Schuldenkrise 2.0? Dr. Andreas Beck: Was an den Anleihenmärkten gerade passiert Wissenschaftlich Investieren https://www.youtube.com/watch?v=mPJqdhtHO0Y Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Zu langsam bricht Panik in den Finanzministerien der betroffenen Länder aus. Die USA haben 970 Milliarden US-Dollar bezahlt für ihre 0:09 Zinsbelastung. Auf Deutsch, die Kosten für die Schulden haben sich verachtfacht. Das ist alles nicht mehr tragfähig. Damit kann ich keinen 0:17 vernünftigen Haushalt mehr machen. Und jetzt hat die haben die Notenbanken keine Lust, dieses Spiel noch mal in der Form zu spielen. Sind die Haushalte 0:24 nicht so stark aus dem Ruder gelaufen, dass das alles gar nicht mehr den Griff zu bekommen ist? dass es eine unvorstellbar große Wählergruppe gibt, 0:31 die direkt von der Geldverschwendung profitiert. Herzlich willkommen zu einer Sondersendung. 0:43 Es gab Turbulenzen an den Anleihemärten. Die Renditen langlaufender Staatsanleihen sind in den letzten Wochen stark gestiegen und jetzt ist es 0:51 noch mal besonders turbulent geworden. Insofern eine gute Gelegenheit zu berichten, was am Markt eigentlich los ist und welche Folgen das hat für die 1:01 Aktien und die Anleihenmärkte. Die Renditen sind äh stark gestiegen, egal wo man hinschaut. Frankreich, Deutschland, USA, Großbritannien, Japan 1:09 überall die gleiche Situation und so langsam bricht Panik in den Finanzministerien der betroffenen Länder aus. Gestern gab es eine bemerkenswerte 1:18 Intervention des US-Finanzministeriums. Es wurde angekündigt, langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen und die Märkteam auch prompt reagiert. Die 1:26 Renditen zehnjähriger US Treasury Bonds fiel von 4,74 auf 4,65. Der US-Dollar fiel um 0,8% zum Euro und Gold ist um 3 % nach oben gesprungen. 1:38 Also durchaus eine heftige Reaktion und das alles klingt so ein bisschen wie quantitative easing, also zu Deutsch quantitative Lockerin. Äh mit diesem 1:48 Begriff meint man, dass eine Zentralbank neues Geld schafft und damit Staatsanleihen aufkauft, aber sowit sind wir noch gar nicht. Ähm, das was in den 1:56 USA passiert, das ist etwas anderes. Es wurde kein neues Geld geschaffen, sondern es wurde nur ungeschuldet. Ja, was wurde gemacht? Also, Langläufer 2:06 werden jetzt mit dem Geld gekauft, welches durch die Emission von Kurzläufern in der Regel sind des drei Monatsanleihen eingenommen wird und der 2:14 Akteur ist entsprechend auch das Finanzministerium und nicht die Notenbank. Ich möchte heute kurz das Problem erläutern und anhand unserer 2:21 wesentlichen Portfolios in der Finanzplanung aufzeigen, was das alles für Aktien und Anleihenmärkte bedeutet. Also zum Problem, die Staatsschulden 2:31 sind stark gewachsen und damit die Zinsbelastung der Staaten. Damit man da es mal ein Bild bekommt, wovon ich spreche, ist 2025 haben die 2:40 EU-Staaten 380 Milliarden Euro nur für ihre Zinsen bezahlt, die fällig wurden für die ausstehenden Staatsanleihen. Die USA haben 970 Milliarden US-Dollar 2:54 bezahlt für ihre Zinsbelastung. Das wird weiter steigen. Wenn ich nur zwei Jahre nach vorne gehe, 2027, dann gehen Prognosen davon aus, 3:05 dass die Zinsbelastung der EU-Staaten schon bei 450 Milliarden Euro liegen wird und den USA sogar auf 1200 Milliarden US-Dollar steigen wird. Das 3:16 ist alles nicht mehr tragfähig. Damit kann ich keinen vernünftigen Haushalt mehr machen. Und ähm der Punkt ist jetzt, dass diese wachsende 3:24 Zinsbelastung eben nicht nur an der wachsenden Staatsverschung liegt, sondern auch an der komplett veränderten Zinssituation, die wir an den Märkten 3:33 sehen. Ich möchte das anhand eines konkreten Beispiels erläutern. Also starten die leihen sich ihr Geld meist über 3:41 langlaufende Anleihen. Die Benchmark Anleihen haben eine 10 Jahreslaufzeit. Das ist so der Maßstab, an dem man sich orientiert. 