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Faust II von J.W. von Goethe

erklaerung-und-mehr16:11 464 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 113 Zeilen
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  1. Herzlich willkommen. Ja, wenn Sie vielleicht gerade in der Schule über Goes Faust brüten, dann kennen Sie das Gefühl bestimmt.
  2. Oh ja, man kämpft sich durch diesen ersten Teil, die Grätchentragödie, alles ist ja so intensiv persönlich wirklich
  3. dramatisch. Absolut. Und dann schlägt man Teil 2 auf und fragt sich: "Moment mal, wo bin ich denn hier gelandet? Kaiserhöfe,
  4. irgendwelche Fabelwesen, antike Mythologie. Es fühlt sich an wie ein komplett anderes Buch. Genau, dieser Bruch ist, glaube ich, eine der
  5. größten Hürden. Es wirkt, als hätte man es mit zwei verschiedenen Werken zu tun. Aber was, wenn es da einen Generalschlüssel gäbe?
  6. Einen Schlüssel, eine einzige Idee und die kommt direkt von Gothe selbst, die nicht nur beide Teile miteinander verbindet, sondern
  7. auch erklärt, warum Faust handelt, wir handelt und warum dabei, na ja, fast immer alles in einer Katastrophe endet. Genau, das ist unsere Mission heute. Wir
  8. wollen Ihnen diesen Schlüssel mal an die Hand geben. Wir werden uns da durch die Quellen arbeiten, die diese Idee beleuchten und dabei ein Wort entdecken,
  9. das Göte extra dafür erfunden hat. Ein eigenes Wort? Ja, ein Wort, das diese rastlose, diese zerstörerische Energie beschreibt, die
  10. Faust antreibt und die Gote ähm als das größte Unheil seiner Zeit bezeichnet hat. Und ich verspreche Ihnen, wenn Sie dieses eine Konzept verstanden haben,
  11. sehen Sie Faust mit ganz anderen Augen. Es ist wirklich wie eine Brille, die man aufsetzt und plötzlich ergibt das ganze Chaos einen Sinn.
  12. Okay, aber bevor wir zu diesem Schlüsselbegriff kommen, müssen wir vielleicht kurz klären, warum das Werk überhaupt so uneinheitlich wirkt. Got
  13. hat die Faustfigur erfunden, richtig? Nein, die gab es wirklich. Die gab's wirklich. Genau. Es gab einen historischen Johann Georg Faust im 16.
  14. Jahrhundert. Ein äh schillernder Typ, Alchemist, Astrologe, Magier. Um den ranken sich schon zu Lebzeiten die wildesten Gerüchte. Sicher auch die vom
  15. Pakt mit dem Teufel. Vor allem die vom Pakt mit dem Teufel. Und dieser Stoff hat Gohe ein Leben lang fasziniert. Und das meine ich wörtlich.
  16. Er hat über 60 Jahre an seinem Faust gearbeitet. Das ist der entscheidende Punkt. 60 Jahre, das ist ja eine halbe
  17. Ewigkeit. Das erklärt natürlich einiges. Das Werk ist quasi mit ihm zusammen alt geworden. Exakt. Man kann das so in drei große
  18. Phasen einteilen. Es begann so um 1775 mit dem sogenannten Urfaust. Da war Goteh jung, ein echter Stürmer und Dränger.
  19. Und so liest sich der Text auch. Ja, total roh, leidenschaftlich, voll auf die grschen Tragödie fokussiert. Dann über 30 Jahre später, 1808
  20. erscheint Faust 1. Das ist der Teil, den alle aus der Schule kennen. Viel ausgefallter, philosophischer, mit dem berühmten Pakt
  21. und dann noch mal fast 25 Jahre bis zu Faust 2, der ja erst nach seinem Tod rauskam, der alte, der weise, der klassische Göte sozusagen. Genau. Und
  22. das Wichtigste ist, er hat das nicht chronologisch von vorne nach hinten geschrieben. Würte hat das mal in einem Brief an Wilhelm von Humbold wunderbar
  23. beschrieben. Was hat er da gesagt? Er meinte, er hatte die Grundidee zwar früh im Kopf, hat aber über die Jahrzehnte immer nur die Szenen geschrieben, die
  24. ihn gerade am meisten gepackt haben. Die Lücken dazwischen hat er erst Jahre, manchmal Jahrzehnte später gefüllt. Ah, okay.
