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DEUTSCHLAND: Sozialstaat, Wirtschaft, Sicherheit - Merz äußert sich zu Reformen von Union und SPD

WELT Nachrichtensender22:00 33.017 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 158 Zeilen
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  1. Herr Lemke, wir müssen Sie leider unterbrechen. Wir sehen nämlich hier Markus, Friedrich März, Bärbelbas, Lar Klingenball und wir
  2. wollen reinhören. Will kommen zur Pressekonferenz nach dem heutigen Koalitionsausschuss mit dem Vorsitzenden der CDU Deutschlands
  3. Bundeskanzler Friedrich Merz, mit der Covorsitzenden SPD, Berbelbas, mit dem Vorsitzenden der CSU Dr. Markus Söder und dem Corsitzenden SPD Lars Klingball.
  4. Herr Bundeskanzler, Sie haben das Wort. Ja, meine Damen und Herren, herzlich willkommen. Freue mich, dass wir heute Abend
  5. im Bundeskanzleramt zusammen sind. Bevor ich auf die Koalitions äh Gespräche zu sprechen komme, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen, der deutschen
  6. Handballationalmannschaft hat sich zu gratulieren zu dem großartigen Spiel heute Abend und zum äh Einzug ins Halbfinale der Europame Meisterschaft im
  7. Handball. Das ist eine große Freude. Ich wünsche der Mannschaft viel Erfolg jetzt im Halbfinalspiel. am Freitag und hoffentlich dann den Einzug ins Finale
  8. am kommenden Sonntag. Ja, meine Damen und Herren, wir treffen uns heute bereits zum neunten Mal im Koalitionsausschuss,
  9. seitdem die Bundesregierung im Mai des vergangenen Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie sehen daran, wir haben einen guten Arbeitsrhythmus
  10. gefunden, auch im Koalitionsausschuss und äh der Koalitionsausschuss ist ja auch das Gremium, indem wir die zentralen Entscheidungen der Koalition
  11. vorbereiten und vorbesprechen. In nach einer großen Entscheidungsdichte im vergangenen Jahr haben wir dieses Treffen heute bisher genutzt, um sehr
  12. grundsätzlich über die anstehenden Probleme zu sprechen und einen neuen und einen neuen Handlungsspielraum abzustecken. Die zentralen Themen sind
  13. und bleiben auch in diesem Jahr Wettbewerb und Souveränität. Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft erhöhen, damit wir uns
  14. gemeinsam mit unseren europäischen Partnern behaupten können in einer sich rapide verändernden Welt. Wenn wir unsere Souveränität nicht stärken, dann
  15. werden wir angreifbar und dann verlieren wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Es geht also darum, dass wir wirtschaftlich stark sein müssen, um auch als
  16. Gesellschaft stark und abwehr fähig zu sein. Das ist unsere nationale, aber auch unsere europäische Aufgabe und daran arbeiten wir alle gemeinsam mit
  17. Hochdruck. Wir haben zu Beginn des Jahres eine erneute Warnung über unsere Verletzbarkeit bekommen. Der Brandanschlag am Morgen des 3. Januar in
  18. Berliner Südwesten hat viele tausend Haushalte über Tage hinweg getroffen. Heizungen ließen sich nicht mehr betreiben. Wasserpumpen fielen aus,
  19. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen waren getroffen. Wir haben alle gesehen, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist und wie sehr wir darauf angewiesen sind,
  20. dass die Infrastruktur in unserem Land stabil ist und die Versorgung z.B. eben mit Energie auch wirklich funktioniert. Wir haben uns heute im
  21. Koalitionsausschuss da mit dem Thema kritische Infrastruktur und mit einer Agenda für Resilienz und mehr Souveränität befasst. zur kritischen
  22. Infrastruktur einige Anmerkungen. Der linksextremistische Anschlag auf das Berliner Stromnetz und auch all die vielen weiteren Anschläge, kleinere und
