Die Sklaven im Römischen Reich MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=k_tI4GHmVdg Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Oft schauen wir mit großer Bewunderung auf die Antike, vor allem auf das Imperium Romanum, das mächtige Römische Reich. 0:07 Eine glorreiche Zeit. Dabei blenden viele aus, dass die römische Gesellschaft 0:11 eine Sklavenhaltergesellschaft ist. Sklaverei bildet die Grundlage für alles. 0:16 Deshalb erklären wir in diesem Video, wer wie zum Sklaven wird, 0:19 wie Sklaven im alten Rom leben warum manche Sklaven besser leben also so mancher römischer Bürger 0:25 und was wir daraus lernen können. Los geht's. (Hoher Glockenschlag) 0:30 Fangen wir mit der ersten Frage an. Damit ist die Entrechtung und wirtschaftliche Nutzbarmachung 0:38 von Menschen gemeint. Eine Entmenschlichung. 0:40 Sklaven gelten in der Antike nicht als Menschen, sondern als Sache. Als belebte, sprechende Werkzeuge. 0:47 Sie sind Besitz eines anderen. Und der kann sie einsetzen, wie er will. 0:51 Ein Besitzer kann mit seinem Sklaven alles tun - selbst ihn umbringen. 0:55 Die Menschen der Antike stellen nicht infrage, dass es Sklaven gibt. 0:59 Ihre Stellung als Rechtlose, die wie eine Sache behandelt werden, wird nicht kritisch gesehen 1:04 In Ägypten, Griechenland oder Rom, die antiken Kulturen sind alle Sklavenhalterkultluren. 1:10 Auch das frühe Christentum strebt keine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse an. 1:15 Christen halten Sklaven, die gar nicht selten selbst Christen sind. 1:18 Sklaverei entspricht der damals als natürlich empfundenen Ordnung. Ihr werdet feststellen, dass Sklaven im alten Rom 1:25 sehr unterschiedliche leben können. Die einen werden im Steinbruch zu Tode geschunden, 1:30 andere verwalten große Anwesen. Während die einen angekettet im Keller schlafen, 1:34 werden die anderen freigelassen oder können sich freikaufen. Was das Leben aller Sklaven unerträglich macht, 1:41 ist die ständige Möglichkeit, sehr brutal bestraft zu werden. Die Sklavin legt beim Frisieren ihrer Herrin eine Locke falsch, 1:48 und schon bekommt sie die Peitsche zu spüren. Der Koch hat das Gericht versalzen und wird verprügelt. 1:56 Im Urzustand des Menschen gibt es keine Sklaven. Wie kommt es dazu, 2:00 dass Menschen anderen Menschen so bedingungslos unterworfen werden, dass sie sozusagen zu einem Ding werden? 2:07 Wie kommt es dazu, dass einige andere unterwerfen können? Ein Ursprung ist, wenn Menschen sich Geld leihen, 2:13 es aber nicht zurückzahlen können. Sie müssen den Betrag beim Geldgeber abarbeiten. 2:18 Der Gläubiger erlangt vollständige körperliche Kontrolle über den Schuldner. 2:23 Auch staatliche Gemeinschaften wie Stadtstaaten ziehen die, die Steuern nicht bezahlen können, 2:28 zur Zwangsarbeit heran. Theoretisch ist diese Art von Sklaverei, diese Schuldknechtschaft, 2:33 zeitlich begrenzt. Allerdings legt der Gläubiger fest, wann eine Schuld abbezahlt ist. 2:39 Wer in Schuldknechtschaft gerät, ist oft lebenslang Sklave. Selbst wenn man nach Jahren wieder freikommt, 2:45 erwartet einen kein Leben in Saus und Braus, sondern wieder Armut und wohl erneute Schuldknechtschaft. 2:52 Die armen Menschen Roms, die Plebejer, erkämpfen die Abschaffung der Schuldknechtschaft. 2:57 Das war grob 300 vor Christus. Ob man immer Sklave bleibt, thematisieren wir gleich. 3:02 Es bleibt aber möglich, dass man sich selbst oder seine Kinder 3:05 in Sklaverei verkauft. Oft haben arme Leute das Problem, 3:09 dass sie ihre Kinder nicht versorgen können. Dann werden sie etwa ausgesetzt. 