Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Leitfaden zur rationalen Finanzplanung // Dr. Andreas Beck: Geld anlegen und davon leben (2026)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 147 Zeilen
- ist am Anfang genug Gelter ist das Ende meistens gut. In unserem heutigen Video geht es um dieses Zitat von Bert Holbrecht. Herzlich willkommen liebe
- Zuschauer. Heute eine kurze Sendung in eigener Sache. Wir haben zunehmend Anfragen bekommen, wie man mit einem Geldbetragt umgeht, wenn man davon leben
- möchte. Dazu haben wir ein Papier geschrieben und heute eine kurze Erläuterung dazu. Lassen sich überraschen, wie einfach es geht.
- [Musik] Viele sind ja im Leben plötzlich damit konfrontiert oder auch absehbar damit konfrontiert,
- sich mit einer Geldsumme beschäftigen zu müssen. Das Haus wird verkauft, vielleicht ein Erbe, vielleicht eine Schenkung, vielleicht eine Abfindung
- oder auch nach einem gewissen Berufsleben ist eben eine gewisse Summe Geld da. Und jetzt geht es darum, wie kann ich das so verwenden, dass ich
- davon in meinem weiteren Leben möglichst gut davon profitiere? Das ist an sich eine sehr interessante Frage, weil der Sinn und Zweck von Geld ist ja
- letztendlich, dass man damit sein Leben verbessern kann. Man kann die Möglichkeiten, den Handlungsraum, den man hat, verbessern. Und insofern äh
- wäre ich mich gerne dagegen, dass das als Problem dargestellt wird. Wenn jetzt jemand zu Geld gekommen ist und der geht zum
- Bankberater, dann ist das ja oft ein Gespräch mit der Anmutung eines Arztgesprächs. Ja, man muss sich dann kompliziert entscheiden. Risiko oder
- Rendite und Risikoauklärung und so weiter. Ähm, das führt aus unserer Perspektive, aus der Perspektive der Praxis ein wenig am
- Thema vorbei. Und insofern heute ein kurzer Überblick, wie man eine persönliche Finanzplanung aufsetzen kann, die so einfach ist, dass es für
- jeden möglich ist und die auch die Steuerung äh was mutet man sich jetzt zu, inwi weit möchte man, in welche Anlageklasse gehen, sehr einfach zu äh
- beantworten ermöglicht. Also dieses Dilemma, was ja gerne in den Vordergrund gestellt wird, äh es geht um Sicherheit oder Rendite. Ähm wenn dieses
- Dilemma so wäre, ja, dann äh würden die Vermögenden nicht immer vermögender werden. Definitiv niemand will Geld verlieren.
- Niemand trifft eine Anlageentscheidung, weil er sagt, na gut, wenn dann die Hälfte weg ist, auch kein Problem. Ja, sondern eigentlich geht's immer um
- Fristigkeiten. Also, man hat einen gewissen Anlagehorizont. Es geht und es geht immer darum für diesen Anlagehorizont das beste Portfolio zu
- finden und das heißt auch ein Portfolio, welches einen nicht unter Druck setzt, dass man möglicherweise damit Geld verliert, anstatt Geld zu vermehren.
