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Leitfaden zur rationalen Finanzplanung // Dr. Andreas Beck: Geld anlegen und davon leben (2026)

Wissenschaftlich Investieren21:05 2,5 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 147 Zeilen
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  1. ist am Anfang genug Gelter ist das Ende meistens gut. In unserem heutigen Video geht es um dieses Zitat von Bert Holbrecht. Herzlich willkommen liebe
  2. Zuschauer. Heute eine kurze Sendung in eigener Sache. Wir haben zunehmend Anfragen bekommen, wie man mit einem Geldbetragt umgeht, wenn man davon leben
  3. möchte. Dazu haben wir ein Papier geschrieben und heute eine kurze Erläuterung dazu. Lassen sich überraschen, wie einfach es geht.
  4. [Musik] Viele sind ja im Leben plötzlich damit konfrontiert oder auch absehbar damit konfrontiert,
  5. sich mit einer Geldsumme beschäftigen zu müssen. Das Haus wird verkauft, vielleicht ein Erbe, vielleicht eine Schenkung, vielleicht eine Abfindung
  6. oder auch nach einem gewissen Berufsleben ist eben eine gewisse Summe Geld da. Und jetzt geht es darum, wie kann ich das so verwenden, dass ich
  7. davon in meinem weiteren Leben möglichst gut davon profitiere? Das ist an sich eine sehr interessante Frage, weil der Sinn und Zweck von Geld ist ja
  8. letztendlich, dass man damit sein Leben verbessern kann. Man kann die Möglichkeiten, den Handlungsraum, den man hat, verbessern. Und insofern äh
  9. wäre ich mich gerne dagegen, dass das als Problem dargestellt wird. Wenn jetzt jemand zu Geld gekommen ist und der geht zum
  10. Bankberater, dann ist das ja oft ein Gespräch mit der Anmutung eines Arztgesprächs. Ja, man muss sich dann kompliziert entscheiden. Risiko oder
  11. Rendite und Risikoauklärung und so weiter. Ähm, das führt aus unserer Perspektive, aus der Perspektive der Praxis ein wenig am
  12. Thema vorbei. Und insofern heute ein kurzer Überblick, wie man eine persönliche Finanzplanung aufsetzen kann, die so einfach ist, dass es für
  13. jeden möglich ist und die auch die Steuerung äh was mutet man sich jetzt zu, inwi weit möchte man, in welche Anlageklasse gehen, sehr einfach zu äh
  14. beantworten ermöglicht. Also dieses Dilemma, was ja gerne in den Vordergrund gestellt wird, äh es geht um Sicherheit oder Rendite. Ähm wenn dieses
  15. Dilemma so wäre, ja, dann äh würden die Vermögenden nicht immer vermögender werden. Definitiv niemand will Geld verlieren.
  16. Niemand trifft eine Anlageentscheidung, weil er sagt, na gut, wenn dann die Hälfte weg ist, auch kein Problem. Ja, sondern eigentlich geht's immer um
  17. Fristigkeiten. Also, man hat einen gewissen Anlagehorizont. Es geht und es geht immer darum für diesen Anlagehorizont das beste Portfolio zu
  18. finden und das heißt auch ein Portfolio, welches einen nicht unter Druck setzt, dass man möglicherweise damit Geld verliert, anstatt Geld zu vermehren.