  23. größere der vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir unsere kritische Infrastruktur einfach besser schützen müssen und dazu gehört vor allem, dass
  24. wir Informationen über diese Infrastruktur nicht mehr so einfach öffentlich zugänglich machen, öffentlich verfügbar halten, wie das momentan
  25. offenkundig der Fall ist. Hier geht es unter anderem um Geodaten und andere sicherheitsrelevante Informationen. Wir müssen weg von der sehr weitgehenden
  26. Transparenz und hin zu mehr Resilienz. Bund und Länder sollen also prüfen, wie viele Informationen sie über diese Schlüsseleinrichtungen unserer
  27. Infrastruktur in Zukunft preisgeben. Der Schutz der kritischen Infrastruktur geht nach unserer Auffassung vor dem Wunsch nach Transparenz. Um ausgewählte
  28. kritische Infrastruktur gegen Sabotage, Hybride Bedrohungen und Cyberattacken besser zu schützen, wollen wir auch das Schutzniveau erhöhen. Bei Schäden wollen
  29. wir schneller reparieren können und schneller auch in die Notversorgung gehen können. Dafür braucht es Investitionen. Auch die Wirtschaft, wenn
  30. Sie mir erlauben, das zu sagen, muss ein besseres Verständnis dafür entwickeln, wo sie verletzbar ist, etwa in den Lieferketten, bei kritischen
  31. Komponenten, in Spannungssituationen oder bei terroristischen Bedrohungen. Für ein paar grundsätzliche Worte zum Abschluss zur Bedrohungssituation und
  32. zum Thema Widerstandskraft machen. Wir alle merken, dass wir in einer Zeit massiver Umbrüche leben. Die Koalition hat sich deshalb als zentrales
  33. Ziel gesetzt, unsere Gesellschaft zu schützen. ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und unsere politische Ordnung konsequent zu verteidigen. Wir sind uns
  34. aber einig, jede Art von Stärke, ob sie jetzt militärisch oder technologisch ist, beruht auf unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und deshalb müssen
  35. wir in drei Bereichen besser werden. Bei Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder erfahren,
  36. dass Großmächte dabei ohne Rücksicht auf andere handeln. Das erhöht die Gefahr wirtschaftlicher Schocks. Mir ging es im Koalitionsausschuss auch darum, den
  37. Blick auf dieses große Bild zu lenken, denn unsere Entscheidungen in allen politischen Bereichen leiten sich genau daraus ab. Die Führung der Koalition hat
  38. sich heute darauf verständigt, weitere Beiträge für eine starke Wirtschaft und eine starke Gesellschaft zu leisten. Wir wollen dafür und müssen dafür schneller
  39. werden und fokussiert arbeiten. Das große Reformbild kennen Sie bereits. besteht aus eben den Teilen Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit,
  40. Innovation und dazu gehören auch Fachkräfte Einwanderung, die Reform der sozialen Sicherungssysteme, die Reform des Arbeitsmarktes, eine bessere
  41. Infrastruktur, günstigere Energie und auch der Rückbau der Bürokratie. Dieses Bild fügen wir beharlich und mit hohem Tempo zusammen. Abschließend, Resilienz
  42. hat nicht nur eine nationale Dimension, sondern auch eine europäische. Es ist eine europäische Aufgabe. So sehen wir auch den digitalen Euro z.B. als ein
  43. Projekt der Stärkung der europäischen Souveränität. In diesem Sinne arbeiten wir. Es geht uns jetzt um das Programm für das vor uns liegende Jahr. Der
  44. Koalitionsvertrag hat dort zu weitreichende Vorentscheidungen ja getroffen. Wir werben für eine Reihe von Ideen z.B. auch den Europäischen
  45. Binnenmarkt erneut zu vertiefen, den Wettbewerb zu fordern, unsere Marktmacht in der Welt zu stärken. Äh abschließend und wirklich abschließend, das Interesse
