streber raushängen lassen wollt: 6:11 Der Spaltvorgang wird auch als Sea Floor Spreading bezeichnet. Also auf deutsch: Meeresbodenspreizung. 6:16 Man kann auch sagen die Platten divergieren. Heißt soviel wie: entfernen sich voneinander, klingt aber schlauer! 6:22 Gut. Wir haben geklärt, weshalb Plattengrenzen entstehen, aber noch nicht wo. 6:26 Die Spaltung findet vor allem dort statt, wo die Erdkruste sehr dünn ist. Also im Meer. 6:32 Dabei wird kontinuierlich Magma nach oben gefördert. Dadurch entstehen unter Wasser riesige Gebirge. 6:37 Das sind die “Mittelozeanischen Rücken”. Manchmal sind die Rücken so hoch, dass sie bis zur Erdoberfläche ragen. 6:44 Ein Beispiel ist Island. Island befindet sich an der Grenze der eurasischen und der nordamerikanischen Platte. 6:51 Das ist der Grund dafür, dass es hier (3x)viele Vulkane gibt. Ok, das sind Mittelozeanische Rücken. 6:57 Es steigt also immer weiter flüssiges Gestein aus dem Erdinneren nach oben und formt da Gebirge. 7:02 - Aber Moment… Heißt das, dass der Erdmantel dann auf Dauer leer gepumpt wird??? 7:06 - Nee, das heißt es nicht. - Durch die Mantelkonvektion und das Sea Floor 7:12 Spreading werden die Platten ja zur Seite gedrückt. - Sie drücken also auf ihren anderen Seiten 7:16 gegen ne andere Platte. Hier haben wir jetzt zum Beispiel Plattenrand, mit Kontinentaler Erdkruste. 7:22 Diese kontinentale Platte bewegt sich unserer Platte entgegen. Sie wird also von der anderen Seite von einem anderen Konvektionsstrom angetrieben. 7:30 Den könnt ihr euch rechts von der kontinentalen Platte vorstellen. Die Plattengrenzen crashen also gegeneinander! 7:36 BÄÄÄM! Wenn der Lehrer das Wort “crashen” nicht so mag, kannst du auch sagen “die Plattenränder 7:41 konvergieren”. Heißt das Gleiche! 7:43 Aber weil die ozeanische Platte schwerer ist, schiebt sie sich unter die kontinentale Platte. Dafür gibt’s auch einen Fachbegriff. 7:49 Versprochen, ist der letzte: Das Abtauchen der ozeanischen Platte heißt auch “Subduktion”. 7:54 Oookaye!! Das Gestein der ozeanischen Platte sinkt also in Richtung des oberen Erdmantels ab. 8:01 Dort schmilzt das Gestein. Der absinkende Konvektionsstrom schnappt sich dieses Gestein und fördert es wieder in Richtung 8:08 Erdkern. Von dort wird es in Millionen von Jahren wieder erhitzt und kann wieder aufsteigen. 8:14 Ihr merkt’s: Wir haben einen Kreislauf! Eine Sache noch: 8:17 An der Stelle, wo die ozeanische Platte unter die kontinentale Platte abtaucht, ...also in Küstenregionen... ist die Lithosphäre sehr instabil. 8:25 Es sind also viele Gänge und Risse im Gestein. Magma kann also leichter aufsteigen! 8:30 - Deshalb findet ihr dort die meisten Vulkane, die sich auf dem Festland befinden. 8:35 Ok, fassen wir das Ganze nochmal zusammen. Bei der Mantelkonvektion steigt ganz langsam Gesteinsmaterial aus dem heißen Erdeinneren 8:43 nach oben. - Ab Tiefen von 700 Kilometern schmilzt das 8:46 Gestein dann zu Magma und das Magma steigt weiter auf. - Abgekühltes Gestein oder Magma weicht dem 8:53 aufsteigenden Strom zur Seite aus, um wieder abzusinken. - Diese Kraft sorgt dafür, dass sich Lithosphärenplatten 8:58 bewegen. - Also auch für den Kontinetaldrift. 9:02 Gleichzeitig steigt Magma auch durch die dünne ozeanische Lithosphäre zur Erdoberfläche auf. 9:07 - Die Lithosphäre wird dadurch wie ein Keil auseinander getrieben. 9:10 Stichwort Sea Floor Spreading. An diesen Plattengrenzen bilden sich durch die aufsteigende und abkühlende Lava große 9:17 Unterwassergebirge. Die Mittelozeanischen Rücken. 9:20 Die Erdkruste vergrößert sich also. Von diesen Mittelozeanischen Rücken bewegen sich die beiden angrenzenden Platten weg. 9:27 Sie divergieren. Stoßen ozeanische Lithosphärenplatten dann gegen kontinentale Platten, taucht die schwere 9:33 ozeanische Platte wieder in den Erdmantel ein. Gestein der ozeanischen Platte sinkt dann mit dem abwärtsgerichteten Konvektionsstrom 9:40 wieder nach unten. Nach Millionen von Jahren ist das Material dann wieder unten angekommen und erwärmt 9:46 sich wieder am Erdkern. Es entsteht also ein Kreislauf. 9:50 Vulkane entstehen an Land dort, wo die ozeanische Platte gegen die kontinentale stößt. Hier befinden sich nämlich viele Gänge und Risse in der Lithosphäre, sodass das Magma 9:59 leicht aufsteigen kann. So Leute, das war’s fürs Erste zum Thema Lithosphärenplatten. 10:01 Wenn ihr mehr über die Arten der Plattenverschiebung wissen wollt, checkt unsere Lernplattform auf www.thesimpleclub.de aus! 10:06 Ich putzt dann auch mal die Platte! Bis Baldrian!