- Und ähm unter diesem Blickwinkel würde ich auch das Thema jetzt beschreiben. Es geht am Ende um Fristigkeiten
- und eigentlich muss man sich als Anleger nur mit der Frage beschäftigen, welche Fristigkeiten in meinem Leben wie verorte und dann ergibt sich der Rest
- automatisch. Mit automatisch meine ich, es gibt ja umfassende Daten aus der Kapitalmarktforschung, so dass es
- eigentlich viel weniger Überraschungen auch gibt, als man glaubt. Z.B. Krisen werden oft als überraschend dargestellt. Dabei ist es ganz normal, dass immer
- wieder eine Krise kommt und wenn man langfristig investiert ist, dann kann man eigentlich damit rechnen, dass man davon auch nicht verschont bleibt und so
- weiter. Das heißt eigentlich ist es sind so viel Daten da, dass es eigentlich eigentlich wenig Überraschungen gibt. So äh in Töpfen denken, in Fristigkeiten
- denken, vielleicht eine ganz kurze abstrakte Einführung. Es gibt halt drei Anlageklassen, die liquide sind, sodass ich als Anleger da einfach investieren
- kann. Es gibt den Geldmarkt, ja, es gibt sogenannte Geldmarktfonds, Geldmarkt ETFs. Wenn ich Tagesgeld bei der Bank habe, ist das auch Geldmarkt. Geldmarkt
- zeichnet sich dadurch aus, dass ich irgendeinen Zins bekomme und gar keine Schwankungen habe. Das heißt, äh das Vermögen wird sich immer in der ganz
- glatten Linie entwickeln. Die Linie ist vielleicht sehr flach. Bei Negativzinsen z.B. für unsere Schweizer Zuschauer ist diese Linie vielleicht auch leicht
- fallend, aber es ist immer eine glatte Linie und es gibt gar keine Kursschwankungen und das ist sozusagen die
- Form, mit der man am besten Geld parkt, was man auf Sicht von 12 Monaten braucht. Ja, also wenn man sich selber belegt, ich gehe z.B. Ich habe eine
- Abfindung gekommen. Ich bin jetzt in Rente, hab kein Einkommen mehr. Die Rentenversicherung reicht nicht für meinen Lebensstandard. Ich habe noch
- einen gewissen Bedarf, beispielsweise 2000 € im Monat. Das sind wir es wirklich nur Beispielzahlen. Äh, dann brauche ich also für ein Jahr
- 24 000 €. Dann ist das so ein Topf, da kann ich gut das Geld parken, was ich die nächsten 12 Monate brauche. Und ich habe zwar wenig Rendite, aber ich habe
- auch überhaupt keine Schwankungen. Gut, eine Stufe weiter oben ist der Anleihemarkt. Anleihen, das ist sind Wertpapiere, die
- verbriefen, dass ich einem Unternehmen oder einem Staat Geld leihe für eine bestimmte Zeitraum, 3 5 oder 10 Jahre. Und wenn ich das als ein Portfolio, als
- diversifiziertes Portfolio aufsetze, dann habe ich also Zinserträge. Erfahrungsgemäß sind die dann so 2% höher im Jahr als beim Geldmarkt. Das
- ist das Positive. Das heißt, ich habe höhere Renditen, höhere Renditererwartungen, aber ich habe auch gewisse Schwankungen, weil diese
- Anleihen sind Wertpapiere. Diese Wertpapiere werden gehandelt und so eine äh z.B. einen eine Anleihe, wo ich einem Unternehmen wie Siemens, sagen wir für 5
- Jahre Geld leihe und dann bestimmten Zins bekomme. Dieses Wertpapier wird täglich gehandelt und dadurch entstehen auch dann gewisse Kurschwankungen
- und insofern ist das ein in dem Sinne konservativer Topf, mit dem ich die Rendite schon mal erhöhe, aber für das ganz kurzfristige Geld parken ist es
- dann fast schon wieder zu schwankungsreich. Das ist dann eher aus so einer mittleren Perspektive. So und wenn ich jetzt länger Zeit habe, dann
- komme ich zu der dritten Anlageklasse, zu Aktienstrategien. Auch hier aus der Perspektive wieder ganz breit gestreut. Ähm das sind dann
- Portfolios, die mindestens 50%, tendenziell aber eher 60, 70% oder 80% im Aktienmarkt investiert sind und damit kann ich dann Aktienmarkt abgreifen. Äh
- die sind deswegen besonders hoch, weil ich als Aktionär auch besonders hohe Risiken eingehe. Sprich, ich gebe als Aktionär einem Unternehmen z.B. Siemens
- Eigenkapital. Ich kaufe eine Aktie von Siemens und jetzt habe ich eigentlich nichts außer einem Firmenanteil. Ich kriege keinen festen Zins, ich habe
