der Utilitarismus (Religion Lernvideo) Lernvideos und Vorträge https://www.youtube.com/watch?v=hOynIvi_m3k Transkript (automatisch erstellt) 0:00 willkommen zu unserem Lernvideo zum Thema Utilitarismus der Utilitarismus ist eine sogenannte folgenethik in der die Frage nach dem 0:12 Nutzen dem persönlichen Nutzen eine besonders große Rolle spielt als Begründer des Utilitarismus gilt Jeremy Banton der lebte von 1748 0:26 bis 1832 er gilt unter anderem auch als Verfechter der Gleichberechtigung der Rechte der Tiere und setz es sich auch 0:39 für die Homosexualität im positiven Sinne ein Jeremy banthner versuchte die gesamte Ethik auf zwei wesentliche 0:52 menschlichche Grundmotive zu reduzieren zum einen das Vermeiden des Schmerzes pain und das Streben nach Lust plashure das leidprinzip für ih ist in 1:08 diesem Falle dann das größte Glück der größten Zahl zu erreichen the greatest happiness principle das ist die Grundlage des 1:18 gesamten Utilitarismus der klassische Utilitarismus hat zunächst mal die Rationalität als Grundlage des Thema 1:28 Glück und Leid wie von eben schon erwähnt und auch die Messbarkeit von beiden Elementen von Glück oder von Leid spielt hier eine besonders große Rolle 1:39 man unterscheidet vier Prinzipien zunächst einmal das hedonistische Prinzip das utilitätsprinzip das 1:47 konsequenzprinzip und das universalitätsprinzip die werde ich jetzt im einzelnen noch erklären fangen wir an mit dem 1:55 hedonistischen Prinzip der Klee der Glücksklee verweist schon mal auf den Inhalt es geht darum das maximale Glück zu erreichen bei minimaler 2:07 Frustration das Prinzip ist bereits in der antiken Philosophie verbreitet gewesen Epikur gilt hier als Begründer des 2:17 Hedonismus es gibt zwei Varianten um das optimale Glück eben festzustellen zum einmal der größte erreichbare Durchschnitt wäre die eine Variante oder 2:29 eben das maximale Glück insgesamt also absolut betrachtet das Problem ist es ist natürlich recht subjektiv wie man das 2:38 die Begriffe Glück oder Wohlergehen definiert das ist bei jedem Menschen ein wenig anders und damit wird natürlich die Messbarkeit und damit auch die 2:47 Wissenschaftlichkeit in diesem Bereich in Frage gestellt das Ziel ist es einen Weg zu finden bei dem das Wohlergehen bzw die 2:56 Lust eben überwiegt das hedonis Prinzip das universalistische Prinzip hier hilft ein kleines Zitat aus Star Trek ein Zitat von MR Spock trauen sie 3:12 nicht um mich es war eine logische Entscheidung das Wohl von vielen es wiegt schwerer als das Wohl von wenigen oder eines einzelnen ich war es und ich 3:21 werde es immer sein ihr Freund leben sie lange und in Frieden dieses Zitat sagt er als er sich selbst opfert und ist ein typisches Beispiel eben für ein 3:32 universalistisches Prinzip das Ziel einer jeden sinnvollen Entscheidung ist es eine möglichst hohe Anzahl zu erreichen die von dem Glück 3:44 profitieren es ist also ein altruistisches Prinzip und kein egoistisches Prinzip das heißt es geht nicht darum dass ich möglichst großen 3:53 Erfolg habe möglichst große Vorteile davon habe sondern die Gemeinschaft steht im Vordergrund das kollektivwohl steht über das individualwohl daher auch 4:02 dieses Zitat von Spock das Problem ist natürlich die Frage wie geht man mit Minderheiten um die sind natürlich in der Regel in 4:13 diesen Fällen ausgeschlossen und die nächste Frage ist natürlich beschränke ich das ganze nur auf eine Spezies auf den Menschen oder erweitere ich das auf 4:22 weitere Spezies wie ist z.B Peter Singer tut in der Tierethik der als utilitarist genau diesen Schritt eben geht und sagt wir dürfen uns eben nicht nur auf die 4:33 Spezies Mensch beschränken das Ziel ist es also des universalistischen Prinzips möglichst viele sollen davon profitieren sollen 4:43 einen Nutzen haben als näches ist das konsequenzprinzip zu nennen und bei dem konsequenzprinzip geht es um das Abschätzen von folgen und den 4:54 Konsequenzen einer ethischen Entscheidung hier unterscheidet man zwischen unmittelbaren und mittelbaren Folgen um das am Fracking Verfahren z.B 5:05 deutlich zu machen was der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten ist eine unmittelbare Folge von dem Fracking Verfahren W das ist dass man eben Erdgas 5:15 aus schieferschichten gewinnen kann unmittelbare Folgen wä natürlich auch gesundheitliche Risiken durch den Chemikalieneinsatz und auch die mögliche 5:25 Umweltverschmutzung die damit entsteht mittelbare folgen nun ob die größere Unabhängigkeit des Staates von erdgasimporten schon zu 5:34 den mittelbaren Folgen gehört steht ist natürlich fraglich aber sicherlich der größere politische Spielraum der entsteht weil man bestimmten Staaten 5:44 gegenüber eben nicht mehr