  46. an Handelsabkommen ist groß mit uns. Ich begrüße sehr, dass es gelungen ist jetzt ein Handelsabkommen mit Indien abzuschließen. Das muss ratifiziert
  47. werden. Ich wünsche mir, dass das im Europäischen Parlament genauso wie in der Kommission und im Europäischen Rat zügig geht, dass wir jetzt nicht wieder
  48. Jahre warten müssen, bis dieses Abkommen in Kraft treten kann, dass Merkur sour Abkommen wird vorläufig in Kraft treten. Das alles zeigt, wir sind auf dem Weg zu
  49. neuen strategischen Partnerschaften auf der Welt ein großes Stück vorangekommen. Dreiviertel des weltweiten Handels gehen nach wie vor nach WTO Regeln und
  50. deswegen stehen wir in dieser Koalition auch für offenen freien Welthandel nach den Regeln der WTO. Wir wollen überall, wo wir das können, versuchen, diese
  51. Regeln auf der Welt auch einzuhalten. Herzlichen Dank. Fr. G. Ja, vielen Dank auch von mir einen
  52. schönen guten Abend und ähm in der Tat hat dieser Abend jetzt mit einem hervorragend sportlichen Ereignis begonnen. Sportlich ist auch das, was
  53. wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben, denn der erste Koalitionsausschuss in diesem Jahr steht in der Tat in Zeichen einer Realität,
  54. die uns alle fordert. Putins Krieg gegen die Ukraine nach wie vor und auch Trumps willkürliche Zldrohen zeigen, dass die Weltordnung so wie wir sie kannten nicht
  55. mehr trägt. Und deshalb ist es wichtig, dass wir Europa widerstandsfähiger und auch eigenständiger machen, dass wir aber auch in unserem
  56. Land zeigen, dass wir in Deutschland ein starkes Land sind und eben auch in unruhigen Zeiten handlungsfähig. Und deshalb setzen wir auch fort, was wir 25
  57. begonnen haben. Reformen mit Tempo, mit Substanz, aber auch mit dem Blick nach vorne. 2026 wird das Jahr, wie ich immer sage, des
  58. Anpackens und nicht des Abwartens. Unser Handeln richtet sich hier in der Tat auf die wirtschaftliche Stärke, auf die sichere Arbeitsplätze, eine bessere
  59. Verteidigungsfähigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt, aber auch digitale Souveränität. Das alles gehört zusammen
  60. und äh das entscheidet übrigens auch über die Zukunftsfähigkeit unseres Landes und deshalb ist die Stärke auch das Fundament einer sozialen Sicherheit,
  61. die wir gewährleisten und deshalb erneuern wir aber auch unseren Sozialstand Start und Ausgangspunkt war in der Tat gestern die Vorstellung auch
  62. der Kommission der Sozialstaatskommission und ich denke diese Kommission hat bewiesen, dass wenn man sich einig ist,
  63. wenn man den Mut hat und den Willen gemeinsam über alle Ebenen in unserem Land, Kommunen, Land und Bund eben auch diese wichtigen Strukturreform
  64. anzupacken. Wir haben uns fest vereinbart, dass wir den ambitionierten Zeitplan gemeinsam gestalten wollen. Das funktioniert, wenn wir alle daran
  65. mitwirken und mitmachen und das ist das große Ziel. Und dieser Schritt in die Zukunft ist eben auch entscheidend für unser Land. Und ein Sozialstaat, der
  66. besser funktioniert, verbessert eben auch das Leben der Menschen und stärkt vor allen Dingen auch das Vertrauen in den Staat. und Vertrauen in eine
  67. zentrale Ressource unserer Demokratie. Und ähm deshalb haben wir uns auch über den Bereich der Demokratiestärkung heute noch mal unterhalten. Es ist wichtig,
  68. dass wir auch hier resilienter werden gegen Einflüsse von außen, auch gegen digitale Monopolmacht äh über Plattformen, aber auch ähm dass wir uns
  69. schützen vor Deepfakes und ähm wir stehen vor vielen Landtagswahlen in diesem und auch im nächsten Jahr. Und wir sehen, welche Angriffe wir jetzt
