Indirekte / Repräsentative Demokratie - Merkmale, Wahlen, Repräsentation & Kritik / Nachteile Die Merkhilfe https://www.youtube.com/watch?v=kjn1hRl0UeA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 moin zusammen glücklicherweise leben wir in einem demokratischen system sehen wir uns dazu heute die indirekte beziehungsweise repräsentative 0:09 demokratie an los geht's [Musik] es gibt zwei demokratische grundformen die direkte und die in direkte 0:25 demokratie die direkte demokratie wird auch plebiszitäre demokratie genannt die indirekte hingegen auch repräsentative demokratie 0:36 plebiszit bedeutet volksabstimmung bürgerinnen und bürger stimmen direkt zu bestimmten sachverhalten ab in der indirekten demokratie werden die wähler 0:48 interessen von volksvertretern den gewählten abgeordneten repräsentiert daher auch die bezeichnung repräsentative demokratie 0:58 in diesem video liegt der fokus auf der indirekten demokratie die direkte demokratie sehen wir uns in einem weiteren video an die repräsentative 1:08 demokratie wirkt also nicht so unmittelbar wie die direkte demokratie sondern sie wirkt mittelbar über einen gewissen zeitraum und über zwischen 1:18 akteure in regelmäßigen wahlen wird den abgeordneten die volkssouveränität übertragen vor der wahl werden zwar wahlprogramme herausgegeben in denen 1:29 erklärt wird für welche politik sie stehen doch letztendlich treffen sie selbstständige entscheidungen dabei kann es vorkommen dass sich 1:38 wählerwille und das tatsächliche handeln des volksvertreters nicht decken dies hört man teilweise als kritikpunkt an der indirekten demokratie 1:47 als gegenargument könnte man anführen dass es den volkswillen sowieso nicht gibt sondern dass er sich immer wieder neu bilden muss 1:57 weiterhin müssen volksvertreter die allzu sehr von ihren wahlversprechen abweichen damit rechnen bei der nächsten wahl abgewählt zu werden daraus ergibt 2:08 sich also schon eine gewisse motivation eine klare linie zu fahren neben der wahl der volksvertreter bestehen noch weitere mitwirkungsmöglichkeiten für die 2:17 bürgerinnen und bürger er oder sie kann selbst in parteien eintreten und politik mitgestalten oder verbänden und initiativen beitreten und so einfluss 2:29 auf die gewählten vertreter nehmen du siehst also dass wahlen ein zentraler bestandteil der repräsentativen demokratie sind den wahlen können 2:39 bürgerinnen und bürger einfluss auf den staat ausüben so sind alle gesellschaftlichen schichten die an den wahlen teilnehmen in der politik 2:49 repräsentiert deshalb ist es extrem wichtig dass die wahlen allgemein unmittelbar gleich geheim und frei sind das sind die grundsätze die eingehalten 3:01 werden müssen damit man von freien und fairen wahlen sprechen kann mehr zu den war grundsätzen erfährst du in einem eigenen video von uns auch die 3:11 aufstellung der kandidaten muss fair ablaufen jeder kandidat beziehungsweise jede kandidatin muss die gleiche chance haben werbung für sich zu machen so wird 3:22 der volkswille durch die kandidaten umgesetzt dies gilt jeweils bis zur nächsten wahl und ist somit zeitlich begrenzt voraussetzung für faire wahlen 3:33 ist also dass die bürgerinnen und bürger zwischen verschiedenen vertreterinnen und vertretern mit unterschiedlichen positionen wählen können und dass 3:43 zwischen diesen vertretern chancengleichheit besteht die repräsentation dauert also immer so lange wie die 3:51 legislaturperiode als legislaturperiode wird die zeit von einer wahl bis zur nächsten in der der gewählte volksvertreter seine wählerinnen und 4:01 wähler durch seine politischen entscheidungen repräsentiert bezeichnet der wettbewerb der parteien um das beste wahlprogramm und die konkurrenz der 4:11 kandidatinnen und kandidaten untereinander sind elementar für eine repräsentative demokratie mit anderen worten wenn die wählerinnen 4:20 und wähler feststellen dass sich die wahlprogramme der parteien allzu sehr ähneln beschweren sie sich zu recht eine wahl zwischen lauter gleichen ist 4:30 schließlich keine wahl mehr damit dieser wettbewerb der parteien gelingen kann ist wiederum die eben schon angesprochene chancengleichheit 4:38 voraussetzung ok soweit du weißt jetzt wie die repräsentative demokratie in der theorie aussieht in der praxis gibt es aber auch 4:48 mischformen aus der indirekten und der direkten demokratie so zum beispiel in der schweiz dort gibt es ein gewähltes parlament wie in deutschland aber anders 4:59 als bei uns werden oft bundesweite volksabstimmungen zu strittigen themen durchgeführt viele schweizer sind zufrieden mit diesem system 5:08 auch in deutschland gibt es übrigens volksabstimmungen allerdings seltener und in ganz wenigen ausnahmen auf bundesebene 5:17 natürlich gibt es auch nachteile und kritik an der indirekten demokratie die repräsentative demokratie wird immer mit der direkten demokratie verglichen 5:27 und somit an ihr gemessen als nachteile werden immer wieder folgende genannt erstens die entscheidungen der volksvertreter decken sich nicht 5:38 zwingend mit dem wählerwillen die volksvertreter treffen diese nach eigenem ermessen denn es gibt keinen zwang sich nach der wahl auch noch an 5:47 die wahlprogramme zu halten nach der wahl ist die möglichkeit der einflussnahme auf die gewählten vertreter für die bürgerinnen und bürger 5:55 also gering zweitens als weiterer kritikpunkt ist anzuführen dass sich die entscheidungen der volksvertreter er nach bestimmten 6:04 einflussreichen interessengruppen richten als nach den bedürfnissen der breiten bevölkerung stichwort lobbyismus dabei haben große 6:13 initiativen wesentlich mehr einfluss als kleine bürgerinitiativen drittens auch können volksvertreter nach der wahl nicht einfach ausgetauscht werden wenn 6:25 die bevölkerung mit ihrer leistung unzufrieden ist der direkte einfluss beschränkt sich also weitestgehend auf die zeit vor der wahl wo sie indirekt 6:34 insbesondere über die medien einen gewissen druck ausüben kann viertens kritiker der repräsentativen demokratie führen an dass schon länger 6:44 die wahlbeteiligung zurückgeht was auf mangelndes politisches interesse schließen lässt die politikverdrossenheit begründen die 6:52 kritiker mit der fehlenden willensbildung durch die volksvertreter die bürgerinnen und bürger würden zu wenig in die politik 7:00 einbezogen sie könnten nicht daran teilhaben dadurch entstünde eine abkehr von den großparteien okay nun zu unserem fazit die 7:11 repräsentative demokratie schwächt den ausdruck des volkswillens verschafft dem politischen system dadurch aber stabilität und handlungsfähigkeit 7:20 hierbei wird die volkssouveränität durch wahlen an politische repräsentanten weitergegeben die modernen demokratien weisen daher elemente der indirekten und 7:32 der direkten demokratie auf so jetzt weißt du bescheid was unter einer indirekten beziehungsweise repräsentativen demokratie zu verstehen 7:42 ist hier auf der linken seite findest du unser nächstes video zur direkten demokratie weitere demokratie videos findest du in unserer politik playlist 7:50 abonnieren und daumen hoch freut uns sehr und bis bald