Dr. Michael Otto: Nachhaltigkeit und Risiko aus Sicht der Wirtschaft zeitwissen https://www.youtube.com/watch?v=j3E7m9sCoYg Transkript (automatisch erstellt) 0:10 vielen dank die wir frau schneider für diese freundliche begrüßung meine sehr geehrten damen und herren ja wir haben es gerade gehört das problem ist dass 0:21 risiken die ein ich unmittelbar berühren nicht wählbar betreffen nicht eine persönliche direkte belastung sind das solche risiken wieder unterschätzt 0:33 werden nicht wahrgenommen werden oder verdrängt werden ich möchte hier zu drei beispiele bringen einmal das thema klimawandel ist heute schon mehrfach 0:45 angesprochen worden und ich glaube hier muss man ihm wirklich feststellen dass alle anzunehmenden klimaforschung forscher nun wirklich ein tätig viele 0:54 meinung und auffassung gekommen sind dass der klimawandel den wir heute haben durch den co2 anstieg bedingt ist und der wiederum ist antwort geht also von 1:04 mensch gemacht alle anderen faktoren die in den jahrmillionen jahren der erdgeschichte eine rolle spielten für klimaveränderungen spielen den 1:12 augenblick keine rolle sondern dass in den augenblick die faktoren das ist allgemeingut trotzdem von der wirtschaft von der politik und von den 1:22 bürgern insgesamt werden nur halbherzig maßnahmen aufgegriffen es wird erst dann gehandelt wenn man ihn 1:32 wirklich unmittelbar betroffen ist sei es dass wir eine hochwasserkatastrophe bei der über haben dass wir uns in usa haben oder wie der präsident der 1:44 malediven jetzt einige kleinere insel evakuiert hat nicht weil der meeresspiegel schon so hoch ist dass überschwemmt sind sondern weil aber so 1:53 hoch ist das grundwasser versalzen ist und das heißt zu teuer ist frisch was er dorthin zu liefern also werden die insel lockt wird also 2:02 erst umgehbar werden etwas passiert aber eben viel zu wenig vorbeugend zweites beispiel die cyberkriminalität ich meine wir haben ja nun wirklich seit 2:14 geraumer zeit von der nsa affäre gehört und lesen immer wieder drüber erleben immer wieder hacker angriffe auch darüber wird geschrieben als 2:25 unternehmen ist das eine tägliche erfahrung die wir machen dennoch ist das ganz beachtlich wie millionen von menschen freiwillig 2:35 persönliche intime informationen fotos gespräche ins internet stellen wo sie wissen was mit den daten alles gemacht werden kann 2:46 aber facebook twitter youtube ist ja ein gefühl davon und andere soziale netze also auch hier durchaus kein wir folgen der grundprobleme und grund gefahren die 3:01 einfach eigentlich bekannt sind drittens als bei spielen die produktion die teilweise in drittländern bei entwicklungsländern in schwellenländern 3:16 durchgeführt wird die mit umwelt und sozialkritische methoden dort durchgeführt werden auch das ist bekannt auch hier gibt es genügend artikel 3:26 beispiele in der presse wenn ein t shirt für zwei euro angeboten wird oder eine jeans für sechs euro dann weiß man eigentlich dass diese produkte nicht 3:37 nachhaltig produziert werden konnten trotzdem die menschen laufen mit vollen tüten aussehen des kölner geschäften heraus und angesprochen auf die 3:48 problematik der produktion wollen sie eigentlich gar nicht zu wissen und verdrängt eigentlich eher sondern es ist auch nicht so toll wie preiswert man so 3:57 viel kaufen kann und das ist eine ordentlich das hauptthema und die burg problematik wird nicht wahrgenommen sondern verdrängt dabei meine damen und 4:08 herren haben wir es ja nun in der tat wird wirklich drängenden problemen globaler art zu tun probleme die auch entsprechend hohe 4:18 risiken in sich bergen neben den klimawandel haben wir vor allen dingen ressourcen engpässe in vielen bereichen ist beginnt bei den 4:28 landwirtschaftlichen böden und damit bei der hausmittel produktion es gilt für trinkwasser es gilt für rohstoffe 4:38 fossile rohstoffe und brennstoffe es gilt für das auseinanderdriften von arm und reich es gilt zum thema armutsbekämpfung wolle 4:50 man darf ihre weise