  19. Und ähm unter diesem Blickwinkel würde ich auch das Thema jetzt beschreiben. Es geht am Ende um Fristigkeiten
  20. und eigentlich muss man sich als Anleger nur mit der Frage beschäftigen, welche Fristigkeiten in meinem Leben wie verorte und dann ergibt sich der Rest
  21. automatisch. Mit automatisch meine ich, es gibt ja umfassende Daten aus der Kapitalmarktforschung, so dass es
  22. eigentlich viel weniger Überraschungen auch gibt, als man glaubt. Z.B. Krisen werden oft als überraschend dargestellt. Dabei ist es ganz normal, dass immer
  23. wieder eine Krise kommt und wenn man langfristig investiert ist, dann kann man eigentlich damit rechnen, dass man davon auch nicht verschont bleibt und so
  24. weiter. Das heißt eigentlich ist es sind so viel Daten da, dass es eigentlich eigentlich wenig Überraschungen gibt. So äh in Töpfen denken, in Fristigkeiten
  25. denken, vielleicht eine ganz kurze abstrakte Einführung. Es gibt halt drei Anlageklassen, die liquide sind, sodass ich als Anleger da einfach investieren
  26. kann. Es gibt den Geldmarkt, ja, es gibt sogenannte Geldmarktfonds, Geldmarkt ETFs. Wenn ich Tagesgeld bei der Bank habe, ist das auch Geldmarkt. Geldmarkt
  27. zeichnet sich dadurch aus, dass ich irgendeinen Zins bekomme und gar keine Schwankungen habe. Das heißt, äh das Vermögen wird sich immer in der ganz
  28. glatten Linie entwickeln. Die Linie ist vielleicht sehr flach. Bei Negativzinsen z.B. für unsere Schweizer Zuschauer ist diese Linie vielleicht auch leicht
  29. fallend, aber es ist immer eine glatte Linie und es gibt gar keine Kursschwankungen und das ist sozusagen die
  30. Form, mit der man am besten Geld parkt, was man auf Sicht von 12 Monaten braucht. Ja, also wenn man sich selber belegt, ich gehe z.B. Ich habe eine
  31. Abfindung gekommen. Ich bin jetzt in Rente, hab kein Einkommen mehr. Die Rentenversicherung reicht nicht für meinen Lebensstandard. Ich habe noch
  32. einen gewissen Bedarf, beispielsweise 2000 € im Monat. Das sind wir es wirklich nur Beispielzahlen. Äh, dann brauche ich also für ein Jahr
  33. 24 000 €. Dann ist das so ein Topf, da kann ich gut das Geld parken, was ich die nächsten 12 Monate brauche. Und ich habe zwar wenig Rendite, aber ich habe
  34. auch überhaupt keine Schwankungen. Gut, eine Stufe weiter oben ist der Anleihemarkt. Anleihen, das ist sind Wertpapiere, die
  35. verbriefen, dass ich einem Unternehmen oder einem Staat Geld leihe für eine bestimmte Zeitraum, 3 5 oder 10 Jahre. Und wenn ich das als ein Portfolio, als
  36. diversifiziertes Portfolio aufsetze, dann habe ich also Zinserträge. Erfahrungsgemäß sind die dann so 2% höher im Jahr als beim Geldmarkt. Das
  37. ist das Positive. Das heißt, ich habe höhere Renditen, höhere Renditererwartungen, aber ich habe auch gewisse Schwankungen, weil diese
  38. Anleihen sind Wertpapiere. Diese Wertpapiere werden gehandelt und so eine äh z.B. einen eine Anleihe, wo ich einem Unternehmen wie Siemens, sagen wir für 5
  39. Jahre Geld leihe und dann bestimmten Zins bekomme. Dieses Wertpapier wird täglich gehandelt und dadurch entstehen auch dann gewisse Kurschwankungen
  40. und insofern ist das ein in dem Sinne konservativer Topf, mit dem ich die Rendite schon mal erhöhe, aber für das ganz kurzfristige Geld parken ist es
  41. dann fast schon wieder zu schwankungsreich. Das ist dann eher aus so einer mittleren Perspektive. So und wenn ich jetzt länger Zeit habe, dann
  42. komme ich zu der dritten Anlageklasse, zu Aktienstrategien. Auch hier aus der Perspektive wieder ganz breit gestreut. Ähm das sind dann
  43. Portfolios, die mindestens 50%, tendenziell aber eher 60, 70% oder 80% im Aktienmarkt investiert sind und damit kann ich dann Aktienmarkt abgreifen. Äh
  44. die sind deswegen besonders hoch, weil ich als Aktionär auch besonders hohe Risiken eingehe. Sprich, ich gebe als Aktionär einem Unternehmen z.B. Siemens
  45. Eigenkapital. Ich kaufe eine Aktie von Siemens und jetzt habe ich eigentlich nichts außer einem Firmenanteil. Ich kriege keinen festen Zins, ich habe
