Manuel Koch (Inside Wirtschaft): „Das wichtigste Risiko ist die fehlende Liquidität“ Inside Wirtschaft https://www.youtube.com/watch?v=o9JY14V_6i4 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Die Deutsche Bank öffnet Investments in Privatmärkte für eine breitere Kundenschicht. Was steckt dahinter und was sind die Hintergründe? Darüber 0:08 spreche ich heute hier an der Frankfurterbörse mit dem Börsenexperten und Chefredakteur von Inside Wirtschaft Manuel Koch. Manuel, vielen Dank, dass 0:15 du dir die Zeit nimmst. Hallo David, warum bringt die Deutsche Bank denn ausgerechnet jetzt einen Privatmarkt vor auf den Markt? 0:29 Die Banketzer auch auf einen klaren Trend. Investoren wollen immer mehr und neue Möglichkeiten haben über die normalen Investments hinaus, über 0:38 Aktien, über Anleihen und da ist das, sage ich mal, eine ganz gute Ergänzung zu dem anderen Programm, was man so hat. Und mit dem Fond will die 0:47 Deutsche Bank vor allem wohlhabende Privatkunden ansprechen und ihnen dann Zugang zu private Acquity, Private Credit und auch Infrastrukturprojekten 0:55 ermöglichen, die sonst eigentlich nur in der Form zugänglich waren, dass das wirklich für große Summen und für sehr reiche Personen zugänglich war und das 1:04 ändert man jetzt. Was hat sich durch die neuen Eltiff Regeln geändert? Ja, vielleicht erstmal, was ist Eltif? 1:10 Das heißt European Longterm Investment Fund. So und mit dieser Reform unter den Namen LTEF 2.0 äh wurde der Zugang zu dieser Anlage 1:20 Klasse für Privatanleger im Prinzip erst deutlich vereinfacht, denn früher waren da sehr hohe Mindestanlagesummen nötig, um überhaupt einsteigen zu dürfen und 1:29 diese Hürden wurden jetzt praktisch beseitigt und das macht für Banken und auch für Neobroker das überhaupt attraktiv und dann entsprechende 1:37 Produkte auf den Markt zu bringen. Du hattest jetzt ja gerade schon angesprochen, auch einige Neobroker bieten solche Produkte an. Wie 1:43 unterscheidet sich das Angebot von der Deutschen Bank zudem der Neobroker? Ja, also Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital, die bieten das auch 1:51 an, teilweise schon ab einem Betrag ab 1 € und die Deutsche Bank setzt dagegen auf eine Mindestsumme von 10.000 €. Also man muss schon doch ein bisschen mehr 2:00 Geld noch mit auf den Tisch legen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass nur Anleger mit einem gewissen Vermögen dann auch und einem längerfristigen 2:07 Anlagehorizont diese Produkte sinnvoll nutzen können. Und die Bank richtet sich damit klar an sogenannte äh affluent Kunden, also Menschen mit mindestens 2:15 200.000 Vermögen, die dann auch locker mal 10.000 € da investieren können. Welche Risiken sollten Anleger kennen, bevor sie auch in solche Produkte 2:25 investieren? Also das größte Risiko ist sicherlich die fehlende Liquidität. Also Anteile an diesem Fond können nicht wie eine Aktie mal ebenso in Sekunden 2:33 gehandelt werden und täglich an der Börse gehandelt werden. Äh die Rückgaben sind meistens nur quartalsweise möglich und dann auch nur begrenzt und zudem 2:42 gibt es auch Sperrfristen, in denen ein Ausstieg nicht möglich ist. Und wer da investiert, sollte sich darauf einstellen, dass sein Geld mindestens 3 2:50 Jahre gebunden ist. Das ist ja schon für einige Investoren erheblicher Nachteil. wird man dann aber durch höhere Renditen entschädigt. 2:58 Welche Renditeerwartungen sind realistisch? Ja, man kann natürlich nie ganz genaue Prognose sagen, aber die Deutsche Bank 3:04 strebt so eine einstellige eine hohe einstellige Rendite an. Ähm zum Vergleich mit klassischen Liquidenanlagen wie Anleihen oder Aktien 3:13 ist man meistens so bei 4 5%. Der DAX auf die letzten 10, 20 Jahre hat eine Rendite auch von 8 % immerhin. Also, man sieht, es ist vielleicht gar nicht so 3:22 viel besser. Äh, private Markte können auch darüber hinausgehen. Also, da muss man mal schauen, wie sich das Thema dann entwickelt und es hängt natürlich auch 3:29 von den Projekten ab, die Deutsche Bank da auch als Investment gibt. Und die Deutsche Bank empfiehlt sowieso das Risikoprofil dann so abzuwägen, dass das 3:39 individuell natürlich immer passt. Eine sehr, sehr spannende Entwicklung. Vielen Dank an den Börsenexperten und Chefredakteur von Inside Wirtschaft 3:47 Manuel Koch und auch vielen Dank an Sie liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, dass Sie heute wieder hier mit dabei waren. 3:58 อ