Warum Wir Füreinander Wichtig Sind - Der Weg des Bodhisattva Zenmeister Hinnerk Polenski https://www.youtube.com/watch?v=mrlYLtf5_EU Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Heute habe ich ein besonderes Thema für euch mitgebracht, warum wir füreinander wichtig sind. 0:10 Der Hintergrund ist ein außergewöhnlich wichtiger Begriff, den es im Sen und über das Sen hinaus im tibetischen Buddhismus und in anderen Richtungen 0:19 gibt, nämlich Marianer Buddhismus. Und das ist der Begriff des Bodisatwa. Vielleicht habt ihr von diesem Begriff schon mal gehört. Das etwas sehr 0:27 Besonderes und das verbindet auch den Buddhismus an dieser Stelle z.B. mit dem Christentum und anderen Religionen. Es geht um das 0:36 große Mitgefühl, aber es geht um viel viel mehr. Und ich möchte euch diesen Gedanken, dieses Thema öffnen, warum wir fürinander wichtig sind und warum das 0:46 mit uns anfängt, also mit euch selbst persönlich. Bodatwa ist ein alter Sanskrit. Begriff. Bodi heißt Erleuchtung und Satva heißt 0:58 Wesen oder Sein. Und es meint eine Ausrichtung auf das Allerhöchste, das dazu führt, dass wir in Freiheit und Erleuchtung kommen. Das 1:10 könnt ihr ja auch überall wird das gerade ja auch ja Meditation ist modern. Aber es geht nicht nur darum, sondern das Interessante daran ist, dass wir 1:20 diesen Weg der eigenen Befreiung gehen, um anderen Menschen, anderen Wesen zu dienen und diese Welt zu einem vielleicht besseren Platz zu machen. 1:29 Diese gemeinschaftliche Dimension ist die Essenz des S ist die Essenz von Marianer Buddhismus, ist die Essenz von tibetischen Buddhismus. 1:38 Und es gibt so zwei Ausrichtungen darin. Es gibt eine sehr gebundene Form des Budhisatwa Weges und eine sehr freie. Die gebundene ist ja, da habe ich schon 1:50 einige Kritiken. Das sind eher auch die alten buddhistischen Schulen. Da geht's in erster Linie um Tugen und Regeln und noch eine Regel und man darf keine 1:58 Gummibärchen essen, man darf dies nicht machen. Man soll im Zibat leben. Also eine unglaubliche Menge, wo auch schwierig wird, was soll das? Und das 2:07 hat ein bisschen damit zu tun, dass diese Regeln auch determiniert sind durch Feudalismus, also Systeme, die Gott sei Dank heute so nicht mehr gibt. 2:16 Und sie enthalten auch aus meiner persönliche Sicht schon auch Diskriminierung, besonders gegenüber Frauen. 2:24 Der freie Aspekt des Budhisatwa Weges, der hat eine andere Ausrichtung und die ist Bodisida, also Erleuchtungsgeist. Sie ist frei und frei in der Hinsicht 2:38 als dass ich alles ablege. Also frei aus allen Verstrickungen herausgehe, alle wirklich alle und mich dem höchsten Weg in mir selber 2:49 reinem Erleuchtungsgeist zuwende. Bud Erleuchtungsgeist. Tugend. Ja, ohne Erleuchtung führt aus meiner Sicht zu Dramen. Ja, Tugend ohne 3:00 Erleuchtung gleich Dramen. Erleuchtung aber ohne Tug, ohne Ethik ist. Also am Ende gehören diese beiden Dinge zusammen. Nur statt einer riesigen Menge 3:13 von Tugenden ist es in der freien Form so, dass es in Essenz um Mitgefühl geht. Es geht quasi die Einheit, das Mitgefühl, die Verbindung mit mir 3:22 selber. Und aus diesem Weg heraus öffne ich Fähigkeiten. Wenn ich nur für mich alleine meditiere, weil ich irgendein Vorteil daraus haben 3:33 möchte, Stresspropylaxe, alles zu tiefverständlich mit Ängsten umgehen, dies und dies und dies. Das wird nur so zur Hälfte funktionieren, weil wir das 3:42 Wesentliche überhaupt nicht begreifen. Viele glauben ja das Wesen, das ist ist man selber und dann ist was ganz toll und ist man irgendwas erhabenes und 3:50 großartig und steht über anderen. Das ist das Gegenteil von dem Weg. Die Essenz von dem, was ich in Japan gelernt habe im Kloster, war Demut und in der 