sagen muss dort ist viel passiert wir haben heute absolut deutlich weniger hunger bedrohte menschen 4:59 obwohl die weltbevölkerung angestiegen ist aber wir haben immer noch gut eine milliarde menschen die froh sind also es geht schief langsam die entwicklung oder 5:10 auch der rückgang der biodiversität das artensterben setzt ungehindert fort das artensterben ist heute etwa 100 bis 1000 fach so hoch wie ein natürliches 5:20 artensterben ist also von der seite haben wir wirklich risiken in einem beachtlichen umfang und ich meine wir müssen diese risiken ernst nehmen denn 5:33 eine verschärfung der globalen probleme bringt unkalkulierbare risiken und damit langfristig große gefahren für die menschen für die wirtschaft und die 5:44 gesellschaft mit sich leider führt und das sagt herr professor welter immer wieder führt erkenntnis in der regel leider nicht zu behandeln 5:55 das ist eine bittere erfahrung die man machen muss wie also können wir etwas bewegen und hier bin ich der meinung dass es 6:05 notwendig ist dass wir viele einzelne beispielhafte initiatoren haben ihn wird in der wirtschaft in der politik in der gesellschaft die einfach mal anfangen 6:20 die etwas initiieren um vom handeln zum handeln zu kommen um andere zum handeln anzuregen zum nachahmen anzuregen ich möchte mich in meiner kurze 6:32 aufführung hier nur auf die wirtschaft konzentrieren denn die wirtschaft ist natürlich ein wichtiger teil unserer heutigen probleme aber auch ein 6:42 wichtiger teil der lösung unserer probleme wenn in der wirtschaft nicht oder falsch gehandelt wird dann wird sie nicht nur einen 6:53 reputationsschaden erleiden sondern sie gefährdet letzte ist auch ihre eigenen geschäftsgrundlage ich bin überzeugt das unternehmen langfristig nur dann 7:03 erfolgreich sind wenn sie nachhaltig wirtschaften das heißt wenn sie ökonomie ökologie und soziale verantwortung gleichermaßen berücksichtigen 7:13 ich möchte drei eigene initiativen als beispiele mal ansprechen was daran vielleicht beispielhaft klar zu machen erste thema falls es heute ja ein 7:30 kernthema auch ist klimaschutz natürlich als unternehmen müssen wir bei uns selbst anfangen denn bevor man anderen gute ratschläge erteilt muss man selbst 7:40 natürlich erstmal bei sich vor der haustür kehren hier haben wir bei uns ganz klare zielsetzungen nämlich 50 prozent 7:47 reduktion unseres co2 ausstoßes bis 2020 vom basisjahr 2006 gerechnet nun in einem handelsunternehmen natürlich die standortbezogenen die auswirkungen nicht 7:59 sehr groß für uns entscheiden die verkehre das heißt die importe und die zustellung zu den kunden 8:08 importe hier war es und ist es für uns wichtig dass wir unsere ganze dispositions kette einkaufsketten so vor verlagern dass wir im grunde unsere ware 8:21 gerade wenn ich mal fernost nehme dann aufschluss fracht verladen können und keine luftfracht einsetzen müssen bei der zustellung und hier hört er der 8:33 hermes paket fischer dienst ja zu unserer gruppe da ist es vor allem wichtig dass wir einmal fahrer schulungen durchführen 8:41 dass wir dann natürlich die zustellung wege optimieren täglich neue optimieren und vor allen dingen auf alternative antriebe auch 8:54 eingehen das heißt hier haben wir viele fahrzeuge mit elektromotoren gasmotoren oder brennstoffzellen also von der seite der weg um die eine 9:05 reduzierung zu bekommen darüber hinaus habe ich aber im jahr 2006 mit zehn anderen unternehmens gehören eine stiftung mit dem namen 9:17 stiftung zwei grad deutsche unternehmer für klimaschutz begründet hier geht es darum dass wir die bundesregierung unterstützen bei 9:28 maßnahmen zum thema klimaschutz vor allem dass wir hier auf drang und ein fordern höhere und ihr ganz dem ziel sie zu setzen 9:37 das machen wir nicht nur in deutschland sondern wir haben hier ähnliche unternehmer initiativen in anderen ländern wo zusammenschließen um dann 9:47 auch bei den diversen klimagipfeln entsprechende forderungen zu stellen und druck ausüben um auch zu zeigen