3:13 Das kennt ihr aus dem Märchen "Hänsel und Gretel". Die Kinder müssen weg, 3:18 weil nicht mehr genug zu essen vorhanden ist. Ausgesetzte Kinder geraten oft in die Sklaverei. 3:24 Ich sag das ganz brutal: Wer ein alleingelassenes Kind auf der Straße findet, 3:28 legt Fesseln an und verkauft es als Sklaven. Es kommt aber auch vor, 3:33 dass Eltern ihre Kinder direkt in die Sklaverei verkaufen. Meist machen sich die Eltern vor, 3:38 dass sie sie irgendwann zurück bzw. freikaufen. Aber das funktioniert fast nie. 3:43 Kinder werden für 25 Jahre in die Knechtschaft verkauft. 25 Jahre - das ist oft ein halbes Leben. 3:49 Wenn man will, findet man in dieser Zeit einen Weg, sich nicht an die Regeln zu halten. 3:54 Man verfrachtet die Menschen, sobald die Freilassung ansteht, in eine andere Gegend des Reichs. 3:59 Niemand kennt die Geschichte der Menschen dort und sie werden wieder als Sklave verkauft. 4:04 Kinder von Sklaven werden wieder Sklaven. Deshalb ist es für Sklavenbesitzer großartig, 4:09 wenn eine Frau regelmäßig Kinder bekommt, noch besser sogar, wenn sie während Schwangerschaft und Stillzeit 4:15 weiterhin arbeitet. Es gibt literarische Berichte, 4:19 wie sich Römer über Sklavinnen unterhalten. Das klingt, wie wenn Bauern über ihre besten Milchkühe reden. 4:25 Wer viele Sklaven besitzt, kann als Zulieferer für Sklavenhändler tätig werden. 4:30 Sklavenhändler kaufen auch außerhalb des römischen Herrschaftsbereichs Menschen 4:34 und verkaufen sie auf den Sklavenmärkten weiter. Oft handelt es sich nicht um eingekaufte Sklaven, 4:40 sondern um Menschen, die entführt oder geraubt wurden. Solange es sich nicht um römische Bürger handelt, 4:46 sind die Römer nicht heikel, wie jemand zum Sklaven wird. Die allermeisten Sklaven besorgen sich die Römer selbst - 4:52 bei ihren Kriegen. Im Ersten Punischen Krieg werden 100.000 Feinde versklavt. 4:57 Der Feldherr Marius kämpft gegen die Kimbern und Teutonen und macht 150.000 Gefangene zu Sklaven. 5:03 Bei Julius Caesar rechnet man mit einer Million Sklaven, die er aus Gallien nach Rom schickt. 5:08 Manchmal wird die Hälfte der Bevölkerung eines besiegten Landes in die Sklaverei geführt. 5:13 Massenversklavungen kommen in den Kriegen ständig vor. Werden die Überlebenden einer besiegten Stadt nicht getötet, 5:20 werden sie versklavt. Versklavung ist aber nicht nur wirtschaftlich von Interesse, 5:25 auch politisch lässt sich mit der Sklaverei gut arbeiten. Der Senat kann Versklavungen rückgängig machen, 5:31 um die Unterworfenen durch Milde an sich zu binden. Zur Zeit der Republik, ab 300 vor Christus, 5:36 kann man davon ausgehen, dass jährlich viele Tausende Sklaven nach Rom kommen. 5:41 Wohl weniger als 10.000, aber mehr als 5.000. Als in der Kaiserzeit die großen Kriegskampagnen nachlassen, 5:47 kommen weniger kriegsgefangene Sklaven nach Rom. Kurz gesagt: alle. 5:53 Aber in den Städten arbeiten meistens spezialisierte Sklaven. Köche, Tänzer, Musiker, Masseure, Hausmeister und so weiter. 6:00 Je kleiner ein Haushalt ist, umso mehr Arbeiten werden den einzelnen Sklaven aufgetragen. 6:05 Eine Sklavin, die in einer Familie arbeitet, die in einer schönen Wohnung im ersten Stock eines Wohnblocks lebt, 6:12 macht Feuer, putzt, kauft ein, richtet Essen, frisiert die Dame des Hauses, wäscht - 6:17 und muss wahrscheinlich dem Hausherren als Liebesdienerin dienen. Letztendlich geht es darum, 6:23 die Arbeitskraft einer einzelnen Person bestmöglich auszunutzen - zynische formuliert. 