  25. Das Werk ist also nicht wie ein Haus gebaut worden, Stein auf Stein, sondern es ist eher wie ein Baum gewachsen, organisch in Schüben, nicht immer ganz
  26. gerade. Das ist ein tolles Bild. Das erklärt, warum es sich manchmal so sprunghaft anfühlt. Okay, aber das löst noch nicht
  27. das Rätsel, was diese so unterschiedlichen Teile im Kern zusammenhält. Jetzt bin ich wirklich gespannt auf dieses ominöse
  28. Schlüsselwort. Das Wort lautet das veloziphärische. Veloziphärisch. Okay, das habe ich jetzt äh noch nie
  29. gehört. Das klingt schnell und teuflisch. Gute Intuition. Ja, genau da geht es hin. Kein Wunder, dass Sie es nicht
  30. kennen. Es ist ein Neologismus, also eine Wortschöpfung von Götter. Er hat es in einem Brief benutzt und es ist eine geniale Zusammensetzung
  31. aus aus dem lateinischen Velox, was schnell oder eilig bedeutet und natürlich dem Namen Luzifer.
  32. Teuflische Eile. Wow, das ist ein unglaublich treffendes Bild. Es ist nicht nur Ungeduld, es hat diese zerstörerische fast dämonische Qualität.
  33. Was genau meinte Gote damit? Er beschrieb es als eine Haltung, die nichts mehr reifen lässt. Eine Haltung, die, ich zitiere sinngeme, im nächsten
  34. Augenblick den vorherigen verspeist und immer aus der Hand in den Mund lebt. Das ist stark. Er sah darin die große Gefahr seiner
  35. aufkommenden Zeit, der beginnenden Industrialisierung, dieser neuen Besessenheit von Geschwindigkeit und Effizienz. Für ihn
  36. war das das größte Unheil unserer Zeit. Und das ist die perfekte Charakterbeschreibung für Faust. Sein ganzes Wesen ist davon durchdrungen.
  37. Dieses rastlose Streben, diese chronische Unzufriedenheit, diese Unfähigkeit einen Moment wirklich zu genießen.
  38. Das ist der Kern seiner Wette mit Meephisto. Genau. Und was das Ganze so griffig macht, wir gönnen dieses veloziferische
  39. in ein ganz klares sich wiederholendes Muster aus drei Stufen zerlegen. Eine Art Formel für die Katastrophe, die sich durch das ganze Stück zieht. Eine
  40. Formel, das ist natürlich perfekt für eine Analyse. Wie lautet sie denn? Die Übereilung. Alles beginnt mit einem überstürzten, ungeduldigen, fast
  41. gierigen Handeln. Ein Ziel soll sofort erreicht werden ohne Rücksicht. Okay. Der Irrtum. Diese Eile führt fast
  42. zwangsläufig zu Verblendung und fatalen Fehleinschätzungen. Man sieht die Konsequenzen nicht, weil man einfach zu schnell vorprcht.