  46. keine feste Rückzahlung, sondern ich habe auf Dauer mich beteiligt an dem Unternehmen. Unser Beispiel war Siemens und wenn es dem Unternehmen gut geht und
  47. das schöne Gewinne erwirtschaftet und sich gut entwickelt, dann werde ich auch einen hohen Ertrag haben und wenn das nicht so ist, dann werde ich eben keinen
  48. Ertrag haben und Unternehmen können eben dann auch mal falsche politische Entscheidungen treffen oder wirtschaftliche Entscheidungen treffen
  49. und dann kann es auch mal richtig Back abgehen. Sieht man jetzt an der deutschen Automobilindustrie. Ähm, aber auch hier wieder
  50. das, was ich jetzt beschreibe, das bezitzt sich immer nur auf sehr, sehr breit gestreute Portfolios und dann habe ich nicht Aktien von einem Unternehmen,
  51. sondern ich habe Aktien von dem Idealfall allen liquiden Unternehmen. Das sind dann 8 9000 Unternehmen auf der Welt. Das heißt, ich bin Aktionär der
  52. Welt AG und dann kann ich mich auch wieder drauf verlassen, dass ich die Erträge, die anfallen, dass Menschen halt arbeiten und Menschen konsumieren,
  53. bei den Unternehmen im Schnitt anfallen. Das ist viel planbarer. Aber ich habe immer noch den verrückten Markt, der halt dann mal alle haben Panik und
  54. verkaufen und dann sind alle euphorisch und kaufen. Also ich habe halt Wertschwankungen auf Jahresicht am Aktienmarkt von 30, 40 %. Das ist
  55. selten, aber nicht unmöglich. Das heißt, bei diesen Aktieninvestitionen, Aktienstrategien ganz langfristig habe ich langfristig eine hohe
  56. Renditererwartung, die auch, wenn ich die historischen Daten anschaue, sehr zuverlässig kommt. Ja, Eigenkapitalrendite schlägt
  57. Fremdkapitalrendite, aber ich habe kurzfristig halt sehr hohe Schwankungen, sodass dieser Topf nur äh dafür da ist äh für die lange Frist. So,
  58. wie kombiniere ich das jetzt? Die meisten Berater im Private Banking kombinieren das so, dass sie dem Kunden dann ein
  59. Mischportfolio empfehlen und dann habe ich halt 10 % Geldmark da drin, 40% Anleihen, 50% Aktien, wie auch immer. Aber es gibt
  60. sozusagen ein Mischportfolio und damit soll sich der Anleger jetzt wohlfühlen und da ist eben unsere Erfahrung, dass das die zweitbeste Lösung ist, eine viel
  61. bessere Lösung, weil viel leichter verständlich, viel leichter steuerbar. Und auch äh von den Ergebnissen dann am Ende viel besser ist, dass man sich drei
  62. Portfolios macht, dass man dass man wie am Anfang schon gesagt in Töpfen denkt. Ich überlege mir also, wie viel Geld brauche ich an einem bestimmten
  63. Stichtag? Sagen wir mal der 15. Am 1.5. jen jeden Jahres, also ich muss mich einen Tag im Jahr mit Geld beschäftigen, ne? Am 1.5. des Jahres
  64. überlege ich mir, wie viel Geld brauche ich als aus meinen Reserven für die nächsten äh 12 Monate. Und in unserem Beispiel am Anfang war es 2000 € können
  65. natürlich auch 200 sein oder 20.000 je nach Lebensstil und natürlich das muss auch genug Geld da sein, um das zu finanzieren und dann komme ich im bei
  66. 2000 komme ich auf 24 000 € für ein Jahr und das kommt in den Geldmarkt. Die Zinsen sind nicht immer gleich, hängt ab, was die Europäische
  67. Zentralbank als Leitzinsen vorgibt. Da gibt's dann sehr gute Geldmarkt ETS. kann ich machen. Habe ich jetzt auch kein Ausfallrisiko seitens einer Bank
  68. und dann bin ich damit erstmal auf der sicheren Seite. Und jetzt wird's eben spannend, weil jetzt bleibt im Idealfall noch was übrig. Ich mache mal eine
  69. einfache Rechnung. 200.000 € sind vielleicht das Anfangskapital beispielsweise eine Abfindung, weil ich bei SAP gearbeitet habe oder so. Da sind
  70. solche Abfindungen bezahlt worden und ähm dann bleiben also 200.000 - 24 000 sind 100 76 000 bleiben dann übrig. Und jetzt die Frage, was mache
  71. ich damit? Und dann ist eben das praktikabelste. Ich denke jetzt wieder in zwei Töpfen und zwar der zweite Topf ist meine Reserve für den ersten Topf.
