Humanismus erklärt in 3 Minuten Sciodoo https://www.youtube.com/watch?v=nyQiXWN2b8A Transkript (automatisch erstellt) 0:00 In diesem Video geht es um den Humanismus und die historische Epoche als der Humanismus aufkam. 0:06 Humanismus kommt vom lateinischen Wort humanus, was übersetzt menschlich bedeutet. 0:11 Beim Humanismus geht es also um den Menschen und dessen gesellschaftliche, politische und soziale Stellung. 0:17 Im Mittelalter wurde Europa in weiten Teilen christianisiert. Nur wenige Gebiete blieben Andersgläubige erhalten. 0:24 Im Menschenbild des Mittelalter war Gott an oberster Stelle. Der Mensch stand darunter. 0:29 Der Mensch sah sich als Geschöpf Gottes ohne freien Willen. Stattdessen begriffen die Menschen ihr Leben als Schicksal, 0:35 welches durch Gottes Willen geformt wird. Der Humanismus änderte dieses Menschenbild nachhaltig 0:41 und machte den Menschen gottähnlich. Dies hatte weitreichende Konsequenzen. 0:46 So begriff sich der Mensch fortan als Individuum mit individuellen Fähigkeiten. Schauen wir uns an, 0:51 was der Humanismus bis heute bewirkt hat. Der Mensch sieht sich selbst als höchste bzw. wichtigste Lebensform auf der Erde. 0:59 Weiterhin glaubt der Mensch, dass alle Ressourcen der Erde ihm gehören. 1:03 Außerdem gilt die menschliche Natur als das höchste Ideal. Dieses Ideal wird durch die Menschenrechte bewahrt und geschützt. 1:10 Doch das war nicht immer so. Im Mittelalter gab es andere Ideale als heute. 1:15 Also schauen wir uns jetzt die Entstehung des Humanismus an. Die Erfindung des Individuums geschah in der Antike. 1:22 Schon damals gab es Erzählungen von Helden mit besonderen Fähigkeiten. Im christlichen Mittelalter wurden die Heldengeschichten verdrängt und schließlich vergessen. 1:30 Auch die Wissenschaften sind in der Antike entstanden, wurden aber im Mittelalter mit Glaubenslogik verklärt. 1:36 Die wissenschaftliche Beweisführung des Mittelalters wird als Scholastik bezeichnet. Bei dieser Methode ist der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn stark an theologische Grundlagen gebunden. 1:46 Die Religion bestimmte demnach den wissenschaftlichen Diskurs. Im 15. Jahrhundert forderten einige Gelehrte eine Bildungsreform. 1:54 Sie waren der Meinung, dass der Mensch sein volles Potential ausschöpfen solle. 1:58 Und die Scholastik würde dies verhindern. Der Humanismus war demnach ein Reformbewegung für andere und bessere Bildung. 2:05 Die Humanisten wollten erreichen, dass der Mensch seine geistigen Fähigkeiten fördert. 2:10 Für die Verbreitung des Humanismus gab es zwei Schlüsselereignisse. Um 1450 entwickelte Johannes Gutenberg den Buchdruck mit bewegten Lettern. 2:19 Dadurch wurde das Buch zur Massenware. Das zweite Schlüsselereignis war, 2:24 dass die Osmanen 1453 Konstantinopel erobert haben. Die griechischen Gelehrten flohen in den Westen. 2:31 In Rom kamen dann die Gelehrten aus Ost und West zusammen. In den Folgejahren wurde Italien zur Keimzelle für neue Ideen. 2:38 Dies hatte Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. In der Kunst wurde der Mensch zum Kunstobjekt erklärt. 2:44 Eine neue Stilepoche wurde geboren, welche die menschliche Anatomie und Gefühlswelt betonen wollte. 2:50 Diese Kunstepoche wird als Renaissance bezeichnet. In der Gesellschaft entstand ein Bildungsbürgertum 2:56 und mit ihm der Beginn der wissenschaftlichen Revolution. Noch während der Renaissancezeit wurden große Entdeckungen gemacht, 3:02 wie die Entdeckung Amerikas - wodurch das Mittelalter endete und die Neuzeit begann. 3:07 Mehr Informationen über den Humanismus bekommst du auf unserer Webseite. 3:11 Den Link findest du in der Videobeschreibung unter dem Video.