  70. schon erleben über Cyberangriffe und auch Beeinflussung. Und ähm deshalb werden wir uns mit diesem Thema auch in einem nächsten Koalitionschuss noch mal
  71. intensiv beschäftigen, weil es auch wichtig ist, die Demokratie in unserem Land weiter zu stärken. Ich will noch mal festhalten, ähm dass dieser Wille
  72. oder dieser ähm, wie ich sage, dieser Spirit ä ich gestern auch in der Kommission gespürt habe und wir diesen Spirit jetzt auch aufnehmen und sagen,
  73. wir gehen diese Reform und die nächsten in der Altersicherungskommission ähm werden wir jetzt beschleunigen. Bis zum 30.6. erwarten wir Ergebnisse und wenn
  74. sie so ähnlich gut ausgehen, einvernehmlich ähm wie jetzt bei der Sozialstaatskommission, dann bin ich ähm wirklich zuversichtlich
  75. ähm, dass wir auch dieses Thema in dieser Koalition und ich glaube, das kann auch nur diese Koalition mit ähm den drei Parteien, die hier auch sitzen
  76. und die Koalition bilden, dann auch durchtragen, wenn der gemeinsame Wille da ist. Vielen Dank. Meine sehr verhrten Damen und Herren,
  77. wir haben jetzt schwere und unsichere Wochen im neuen Jahr hinter uns und ich finde unterm Strich jetzt als kleines Zwischenfazit, Deutschland hat sich da
  78. gut gehalten, national wie international und will auch an der Stelle noch mal danke sagen an den Bundeskanzler gar diese Woche von Davos war eine
  79. außerordentlich wackerliche mit hätte weitreichende Folgen haben können. Ich glaube gerade, dass es der Mix aus Besonnenheit und Klarheit in beiden
  80. Fällen und zwar auch mit dem richtigen mit der richtigen Austerrierung am Ende Deutschland sehr geholfen hat, Europa geholfen hat, ich glaube sogar auch der
  81. Welt. Die Gefahr der Eskalation war groß. Wir haben jetzt keinen Zollkrieg. Man stelle sich vor, das wäre so gewesen, es hätte unsere Wirtschaft
  82. weiter massiv zurückgeworfen, weiter beschädigt. Nicht umsonst ist ja schon so, dass heute die Konjunkturprognosen etwas wieder gesenkt wurden. Das heißt,
  83. die wirtschaftliche Lage erlaubt auch keine solchen Dinge. Fakt ist natürlich auch, das ist jetzt für den Moment, wir wissen nicht, ob es so bleibt, deswegen
  84. ist die Herausforderung auch groß. Wie geht man damit um? Und unser klares Ziel ist, das haben wir heute auch gesagt, mehr Schutz und mehr Tempo zugleichen.
  85. Mehr Schutz für die kritische Infrastruktur, die ist gefährdet, nicht das Zeit Berlin, wir spüren es schon seit Monaten. Und gleichzeitig muss die
  86. Wirtschaft bestärkt gestärkt werden. Die Wahrnehmung auch sich für diese Regeln in dieser Weltordnung einzusetzen ist umso klarer und stärker, wenn man selber
  87. Stärke einbringt. Ein lang wie Deutschland kann nicht nur zuschauen, sondern muss auch eine der führenden Länder in Europa und in der Welt sein.
  88. Wir sind die drittgrößte Volkswirtschaft Exportland und deswegen muss uns alles daran gelegen sein, diese Exportqualität zu stärken. Zur Infrastruktur, da ist
  89. glaube ich das Wichtigste, dass wir eine klare Antwort gegen jede Form von Extremismus geben im Land mit ein besonderen Schwerpunkt auch des
  90. Linksextremismus, der sich neu etabliert hat, neu sein hässliches Gesicht gezeigt hat. Auf der anderen Seite war auch Angriffe mögliche von außen auf die
  91. Infrastruktur. Deswegen z.B. Ganz wichtig, dass der Umgang mit sensiblen Infrastrukturdaten in der Öffentlichkeit anders justiert wird, dass zunächst mal
  92. die Frage gestellt werden muss, muss etwas veröffentlicht werden, soll es veröffentlicht werden, könnte es am Ende schaden. Wie gelingt es uns dann diese
  93. Infrastruktur maximal abzusichern? Das muss übrigens, das sage ich als Ministerpräsident im Doppelpass gesehen geschehen zwischen Bund und Ländern.