  72. Der zweite Topfließt dann in den Anleihenmarkt. Damit habe ich schon mal höhere Renditen, deutlich höhere Renditen als
  73. im Geldmarkt normalerweise. Ich habe leichte Schwankungen, aber eben nur leichte Schwankungen und ich habe nicht diese Wildheit des Aktienmarktes. So,
  74. das heißt, ich packe jetzt einen Teil in der Praxis sehr gut erwiesen haben sich z.B. 2 Jahre. Ich packe weitere zwei Jahre in diesen Anlekt. In unserem
  75. Fall sind es 48 000, also 24 000 gehen in Geldmarkt, 48 000 gehen in den Anleihenmarkt und der ganze Rest, da kommen wir dann später drauf, kann dann
  76. in eine aktienlastige Strategie fließen, die halt vor allem dazu dient, Rendite zu generieren und die auch die starken Schwankungen am Aktienmarkt äh äh als
  77. zulässig ansieht. So, und was ist jetzt der Witz der Geschichte? Also, ich habe mein Geld im Geldmarkt und jetzt geht das Jahr zu Ende. Es ist
  78. nähert sich der 15. Wie gesagt, einen Tag im Jahr muss man sich mit seinen Finanzen beschäftigen und dann kann man sich am 1.5. hinsetzen
  79. und kann sich überlegen, habe ich denn überhaupt richtig kalkuliert oder ist Geld übrig geblieben? Habe ich mich verschätzt, brauche ich gar nicht so
  80. viel oder brauche ich vielleicht im nächsten Jahr mehr, weil z.B. Gesundheitskosten gestiegen sind, mit denen ich jetzt rechnen muss? Also, ich
  81. kann mich jedes Jahr neu hinsetzen und nicht fragen, okay, was ist jetzt das Budget, was ich fürs nächste Jahr brauche? Unterstellen wir einfach mal,
  82. ich habe richtig kalkuliert und ich brauche fürs nächste Jahr wieder 24 000. Jetzt kann man sagen, es sind ja auch Erträge angefallen. Ich habe ja
  83. Zinsinnahmen, aber das lassen wir alles mal weg. Das ist Luxus. Ja, weil es gibt auch Inflation, das lassen wir einfach mal weg. Der einfach heralber und das
  84. ist wirklich möglich. Das funktioniert in der Praxis eben genau das, weil man so einfach macht. Okay, das heißt, das Jahr ist zu Ende.
  85. Die 24 000 sind verbraucht aus meinem Geldmarktopf. Ist der erste fünfte und jetzt muss ich den wieder neu füllen. Und jetzt habe ich eben dadurch, dass
  86. ich mich aufgestellt habe mit zwei Töpfen, einem Anleintopf und einer Aktienstrategie, habe ich jetzt eben die Luxituation, dass ich jetzt entscheiden
  87. kann, aus welchem Topf fülle ich meinen Geldmarkt vor. Fall 1, wir sind nicht in einer Aktienmarktkrise und die Aktienmärkte
  88. stehen gut. Das ist in der Regel ja der Fall. Dann fülle ich den Geldmarktopf aus meiner Aktienstrategie. Ich habe damit nicht das Risiko, dass
  89. die Aktienmarktstrategie gerade schlecht steht, weil ich das eben nur mache, wenn sie wenn sie gut steht. So, der Zinstopf bleibt dann wie er ist. Der Fall 2.
  90. Zufällig ist am 1.5. gerade eine Mega Krise und die Aktienmärkte sind 20 30% eingebrochen und es wäre wahnsinnig ungünstig jetzt Aktien zu verkaufen,
  91. kein Problem, dann greife ich auf meinen Zinstopf zu, also diesen Topf 2, bei dem ich in Anleihen investiert bin. Da habe ich 48 000. Das heißt, ich kann es
  92. einfach mal ein Jahr da herausnehmen. Habe meinen Geldmarkt wieder gefüllt für das nächste Jahr. Habe jetzt noch ein Jahr in meinem Zinstopf und den
  93. Aktientopf, den fasse ich gar nicht an. Und so kann ich ein Jahr wieder entspannt leben und dann kommt wieder der erste fünfte. Und jetzt ist es so,
  94. stellen wir uns einfach mal vor, die Aktienmärkte haben sich erholt. Ähm Fall 1, weil die Krisen haben ja immer nur eine bestimmte Haltbarkeit.
  95. Das ist das ökonomisch naheliegend, dass Krisen nicht ewig dauern können, weil die Unternehmen sich halt anpassen und Konsum und Produktion
  96. geht ja irgendwie weiter. Ähm, also sagen wir ein Jahr später hat sich der Aktienmarkt erholt, dann mache ich es so, dass ich jetzt diesen Topf 3 meine
  97. Aktienstrategie angreife und jetzt, wo die Kurse gut stehen, fülle ich damit den Geldmarkt auf und fülle damit auch den Topf 2, den Anleintopf auf, der ja
  98. nicht mehr die Ziel zwei Jahre hat, sondern noch eine hat, weil ich ein Jahr da entnommen habe und so kann ich eben diese Aktienstrategie ideal nutzen und
  99. so geht es ewig weiter. Es kann natürlich auch der Fall auftreten, dass nach einem Jahr wir immer noch in der Megakrise sind.