6:28 Sklavenkinder putzen Kamine, waschen Wäsche oder arbeiten in Bergwerken. 6:32 Muße, Zeit für sich oder Privatsphäre gibt es für Sklaven nicht. 6:36 Die reichen Römer, die Patrizier, besitzen für ihre Villen in den Städten Hunderte Sklaven. 6:42 Die leben in Nebengebäuden, in Ställen, in Kellern oder sie schlafen im Gang auf dem Fußboden. 6:47 Den Haushalt zu führen, ist kein Vergnügen und ist viel Arbeit. 6:51 Wissen wir alle. Aber als Sklave auf den Ländereien, das ist eine ganz andere Liga. 6:56 Die Sklaven müssen körperlich hart arbeiten. Teilweise bis zum Zusammenbruch. 7:01 Tausende arbeiten auf den Landgütern. Dort schuften sie unter schrecklichen Bedingungen. 7:06 Wegen der Zwangsarbeit kann in der Landwirtschaft günstig in Masse produziert werden. 7:10 Die Plackerei in Bergwerken ist ebenso schlimm und meist gefährlicher. 7:14 Dort schuftet man bis zum Umfallen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr merkt: Selbst unter den Sklaven gibt es eine Teilung der Gesellschaft 7:22 in die ganz niedrigen und die, denen es ein bisschen besser geht. Einige Gewerbetreibende und Handwerker 7:29 setzen Sklaven ein als extrem billige Arbeitskraft. Natürlich gibt es auch Zwangsprostitution. 7:34 Aber Sklaven übernehmen auch verantwortungsvolle Aufgaben und Arbeiten, die Bildung, Ausbildung und Begabung voraussetzt. 7:42 Privatsekretär, Musiker oder Künstler, Lehrer, Ärzte. 7:46 Sklaven haben manchmal auch die Chance, zu Superstars aufzusteigen. 7:50 Als Gladiatoren. Der bekannteste ist sicher Spartacus. 7:54 Gladiatoren sind hoch- professionalisierte Kampfsportler, wenn man das als Sport bezeichnen will. 8:00 Solche Luxussklaven, von denen man besonders gute Leistungen fordert, werden manchmal bezahlt und können sich ein Vermögen zusammensparen. 8:08 Städtische Sklaven betreiben die Thermen, halten die Wasserversorgung instand, bauen Straßen, 8:13 organisieren die Logistik an Häfen, wachen als Feuerwehrleute, verteilen die Almosen an die Armen. 8:19 Sklaven spielen auch in der staatlichen Verwaltung eine große Rolle, vor allem in der Kaiserzeit. 8:25 Von 27 vor Christus bis etwa 280 nach Christus. In den verschiedenen Abteilungen und Büros 8:30 arbeiten Hunderte Sklaven. Meistens gebildete griechische Bürger. 8:34 Sie beantworten Briefe in Latein und Griechisch. Sie prüfen Bittschreiben. 8:38 Sie bereiten Gerichtsurteile des Kaisers vor. Sie führen die Bücher des Reiches. 8:43 Sie koordinieren die Bauvorhaben des Herrschers. Letztlich ist diese Verwaltung so organisiert, 8:48 wie die Verwaltung eines Landgutes. Wo der Verwalter eines Landgutes, ein Sklave oder ein Freigelassener, 8:55 Macht über die Sklaven und Freigelassenen des Landgutes besitzt, verfügt der Chef der Bauverwaltungsabteilung 9:01 als Sklave oder Freigelassener über viel weitreichendere Macht. Er ist ein echter Entscheider. 9:07 Diese Macht lassen sie unter anderem die Senatoren spüren. Deshalb sorgen die adeligen Familien Roms dafür, 9:13 dass solche hohen Posten später nur noch mit Leuten aus dem Ritterstand, also Adeligen besetzt werden. 9:19 Die römische Zivilisation, auf jeden Fall die Existenz des römischen Weltreiches, 9:24 ist ohne die systematische Entrechtung und Ausbeutung von Menschen nicht möglich. 9:29 Das muss man im Hinterkopf haben. Damit sind wir bei Punkt vier. 9:36 Sklaven, die in einem gewissen intimen, auf jedem Fall in einem Verhältnis zu Herrin und Herr stehen, 9:42 in dem sie sich vertrauen, können damit rechnen, die Möglichkeit zu erhalten, sich freizukaufen 9:47 oder freigelassen zu werden. Wie funktioniert das mit dem Freikaufen? 