- keine feste Rückzahlung, sondern ich habe auf Dauer mich beteiligt an dem Unternehmen. Unser Beispiel war Siemens und wenn es dem Unternehmen gut geht und
- das schöne Gewinne erwirtschaftet und sich gut entwickelt, dann werde ich auch einen hohen Ertrag haben und wenn das nicht so ist, dann werde ich eben keinen
- Ertrag haben und Unternehmen können eben dann auch mal falsche politische Entscheidungen treffen oder wirtschaftliche Entscheidungen treffen
- und dann kann es auch mal richtig Back abgehen. Sieht man jetzt an der deutschen Automobilindustrie. Ähm, aber auch hier wieder
- das, was ich jetzt beschreibe, das bezitzt sich immer nur auf sehr, sehr breit gestreute Portfolios und dann habe ich nicht Aktien von einem Unternehmen,
- sondern ich habe Aktien von dem Idealfall allen liquiden Unternehmen. Das sind dann 8 9000 Unternehmen auf der Welt. Das heißt, ich bin Aktionär der
- Welt AG und dann kann ich mich auch wieder drauf verlassen, dass ich die Erträge, die anfallen, dass Menschen halt arbeiten und Menschen konsumieren,
- bei den Unternehmen im Schnitt anfallen. Das ist viel planbarer. Aber ich habe immer noch den verrückten Markt, der halt dann mal alle haben Panik und
- verkaufen und dann sind alle euphorisch und kaufen. Also ich habe halt Wertschwankungen auf Jahresicht am Aktienmarkt von 30, 40 %. Das ist
- selten, aber nicht unmöglich. Das heißt, bei diesen Aktieninvestitionen, Aktienstrategien ganz langfristig habe ich langfristig eine hohe
- Renditererwartung, die auch, wenn ich die historischen Daten anschaue, sehr zuverlässig kommt. Ja, Eigenkapitalrendite schlägt
- Fremdkapitalrendite, aber ich habe kurzfristig halt sehr hohe Schwankungen, sodass dieser Topf nur äh dafür da ist äh für die lange Frist. So,
- wie kombiniere ich das jetzt? Die meisten Berater im Private Banking kombinieren das so, dass sie dem Kunden dann ein
- Mischportfolio empfehlen und dann habe ich halt 10 % Geldmark da drin, 40% Anleihen, 50% Aktien, wie auch immer. Aber es gibt
- sozusagen ein Mischportfolio und damit soll sich der Anleger jetzt wohlfühlen und da ist eben unsere Erfahrung, dass das die zweitbeste Lösung ist, eine viel
- bessere Lösung, weil viel leichter verständlich, viel leichter steuerbar. Und auch äh von den Ergebnissen dann am Ende viel besser ist, dass man sich drei
- Portfolios macht, dass man dass man wie am Anfang schon gesagt in Töpfen denkt. Ich überlege mir also, wie viel Geld brauche ich an einem bestimmten
- Stichtag? Sagen wir mal der 15. Am 1.5. jen jeden Jahres, also ich muss mich einen Tag im Jahr mit Geld beschäftigen, ne? Am 1.5. des Jahres
- überlege ich mir, wie viel Geld brauche ich als aus meinen Reserven für die nächsten äh 12 Monate. Und in unserem Beispiel am Anfang war es 2000 € können
- natürlich auch 200 sein oder 20.000 je nach Lebensstil und natürlich das muss auch genug Geld da sein, um das zu finanzieren und dann komme ich im bei
- 2000 komme ich auf 24 000 € für ein Jahr und das kommt in den Geldmarkt. Die Zinsen sind nicht immer gleich, hängt ab, was die Europäische
- Zentralbank als Leitzinsen vorgibt. Da gibt's dann sehr gute Geldmarkt ETS. kann ich machen. Habe ich jetzt auch kein Ausfallrisiko seitens einer Bank
- und dann bin ich damit erstmal auf der sicheren Seite. Und jetzt wird's eben spannend, weil jetzt bleibt im Idealfall noch was übrig. Ich mache mal eine
- einfache Rechnung. 200.000 € sind vielleicht das Anfangskapital beispielsweise eine Abfindung, weil ich bei SAP gearbeitet habe oder so. Da sind
- solche Abfindungen bezahlt worden und ähm dann bleiben also 200.000 - 24 000 sind 100 76 000 bleiben dann übrig. Und jetzt die Frage, was mache
- ich damit? Und dann ist eben das praktikabelste. Ich denke jetzt wieder in zwei Töpfen und zwar der zweite Topf ist meine Reserve für den ersten Topf.