dass die wirtschaft nicht nur blockiert und immer 9:57 ablehnt so dass es wirtschaft einfordert und vor allem auch wege dazu auf zeigt wege dazu aufzeigt wie man durchaus ehrgeizige ziele auch umsetzen kann und 10:06 erreichen kann zweites beispiel 1996 haben wir bei uns sozial standards für alle unsere lieferanten eingeführt hier vor allem 10:20 natürlich in südostasien die lieferanten und zwar sozial stand es dahingehend dass sie beinhalten keine kinderarbeit dann bezahlte überstunden dann 10:33 ausreichend freizeit schwangerschaft urlaub keine benachteiligung aufgrund religiöser oder ethnischer herkunft und und wichtig aber für uns war immer dass 10:44 wir gesagt haben wir erwarten kann ich erwarten dass ihr unternehmen sofort diese standards erfüllen können sondern wir haben mit workshops begonnen 10:53 um überhaupt die unternehmens hat warum es wichtig ist warum wir es wichtig finden und wir haben dann auch gezeigt wie man dahin kommen kann 11:03 und haben dann die unternehmen auditiert haben sie aber unterstützt wird dieses ziel zu erreichen nur wenn unternehmen nach dem zweiten schritt dann die 11:14 standards nicht erfüllen konnten habe sie gesperrt als von der seite ein entwicklungsprozess wir haben aber 11:21 festgestellt solche standards können wir bei unseren stammlieferanten wo wir hohe anteile ihrer produktionen kaufen durchsetzen 11:28 aber lieferanten wo wir unbedeutend sind das ist natürlich auch ziemlich aussichtslos also war es für uns wichtig dass wir hier initiative entwickeln wo 11:39 wir gemeinsam aus der wirtschaft diese standards einsetzen das haben wir ende der 90er jahre dann zusammen mit der auslands vereinigung des deutschen 11:46 einzelhandels gemacht werden angeschlossene unternehmen begonnen importiere unternehmen oder auch markenproduzenten und haben dann den so 11:57 genannten bsi standard entwickelt der heute in europa von über 1.500 unternehmen eingesetzt wird und damit hat natürlich durchsetzt damit kann man 12:06 etwas erreichen weil dann die produzierende unternehmen wissen wenn wir nach europa exportieren wollen kommen wir da ran die vorbei das heißt 12:14 wir müssen uns daran halten letztes beispiel vor zehn jahren habe ich eine initiative gründete heißt cotton made in africa warum wir das hier 12:28 cotton made in africa hat als voraussetzung gehabt dass wir in afrika 40 millionen baumwollbauern haben die letzten endes von ihrem baumwollanbau 12:44 kaum mit informieren überleben können dann in die großstädte gehen das heißt die landflucht gehen in die großen megacities und dort natürlich direkt in 12:56 die großen slums und da war die überlegung auf der einen seite wie können wir erreichen dass die baumwollbauern auf dem land bleiben 13:05 weiter and baumwolle anbauen die wiederum für die textil- und bekleidungsindustrie die wichtigste faser ist 13:14 also auch von der seite das überhaupt ausreichend baumwolle auch in zukunft gebaut wird aber vor allem auch um diese menschen dann auf ihrer scholle zu 13:23 halten wir haben hier zusammen mit experten anbautechniken entwickelt und die baumwollbauern geschult in besseren 13:34 anbautechniken ein hier gehen aber mit umwelt- und sozialstandards umweltstandards dahin gehen dass sie weniger chemikalien einsetzten und mehr 13:47 mit natur düngung kompostierung fruchtwechsel arbeiten um die böden dauerhaft fruchtbar zu erhalten und nicht wie es häufig geschieht das da 12 13:58 15 jahren die böden versalzen sind und man dann wieder in die tropische wälder eingreifen muss um neue bühne zu bekommen also einmal umweltstandards 14:06 dann aber durch die besseren anbautechniken auch höhere ernteerträge zu erzeugen und damit höhere einkommen und damit keine kinderarbeit mehr auf 14:16 den feldern denn mit den höheren einkommen können die baumwollbauern sich dann auch leisten und schulkleidung schulbücher 14:23 für die kinder zu kaufen die kinder zur schule zu schicken also schulbesuch auch ein wichtiges kriterium in der community die wir dann 14:31 