  43. Logisch. Und drittens, die Gewalt. Aus diesem Irrtum erwächst dann Zerstörung, physisch oder seelisch. Und oft trifft es völlig unschuldige
  44. Menschen. Also Übereilung, Irrtum, Gewalt. Dieses Muster finden wir in beiden Teilen, im kleinen wie im Großen. Faust sie auf der Straße gesehen, muss
  45. er sie haben. Sofort. Exakt. Das ist Stufe 1 in Reinform. Er befehlt mir Fisto. Ja, schaff sie mir bei. Nicht hilf mir sie kennenzulernen,
  46. sondern beschaffe sie mir noch heute Abend. Es ist die Haltung eines Konsumenten, nicht die eines Liebenden. Ganz genau. Seine G nach dieser
  47. schnellen Liebe setzt die ganze Lawine erst in Gang. Und daraus folgt dann direkt der Irrtum, die zweite Stufe. Er ist ja völlig
  48. verblendet von seiner Leidenschaft. Er schwört ihre ewige Liebe, redet in den höchsten Tönen, aber er ist so auf seine eigene Bedürfnisbefriedigung fixiert,
  49. dass er die Realität komplett ausblendet. Er sieht nicht oder er will es nicht sehen, was er da anrichtet. Er reißt dieses junge Mädchen aus ihrer
  50. klaren, bürgerlichen, frommen Welt in ein moralisches und emotionales Chaos, ohne auch nur eine Sekunde über die Konsequenzen für sie nachzudenken. Das
  51. ist der tragische Irrtum. Er hält seine Gear für große Liebe. Ja, und das mündweigerlich in Stufe 3, die Gewalt. Und dies in dem Fall ja absolut
  52. entsetzlich. Die Zerstörung ist total total. Der Schlaftrunk für die Mutter, den Faustgrätchen gibt, damit sie ungestört
  53. sein können, der wird zum Gift. Die Mutter stirbt. Ihr Bruder Valentin will ihre Ehre verteidigen, stellt Faust und du, wird
  54. im Duell getötet. Und am tragischsten, Grätchen von allen verlassen und dem Wahnsinn na erträngt ihr gemeinsames Kind. Fausts velhärisches Handeln hat
  55. nicht nur ein Leben, sondern eine ganze Familie, eine ganze Welt ausgelöscht. Sogar sein letzter Versuch, sie aus dem Kerker zu retten, ist wieder so ein
  56. überstürzter Akt. Er stürmt rein, schreit: "Rette dich!" drängt sie zur Flucht, hat aber null Verständnis für ihren seelischen Zustand.
  57. Er will das Problem schnell lösen, aber er scheitert, weil er die Tiefe der von ihm verursachten Zerstörung gar nicht begreift. Der Kreislauf schließt sich da
  58. perfekt. Okay, wenn wir das also verbinden, sehen wir in Faust 1 die private, die persönliche Katastrophe, die aus dieser
  59. teuflischen Eile entsteht. Richtig. Und in Faust 2 bleibt die Formel Überreilung, Ehrtum, Gewalt exakt dieselbe. Nur die Bühne wird unendlich
  60. viel größer. Das private Drama wird zur gesellschaftlichen Tragödie. Geben Sie uns mal ein Beispiel. Ich denke da an
  61. diese verrückte Szene am Kaiserhof, wo das Reich Pleite ist und Mhfisto plötzlich Papiergeld erfindet. Ein perfektes Beispiel für das
  62. Velociiphärische auf wirtschaftlicher Ebene. Das Problem, die Staatskasse ist leer. Die schnelle teuflische Lösung von Meephisto, wir drucken einfach Geld.