3:50 Und wenn man jetzt z.B. Frankreich anschaut und äh betrachtet 2026, 3:59 dann haben die 2016 eine zehnjährige Anleihe begeben, um sich zu verschulden und mussten 2016 für diese Anleihe nur 0,5 Zinsen zahlen im Jahr, weil eben 4:10 seinerzeit die Zentralbanken die Zinsen so nach unten gedrückt haben mit quantitative Easing. dass sie diese Anleihe Laufzeit 2016 bis 2026 belastete 4:21 den französischen Haushalt nur mit 0,5% Zinsen. Jetzt 2026 wird diese Anleihe fällig und Frankreich muss eine neue zehnjährige Anleihe begeben. 4:32 Das Geld wird ja nicht zurückbezahlt, aber aufgrund der stark gestiegenen Zinsen zahlt Frankreich jetzt für die gleiche zehnjährige Anleihe, also 4:40 Laufzeit 2026 bis 2036 4% Zinsen. Auf Deutsch, die Kosten für die Schulden haben sich verachtfacht, ohne dass sich Frankreich jetzt 4:52 zusätzlich neu verschuldet hat. Nur durch das Management der bestehenden Schulden haben sich, wie man in diesem Beispiel sieht, die Kosten für die 5:01 Verschuldung, spricht die Zinsen, die zu zahlen sind, verachtfacht. Und selbst wenn die Notenbanken die kurzfristigen Zinsen wieder senken 5:10 sollten, ähm so bleibt dieses allgemeine Niveau der Neuverschuldung massiv massiv teurer als in der vergangenen Dekade. 5:19 Damit sollte deutlich werden, warum diese steile Zinskurve für die Finanz Ministerium ein großes Problem darstellt. Und es gibt nur zwei 5:26 Möglichkeiten, wie es weitergeht. Entweder die Zentralbanken kaufen wieder Staatsanleihen und senken damit die Zinsen 5:34 oder die Regierungen setzen harte Sparprogramme durch, senken also ihre Ausgaben und das was wir aktuell in Europa und in 5:41 den USA beobachten, ist in gewisser Hinsicht ein Machtspiel. Im Moment weigern sich die Notenbanken noch, die Fiskalpolitik der Regierungen 5:51 zu finanzieren. Also das, was sie in der Eurokrise z.B. gemacht haben, dieses Quantitative easing, dass die Europäische Zentralbank im ganz großen 6:00 Stil äh Staatsanleihen aufgekauft hat und damit so eine Nullzinspolitik durchgesetzt hat. Das war ja nicht unähnlich auch in anderen Ländern, auch 6:10 in den USA, aber damals hat Dragi schon gesagt, er kann die Probleme nicht lösen der Haushalte. Er kann den Regierungen nur Zeit kaufen für Reformen und alle 6:19 haben gesehen, es gab diese Reformen nicht und jetzt hat die haben die Notenbanken keine Lust, dieses Spiel noch mal in der Form zu spielen. 6:29 Wenn die Regierung ihre Zinslast senken will, dann muss sie das durch politische Reformen tun. Nur dann sind die Notenbanken im Moment bereit durch 6:37 quantitative easing oder Year Curve Control, wie man das auch nennen könnte, in anderen Form zu unterstützen. Man sieht das ganz konkret bei der 6:44 Europäischen Zentralbank, sie sich schon entsprechend vorbereitet hat. Sie hat ein Programm aufgelegt, TPI Transmission Protection Instrument, 6:53 welches es der ECB erlaubt, Staatsanleihen einzelner Länder zu kaufen, wenn dessen Zinsen am Markt