Der Genetische Code | STARK erklärt STARK Verlag https://www.youtube.com/watch?v=i9AoX0g_5Pw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Als Code bezeichnet man ein System von Zeichen, mit denen eine Information verschlüsselt, gespeichert und 0:05 übertragen werden kann. In unserem Alltag sind wir überall von Codes umgeben. Ja, sogar der Text in deinem 0:12 Biobuch ist nichts anderes als ein Code, in dem die Wörter in Form von Buchstaben verschlüsselt sind. Der wichtigste Code 0:18 in unserem Leben ist wohl der genetische Code, auch wenn uns das im Normalfall nicht bewusst ist. 0:26 [Musik] Im genetischen Code ist die gesamte Erbinformation eines Lebewesens 0:38 gespeichert. Die Gene als Informationseinheiten der DNA enthalten dabei die Anleitung für 0:44 die Synthese von Proteinen. Die Abfolge der vier Basen Adenin, Tymin bzw. Urazil in der mRNA, Guanin und Zytosin 0:54 innerhalb eines Gens, also die Basensequenz, verschlüsselt die Aminosäuresequenz der Proteine. 1:01 Der Informationsfluss läuft allerdings nicht direkt von der DNA zum Protein, sondern über den Zwischenschritt der 1:07 mRNA und der TRNAs. Wie bei jedem Code gibt es auch hier einen Schlüssel und wenn man diesen 1:13 Schlüssel kennt, ist der Code leicht zu knacken. In diesem Fall ist das die Code Sononne. Mit diesem praktischen Werkzeug 1:20 kann man ablesen, welche mRNA Codons welche Aminosäuren codieren. Sehen wir uns jetzt mal die wichtigsten 1:29 Eigenschaften des Codes anhand der Codesonne an. Immer drei Basen codieren für eine 1:34 Aminosäure. Es handelt sich also um einen Tripletcode. Ein Basentriplet wird auch Kodon 1:40 genannt. Da vier verschiedene Basen gibt, ergeben sich 4 hoch 3, also 64 verschiedene Kodons. 1:48 Insgesamt müssen 20 verschiedene Aminosäuren codiert werden, aus denen ein Protein bestehen kann. 1:54 Der genetische Code ist degeneriert. Das bedeutet, dass oft mehrere Kodons für eine Aminosäure existieren. 2:01 Die Aminosäure Agenin beispielsweise kann auf sechs verschiedene Arten in der mRNA codiert sein. 2:08 Zudem gibt es neben dem Startkodon mit der Aminosäure Methonin auch noch drei Stoppcodons, damit klar ist, wo der 2:15 Anfang und das Ende des Übersetzungsbereichs eines Gens sind. Der Code ist zudem eindeutig. Das heißt, 2:22 dass ein Basentriplet immer für eine bestimmte Aminosäure steht. Außerdem ist er Komma und 2:29 überlappungsfrei. Die Basentriplets werden durchgehend abgelesen. Es gibt keine Trendzeichen 2:35 und auch keine Überlappungen zwischen den Codons. Als letzte Eigenschaft ist er auch noch 2:41 universell. Fast alle Organismen nutzen den gleichen genetischen Code. Das heißt, gleiche Triplets codieren bei 2:47 ihnen für die gleichen Aminosäuren. Das spricht dafür, dass alle Lebewesen einen gemeinsamen Vorfahren hatten, von dem 2:54 sie den Code geerbt haben. Jetzt noch mal zurück zur Code Sononne. Die ist nämlich echt sehr hilfreich. 3:01 Z.B. wenn du in einer Prüfung rausfinden sollst, welche Aminosäuresequenz sich aus einem bestimmten Erbgutabschnitt 3:07 ergibt. Z.B. könnte der nicht kodogene DNA-STrang mit der Basensequenz GCT 3:15 AAT GCC der Ausgangspunkt der Aufgabe sein. Der kodogene Strang hätte dann die 3:22 Sequenz CGA TTA CG. 3:29 Von der DNA kannst du die mRNA Sequenz ableiten. Denk dabei daran, dass die Basmin durch Urazil ersetzt wird. 3:37 Jetzt kommt die Code Sonne ins Spiel. Sie wird von innen, also von 5 nach außen, also nach drei Strich gelesen. 3:45 Geht man von unserer MRRNA Sequenz aus, dann lässt sich ganz leicht die Aminosäuresequenz 3:51 Alanin, Asparagin, Alanin ableiten. Fassen wir das Wichtigste noch einmal zusammen. 4:00 Der genetische Code umfasst die Erbinformation in Form von Genen. Über die Zwischenschritte mRNA und tna 4:09 wird die in der Basensequenz der DNA verschlüsselte Information in die Aminosäuresequenz der Proteine 4:14 umgesetzt. Der genetische Code ist ein Tripletcode, degeneriert, eindeutig, komma und 4:22 überlappungsfrei und zusätzlich auch noch universell. Mit Hilfe der Codsonne kann man eine 4:28 MRRNA Sequenz leicht in eine Aminosäuresequenz übersetzen und umgekehrt.