9:51 Wie schaffen sich Sklaven ein eigenes Vermögen auf die Seite? Die Römer möchten, dass ihre Sklaven möglichst gut arbeiten. 9:58 Einige bezahlen die Sklaven daher. Für jeden Tag, den ein Sklave gute Leistung bringt, 10:03 wirft der Herr eine Münze in das Sparschwein. Ist das Sparschwein voll, 10:07 wird der Sklave mit diesem Betrag freigekauft. Er erarbeitet sich die Freiheit. 10:12 Hört sich komisch an, ist aber auch ein ganz gutes Vorgehen, um Sklaven einerseits zu motivieren und andererseits zu disziplinieren. 10:20 Wenn man als Sklave nicht so will, wie sein Herr, gibt es kein Geld und die Freiheit rückt in weite Ferne. 10:26 Außerdem dauert es einige Zeit, bis sich ein Sklave freiarbeitet. Der Besitzer spart in dieser Zeit das Geld für einen jungen Sklaven an, 10:34 und entlässt den alten Sklaven in die Freiheit, womit der ihm nicht mehr auf der Tasche liegt. 10:40 Oder mal so betrachtet. Einen Sklaven, der Koch ist, freizulassen, 10:44 das bedeutet, dass der Koch seinen Lebensunterhalt als Koch bei seinem alten Herrn weiter verdienen kann. 10:50 Er bekommt ein Gehalt. Aber der Herr hat andere Kosten nicht mehr, etwa für Verpflegung. 10:55 Das ist eine Form von, man könnte sagen Outsourcing bzw. Scheinselbstständigkeit. 11:00 Ihr merkt, es geht nicht um Humanität, sondern um knallharte wirtschaftliche Interessen, zumindest in der Regel. 11:07 Auch freie Menschen sind durch wirtschaftliche Zwänge oft eingeschränkt. 11:11 Freie Frauen binden sich mit einem Arbeitsvertrag an einen Arbeitgeber. Es gibt zwei Unterschiede solcher Frauen zu Sklavinnen. 11:18 Die Frauen sind frei und können nicht umgebracht werden, und sie müssen sich ihren Lebensunterhalt selbst organisieren. 11:25 Die Sklavinnen bekommen Essen und Schlafplatz von ihrem Besitzer. Das trifft sehr viele junge Frauen. 11:31 Der Status als Sklave lässt keinen Rückschluss zu über das tatsächliche Leben. 11:35 Ein Sklave, der ein großes Gut verwaltet, hat es sicher besser als ein armer Römer, 11:41 der in der Hauptstadt kein Dach über dem Kopf hat. Der arme Römer ist allerdings frei. 11:46 Wer von einem römischen Bürger freigelassen wird, Sklaven müssen da mindestens 30 Jahre alt sein, 11:52 der erhält selbst das Bürgerrecht. Diese Menschen müssen aber 11:55 verschiedenen Einschränkungen hinnehmen, was ihre Rechte angeht. 11:59 Erst ihre Enkel besitzen wirklich die vollen Rechte von Bürgern. Kinder von Sklaven bleiben Sklaven. 12:05 Freigelassene können aber ihre Kinder freikaufen. Es gibt Sklaven, die erben von ihren Besitzern - 12:10 und werden so reich. Freigelassene Sklaven können 12:14 als selbstständige Dienstleister auftreten. Ärzte und Lehrer etwa. 12:18 Die meisten arbeiten weiterhin für ihren alten Herren. Wegen dieses engen Verhältnisses, 12:24 das die Freigelassenen an den Herren bindet, beschäftigen die Kaiser oft Freigelassene in hohen Positionen. 12:33 Die Sklavenhalter verhalten sich zwiespältig gegenüber ihren Sklaven. Einerseits verachten sie die Frauen und Männer, 12:40 vor allem die, die schwere körperliche Arbeit leisten. Andererseits achten sie darauf, dass dieses Kapital erhalten bleibt. 12:47 Und sie wissen um ihre eigene Abhängigkeit von ihren Sklaven. Manchmal wird ihnen bewusst, wie viele es von diesen Sklaven gibt. 12:54 Rund 20 Prozent der Bevölkerung im Römischen Reich in Rom auf dem Gebiet des heutigen Italiens 13:00 sind damals Sklavinnen und Sklaven. Sehr, sehr viele also. 13:04 Bei so vielen Sklaven fragt ihr euch sicher: Haben sich die Sklaven nie zusammen gewehrt? 