spekulativ in die Höhe schießen, aber 7:00 nur zu harten Bedingungen. Der Staat bekommt diese Unterstützung nur dann, wenn er sich auf Reformen einlässt, um seine Schulden zu senken. Erst dann 7:11 greift die EZB Hilfen ein und damit zwingt die EZB die Politik Haushaltsdisziplin zuerst wieder groß zu schreiben und dann 7:21 kann die EZB sozusagen unterstützend wirken. Aber es ist nicht so, dass die EZB jetzt einfach wieder blind eingreift ähm und die Staaten ihre 7:31 äh Schuldenpolitik weiter bedenkenlos in die Zukunft äh treiben können. Es ist natürlich etwas, was man sich fragt als Wähler, als Bürger, 7:43 sind die Haushalte nicht so stark aus dem Ruder gelaufen, dass das alles gar nicht mehr den Griff zu bekommen ist? Ja, man kann ja dann jetzt darüber 7:51 nachdenken, bricht vielleicht alles zusammen. Äh, aber wir haben zum Glück Argentinien. Argentinien war in einer 7:59 viel schlechteren Verfassung. Die wirtschaftliche Grundlage war viel desaströser, als sie heute in den Eurostaaten ist. In den USA sowieso. Die 8:08 USA haben ja sogar noch ein schönes Wirtschaftswachstum. Und dort ist ein Präsident gewählt worden, Javile, 8:15 der die Verschuldungsdynamik Argentiniens durch radikale Sanierung innerhalb von weniger Monaten gebrochen hat. 8:25 Also er hat es in wenigen Monaten geschafft, den Staatshaushalt wieder auf eine auf einen Sanierungspfad zu legen. Es ist also möglich und das 8:34 Kerngeheimnis seines Erfolges lag darin, ähm dass er das Gesetz eingeführt hat, grob gesprochen, dass der Staat nur noch das ausgeben darf, was er auch 8:42 tatsächlich einnimmt. Also, jede Form der Neuverschuldung ist damit äh praktisch per Gesetz unmöglich gemacht worden. und bereits im ersten 8:52 Halbjahr seiner Amtszeit schaffte Argentinien damit einen Primärüberschuss. Ja, wie war das W möglich? Hav Miley hat 9:00 die Anzahl der Ministerien halbiert von 18 auf 9. Er entließtausende Angestellt im öffentlichen Dienst und er hat massiv Subventionen und Transferzahlungen 9:10 gestrichen, z.B. staatliche Zuschüsse für Strom und Gas oder den öffentlichen Nahverkehr. Also, er hat äh Sparmaßnahmen 9:19 eingeführt, die die Breite der Wählerschaft trifft und trotzdem wird sein Kurs von der Bevölkerung mitgetragen. 9:30 Meine persönliche Einschätzung in Deutschland ist die und die trifft sich, glaube ich, mit dem ganzen mit der ganzen Europäischen Union, dass es eine 9:38 unvorstellbar große Wählergruppe gibt, die direkt von der Geldverschwendung profitiert. Das sind Transferhilfeempfänger, die 9:44 nicht wirklich bedürftig sind. Aber auch die mit den Auszahlungen verbundenen Behörden und NGOs, das sind Subventionshilfeempfänger 9:53 und die mit den Auszahlungen verbundenen Behörden und Dienstleister, das sind Berufsgruppen deren Daseinsberechtigung im Abarbeiten 10:00 sinnloser bürokratischer Vorgaben liegt und so weiter. Ja, und auch die in rentegehenden geburtenstarken Jaggänge sind eine entscheidende Wählergruppe 10:09 und die jährlichen Subventionen steuerlich dieser Rente ist auch nicht mehr haltbar. Ich habe das Gefühl, in Deutschland hat die Regierung schlicht 10:17 Angst mit Sparmaßnahmen, die alle betreffen, äh die Wähler in die Hände der Afg zu treiben. Aber ich denke, Kavil hat schon gezeigt, dass es auch 10:26 anders geht. Er hat gezeigt, die Mehrheit der Bürger will ein funktionierendes Land mit positiver Zukunft für die kommenden 10:32 Generationen