  63. Klingt modern. Absolut. Wir behaupten einfach, es sei durch unermessliche Schätze gedeckt, die noch irgendwo unentdeckt im Boden
  64. liegen. Eine schnelle Lösung für ein tiefgreifendes Problem. Der Irrtum zu glauben, man könne Wohlstand aus dem
  65. Nichts erschaffen. Und die Gewalt, in dem Fall die ökonomische Gewalt, folgt auf dem Fuße. Zuerst gibt es einen kurzen Rausch, alle
  66. sind reich, aber dann kommt unweigerlich die Inflation, das Chaos, die Entwertung aller Werte. eine kurzsichtige überalte Politik, die am Ende die Gesellschaft
  67. zerrüttet währen Finanzkrisen. Man kann das so lesen. Ja, ein anderes Bild, das mir immer im Kopf geblieben ist, ist Euphorion, der Sohn
  68. von Faust und Helena. Der wächst ja auch in so einer unheimlichen Geschwindigkeit. Ja, Euphorion ist ein starkes,
  69. tragisches Symbol. Er ist das Produkt der Vereinigung von Faust, dem modernen romantischen Geist und Helen dem Ideal der klassischen Antike. Eine riesige
  70. künstlerische Idee. Aber aber anstatt dieser Idee Zeit zum Reifen zu geben, wird sie überstürzt. Kaum
  71. geboren ist Euphorion schon ein tanzender singender Jüngling. Sein ungeduldiges Streben immer höher und höher zu fliegen wie ICARus endet in
  72. seinem tödlichen Absturz. Die Botschaft ist also selbst die größten und schönsten Ideen wie die Kunst oder die Poesie werden zerstört, wenn man sie
  73. veloziferisch, wenn man sie überstürzt und erzwingen will. Sie brauchen Zeit, um zu wachsen. Ganz genau. Und dieses Muster gipfelt in
  74. Fausts letztem gigantischen Projekt, der Landgewinnung. Er will dem mehr Land abtrotzen, einen utopischen Lebensraum für Millionen freier Menschen schaffen,
  75. eine grandiose Vision, aber auch hier wieder mit der gleichen teuflischen Eile. Er wird zum rücksichtslosen Unternehmer, zum CEO,
  76. der keine Hindernisse duldet. Sein Befehl ist ja eindeutig. Arbeiter schaffe Mengen auf Menge, ermuntere durch Genuss und Stränge, bezahle,
  77. locke, Presse bei. Es muss sofort gehen um jeden Preis. Und dieser Preis ist hoch. Da steht ihm dieses alte idyllische
  78. Ehepaar im Weg. Viele Mon und Bausis. Genau. Die auf ihrer kleinen Anhöhe in ihrer Hütte leben und nicht weichen wollen. Sie sind das Symbol für das
  79. Alte, das gewachsene, das Langsame. In Fausts ungeduldigem Tatendrang werden sie zum Störfaktor. Sein Befehl, sie umzusiedeln wird dann
  80. von Meephisto als Auftrag zur Gewalt interpretiert. Die Hütte wird abgefackelt, das Paar und ihr Gast sterben.
  81. Das ist so bitter. Seine große Vision einer besseren Welt für alle wird auf dem Fundament von Raub und Mord errichtet. Es ist exakt dasselbe Muster
  82. wie bei Grätschen, nur auf einem globalen Maßstab. Übereilung, Irrtum, Gewalt. Die Formel bleibt dieselbe. Das Veloziperische
  83. zerstört erst das private Glück und dann die gesellschaftliche Utopie. Das bringt mich zu der Frage, die sich wirklich jeder Schüler und jede Schülerin stellt.
  84. Der Mann hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Grätchen, ihre Familie, Filemon und Bauses und am Ende nach alldem kommt er in den Himmel. Das fühlt
  85. sich doch total ungerecht an. Wie kann das sein? Das ist die entscheidende Frage und der Frust ist absolut verständlich. Nach
  86. unserer modernen Logik von Schuld und Sühne ist das kaum nachvollziehbar, aber Gote geht es nicht um eine simple Abrechnung von guten und schlechten
  87. Taten, sondern die Antwort ist komplexer und besteht sozusagen aus zwei Teilen. Der erste
  88. Teil steht im berühmten Zitat der Engel, die Faust Seele retten. Wer immer Streben sich bemüht, den können wir erlösen. Sein Streben an sich wird also
  89. positiv bewertet, obwohl die Ergebnisse katastrophal sind. Das ist doch ein Widerspruch. Es scheint so. Aber für Gote ist der entscheidende
  90. Gegensatz nicht gut gegen Böse, sondern Aktivität gegen Passivität. Faust Streben, so fehlgeleitet und wie luifisch es auch war, war niemals
  91. selbstzufrieden. Er hat sich nie auf einem Faulbett ausgeruht, wie es in der Wette nennt. Genau. Er war ein ewig ringender, ein
  92. unermüdlich suchender und diese grundsätzliche rastlose Anstrengung wird ihm positiv angerechnet. Das knüpft ja direkt an den Prolog in Himmel an, wo
  93. der Herr sagt, ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohlbewusst.