- Der zweite Topfließt dann in den Anleihenmarkt. Damit habe ich schon mal höhere Renditen, deutlich höhere Renditen als
- im Geldmarkt normalerweise. Ich habe leichte Schwankungen, aber eben nur leichte Schwankungen und ich habe nicht diese Wildheit des Aktienmarktes. So,
- das heißt, ich packe jetzt einen Teil in der Praxis sehr gut erwiesen haben sich z.B. 2 Jahre. Ich packe weitere zwei Jahre in diesen Anlekt. In unserem
- Fall sind es 48 000, also 24 000 gehen in Geldmarkt, 48 000 gehen in den Anleihenmarkt und der ganze Rest, da kommen wir dann später drauf, kann dann
- in eine aktienlastige Strategie fließen, die halt vor allem dazu dient, Rendite zu generieren und die auch die starken Schwankungen am Aktienmarkt äh äh als
- zulässig ansieht. So, und was ist jetzt der Witz der Geschichte? Also, ich habe mein Geld im Geldmarkt und jetzt geht das Jahr zu Ende. Es ist
- nähert sich der 15. Wie gesagt, einen Tag im Jahr muss man sich mit seinen Finanzen beschäftigen und dann kann man sich am 1.5. hinsetzen
- und kann sich überlegen, habe ich denn überhaupt richtig kalkuliert oder ist Geld übrig geblieben? Habe ich mich verschätzt, brauche ich gar nicht so
- viel oder brauche ich vielleicht im nächsten Jahr mehr, weil z.B. Gesundheitskosten gestiegen sind, mit denen ich jetzt rechnen muss? Also, ich
- kann mich jedes Jahr neu hinsetzen und nicht fragen, okay, was ist jetzt das Budget, was ich fürs nächste Jahr brauche? Unterstellen wir einfach mal,
- ich habe richtig kalkuliert und ich brauche fürs nächste Jahr wieder 24 000. Jetzt kann man sagen, es sind ja auch Erträge angefallen. Ich habe ja
- Zinsinnahmen, aber das lassen wir alles mal weg. Das ist Luxus. Ja, weil es gibt auch Inflation, das lassen wir einfach mal weg. Der einfach heralber und das
- ist wirklich möglich. Das funktioniert in der Praxis eben genau das, weil man so einfach macht. Okay, das heißt, das Jahr ist zu Ende.
- Die 24 000 sind verbraucht aus meinem Geldmarktopf. Ist der erste fünfte und jetzt muss ich den wieder neu füllen. Und jetzt habe ich eben dadurch, dass
- ich mich aufgestellt habe mit zwei Töpfen, einem Anleintopf und einer Aktienstrategie, habe ich jetzt eben die Luxituation, dass ich jetzt entscheiden
- kann, aus welchem Topf fülle ich meinen Geldmarkt vor. Fall 1, wir sind nicht in einer Aktienmarktkrise und die Aktienmärkte
- stehen gut. Das ist in der Regel ja der Fall. Dann fülle ich den Geldmarktopf aus meiner Aktienstrategie. Ich habe damit nicht das Risiko, dass
- die Aktienmarktstrategie gerade schlecht steht, weil ich das eben nur mache, wenn sie wenn sie gut steht. So, der Zinstopf bleibt dann wie er ist. Der Fall 2.
