Five Forces Modell aka Branchenstrukturanalyse Wirtschaft - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=hCnyiU365f8 Transkript (automatisch erstellt) 0:08 Das klingt nach Erde, Luft, Feuer, Wasser Und TheSimplePower. 0:15 Aber heute geht es um 5 andere Kräfte, besser gesagt 5 Branchenkräfte Mehr dazu in unserem heutigen Video Es geht hier um Kräfte mit denen sich jeder 0:30 Unternehmer und manchmal auch Studenten und Schüler auseinandersetzen müssen… 0:33 Die Rede ist von den Branchenkräften Dazu zählen: 0:36 die Verhandlungsmacht der Lieferanten, die Verhandlungsmacht der Abnehmer, die Bedrohung durch neue Konkurrenten, die Bedrohung durch Substitutprodukte/-dienstleistungen 0:46 und die Rivalität innerhalb der Branche. Und diese hat Porter in einem Modell miteinander in Verbindung gesetzt. 0:52 Rausgekommen ist das Five Forces Modell, auch bekannt als Branchenstrukturanalyse. Dieses wird im strategischen Management als Hilfsmittel eingesetzt 1:01 Um die externe Umwelt einer Unternehmung zu analysieren. Die Ergebnisse können dann beispielsweise für die SWOT Analyse genutzt werden. 1:09 Außerdem kann so die Attraktivität einer Branche bestimmt werden, da diese durch die Marktstruktur bestimmt wird. 1:15 Und da das Five Forces Modell ein nützliches Hilfsmittel zu sein scheint schauen wir es uns jetzt mal genauer an! 1:20 Ja und aus den 5 Branchenkräften ergibt sich dann das Modell nach Porter! Außen haben wir Lieferanten, neue Konkurrenten, Abnehmer und Substitutprodukte/-dienstleistungen 1:30 Und in der Mitte haben wir den Treffpunkt dieser 4 das ist der Wettbewerb bzw. die Rivalität innerhalb einer Branche. 1:39 Die Rivalität bzw. der Wettbewerb stehen im Mittelpunkt, Denn es stehen sich Anbieter oder Produkte und Dienstleistungen am Markt gegenüber, 1:48 auf die die Branchenkräfte einwirken. Für die Rivalität ist von Bedeutung, wie viele Marktteilnehmer es gibt. 1:54 Hat man z.B. zwei große Player im Game, die sich um die Marktherrschaft duellieren, wird die Rivalität größer sein, als wenn es am Markt nur viele kleine Unternehmen gibt. 2:05 Auch spielt das Marktwachstum eine große Rolle. Genau wie Produktdifferenzierung und die Austrittsbarrieren. 2:11 Also zum einen, wie viele Produkte ich im Sortiment habe Bei nur einem Produkt würde ich natürlich viel daransetzen, dass dieses auch läuft. 2:19 Genau, wie wenn ich sehr viel Geld investiert habe und dann nicht einfach aussteigen kann. Dass alles beeinflusst die Rivalität zwischen Anbietern oder Produkten/ Dienstleistungen 2:29 am Markt. Und dann haben wir die Branchenkräfte, welche auf die Rivalität innerhalb der Branche einwirken. 2:35 Fangen wir mal mit den Lieferanten an, diese verfügen über Verhandlungsmacht. Denn sie können drohen die Preise für Produkte oder Dienstleistungen zu erhöhen. 2:43 Das hätte Folgen für die Rentabilität der Branche. Diese Bedrohung durch mächtige Lieferanten ist hoch, wenn die Lieferantenbranche aus 2:51 wenigen Firmen besteht, die von ihnen hergestellten Produkte oder Dienstleistungen nicht zu ersetzen sind 2:57 und diese einen großen Anteil am Endprodukt haben. Außerdem haben Lieferanten die Möglichkeit der Vorwärtsintegration. 3:04 Soll heißen, sie könnten die Ware auch selbst am Markt an die Kunden bringen und können so Druck in Verhandlungen machen. 3:10 Dann sind da die neuen Konkurrenten/Anbieter, die stellen natürlich eine Gefahr für die bisherigen Marktteilnehmer dar, 3:18 da diese Marktanteile abgreifen können und durch das zusätzliche Angebot die Preise drücken. 3:23 Für neue Konkurrenten/Anbieter bestehen jedoch Eintrittsbarrieren. Da die „alten Hasen“ am Markt Kostenvorteile haben und bereits die Treue oder zumindest 3:33 die Aufmerksamkeit der Kunden gewinnen konnten und Anfangsinvestitionen bereits getätigt haben. 3:38 Die neuen Anbieter haben Kostennachteile, sie müssen z.B. nach Markteintritt Geld für Werbung ausgeben. 3:44 Gerade haben wir noch über die Verhandlungsmacht der der Lieferanten gesprochen, aber auch die Abnehmer verfügen über Verhandlungsmacht. 