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Formale Sprachen - Automaten und Formale Sprachen

CyberCake13:25 74 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 97 Zeilen
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  1. Herzlich willkommen zum dritten Video in der Videoreihe Automaten und formale Sprachen. Wie ihr schon seht, geht's heute um formale Sprachen in einem
  2. bisschen anderen Format. Ich habe heute meine PowerPoint erstellt, da mir das ganze animieren in meinem Schnittprogramm zu doof wurde und das
  3. hier ein sehr theorielastiges Thema wird. Wir steigen aber auch direkt einmal ein. Also zu allererst, was sind Sprachen?
  4. Obviously, jeder kennt Sprachen, me wir sprechen den ganzen Tag. Wieso machen wir das? in erster Linie, um zu kommunizieren.
  5. Und egal mit wem ihr kommuniziert, solange ihr euch verstehen wollt, muss ja eure Sprache gewissen Regeln folgen. Wir kennen das als Rechtschreib und
  6. Grammatikregeln. Diese setzen sich so ein bisschen zusammen aus drei Punkten und zwar Lexik, Syntax und Semantik. Das ist
  7. jetzt um Thema Sprach und Verstehen relativ relevant. Ähm Lexic sind dabei die Symbole, die wir benutzen. Das kennen wir auch schon von den
  8. Automaten, z.B. im einabehabet. Das wäre hier unsere Lexik. Dann haben wir Syntax. Das sind im Grunde unsere Regeln und zwar wie wir
  9. die Wörter dann auch zusammensetzen dürfen. Wir können ja nicht einfach irgendwelche Buchstabeninander hängen, sondern machen das beim Automaten z.B.
  10. nach gewissen Regeln, dass unsere Eingabe akzeptiert wird. Aber nicht jede Eingabe ergibt dann auch noch Sinn und da kommt unsere Semantik ins Spiel.
  11. Unsere Semantik bestimmt nämlich, dass die Wörter nicht nur einfach richtig zusammengesetzt sind, dass ich z.B. im Deutschen silbenkorrekt bilde und die
  12. rechte Rechtschreibung benutze, sondern dass das Wort auch tatsächlich existiert. Wie weit ist das jetzt relevant für formale Sprachen?
  13. Dafür werde ich jetzt einmal natürliche und formale Sprachen vergleichen. Natürliche Sprachen ist im Grunde um das, was wir sprechen. Das haben wir
  14. gerade schon einmal geklärt. Das Problem an natürlichen Sprachen, wie z.B. Deutsch, Spanisch, Englisch ist aber, dass diese mehrde deutig sind.
  15. Das heißt, sie sind eben nicht kontextfrei und einziges Wort kann mehrere Bedeutungen haben. Beispiele in der
  16. deutschen Sprache, dafür wären z.B. die Wörterbank, das können wir von der Sitzbank, aber auch von der Bank, wo wir Geld abheben können oder vom Flügel,
  17. z.B. jetzt beim Vogel oder eben ders. Das Piano nennt man ja auch Flügel. Wir haben also keine eindeutigen Wörter. Dadurch ist die Sprache häufig
  18. fehleranfälliger und deutlich interpretierbarer. Das ist so in unserem Alltag gut, weil dadurch Sprache lebendig ist und sich weiterentwickeln
  19. kann. Gerade aber bei formaler Sprache wollen wir das nicht. Formale Sprache soll nämlich eindeutig und präzise sein. Und damit wir das erreichen können, hat
  20. formale Sprache ein eindeutiges Regelwerk. Ein Wort hat also immer nur eine Bedeutung
  21. und das sorgt dann dafür, dass eben auch Maschinen diese Sprache verstehen können. Die meisten von euch werden formale Sprachen wahrscheinlich auch
  22. schon kennen, entweder aus eurem Informatikalltag oder auch aus eurem tatsächlichen Alltag. Z.B. die Regeln, die wir in Mathe haben oder auch die
  23. Regeln, die wir aus Programmiersprachen kennen, z.B. Java sind schon formale Sprachen, da ein if ja immer nur eine Bedeutung hat und die Sprachen dadurch
  24. eindeutig und nicht mehrdeutig sind. Woraus besteht denn jetzt aber eine formale Sprache? Bei einer formalen Sprache ist es erstmal wieder ähnlich
  25. wie beim Automat. Wir können eine formale Sprache, aber auch in einen Automat umwandeln. Damit möchte ich mich heute nicht befassen.