  100. Ähm, das ist man jetzt nicht mehr gewöhnt, weil Corona und so weiter hat sich immer relativ schnell gelöst. Aber wir hatten schon mal eine Finanzkrise,
  101. die 3 Jahre dauerte. Wir hatten eine neue Marktkrise, die 3 Jahre dauerte und in der Historie kann man das als echte Möglichkeit
  102. ansehen. Es gibt sogar Krisen, die noch länger dauerten, aber das war zu einer anderen Zeit. Da hatte die Zentralbank noch nicht die Funktion, die sie heute
  103. hatte, äh Risiken abzufedern. Da könnte man eine eigene Sendung zu machen, warum drei Jahre da ein ganz guter Zeitraum ist. Aber dazu vielleicht später noch
  104. ein paar Worte. Okay, das heißt, es kann sein, ich bin immer noch in der Megakrise und es ist immer noch ungünstig, die Aktien zu verkaufen. Ja,
  105. gut, ich habe ja noch ein Jahr in meinem Zinstopf in diesem Fall, nicht habe Geldmarkt verbraucht. Erstes Jahr Krise habe ich den Anleintopf angegriffen
  106. schon, aber dann habe ich ja noch ein Jahr. Das heißt, selbst wenn ich im zweiten Jahr noch in der Krise bin, kann ich den noch mal angreifen, ohne dass
  107. ich eine Aktie mit Verlust verkaufen müsste. Und das heißt, ich mache das gleiche wieder ein Jahr später, das sind wir sind jetzt schon im dritten Jahr.
  108. Wenn jetzt tatsächlich immer noch eine Krise wäre, jetzt wäre der erste Fall, wo ich tatsächlich zu ungünstigen Zeitpunkten Aktien verkaufen muss.
  109. Extrem unwahrscheinlich, aber das muss jeder selber wissen, für wie wahrscheinlich er das hält. Keine Anlageempfehlung.
  110. Aber man muss sich vorstellen, nur in diesen Situationen wäre es jetzt schädlich, äh sozusagen zum falschen Zeitpunkt in den Aktienmarkt
  111. eingestiegen zu sein. Bei allen anderen Situationen keine Krise, Krise ein Jahr, Krise 2 Jahr, Krise 3 Jahre wäre es erstmal äh nicht schädlich gewesen.
  112. Und ähm immer wenn die Aktien sozusagen dann hochstehen am Stichtag, kann ich dann beide Töpfe wieder füllen. Ich habe hier eine Grafik mitgebracht, wo man das
  113. äh schön sieht. Der grüne Topf hier, das ist also der Geldmarkt, die Pfeile unten, das ist mein laufender Verbrauch. Da entnehme ich halt das Geld und dieser
  114. Geldmarkt ist also nach einem Jahr dann per Definition leer. Und jetzt habe ich eben diese beiden Töpfe. Topf 2 sind die Anleihen, Topf 3 ist die Aktienstrategie
  115. und je nachdem, wo an diesem Stichtag die Aktienmärkte stehen, nehme ich den linken Topf oder den rechten Topf. Und wenn der Anleihentopf irgendwie dann
  116. auch nicht mehr voll ist an so einem Schichttag, dann muss ich halt die Aktienstrategie äh äh noch mal angreifen, um den zu
  117. füllen. So, und jetzt sieht man, glaube ich, sehr gut, was der große Vorteil ist. Erstens, ich habe keine Komplexität. Ich brauche nicht einen
  118. komplizierten Finanzplan, wo ich mir überlege, was sind meine Kosten in 10 Jahren? Das funktioniert ja alles nicht.