und dafür sind die Menschen auch bereit, ihren Beitrag zu leisten. Aber zu allererst muss die Geldverschwendung und die Geldverteilung 10:39 innerhalb der politischen Kaste gestockt werden. Soweit zur Situation und auch meiner persönlichen Einschätzung, warum wir uns in Deutschland so schwer tun, 10:48 obwohl wir ja eigentlich noch eine gute wirtschaftliche Basis hätten. Ähm, jetzt im zweiten Teil möchte ich äh darauf eingehen, was das alles konkret 10:57 für die Aktien und Anleihenmärkte bedeutet und dafür habe ich ein paar Folien vorbereitet. Den direktesten Einfluss haben diese Turbulenzen 11:04 natürlich auf den Anleihenmarkt selbst. Und ich habe hier mal eine Grafik mitgebracht, die den Kursverlauf einer französischen Staatsanleihe zeigt, 11:16 beginnend am 1.1.2020 2020 bis heute. Die Laufzeit geht bis 2038, also etwas mehr als 10 Jahre und die Anleihe bietet einen 4% Coupon. 11:29 Jetzt was sieht man, wenn man diesen Chart betrachtet? Dann sieht man 2020 ähm stand diese Anleihe bei einem bestimmten Wert. Ich habe den jetzt hier 11:41 mit 100 indexiert, damit wir einen Startzeitpunkt haben. Und dann 2022 fingen die Zinsen an deutlich zu 11:52 steigen und man sieht, dass diese Anleihe im Kurs gefallen ist und zwar fast 40% Kursverlust. Also bemerkenswert, die Zinsen 12:02 gestiegen. Wir haben vorhin gesehen, sie haben sich verachtfacht für den französischen Staat bei 10jahrer Laufzeit 12:10 und das hat dazu geführt, dass eine Anleihe, die eben noch eine Restlaufzeit hat bis 2038, dass die zu so hohen Kursverlusten 12:20 geführt hat. seit äh 2000 26 ähm oder eigentlich seit 2024 geht's 12:29 auch leicht backup noch mal mit dem Kurs. Das liegt daran, dass die Zinsen am langen Ende sich halt immer weiter erhöht haben, obwohl die Europäische 12:37 Zentralbank die kurzfristigen Zinsen ja angefangen hat ähm zu senken. Wie gesagt, darum geht's ja nicht. Hier geht's um die langfristigen Zinsen und 12:45 das ist im Moment noch ein Marktzins, solange der Europäische Zentralbank nicht eingreift. Also höhere Zinsen bedeuten Kursverluste 12:55 bei den Anleihen. Für den Anleihen Investor hat es immer ein lachendes und ein weinendes Auge. Das lachende, weil er jetzt höhere 13:02 Umlaufzinsen bekommt, das weinende, weil er ein Kursverlust hat. Jetzt schauen wir uns mal die gleiche Situation in den USA an. 13:12 Das heißt, ich nehme jetzt eine Anleihe mit einer ähnlich langen Laufzeit aus den USA. Hier eine, die bis 2037 läuft in rot. 13:23 Ich habe die wieder bei 100 indexiert, damit man sieht diese ähnlichen Verhältnisse. Man sieht, die Amerikaner haben jetzt eine ähnliche Situation. Die 13:32 Zinsen sind stark gestiegen, Mitte 2022 und äh die amerikanischen Staatsanleihen sind entsprechend im Kurs gefallen oder umgekehrt die Umlaufrenditeit ist 13:44 entsprechend gestiegen. Interessant ist natürlich die Amerikaner sind nicht ganz so stark gefallen wie die Franzosen, weil in den USA wurde ja auch keine 13:52 Nullzinspolitik, sondern nur eine Niedrigzinspolitik gefahren. Das heißt, die Zinsveränderungen waren jetzt relativ gesehen auf die Anleihe nicht 14:01 ganz so extrem ähm wie in im europäischen Raum. Und jetzt das die Auflösung, warum ich das alles zeige, ist jetzt schauen wir 14:12 uns mal eine argentinische Anleihe an, auch mit einer ähnlichen Laufzeit, die läuft bis 38. In der nächsten Folie, da sieht man, wie die reagiert hat in dem 14:25 Moment, wo