abhängig ist und eine gewisse politische Unabhängigkeit hat z.B bei Menschenrechtsverletzungen entsprechend 5:51 auch schärfer vorgehen zu können das würde in den Bereich der mittelbaren Folgen fallen die Motivation oder die Werte 6:00 einer Person oder insgesamt der des Staates sind nicht von Belang sondern allein die Folgen sind hier im 6:11 Mittelpunkt das konsequenzprinzip hat natürlich auch den Vorteil dass es eher eine empirische Vorgehensweise ist weil es sich letztlich auch messen lässt also 6:19 das heißt ich kann genau nachschauen was habe ich damit erreicht ich kann entsprechende statistische Werte heranziehen und das unterstützt 6:28 natürlich die Wissenschaftlichkeit dieser Vorgehensweise das große Problem ist bereits schon die Frage der Verletzung 6:37 von Norm oder von Wert von Menschen die spielen hier tatsächlich keine Rolle das heißt im Utilitarismus wäre es z.B leichter gewissen Entscheidung den 6:47 Vorzug zu geben wie z.B der Folter als es z.B in einer liebesethik wäre ziel ist es hier sich den weiteren Verlauf bewusst zu machen also welche 7:00 Folgen hat meine ethische Entscheidung in den jeweiligen Fällen und zu guter Letzt ist natürlich noch das utilitätsprinzip zu nennen von 7:11 dem der Utilitarismus auch seinen Namen hat es geht darum den maximalen Nutzen eben herauszufinden durch das Abwegen von Argumenten nutzen heißt eben nicht 7:24 der Nutzen für beliebige Ziele Zwecke oder Werte das wäre eher ein tismus sondern der Nutzen für das schlechtchen Gute das Problem bei dem 7:36 utilitätsprinzip ist natürlich dass alle Werte die wir als Menschen haben das was ja Jeremy bthel am Anfang bereits gesagt haben auf einen Wert heruntergerechnet 7:46 werden also auf das Glück oder eben Vermeidung von Leid wird das Ganze reduziert und das Ziel des utilitätsprinzip ist es natürlich den 7:56 optimalen Nutzen zu erreichen anzustreben man unterscheidet auch einen handlungsutilitarismus von einem 8:06 regelutilitarismus das kann man sehr gut an diesem Beispiel klar machen Herr Müller hat dem zöjährigen Fritz versprochen 10 € zu geben wenn er seinen 8:15 rasenmäht nachdem der Rasen gemäht ist fragt sich Herr Müller als guter utilitarist ob es denn der Maximierung des algemeinen Glücks entspricht wenn er 8:24 Fritz das versprochene Geld gibt vielleicht sollte er das Geld der hilfs Organisation Brot für die Welt Spenden im 8:33 handlungsutilitarismus wird das utilitaristische Prinzip des größten Nutzens auf jede einzelne Handlung bezogen das heißt nur in diesem Fall ist 8:42 es tatsächlich möglich für Herrn Müller sich dafür zu entscheiden das Geld der Hilfsorganisation Brot für die Welt zu spenden im 8:52 regelutilitarismus werden alle Handlungsregeln bewertet und die wichtigste hervorgehoben das heißt hier hat er ja ein Vertrag einen mündlichen 9:00 Vertrag abgeschlossen mit dem Fritz und dieser würde hier gebrochen werden das heißt hier wäre es deutlich schwieriger im Nachhinein so eine Entscheidung zu 9:10 treffen weil man alle Handlungen bereits berücksichtigt hat das heißt in dem Fall hätte er sich dafür entschieden Brot für die Welt eben das Geld zu spenden hätte 9:19 Herr Müller eben im Vorfeld sein Rasen selbst mähen müssen es gibt im Utilitarismus noch weitere Differenzierungen weitere 9:29 verschiedene Modelle die wir haben es gibt zum mal einen wie wir das bei den ersten Utilitaristen haben die Konzentration auf das Glück bzw auf das 9:38 Leid im modernen Sinne spricht man heutzutage eher von einem präferenzutilitarismus das heißt was bevorzugen die einzelnen Menschen was 9:47 ist ihm besonders wichtig so können dann auch solche Werte wie Bildung z.B hier einen deutlich höheren Stellenwert bekommen der für das allgemeine 9:55 wohlergehenlich zwangsläufig notwendig ist die nächste gegenüber Stellung ist die Frage auf was konzentriere ich mich konzentriere ich mich auf die 10:03 Maximierung des Glücks oder konzentriere ich mich eher auf die Vermeidung des Leids das wäre der ein sogenannter negativer Utilitarismus Peter Singer mit 10:13 dem wir im uns im Unterricht noch öfters beschäftigen werden ist ein klassischer Vertreter des negativen Utilitarismus und natürlich die Frage 10:24 konzentriere ich den Utilitarismus die Handlung die ich habe rein auf die Spezies Mensch oder erweitere ich das auf alle 10:32 leidensfähigen Spezies da sehen wir auch schon mal eine klassische Konsequenz aus dem negativen Utilitarismus da der Schwerpunkt das Leid ist den Schmerz den 10:43 ein Lebewesen empfindet ist es durchaus auch logisch das auf die Tiere zu übertragen und dann zu sagen die Tiere haben genauso das Recht zu leben wie ein 10:53 Mensch vielen Dank für das Zuhören und Zuschauen bis zu unserem nächsten Lernvideo