4:00 Essenz allen Wesen zu dienen. Und aus dieser Intention bekommt man von den alten Meistern Möglichkeiten und Wege, große Kräfte in uns zu öffnen. Ja, sie 4:12 öffnen sich von alleine, denn die Beschränktheit unseres Seins in der Welt, wo wir immer wieder merken, wir sind getrieben, wir 4:21 sind verstrickt, es ist leidvoll, es ist unbefriedigend, hat etwas mit Enge zu tun. Und diese Enge ist 4:30 me first. Das ist zwar der Top Trend im Moment, aber es ist eine ein Synonym für eine unglaubliche Enge und ein unglaubliches Verkennen von dem, was 4:40 diese Welt eigentlich ist um uns herum. Und es geht nicht nur um mich und die Menschen um mich herum, sondern alles, diese ganze Erde, alle Wesen, die Tiere, 4:49 die Pflanzen, der Himmel, alles. Das ist eine große Einheit. Und da kann ich mich nicht rausnehmen und sagen, ich meditiere und bin geiler Typ oder 4:57 irgendwas. Dann habe ich was nicht begriffen. Sich selbst zu erhöhen durch Meditation ist ein Weg der Illusion und am Ende führt es nirgendwohin. 5:10 Dieser freie Weg, warum wir einander brauchen, wir sind nämlich eine Einheit. Warum? Weil alles Geist ist, alles ist 5:20 Bewusstsein. Es gibt nicht ich und ich heiße Henk und ich habe ein Bewusstsein und das vergrößere ich durch Meditation immer mehr und jemand anders auch und 5:28 der andere hat weniger oder mehr. Das ist völlige Illusion. Das was hier spricht, der sprechende ist eine Manifestation vom Bewusstsein, was 5:39 immer und ewig ist. Wenn ich euch jetzt in die Augen gucke und ihr guckt mir in die Augen, das ist das gleiche. Es ist das gleiche 5:48 Bewusstsein und deshalb ist es so unglaublich pervers und schrecklich, wenn wir uns gegenseitig auf die Fresse hauen. Man gibt solche Situationen, aber 5:57 das sollten nur extreme Ausnahmesituationen sein in der Not, eine Ausnahme. Ja, und sie sind trotzdem immer mit 6:05 Tragik und unendlichem Leid verbunden und Verstrickung, denn wir werden alle irgendwann sterben. [räuspern] 6:12 Und wenn wir den Weg gehen, erkennen wir, dass der Tod Illusion ist und dass ich ich bin auch und dass das, was verbunden ist, 6:22 wahr ist. Auf diesem freien Weg des wir des Buddhiswa Weges, geht es also darum in mir Fähigkeiten zu 6:33 öffnen und diese sind einfach nur durch die Enge von Gier und Ängsten und Verspannung und Müssen und Tun und unendlichen Verstrickungen gebunden und 6:44 wir gehen umso älter wir werden da immer tiefer rein wie so ein Kaninchen, das dann immer ein kleiner werden Tunnel hineinläuft, bis es irgendwann stecken 6:52 bleibt. Und das nennt man alt werden. Alt werden ist nicht, dass wir weniger Fähigkeiten haben. Die alten, die ganze Alten, die 7:01 haben das immer bezeugt. Es ist keine 2000 Jahre her oder im Osten bis heute noch, dass Menschen, die sehr alt sind, verbunden werden mit Weisheit. 7:12 Das geht aber nicht von alleine, sondern indem ich auf dem Weg zum älter werden, zum reifer werden, statt in die Enge zu gehen, in die Versteckung, in die Weite 7:22 gehe, in die Wirklichkeit und dann werde ich älter. Mein Körper ist vielleicht auch nicht mehr so superfit, aber das ist völlig uninteressant, 7:30 weil der Raum in dem ich bin, so unendlich weit ist und dieser Raum ist nicht mein Raum, sondern ist unser 7:39 der Weg. Der freie Weg ein Buddhisatw zu werden, nämlich mich selber zu befreien und daraus den Versuch zu unternehmen im ganz ganz 7:50 kleinen oder im ganz ganz großen, das ist Karma, für alle Wesen da zu sein und alle Wesen zu befreien. Dieser Weg ist im dechen 8:00 Sinn sehr einfach. Es ist die Übung der zwei Seiten des Herzen. Unser Herz und das große Herz sind eins. Die eine Seite geht nicht ohne die andere. Nur das 8:13 große Herz, was alles ist. Da wäre keine Bewusstsein, kein Bewusstwerdung. Da ist der Sinn nicht drinne. Und nur ich alleine gutes Drama kennt ihr 8:23 selbst. [gelächter] Und so ist die Meditation des doppelten Herzens besteht aus zwei Teilen. Und die würde ich mit euch gerne, wenn ihr mögt, 8:32 nur mal so anreißen, euch eine Idee geben. Es geht jetzt gar nicht darum, dass wir lange meditieren, sondern dass ihr die Idee dahinter versteht. 