entsprechend schulen muss und das sind daher die entsprechende prüfung die wir auch durchführen muss der anteil der kinder die zur schule gehen permanent 14:40 steigen auch die schule abschließen kann man einsteigen das sind die sozialkriterien und wir haben festgestellt dass diese form der 14:52 hilfe zur selbsthilfe funktioniert wir haben das als public partnership entwickelt das heißt hier hat es mit zusammenarbeit auch mittel mit 15:04 reingesteckt und nachdem das in den ersten ländern funktioniert hat kam andere stiftungen hinzu so die bill melinda gates stiftung die dann auch das 15:13 mit unterstützt hat so dass dies weiter ausbauen konnten die produktion nachhaltiger baumwolle war das eine und zertifizierung dann 15:21 aber nun muss die bahn wollen natürlich auch gekauft werden eingesetzt werden und hier haben dann ein frage allianz von einzelhändlern mark 15:29 prozent geschafft wie diese baumwolle dann in ihren produkten auch einsetzt und in ihrem pferd fertigprodukten dann auch vorhanden hat dabei verlangen wir 15:41 dann pro t shirt wenige cents als lizenzgebühren dies jetzt wiederum ein um weitere schulungen durchzuführen und vor allem für sozialprojekte in den 15:54 betroffenen ländern also schulbau erwachsenenbildung will meinen parlament und so weiter das ganze hat sich erfreulicherweise gut entwickelt wir 16:04 sind heute in acht afrikanischen ländern und haben 740.000 bauen in dem programm und sind im augenblick was die chance das ganze 16:13 auch noch weiter auszubauen auch in weitere länder einzugehen was ich in diesen beispielen aufzeigen wollte ist man kann in der wirtschaft durchaus 16:22 etwas bewegen und das schöne was immer wieder festgestellt habe ist wenn man erstmal initiativ wird man trifft immer andere partner die durchaus bereit sind 16:33 wir zu machen man hat manchmal eine diva sie geradezu darauf dass irgendeine mal anfängt und daneben sind sie bereit auch mit zu 16:42 ziehen mit sich einzusetzen und zwar sehr sehr engagiert sich einzusetzen und das finde ich als erfreulich das heißt hier vom handeln zum handeln 16:52 zum mitmachen bewegen wir bekommen darüber hinaus das muss man auch ganz klar sehen zunehmend druck von seiten der konsumenten 17:02 wir machen wir uns alle zwei jahre das macht er seit acht jahren eine untersuchung zum ethischen konsum und der vorjahre feststellen dass die 17:12 information und auch das bewusstsein der konsumenten permanent gestiegen ist heute durchaus eine große ansprüche da sind dass sie sagen ja wir finden es 17:24 wichtig dass produkte nachhaltig produziert sind dafür machen wir die einzelhändler die markt wurden für verantwortlich womit sie auch recht 17:32 haben denn nur die können ja auch einfluss ausüben allerdings muss man einschränkend sagen wenn die nagelprobe 17:40 kommt ob man ein preiswertes produkt kauft oder ein etwas teureres fass nachhaltig produziertes dann entscheiden die allermeisten leider doch immer noch 17:51 für das preiswertere produkt dennoch das positiv wiederum daran ist das was heute noch nischen bereich ist ist zumindest im wachsen also ist im bereich der wahl 18:04 bei 6 prozent ist jetzt bei 8 9% im textilbereich die biokost ist schon schon höher aber er steigt und das ist letzten endes 18:13 sondern das positive daran die entwicklung geht in die richtige richtung und das was ich auch früher in workshops immer den lieferanten gesagt 18:23 habe die immer gefragt haben ja wieso warum wollen sie das umformen müssen wir uns umstellen nachhaltig produzieren dann habe ich mir gesagt das ist eine 18:31 investition in die zukunft wenn sie heute dort investieren dann können sie ein wird mir vorwärts vorteil für ihren mitbewerbern haben 18:42 aber in zukunft werden produkte die nicht nachhaltig produziert sind sich über die verkaufen lassen also von der seite ist die entwicklung diese richtung 18:52 und das ist was die lieferanten dann auch immer akzeptiert haben jemand hat er das vielleicht kurz als anstieg von meiner seite vielen dank