- Zufällig ist am 1.5. gerade eine Mega Krise und die Aktienmärkte sind 20 30% eingebrochen und es wäre wahnsinnig ungünstig jetzt Aktien zu verkaufen,
- kein Problem, dann greife ich auf meinen Zinstopf zu, also diesen Topf 2, bei dem ich in Anleihen investiert bin. Da habe ich 48 000. Das heißt, ich kann es
- einfach mal ein Jahr da herausnehmen. Habe meinen Geldmarkt wieder gefüllt für das nächste Jahr. Habe jetzt noch ein Jahr in meinem Zinstopf und den
- Aktientopf, den fasse ich gar nicht an. Und so kann ich ein Jahr wieder entspannt leben und dann kommt wieder der erste fünfte. Und jetzt ist es so,
- stellen wir uns einfach mal vor, die Aktienmärkte haben sich erholt. Ähm Fall 1, weil die Krisen haben ja immer nur eine bestimmte Haltbarkeit.
- Das ist das ökonomisch naheliegend, dass Krisen nicht ewig dauern können, weil die Unternehmen sich halt anpassen und Konsum und Produktion
- geht ja irgendwie weiter. Ähm, also sagen wir ein Jahr später hat sich der Aktienmarkt erholt, dann mache ich es so, dass ich jetzt diesen Topf 3 meine
- Aktienstrategie angreife und jetzt, wo die Kurse gut stehen, fülle ich damit den Geldmarkt auf und fülle damit auch den Topf 2, den Anleintopf auf, der ja
- nicht mehr die Ziel zwei Jahre hat, sondern noch eine hat, weil ich ein Jahr da entnommen habe und so kann ich eben diese Aktienstrategie ideal nutzen und
- so geht es ewig weiter. Es kann natürlich auch der Fall auftreten, dass nach einem Jahr wir immer noch in der Megakrise sind.
- Ähm, das ist man jetzt nicht mehr gewöhnt, weil Corona und so weiter hat sich immer relativ schnell gelöst. Aber wir hatten schon mal eine Finanzkrise,
- die 3 Jahre dauerte. Wir hatten eine neue Marktkrise, die 3 Jahre dauerte und in der Historie kann man das als echte Möglichkeit
- ansehen. Es gibt sogar Krisen, die noch länger dauerten, aber das war zu einer anderen Zeit. Da hatte die Zentralbank noch nicht die Funktion, die sie heute
- hatte, äh Risiken abzufedern. Da könnte man eine eigene Sendung zu machen, warum drei Jahre da ein ganz guter Zeitraum ist. Aber dazu vielleicht später noch
- ein paar Worte. Okay, das heißt, es kann sein, ich bin immer noch in der Megakrise und es ist immer noch ungünstig, die Aktien zu verkaufen. Ja,
- gut, ich habe ja noch ein Jahr in meinem Zinstopf in diesem Fall, nicht habe Geldmarkt verbraucht. Erstes Jahr Krise habe ich den Anleintopf angegriffen
- schon, aber dann habe ich ja noch ein Jahr. Das heißt, selbst wenn ich im zweiten Jahr noch in der Krise bin, kann ich den noch mal angreifen, ohne dass
- ich eine Aktie mit Verlust verkaufen müsste. Und das heißt, ich mache das gleiche wieder ein Jahr später, das sind wir sind jetzt schon im dritten Jahr.
- Wenn jetzt tatsächlich immer noch eine Krise wäre, jetzt wäre der erste Fall, wo ich tatsächlich zu ungünstigen Zeitpunkten Aktien verkaufen muss.
- Extrem unwahrscheinlich, aber das muss jeder selber wissen, für wie wahrscheinlich er das hält. Keine Anlageempfehlung.
- Aber man muss sich vorstellen, nur in diesen Situationen wäre es jetzt schädlich, äh sozusagen zum falschen Zeitpunkt in den Aktienmarkt
- eingestiegen zu sein. Bei allen anderen Situationen keine Krise, Krise ein Jahr, Krise 2 Jahr, Krise 3 Jahre wäre es erstmal äh nicht schädlich gewesen.