3:51 Sie suchen sich schließlich aus, was und wo sie kaufen. So können sie den Preis drücken, bessere Qualität und mehr Service fordern. 3:59 Damit senken auch sie die Profitabilität innerhalb einer Branche. Gerade weil der Kunde am Ende das Produkt abnimmt und Geld in die Kassen bringt spielet 4:08 er eine zentrale Rolle. Wir haben also 2-mal Verhandlungsmacht 4:12 Und jetzt auch das 2. Mal Bedrohung Und zwar durch Substitutprodukte/-dienstleistungen. Das sind Produkte oder Dienstleistungen, die als Ersatz für das Produkt der Branche dienen. 4:22 Kaufen die Kunden Ersatzprodukte oder -dienstleistungen so geht der Absatz innerhalb der betrachteten Branche zurück. 4:30 Ein Beispiel wäre, wenn die Kaugummibranche die Preise immer weiter erhöht, dann kommt irgendwann der Punkt an dem die Kunden anfangen auf Süßholzwurzeln oder 4:38 ähnlichem rumzukauen, als Ersatz. Die Bedrohung durch Substitutprodukte/-dienstleistungen ist gerade dann groß, wenn der Anwendungsbereich 4:46 sehr ähnlich ist, das Preis-Leistungsverhältnis gut ist 4:50 und die Kosten für die Umstellung von Original auf Substitut gering sind. Jetzt aber mal ein kleines Beispiel dazu 4:58 Schauen wir uns die Technologiebranche an, denn hier ist die Rivalität innerhalb der Branche groß. 5:03 Wir werfen dabei einen besonderen Blick auf die kalifornische Apfelmarke. Diese steht in direkter Konkurrenz zu anderen großen internationalen Unternehmen, der Konkurrenzkampf 5:12 ist hoch. Alle geben für die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte viel Geld aus. 5:17 Und die Produkte am Markt sind alle recht vergleichbar. Der Kunde hat also die Qual der Wahl. 5:22 Die Apfel Marke hat hier immer durch hochmoderne Produkte mit einzigartigem Design gepunktet. Aber die Konkurrenz schläft nicht, die Rivalität ist hoch. 5:31 Auch weil sich das Marktwachstum mittlerweile in Grenzen hält. Die Verhandlungsmacht der Lieferanten hält sich sehr in Grenzen. 5:38 Das kalifornische Unternehmen ist auf Grund der Größe und der Produktionsmengen eher in der Lage den Lieferanten unter Druck zu setzen. 5:44 Die Kosten sind zudem recht gering den Lieferanten zu wechseln, auch weil diese im Wettbewerb zueinanderstehen und gute Qualität liefern. 5:53 Gleiches gilt aber auch für die Technologie-Konkurrenten der Branche. Auch die Bedrohung durch neue Konkurrenten ist für die große US Marke gering. 6:00 Das liegt hauptsächlich an zwei Punkten: Zum ersten ist es extrem teuer für einen neuen Anbieter ein solches Technologieunternehmen 6:07 aufzubauen. Und zum zweiten kommen zusätzlich noch die Kosten hinzu, um durch Werbung etc. den Namen 6:13 bekannt zu machen. Aber möglich ist natürlich, dass dann doch ein neuer Konkurrent am Technologiemarkt anklopft. 6:20 Daher ist es für Apfel wichtig die Position am Markt durch gute neue Produkte auszubauen und so die Kunden zu binden. 6:27 Und genau diese Kunden spielen für die Apfel Marke und Co. eine elementare Rolle. Die Amerikaner verstehen allerdings, wie man Kunden an sich bindet. 6:35 Gerade weil die Produkte am Markt sehr vergleichbar sind ist es gut, dass viele Kunden große Loyalität gegenüber der Marke empfinden 6:43 Und ihre Phones, Pads und watches nicht einfach gegen Konkurrenzprodukte eintauschen würden. In Zukunft muss diese Loyalität durch neue Technologien und neues tolles Design auf Gegenliebe 6:54 stoßen. Mit Substitutprodukten meint Porter hier nicht einfach das Smartphone einer anderen Marke. 6:59 Und da Telefone mit Schnur und Wählscheibe oder Telefonzellen keine Konkurrenz darstellen können wir diese Bedrohung schnell ausschließen. 7:06 Als Fazit können wir aus dem Five Forces Modell ziehen, dass die Rivalität innerhalb der Branche 7:13 und die Verhandlungsmacht der Abnehmer die Rentabilität von der Apfelmarke beeinflussen. Auch können wir aus der Analyse schlussfolgern, dass die Technologiebranche für die Marktteilnehmer 7:23 sehr attraktiv ist, für neue Anbieter aber eher nicht zu erschließen ist. Ja und so viel zum Five Forces Modell…