Soziale Marktwirtschaft einfach erklärt (explainity® Erklärvideo) explainity ® Erklärvideos https://www.youtube.com/watch?v=lPEJ0NcKoGE Transkript (automatisch erstellt) 0:07 In der Wirtschaft geht es um den Verkauf und Kauf von Gütern. Dafür gibt es - wie im Fußball - Spielregeln, 0:14 nur dass man die hier „Wirtschaftsordnung“ nennt. Das ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches System. 0:22 Der Staat ist hierbei der Schiedsrichter. Oft stellt sich die Frage, mit welchen Maßnahmen 0:27 und wie stark er sich in Wirtschaft und Gesellschaft einbringen soll. Ähnlich wie beim Fußball: 0:33 Wenn ein Schiedsrichter ständig eingreift, stört das den Spielfluss. 0:38 Wenn er zu wenig macht, wird das Spiel unfair. Und so ist das auch in manchen Volkswirtschaften. 0:45 In Ländern, wo alleine das zählt, was der Staat vorgibt, ist die Wirtschaftsordnung eine „Zentralverwaltungswirtschaft“ oder auch „Planwirtschaft“ 0:56 In anderen Systemen wird verkauft und gefeilscht was das Zeug hält. Es gibt zwar den Staats- Schiedsrichter, dieser überlässt den Markt 1:02 aber weitestgehend sich selbst. Das nennt sich „Freie Marktwirtschaft“. 1:08 In wieder anderen Modellen greift der Staat bewusst ins Geschehen ein. Dieses System heißt „Soziale Marktwirtschaft“ 1:15 und das schauen wir uns jetzt mal genauer an. Die Soziale Marktwirtschaft wurde nach Ende des zweiten Weltkrieges in Deutschland entwickelt. 1:24 Viele, vor allem europäische Länder, haben dieses Prinzip mittlerweile übernommen. Es geht darum, einen Ausgleich zu schaffen, 1:31 für diejenigen, denen es weniger gut geht, gleichzeitig die Wirtschaft anzukurbeln und stabile Preise zu ermöglichen. 1:39 Dabei gibt es auch viele Freiheiten. Unternehmen können zum Beispiel frei entscheiden 1:45 welche Produkte sie für welchen Preis produzieren. Und jeder einzelne entscheidet selbst, 1:51 was er oder sie arbeiten und kaufen möchte. Die Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage. 1:58 Mehr zu dem Thema erfahrt ihr in unserem Clip „Gleichgewichtspreis“. Aber: Damit das System funktioniert und fair bleibt, 2:06 übernimmt der Staat einige Aufgaben und greift, wenn nötig, aktiv ein. Dazu gehört unter anderem: 2:14 Schaffung eines rechtlichen Rahmens mit Regeln und Gesetzen Stabilisierung der Wirtschaftslage 2:21 den Wettbewerb schützen und fördern, mit der Verhinderung von Monopolbildung, 2:27 Korruption und Preisabsprachen Unterstützung schwächerer Regionen und Wirtschaftszweige, 2:33 sowie Einrichtungen der Forschung, Bildung, Technologie, Gesundheit und Kultur Sicherheitsversorgung der Bürger durch Polizei, Feuerwehr, Militär und Justiz 2:46 Ausbau der Infrastruktur wie Straßen und der Wasserversorgung und teilweise auch so was wie Internet und Energie 2:54 und vor allem: die Absicherung aller Bürger. Dazu zählt auch die Verwaltung der Sozialleistungen 3:01 und die Einziehung von Steuergeldern. Gut Verdienende müssen mehr Abgaben und Steuern zahlen. 3:07 Stichwort „gesetzliche Sozialversicherung“; dazu haben wir übrigens auch schon einmal einen Clip gemacht. 3:14 Neu ist die zusätzliche Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Dies nennt man dann Öko-Soziale Marktwirtschaft. 3:22 Aber warum macht der Staat das alles? Wenn alle abgesichert sind und viele Arbeit haben dann läuft das System; 3:30 die Kaufkraft der Bürger steigt und die Haushaltskassen füllen sich, wovon zum Schluss alle profitieren. 3:38 In der Sozialen Marktwirtschaf gibt es ähnlich wie im Fußball auch Fouls und Elfmeter, doch der Schiri sorgt zumindest für einen geordneten Spielfluss. 3:47 Und: Über seine Entscheidungen lässt sich bekanntlich streiten...