8:42 Die eine Seite des Herzens ist, möge ich vollkommen glücklich sein, in Liebe 8:52 und in Frieden leben. Das ist die höchste Ausrichtung und man kann damit aufstehen und man 9:04 kann damit ins Bett gehen. Und trotzdem erlebt man tausend von Hindernissen und Rückschlägen und sogleich wird der Raum größer. 9:14 Das ist weniger also eine Imitation, sondern mehr eine Intention im Meditieren, eine Intention, eine Ausrichtung im Innerhalten. Und die 9:23 zweite Seite des Herz ist, mögen alle Wesen glücklich sein, in Liebe 9:35 und in Frieden leben. Nur dort finden wir wirklichen Frieden. Nur dort finden wir wirkliche Erfüllung. 9:55 Und sobald [räuspern] wir und deshalb erwende ich diesen unfreien Weg des Buddhiswus von Regeln, dann hat man das Gefühl, man darf dies nicht, man darf 10:03 das nicht und man ist eingeschränkt. Darum geht es überhaupt nicht. Wieso? Wieso ist das wichtig? Wieso sind die anderen wichtig? Ja, die nerven die 10:10 ganze Zeit, legen ein, ja, in der Schule schon die Lehrer und da und dort und der Chef und permanent wird man durch andere Leute gestresst, die dann auch 10:18 durchgeknallte Meinung haben und [gelächter] so weiter war auf dem Weg. geht, umso mehr merkt man den Wahnsinn um sich herum. Leidvoller Wahnsinn, 10:25 selbstzerstörerischer Wahnsinn. Wieso sind die anderen so wichtig? Weil wir die anderen sind. 10:33 Das ist die große Einsicht. Das ist die wahre Einsicht vom Bewusstsein, die jetzt für diese Zeit ansteht, sonst kriegen wir die Kiste nicht gewuppt auf 10:41 diesem Planeten. Die Meditation der zwei Seiten des Herzens. 10:50 Möge ich vollkommen glücklich sein in Liebe und Frieden leben. 11:03 mögen alle meine Freunde glücklich sein, in Liebe und in Frieden leben. 11:19 mögen alle Menschen, alle Menschen glücklich sein, in Liebe und in Frieden leben. 11:33 Mögen alle Wesen glücklich sein in Liebe und in Frieden leben. 11:56 Das ist der Sinn unseres Seins hier und jetzt. Wenn wir diesen Weg gehen, werden wir unglaubliche Dinge entdecken. 12:08 Wir werden es in tiefer Einsicht verstehen und zugleich dennoch in dieser Welt wirkend, grenzsätzend, bauend, 12:16 schaffend, hier und da uns auch ärgern oder an Kopf schlagen. Das hat damit nichts zu tun. Wir sind Menschen und wir bleiben es die entscheidende 12:25 entscheidende Punkt ist es die Ausrichtung statt ich will dies, ich will das, ich will so und so und da und da und das fühle ich und das ist wichtig 12:33 und noch mehr fühlen dies und dies und Gottes Willen, wie schrecklich und das tut das fällt alles weg, all diese tausende von Sachen, es gibt nur eine 12:39 Ebene, eine Ausrichtung und das ist die Ausrichtung des doppelten Herzens. 12:48 Möge ich vollkommen glücklich sein. In Liebe und in Frieden leben. Mögen alle Wesen glücklich sein, in Liebe und in Frieden leben. 13:15 Und die freie Form lässt uns dabei einen freien Weg ohne dass andere sagen: "Ja, aber machst du das und das und du hast ja diesen Weg doppelten Herzen und 13:23 eigentlich darfst du dies nicht und jenes nicht. Die sollen die Klappe halten, selber den Weg gehen." Ja, [gelächter] 13:30 ihr geht den für euch. Der ist ist für euch. Geht diesen Weg und redet nicht darüber. Es führt nur zur Verstrickung. Werdeet 13:41 zusammen. Werde zusammen ihr Lieben. He. 13:51 [glocke]