13:09 Zunächst gibt es ein Gesetz, das regelt, wenn ein Sklave seinen Herrn tötet, 13:14 alle Sklaven dieses Hausstandes mit dem Tod bestraft werden. Das soll abschrecken und die Sklaven ermuntern, 13:20 mögliche Verschwörungen anderer sofort zu melden. Es gibt einen Fall um das Jahr 60 nach Christus herum, 13:26 dass wegen der Ermordung eines Senators durch einen Sklaven 400 Frauen und Männer hingerichtet werden sollen. 13:32 Dagegen erhebt sich Protest - sogar von anderen Senatoren. Doch Kaiser Nero setzt Soldaten ein, 13:38 um das abschreckende Urteil zu vollziehen. In der Tat gibt es immer wieder Erhebungen. 13:43 Meistens im kleinen Maßstab und vor allem in den griechischen Städten Kleinasiens. 13:48 Große Sklavenaufstände finde Ende des 2. vorchristlichen Jahrhundert in Süditalien und Sizilien statt. 13:55 Sklaven, die den Aufstand wagen, sind Kriegsgefangene. Früher freie Menschen, 13:59 die von den römischen Siegern auf die Felder gezwungen werden. Es dauert lange, bis die Römer diesen Aufstand niederschlagen. 14:06 Sobald sie aber gesiegt haben, bestrafen sie die aufständischen Sklaven. 14:10 Zigtausende werden gekreuzigt. Am bekanntesten ist der Sklavenaufstand unter Spartacus 14:17 ab dem Jahr 73 vor Christus. Er und andere Mitsklaven 14:20 brechen aus einer Gladiatorenschule im südlichen Italien aus. Den Geflohenen gelingt es, 14:25 eine Abteilung römischer Soldaten zu besiegen Schon bald schließen sich immer mehr Sklaven 14:31 aber auch freie arme Bürger Spartacus an. Ein wahres Sklavenheer von mehr als 100.000 Mann 14:36 überfällt und plündert ganze Städte. Sogar gegen ein richtiges römisches Heer bestehen die Aufständischen. 14:43 Erst nach fast drei Jahren siegen die Römer über die Aufständischen. 6.000 werden gekreuzigt. 14:48 Wie kann man die römische Sklavenhaltergesellschaft bewerten? Was kann man dazu sagen unterm Strich? 14:55 Ich finde es wichtig, dass wir uns nicht nur an der spannenden Geschichte Roms freuen 15:00 und an den Errungenschaften der antiken Zivilisation, an den tollen Gebäuden, die gebaut wurden, 15:05 wir müssen uns auch daran erinnern, dass sehr viele Sklaven dafür Leib, Gesundheit und Leben gegeben haben. 15:12 Es ist nicht sinnvoll, das zu verurteilen. Die Menschen damals bauten ihre Gesellschaft auf andere Werte auf 15:18 als wir. Aber wir müssen darauf achten, 15:21 selbst andere Menschen nicht auszubeuten und zu versklaven. Es ist noch nicht sehr lange her, 15:26 da haben Deutsche Millionen Menschen zur Zwangsarbeit gezwungen und sie versklavt. 15:31 Und heute? Heute kaufen wir billige Waren, 15:34 die manchmal von Menschen produziert werden. deren Leben sich nicht sehr von dem römischer Sklaven unterscheidet. 15:41 Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man bestimmte Produkte kauft. Interessiert euch das Thema moderne Sklaverei, 15:47 schaut unten in die Infobox, da haben wir was verlinkt 15:51 vom Ministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung, das sich damit auseinandersetzt. 15:55 Hier findet ihr ein Video, wie Rom eine Supermacht werden konnte. 15:59 Direkt darunter geht es um den Alltag im alten Rom. In 'nem Terra X-Video könnt ihr erfahren, 16:05 wie die Menschen damals in Rom leben, wie's in den großen Mietshäusern zugeht, 16:09 wie die Toiletten gestunken haben oder auch nicht und was es mit den Aquädukten auf sich hat. 16:15 Schaut mal rein. Danke für Zuschauen, bis zum nächsten Mal.