  119. Außerdem brauche ich mir keine großen Gedanken machen, ja, wie viel Zinserträge habe ich denn und so weiter. Das ist alles rauschen, weil das ist
  120. jetzt so eine einfache Betrachtung. Ja, dann habe ich halt ein paar tausend € mehr auf dem Konto als gedacht oder wie auch immer. Das das ist alles
  121. vernachlässigbar. Also, ich muss immer nur für ein Jahr hinausdenken und kann jedes Jahr korrigieren. Äh, der zweite große Vorteil ist, ich kann jetzt mein
  122. persönliches Risiko empfinden sofort äh übersetzen in diese Strategie. Jetzt gibt es z.B. Menschen, die ganz vernünftigerweise sagen,
  123. ich will auch auf der sicheren Seite sein, wenn wir vier Jahre Krise haben. Na gut, dann mache ich den Anleihentopfs halt fünfm Geldmarkt oder viermal
  124. Geldmarkt. Ja, das heißt, ich kann jetzt für mich selber äh ganz einfache Risikoseuerung machen, indem ich mir überlege, wie lang ist die
  125. Krise, die ich aushalten muss, bis ich auf den Aktientopf zugreife. Und wenn man sich da mit jetzt 3 Jahren nicht wohlfühlt, na dann macht man halt
  126. vier Jahre oder man macht 5 Jahre, aber man fährt immer noch renditechnisch viel besser, als wenn man so eine Mischkalkulation macht und sagt, ja,
  127. Aktien sind mir zu riskant oder dies und jenes, ne? Also dieses Intöpfe denken äh ist insofern hochgradig rational und ich kann wirklich nur sagen aus der aus
  128. jetzt 25 Jahren Praxis äh ich mir ist kein Fall bekannt, wo das nicht funktioniert hätte. Und funktionieren heißt, die Menschen fühlen sich auch
  129. sehr sehr wohl damit. Ähm ja, jetzt klar bei der Aktienstrategie kann man
  130. das auch noch ein bisschen steuern. Man kann 80% Aktienquote dort machen oder eben vielleicht nur 60 oder 50%. Aber im Prinzip hat man hier einen sehr
  131. einfachen Kasten, äh ein Baukasten und äh kann sich darüber jetzt seinen eigenen Entnahmeplan ähm konstruieren.
  132. Noch eine Anmerkung dazu. Jetzt gibt's natürlich Menschen, die wissen, dass die Aktienstrategie der Topf 3
  133. stark schwankt, ist mir egal, weil dafür habe ich ihn ja jetzt die nächsten ein 2 D Jahre gar nicht. Und äh ob der sich in drei Jahren wie stark steht, das kann
  134. ich jetzt gar nicht beurteilen. Also, man belastet es mich auch nicht. Es gibt Menschen, die dann sagen: "Ja, aber es belastet mich trotzdem." Ja, ich habe da
  135. eine große Summe und große Summen haben den Effekt, dass 10 % Schwankungen halt auch schon ganz große Summen sind. Und dann kann man sagen, u das belastet mich
  136. aber emotional, deswegen ähm habe ich damit trotzdem ein Problem, obwohl rein rational betrachtet mir natürlich klar ist, dass es mich nicht
  137. belassen sollte. Und äh ich sag dann diesen äh Menschen, wenn sie mich fragen, also wir beraten keine Privatanleger, aber im privaten
  138. Umfeld in der Familie, dann sage ich ja, dann schau halt einfach nicht hin. Ja, das klingt es zwar ein bisschen blöd, aber genauso ist es.
  139. Schau halt nicht hin. Also diesen Topf 3, diesen Langfristtopf, es macht überhaupt keinen Sinn, sich da jeden Tag ein Rechner hochzuladen, die
  140. Kurse anzuschauen, weil es macht ein nur verrückt, weil die Kurse bieten einem überhaupt keine Information, weil man muss einmal im Jahr hinschauen und dann
  141. gibt's nur die Entscheidung, greife ich ihn jetzt an oder greif ih jetzt noch nicht an. Mehr braucht man nicht und alles andere ist rauschen, was einen nur
  142. verrückt macht. Also, bevor man auf so eine Strategie verzichtet und sagt, nee, ist mir alles zu schwankungsreich, ist es besser äh vielleicht sein eigenes
  143. Verhalten in Frage zu stellen. Sofern unsere kurze unser kurzes Video, wir haben ein Dokument dazu, was Sie herunterladen können, dass das alles
  144. noch mal auch beschrieben und auch mit konkreten Beispielen noch hinterlegt. Und ich denke ja machen Sie können es können Sie als Grundlage nehmen, auch
  145. wenn Sie im Private Banking sind als Gespräch mit ihrem Anlageberater oder wie auch immer oder sie können es auch selber umsetzen oder mit ihrem
  146. Honorarberater. Aber ich glaube, damit haben Sie schon mal eine Grundlage ähm möglichst rational sich diesem Thema zu nehmen. Wie teile ich jetzt größere
  147. Summen auf verschiedene Anlageklassen? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. อ