  94. Deswegen w auch die Länder einen absoluten Ländercheck machen, um all diese kritischen Infrastrukturen zu überprüfen. Wir z.B. werden ein eigenes
  95. bayisches Landesamt für Bevölkerungsschutz in der Leben rufenes genau die Koordinierung macht. Wir brauchen da für die jeweiligen Behörden
  96. der Länder einen Ansprechpartner, der dann mit dem Bund diese Dinge bespricht und löst. Das zweite Tempo bei der Wirtschaft, der Bundeskanzler hat es
  97. angesprochen, wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Habe im letzten Jahr sehr viel gemacht und muss man ehrlich sagen, wir werden heute
  98. wahrscheinlich weiter, wenn wir nicht die Herausforderung im Ausland haben, also die ganzen Zölle machen immer schwer und werfen ein bisschen zurück.
  99. Trotzdem muss der Grundsatz heißen weiter mehr Freiheit, Freiheit von Bürokratie, ähm mehr Leistung. Deswegen glaube ich unabdingbar, dass man weiter
  100. bei der Belastung etwas macht, insbesondere für Unternehmen. Weniger Belastung setzt Anreiz und stärkt die Wirtschaft. Die Reformen, mehr Reformen.
  101. Frau Bas hat angesprochen, insbesondere im sozialen Bereich, da haben wir schon ersten Schritt gemacht. Weitere werden sicher folgen. Mehr Hightech ist ganz
  102. wichtig. Es gilt für Deutschland, aber auch wie in Europa Technologieoffenheit. das aus vom Verbrenner aus ist noch nicht so wie wir uns vorgestellt haben
  103. und ja natürlich auch Stärkung der Resilienz in der heimischen Wirtschaft. Das heißt an einigen Stellen mehr Local Content, aber z.B. auch was wir
  104. ausdülllich vereinbart haben mehr Rohstoffförderung im eigenen Land nicht nur Rohstoffe kaufen. Das heißt doch im Bergbau muss mehr getan werden. Mir ist
  105. wichtig noch mal zu sagen, dass wir das Ganze nicht etwa gegen jemand machen, sondern zunächst mal zur eigen Stärke. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass
  106. wir gerade im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten von Amerika auch einen Realismus haben. Wir machen uns da keine Gedanken drüber, dass klar ist,
  107. dass vieles nicht in Ordnung ist. Man können sie nicht alles gefallen lassen. Ich fand insbesondere die Aussagen zur Bundeswehr. Unmöglich, denn wir haben
  108. auch in Bayern Soldaten, die gefallen sind und wir haben damals tatsächlich, als gefragt wurde, Amerika um Hilfe gefragt wurde, hat Deutschland hat die
  109. NATO geliefert. Aber auch das muss man klar sagen, wir brauchen die Vereinigten Staaten von Amerika militärisch. Vor wenigen Tagen ist ausgerechnet worden,
  110. dass wir unser BIP auf 10%, also den Anteilverteidigung am BIP auf 10 % erhöhen müssten, würden wir versuchen, ohne die Amerikaner zu sein, von der
  111. Technologie ganz zu schweigen. Geheimdienstaktivitäten und und übrigens auch ein Aussteigen aus amerikanischen Technologien, die in
  112. unserem Land digitale Infrastruktur weitgehend gewährleisten, wirft uns irgendwohin zurück. Deswegen ist es wichtig, kein Handelsstreit, jedenfalls
  113. keiner, der von uns ausgeht, keine Boikottaufrufung und ähnliches mehr äh lauter so ein Quatsch, sondern setzen auf Freihandel, wir setzen auf Regeln,
  114. wir werben dafür im europäischen Umfeld, aber auch, dass Deutschland da sehr, sehr vorangeht und äh stark ist. Ich hoffe übrigens sehr, dass wir in diesem
  115. Jahr nicht unsere Wirtschaft stärken können, sondern Bundeskanzler, das ist glaube ich die größte Hoffnung, die wir haben. Wir haben uns jetzt sehr lange um