  94. Exakt. Okay. Sein unermüdliches Bemühen ist also die eine Hälfte der Miete für die Erlösung, aber das allein kann es ja
  95. nicht sein nach all dem Leid. Was ist die zweite Hälfte? die zweite Hälfte ist, und das ist entscheidend, die göttliche Gnade. Gothe selbst hat das im
  96. Gespräch mit Eckermann so erklärt. Er sagte: "Faustsrettung beruhe auf seinem immer höherer und reinerer Tätigkeit bis ans Ende, also seinem Streben und auf
  97. der von oben ihm z Hilfe kommenden ewigen Liebe." Die Gnade spielt also die entscheidende Rolle. Er hat es sich nicht allein
  98. verdient, überhaupt nicht. Ohne die Gnade wäre er verloren. Und diese Gnade wird am Ende durch das Ewig weibliche limbolisiert.
  99. Verkörpert durch Grätchen. Genau. Verkörpert durch Grätchen, die im Himmel für ihn um Vergebung bittet und ihn zu sich hinanzieht. Es ist das
  100. Prinzip der vergebenden, erlösenden Liebe, das sein zerstörerisches velferisches Streben am Ende überwindet und heilt.
  101. Sein Bemühen macht ihn erlösungsfähig, aber die Gnade, die Liebe ist es, die ihn tatsächlich erlöst. Fassen wir das also noch einmal zusammen. Der
  102. Schlüssel, um die scheinbar so unterschiedlichen Teile von Goes Faust zu verstehen, ist dieses Konzept des Veluzärischen.
  103. Diese teuflische Eile, eine teuflische Eile, die in einem fatalen Dreischritt aus Übereilung, Irrtum und Gewalt mündet. Genau. Dieses
  104. Muster erklärt die persönliche Katastrophe um Grätchen in Teil 1, genauso wie die gesellschaftlichen Katastrophen um Geld, Kunst und Utopien.
  105. In Teil 2. Es geht Gohe nicht nur darum, dass Faust strebt, sondern vor allem darum, wie er strebt. Überstürzt, ungeduldig und damit letztlich
  106. zerstörerisch. Goethe war damit seiner Zeit ja weit voraus. Er hat die Gefahren einer sich beschleunigenden Welt erkannt, lange
  107. bevor sie für alle sichtbar wurden. Absolut visionär. Er hat quasi die Schattenseiten dessen gesehen, was wir heute vielleicht ähm Disruptive
  108. Innovation oder diese Move Fast and Breakings Kultur nennen. Sein implizites Gegenkonzept war immer die Langsamkeit, das Reifen lassen, das organische
  109. Wachstum. Das genaue Gegenteil des Velocifärischen. Exakt.
  110. Und das führt uns zu einem letzten Gedanken für Sie. Goeth hat die Übereilung als eine der großen Gefahren seiner Zeit erkannt. Wenn Sie sich nun
  111. unsere heutige Welt ansehen, eine Welt der sofortigen Nachrichtenupdates, des Social Media Feeds, der ständigen Erreichbarkeit und des Drucks zur
  112. Selbstoptimierung, wo erkennen Sie heute diese velozhärische Haltung? Eine sehr gute Frage. Und wo, wenn Sie genau hinsehen, entdecken sie vielleicht auch
  113. ihre unausweichlichen Folgen Irrtum und Gewalt im kleinen wie im Großen.