  26. Zu allererst einmal hat eine formale Sprache ein Alphabet. Das kennen wir aus der Lexic. Wir haben also Symbole. Ich werde das jetzt auch direkt mal mit
  27. einem Beispiel verknüpfen, damit wir uns das gleich am Anschauen können, wie aus den Regeln dieser formalen Sprache dann auch tatsächlich ein Wort wird. Wir
  28. haben also die Symbole L, M, S und X. Man kann jetzt schon bisschen erahnen, welche Richtung das geht. Wir wollen hier nämlich Kleidergrößen erschaffen.
  29. Ein Wort besteht dann aus diesen Symbolen. Ich habe jetzt hier einfach mal ein Wort der Sprache erzeugt und zwar XXL. Natürlich haben wir jetzt auch
  30. keine Grammatik, also könnte ich auch sowas wie lxx erstellen. Das ist ja gerade noch nicht festgelegt. Dann hat unsere Sprache eben eine
  31. Grammatik, die aus Regeln besteht. Äh diese Regeln werden angegeben mit Terminalen und Nonterminale. Zeige ich euch gleich, keine Sorge. Wir haben eine
  32. ähnliche Menge von Produktionsregeln. Das ist wieder wichtig, denn wir können unsere formale Sprache in ein DA umwandeln und wir haben eine
  33. Startvariable S. Das möchte ich euch jetzt hier einmal zeigen. Links haben wir Nonminale. Das sind Symbole, die im späteren Wort
  34. gar nicht vorkommen sollen. Es sind aber sozusagen Platzhalter. Diese Nonterminale können wir dann, während wir das Wort bilden, quasi durch
  35. Terminale ersetzen. Die Terminale, die sehen wir hier schon. Wir haben ja jetzt unsere Kleidergrößen und da fällt mir auf, dass ich tatsächlich ein Symbol
  36. vergessen habe zu markieren. Das mache ich gleich noch mal. Und zwar ist unser S auch ein Terminalsymbol. Terminalesymbole, das sind diese
  37. Symbole, die dann später auch tatsächlich das Wort bilden. Äh, den rechten Teil des ganzen hier nennt man dann die Ableitung.
  38. Das heißt, äh wenn wir gleich einmal durchgehen und ein Wort bauen, dann leiten wir quasi aus diesen Nonterminalen das Wort ab. Deswegen
  39. einfache Ableitung. Wie wir jetzt hier schon sehen, gibt's Pfeile und wir beginnen jetzt in dem Fall beim Z. Da könnte ich jetzt auch
  40. äh was anderes draus machen. Das ist jetzt bei den Kleidergrßen aber nicht besonders sinnvoll, weil das eben schon vergeben ist. Ich beginne also mal beim
  41. Z und ich möchte jetzt eine valide Kleidergröße machen. Ich gehe also rüber und sage, ich möchte jetzt ein relativ großes T-Shirt haben. Mein Z wird also
  42. zum BL. Die Terminalen, die bleiben jetzt einfach stehen. Das heißt, das L ist gegeben und ich möchte jetzt aber ein noch viel
  43. größeres Shirt haben. Das B ist ja noch ein Nonterminal. Ein Wort muss aber nur aus Terminalen bestehen. Ich gehe also zum B, kann das B jetzt entweder durch
  44. nichts ersetzen, das ist wieder unser Ep, das kennen wir bereits, oder durch eine dieser drei Optionen durch ein X, ein XX oder ein XX. Das ist jetzt in dem
  45. Fall egal. Am Schluss habe ich ein Wort und zwar z.B. XL. Ich habe jetzt also mit diesen Produktionsregeln ein Wort dieser Sprache erschaffen. Das
  46. Ganze möchte jetzt einfach noch mal hier händisch zeigen, wie man das Ganze dann auch in einer Arbeit aufschreiben würde. Das Schöne ist, dass das jetzt ein
  47. relativ einfaches Beispiel ist, weshalb man es noch relativ anschaulich zeigen kann. Wir beginnen wieder bei unserem Z und haben dabei natürlich die
  48. Produktionsregeln im Kopf. Bestenfalls blende ich die auch noch mal irgendwie ein. Dann können wir uns ja wieder anschauen.