Cavile seine Reformen begonnen hat äh im Jahre 2023. Das heißt, die hatte auch ein Problem im 14:37 Kurs, weil die Kosten, in diesem Fall ist es eine Euroanleihe. Also, ich bitte um Nachsicht nicht, die US-Dollar, die US-Anleihe ist eine US-Dollaranleihe, 14:46 die argentinische Anleihe ist eine Euroanleihe und die französische Anlei ist natürlich auch eine Euroanleihe. Über geht's ja nicht um die Währungen, 14:51 sondern einfach nur um den Effekt Kurs Umlaufrendite und da sieht man wie sofort mit der Ankündigung von harten Wirtschaftsreformen 15:03 mit Sparmaßnahmen mit einer neuen Haushaltspolitik, wie sofort die Zinskosten des Staates fallen oder umgekehrt, wie sprunghaft die Kurse der 15:14 Anleihen in die Höhe springen. Also das kann einem wirklich Hoffnung machen. Es müsste, da wir eine viel bessere Ausgangsbasis in Europa haben als in 15:23 Argentinien, es müsste schon eine halbwegs vernünftige zukunftsorientierte Haushaltsdisziplin 15:30 bei den EU-Staaten ausreichen und wir hätten sofort eine ganz andere Situation äh wieder, was die Staatsverschuldung angeht. 15:39 So, jetzt kommen wir zu unseren Portfolios, wie sich das dort ausgewirkt hat. Wir haben ja ein reines Anleihen Portfolio, Fixed Income One, hier die 15:49 grüne Linie. Wir haben das äh gestartet, als die Zinsen gestiegen waren, weil jetzt hatte es wieder Sinn, in Anleihen zu investieren. In der Nullzinsphase war 15:59 es mehr oder weniger sinnlos. Ähm, also reine Anlageklasse. Und ähm wir haben ja gestartet. Ich habe ja als Vergleich 16:09 in dunkelblau ähm den Referenzindex hier über ein ETF Global Agregate Bond Euro hatged. Das ist also ohne Währungsrisiko der 16:22 weltweite Anleihenmarkt oder auch hellblau äh Euro Aggregate Bond. Das ist jetzt der europäische Anleihenmarkt, also nur 16:31 in Euro. Und ähm da sieht man, dass es sich eigentlich ganz gut geschlagen hat. Das liegt, es ist auch kein Zufall. Es gibt ja eine spezifische 16:39 Laufzeitsteuerung ähm die in so einem Index nicht vorhanden ist. Und jetzt [räuspern] wenn wir uns das letzte Jahr anschauen, was 16:47 halt doch turbulent war, weil die Umlaufrenditen deutlich gestiegen sind, dann sieht man also folgenden Effekt und darauf möchte ich hier besonders eben 16:57 hinweisen. Nehmen wir wieder äh die grüne Kurve. Das ist das unser Fixed Income One. 17:06 Dann äh stellt man überraschenderweise fest, obwohl die Umlaufrenditen so stark gestiegen sind und die Kurse der Anleihen entsprechend gefallen sind, 17:16 liegt das Portfolio insgesamt noch im Plus. Ja, das liegt daran, dass man ja zwar die Kursverluste hat bei den Anleihen, 17:24 dadurch dass die Zinsen gestiegen sind, aber man hat ja auch schon die hohen Anleihen Zinscoupons, da man eben schon zu hohen Niveaus eingestiegen ist. Und 17:36 jetzt würde man hier auf Portfolioebene erst dann einen Verlust haben, wenn die Kursverluste der Anleihen doch noch weiter steigenden Zinsen höher wäre als 17:44 die Zinsen, die man eh schon laufen vereinnahmt. Und das ist Gott sei Dank nicht der Fall. So, dass man jetzt hier diesen Effekt hat. Wir haben besonders 17:51 attraktive Zinsniveaus. Wir sind jetzt bei einer Umlaufrendite von knapp 4% in diesem Portfolio und ähm obwohl wir uns hier 18:00 angenähert haben eben diesen noch höheren Umlaufrenditen als sie schon vorher waren, ähm gab es keinen Kursverlust aufs letzte Jahr gezogen. 