  116. Grönland gekümmert, aber die Ukraine ist wahrscheinlich für unsere Sicherheit mindestens, wenn nicht wichtiger.
  117. Deswegen hoffe ich sehr, dass es da am Ende eine Lösung geben kann in den nächsten Wochen, Monaten. Ich will nur eines sagen, weil es heute in Debatte
  118. war, sei ich für die CSU. Ähm, wir sind sehr dafür, die Ukraine an uns zu binden, aber einen EU-Beitritt, den sehen wir sehr, sehr zurückhalten. Das
  119. will ich einfach sagen, vor allem mit der Zeitachse bis 2027. Das überfordert übrigens ganz Europa und könnte Europa von innen rausspringen.
  120. Heute sie werden jetzt vielleicht s das Papier auch manche Prosa drin. Nein, das sind die Leitprinzipien aus denen sich eine Reihe von Maßnahmen dann
  121. abarbeiten. Das ist schon ein Masterplan für die nächsten Wochen. Vielleicht keine Breaking News im einzelnen, aber ein Punkt nach dem anderen fügt sich
  122. zusammen in eine in eine gesamte Struktur und wir werden den weiteren Abend jetzt auch noch nutzen, viele Dinge zu besprechen, weil auch das ist
  123. wichtig an einer Koalition. nicht die schnelle Entscheidung allein, sondern auch die Grundsatzprinzipien zu besprechen, wie es weitergeht. Insofern
  124. haben wir noch einen längeren Abend für uns, aber freuen uns da hoffentlich gemeinsam drauf. Alles klar. Auch von meiner Seite ähm
  125. schönen Abend wünsche ich Ihnen. Wir haben jetzt gerade schon ähm gehört, um welche Themen sich die bisherige Diskussion gedreht hat und will das von
  126. meiner Seite auch noch mal sagen, die Debatte um eigene Stärke, um Souveränität, um Resilienz, um Handlungsfähigkeit ist eine, die uns im
  127. Jahr 2026 fordern wird und die uns begleiten wird. Und das haben wir in den ersten Wochen dieses Jahres gemerkt. Insofern ist es genau richtig heute im
  128. ersten Koalitionsausschuss 2026 über die Dinge auch im Grundsätzlichen zu reden, die uns beschäftigen werden. Ich äh will auch
  129. hier sehr klar sagen, dass es richtig war, dass wir gegenüber den USA in der Grönlandfrage klar und konsequent und auch
  130. selbstbewusst aufgetreten sind. Es hat am Ende mit dazu geführt, dass der amerikanische Präsident beigegeben hat und dass er von
  131. ursprünglichen Gedanken abgerückt ist und das hat etwas zu tun mit europäischer Stärke, die wir gemeinsam und geschlossen in den letzten Tagen
  132. gezeigt haben. Gleich wohl, das will ich hier für mich auch feststellen, bin ich fest davon überzeugt, wir haben maximal Zeit gewonnen und diese Zeit müssen wir
  133. nutzen und das zeigt auch dieses Papier, um an eigener Souveränität und eigener Stärke zu arbeiten. Ich will Ihnen das für mich deutlich sagen. Ich will, dass
  134. Europa so stark wird, dass wir uns vor keinem anderen Land klein machen müssen. Und da tragen wir als Bundesregierung, als Bundesrepublik Deutschland eine
  135. Führungsaufgabe, eine Führungsverantwortung. Da geht es drum, dass wir jetzt in Europa vorankommen. Der Bundeskanzler
  136. hat vieles dazu gesagt. Auch in den nächsten Wochen stehen sehr konkrete Entscheidung an. Mich hat wahnsinnig geärgert, dass es dieses Zeichen bei
  137. Mercusur gab. Das war genau das falsche Zeichen zum falschen Zeitpunkt und das muss jetzt schnell korrigiert werden. Es ist gut, dass wir bei Indien jetzt ähm