  49. Wir wollen von Z jetzt zu B. Schreiben wir also auf. Wir wollen jetzt BL. Jetzt müssen wir dieses B irgendwie
  50. ersetzen. Also schreiben wir z.B. auf XXL. Das wäre jetzt eine ziemlich einfache Folge. Wenn natürlich die Produktionsregeln
  51. komplexer werden, dann können hier auch ziemlich viele Pile dazwischen kommen. Werde ich euch aber auch gleich noch mal einmal kurz
  52. zeigen. Jetzt kommen wir zu regulärer versus irregulärer Grammatik. werden ja gerade schon geklärt, dass das Wort, das nach unseren Produktionsringen
  53. rauskommen muss, immer aus Terminalsymbolen bestehen muss. Das ist schon mal wichtig. Jetzt gibt es zwei Formen der regulären Grammatik und zwar
  54. die rechtsreguläre und die linksreguläre Grammatik. Einem von den beiden Regelsätzen muss das Ganze folgen, damit es eine reguläre Grammatik ist. Bei der
  55. äh rechtsregulären Grammatik haben wir immer ein Nonterminalsymbol links und das wird zu einem Terminalsymbol rechts oder einem Terminal und einem
  56. Nonminalsymbol. Das kennen wir schon von eben gerade. Wir haben z.B. am Start das Z und wenn unsere Kleidergröße jetzt z.B. einfach
  57. nur M ist und wir nicht weitermachen wollen, dann wird unser Zum M und das Wort ist quasi fertig. Wenn wir jetzt aber noch was dazu angeben wollen, z.
  58. Beispiel sx. Ob das jetzt Sinn ergibt oder nicht, ist erstmal egal. Dann machen wir ein Nonterminalsymbol. Haben wir wieder Z. Das wird zu einem S
  59. hier. Und wir setzen Nonterminal dazu, damit wir wieder mehrere Buchstaben anhängen können. Die linksreguläre Grammatik ist das, was wir gerade beim
  60. Beispiel gesehen haben. Wir haben das Z, das wird z.B. zum M oder wir haben eben das Z, das wird dann zum L rechts. Und weil wir z.B. XXL haben wollen, können
  61. wir dann hier rechts das neuen Tererminal hinsetzen, was dann wieder ersetzt wird. Wir stellen jetzt noch fest, dass Sprache regulär ist, wenn
  62. ihre Grammatik regulär ist, also nach diesen Regeln folgt, oder wenn die Grammatik so verändert werden kann, dass die Grammatik regulär wird. Und
  63. dazu möchte ich jetzt ein Beispiel zeigen, weil das nicht immer so direkt sichtbar ist. Jetzt werde ich erstmal auf ein Beispiel eingehen, wo die
  64. Grammatik erst einmal irregulär ist. Wir schauen uns einmal diese Produktionsregeln an. Das ist ein Beispiel von mir aus dem Unterricht.
  65. Ähm, ich lass euch kurz drauf gucken, vielleicht kennt ihr das auch schon. Äh, und ihr könnt mal kurz gucken, wo das Problem liegt.
  66. Und wir sehen hier auch schon ähm wir haben hier links das SK und V. Das sind ja unsere Nonminale und eben direkt bei der ersten Produktionsregel haben wir
  67. das Problem, S kann zu K werden. Das heißt, ein Nonterminal kann zu einem Nonminal werden und das ist weder bei der rechtsregulären als auch bei der
  68. linksregulären Grammatik möglich. Das heißt, wir müssen es jetzt irgendwie schaffen, dass unser S zu einem Terminal und einem
  69. Nonminalsymbol wird. Jetzt könnt ihr noch mal drüber nachdenken, wie wir das eventuell machen können, so dass unsere jetzt irreguläre Grammatik regulär wird
  70. und damit unsere Sprache auch regulär ist. Wenn ihr das Video jetzt kurz pausiert habt, dann kommt hier die Auflösung und
  71. die kleine Erklärung dazu. Äh, in dem Fall ist es jetzt sinnvoll, das Ganze einfach ein bisschen zusammen zuquetschen.