18:12 Beim Agregate Bond ähm Index haben wir den Effekt den Effekt nicht ganz so stark, aber auch zumindest ähm hier eben diese empirische Bestätigung. Es ist 18:25 risikotechnisch etwas ganz anderes, wenn ich Anleihen bei hohen Zinsen einkaufe, als wenn ich sie bei niedrigen Zinsen einkaufe, weil ich eben einen Puffer hab 18:32 durch die laufenden Erträge gegenüber einen möglichen weiteren Anstieg der Zinsen. Gehen wir auf ein gemischtes Portfolio, 18:42 also Zielgröße 50 Aktien, 50 Anleihen, dann sind wir bei unserem ältesten Portfolio XTERS Portfolio ETF. der hat ja schon 2008 gestartet. 18:54 Insofern hier eine sehr lange Kursreihe, da sein Mischportfolio ist hier die Peergroup als äh als Vergleichsindex und wenn man sich da das letzte Jahr 19:04 anschaut, dann sieht man, dass nicht viel passiert ist. Die Aktienmärkte haben ja toll performt, also insbesondere die Euphorie rund um KI 19:13 ähm hat er die Aktienmärkte sehr stark getrieben und dann sieht man, dass die Turbulenzen an den Anleihenmärkte hier keine großen Probleme bereitet haben. 19:24 Aktienrenditen haben hier Anleihen geschlagen. Und wenn ich jetzt unser aktienlastiges Portfolio anschaue, das Global Portfolio 19:34 One, welches ja in normalen Marktphasen 80% Aktien und 20% Anleihen hält, ähm dann hier wieder seit Auflage ähm die schöne Entwicklung. Bald haben 19:45 wir das Kapital verdoppelt. Die ursprüngliche Zielstellung ist ja, dass man mit einer solchen offensiven, breitgestreuten Strategie in der 19:55 Vergangenheit davon ausgehen durfte, Kapital alle 10 Jahre zu verdoppeln. Das sieht es fast so aus, als wä man deutlich schneller, aber das liegt halt 20:03 auch daran, dass wir eine Phase hatten mit einer sehr hohen Inflation zwischendrin. Deswegen darf man diese nominalen Renditen nicht 20:09 überinterpretieren, wenn es um den persönlichen Wohlstand geht. Und auch hier, wenn ich das letzte Jahr betrachte, dann sieht man ja die 20:18 Anleihenrenditen jetzt haben nachgegeben, man sieht schon ein bisschen Volatilität, aber eben in diesem Portfolio nur 20 % und der 20:25 Aktienmarkt hat das geschlagen. So, das alles soll keine Anlageberatung sein und vor allem soll es kein Appell sein zu sagen, ach so, ja, dann sind Aktien ja 20:34 viel attraktiver als Anleihen. Wir haben hier jetzt ein Jahr angeschaut, das besonders ungünstig war für Anleihen, weil die Renditen 20:42 weitergestiegen sind. Also die Zinsen der Anleihen weitergestiegen sind. Wir hatten auch ein Jahr mit überraschend guten Aktienmärkten. 20:50 Ähm und kein Mensch weiß, wie das nächste Jahr ist und deswegen bleibt es dabei. Professionelle Portfolios, egal welche man betrachtet, norwegische 21:00 Staatsf was auch immer, sind immer gemischte Portfolios, Aktien und Anleihen. Anleihenmarkt ist grundsätzlich größer als der Aktienmarkt 21:08 und die eigene Vermögensplanung sollte sich darin orientieren und man kann lange darüber nachdenken, ob die Anleihenquote klein oder groß sein 21:17 sollte, aber ganz auf Anleihen zu verzichten ist doch ein recht einseitiges Spiel. Insofern heute eine kurze Sondersendung zum Markt, zu der 21:27 Einschätzung, was da eigentlich los ist an den Anleihenmärkten und warum die Politik gerade Panik bekommt. Und dann glaube ich, das etwas Beruhigende, wenn 21:35 ich gemischt, breitgestreut investiert bin, dann sind die negativen Einflüsse bis jetzt auch sehr begrenzt gewesen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. M.