  138. die Freihandelsabkommen auch auf den Weg bringen. Ähm aber wir wollen auch in unseren Bereichen daran arbeiten, dass wir in Europa vorankommen. Ich hatte
  139. heute Nachmittag fünf andere europäische Finanzminister zur Konferenz eingeladen und wir haben uns sehr stark mit der Frage beschäftigt, was können wir in
  140. 2026 tun, um mit der Kapitalmarktunion voranzukommen und das darf ich hier sagen, das war eins der wichtigsten Zeichen in Davos auch das Interesse an
  141. Investitionen in Deutschland in Europa ist da und ein Kapitalmarkt, der in Europa gestärkt ist, kann dabei ein wirklicher Gamechanger sein. Wir haben
  142. verabredet, dass wir in der Stärkung des Euros und des Euros auch auf der internationalen Bühne, dass wir dort vorankommen. Der digitale Euro, wie das
  143. im Papier erwähnt ist, ist dafür ein wichtiger Punkt und auch das Thema resiliente Lieferketten und Zugang zu kritischen Rohstoffen und seltenen Erden
  144. ist etwas, das uns in unserer Frage der Wettbewerbsfähigkeit beschäftigen muss und wo wir in 26 Entscheidung brauchen. Es geht also
  145. europäisch um Wettbewerbsfähigkeit, es geht um Verteidigungsfähigkeit und noch mal, ich will es dir sagen, Deutschland kommt dabei eine Führungsrolle zu. Und
  146. deswegen haben wir auch klar gemacht, dass wir dort politisch Verantwortung nehmen, dass wir handelspolitisch auch drauf drängen, dass wir stärker mit
  147. Local Content Regeln arbeiten, gerade in strategisch wichtigen Industriebereichen. Wir haben das ja bereits in der Automobilbranche, auch in
  148. der Stahlbranche angefangen und weitere Bereiche müssen folgen. Aber natürlich heißt, und das will ich ja auch zu Beginn des Jahres 2026 sagen, für ein
  149. starkes Europa sich einzusetzen, dass wir stark sein müssen als Land. Und da haben wir eine größere Agenda vor uns in diesem Jahr, wenn es darum geht, die
  150. Reformprozesse umzusetzen, die Haushaltskonsolidierung, die Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. Ich
  151. will auch noch mal unterstreichen, was Berbel Bas gesagt hat. Dieser Bericht gestern zur Sozialstaatskommission war ein wichtiger Auftakt, ein sehr
  152. weitreichender Reformbericht. bin Berbelbas Bars auch sehr dankbar dafür und das muss jetzt konsequent auch in anderen Bereichen angegangen werden,
  153. aber wir sollten diese Debatte und das soll mein vorletzter Punkt sein, immer führen in dem Bewusstsein, wir sind ein starkes Land, wir sind die drittgrößte
  154. Volkswirtschaft, wir haben hochqualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wir haben einen funktionierenden Rechtsstaat, eine
  155. stabile Demokratie. Wir sind in Bildung, in Forschung, in Innovationspolitik überall noch in der Lage uns zu verbessern, aber wir sind international
  156. auch sehr gut und das heißt nicht, dass wir die Herausforderung negieren. Da gibt es vieles zu tun, aber wir können darauf aufbauen und ich glaube genau
  157. dieses Selbstbewusstsein und diese Zuversicht sollten wir auch mit ins Jahr 2026 nehmen. Weil alle den Handballern gratuliert haben, will ich das auch tun
  158. und den Fußballern für den Rest des Abends viel Glück wünschen. Vielen Dank. Vielen herzlichen Dank.