  72. Das ganze Beispiel hier ist ähm ein Beispiel zur hawaianische Sprache. Grob gesagt geht's dabei einfach darum, dass man eben gewisse Konsonanten hat, wie H,
  73. K, M, N, P und W. äh und diese zusammen mit den Vokalen A i Ou zusammentun kann. Wichtig ist, dass ein Konsonant immer nur alleine stehen
  74. kann äh und spätestens nach einem Konsonanten eben wieder ein Vokal folgen muss. Das ist aber theoretisch für die Produktionsregeln jetzt ist mal egal, da
  75. man diese ja auch erstmal ohne Kontext betrachten kann. Um jetzt eben diese Sprache regulär zu machen, äh haben wir jetzt in dem Fall
  76. versucht, das K hier allererstmal durch die Möglichkeiten von K zu ersetzen. Ich will das mal hier unten zeigen. K sieht man hier jetzt gar nicht mehr und wir
  77. haben hier einfach die Möglichkeiten von V eben mit rangehangen,
  78. also dass man eben direkt mit den Konsonanten KMNPw zu V kommt. Des weiteren hat aber gesagt, dass beliebig viele Vokale
  79. hintereinander folgen können. Es ist also nur relevant, dass nach einem konsonantenvokal kommt. Äh, das heißt, wir haben jetzt im Grunde auch direkt
  80. ein Loop drin, dass man quasi von AS wieder zu S kommt und quasi wieder ein A ranhängen kann. Das heißt, wir können z.B. schöne Kette von A ähm eben
  81. erzeugen. Das Ende ist jetzt hier in dem Fall gleich, wir enden hier auf äh einem Vokal, wenn wir eben zu V kommen, wenn wir das wollen.
  82. Gleichzeitig wird aber eben sichergestellt, dass in dem Fall jetzt nach einem Konsonant, also nach einem O, wir gehen zu V, hier gibt es eben nur
  83. Vokale, deswegen auch V, weil bei V hat man nur Vokale und die Konsonanten sind jetzt einfach in unser Start Produktionsriegel mit drin. Gerade hier
  84. empfehle ich noch mal einige weitere Beispiele anzugucken. Das ist ein kompliziertes Thema. Das ist sicherlich prüfungsrelevant, gerade im
  85. Aufgabenbereich 3, dass man eben eine irreguläre Grammatik irgendwie regulär machen muss oder erklären muss, warum eine Grammatik
  86. regulär oder vielleicht auch irregulär ist. Ähm, das kann auf jeden Fall dran kommen und da wird es sicherlich auch noch deutlich kompliziertere Beispiele
  87. für geben. Dann haben wir zum Schluss noch die kontextfreie Grammatik. Hier können wir uns jetzt aussuchen, ob ein Nonterminal zu einem Terminal oder
  88. nichtterminal wird. Und wir können auch sagen, dass das zu quasi unendlich vielen Terminal und Nonterminalen wird, egal in welcher Reihenfolge. Ein
  89. Beispiel dafür wäre jetzt das hier. Wir haben den Startzustand, ähm gehen wieder in den Startzustand, aber wir haben hier eben die Klammern.
  90. Und was jetzt dabei noch wichtig wäre, damit das Ganze auch endet, wäre hier wieder ein Epsilon. Das ganz wichtig, sonst endet das hier nie. Ähm im Grunde
  91. ist das hier einfach nur dafür da, um beliebig viele legale Klammerpaare zu bilden. Können es mal anschauen. S wird zu Klammer auf Klammer zu. Hier könnten
  92. wir jetzt also unendlich viele Klammer auf Klammer zu reinhauen. Wir könnten aber auch ähm rechts davon das jetzt entweder so lassen, dann können wir
  93. einfach Klammerpaare erschaffen oder wenn wir eben das erste Klammerpaar haben, können wir sagen, das hier wird zu nichts. Wird also ein leeres
  94. Klammerpaar. Wir gehen hier wieder rüber, zack und wieder hier rein und bilden daraus auch ein Klammerpaar. Ähm, hierbei fallen dann einfach die
  95. Regeln der regulären Grammatik weg und wir können einfach so viele Terminal und Nonminalsymbole zusammenklatschen, wie wir wollen.
  96. Das soll do erstmal gewesen sein. Nächstes Video hierzu wird es vermutlich nicht geben. Wir sehen uns hoffentlich trotzdem
  97. irgendwann. Bis dahin, ciao.

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