- Und ähm immer wenn die Aktien sozusagen dann hochstehen am Stichtag, kann ich dann beide Töpfe wieder füllen. Ich habe hier eine Grafik mitgebracht, wo man das
- äh schön sieht. Der grüne Topf hier, das ist also der Geldmarkt, die Pfeile unten, das ist mein laufender Verbrauch. Da entnehme ich halt das Geld und dieser
- Geldmarkt ist also nach einem Jahr dann per Definition leer. Und jetzt habe ich eben diese beiden Töpfe. Topf 2 sind die Anleihen, Topf 3 ist die Aktienstrategie
- und je nachdem, wo an diesem Stichtag die Aktienmärkte stehen, nehme ich den linken Topf oder den rechten Topf. Und wenn der Anleihentopf irgendwie dann
- auch nicht mehr voll ist an so einem Schichttag, dann muss ich halt die Aktienstrategie äh äh noch mal angreifen, um den zu
- füllen. So, und jetzt sieht man, glaube ich, sehr gut, was der große Vorteil ist. Erstens, ich habe keine Komplexität. Ich brauche nicht einen
- komplizierten Finanzplan, wo ich mir überlege, was sind meine Kosten in 10 Jahren? Das funktioniert ja alles nicht.
- Außerdem brauche ich mir keine großen Gedanken machen, ja, wie viel Zinserträge habe ich denn und so weiter. Das ist alles rauschen, weil das ist
- jetzt so eine einfache Betrachtung. Ja, dann habe ich halt ein paar tausend € mehr auf dem Konto als gedacht oder wie auch immer. Das das ist alles
- vernachlässigbar. Also, ich muss immer nur für ein Jahr hinausdenken und kann jedes Jahr korrigieren. Äh, der zweite große Vorteil ist, ich kann jetzt mein
- persönliches Risiko empfinden sofort äh übersetzen in diese Strategie. Jetzt gibt es z.B. Menschen, die ganz vernünftigerweise sagen,
- ich will auch auf der sicheren Seite sein, wenn wir vier Jahre Krise haben. Na gut, dann mache ich den Anleihentopfs halt fünfm Geldmarkt oder viermal
- Geldmarkt. Ja, das heißt, ich kann jetzt für mich selber äh ganz einfache Risikoseuerung machen, indem ich mir überlege, wie lang ist die
- Krise, die ich aushalten muss, bis ich auf den Aktientopf zugreife. Und wenn man sich da mit jetzt 3 Jahren nicht wohlfühlt, na dann macht man halt
- vier Jahre oder man macht 5 Jahre, aber man fährt immer noch renditechnisch viel besser, als wenn man so eine Mischkalkulation macht und sagt, ja,
- Aktien sind mir zu riskant oder dies und jenes, ne? Also dieses Intöpfe denken äh ist insofern hochgradig rational und ich kann wirklich nur sagen aus der aus
- jetzt 25 Jahren Praxis äh ich mir ist kein Fall bekannt, wo das nicht funktioniert hätte. Und funktionieren heißt, die Menschen fühlen sich auch
- sehr sehr wohl damit. Ähm ja, jetzt klar bei der Aktienstrategie kann man
- das auch noch ein bisschen steuern. Man kann 80% Aktienquote dort machen oder eben vielleicht nur 60 oder 50%. Aber im Prinzip hat man hier einen sehr
- einfachen Kasten, äh ein Baukasten und äh kann sich darüber jetzt seinen eigenen Entnahmeplan ähm konstruieren.
- Noch eine Anmerkung dazu. Jetzt gibt's natürlich Menschen, die wissen, dass die Aktienstrategie der Topf 3
- stark schwankt, ist mir egal, weil dafür habe ich ihn ja jetzt die nächsten ein 2 D Jahre gar nicht. Und äh ob der sich in drei Jahren wie stark steht, das kann
- ich jetzt gar nicht beurteilen. Also, man belastet es mich auch nicht. Es gibt Menschen, die dann sagen: "Ja, aber es belastet mich trotzdem." Ja, ich habe da
- eine große Summe und große Summen haben den Effekt, dass 10 % Schwankungen halt auch schon ganz große Summen sind. Und dann kann man sagen, u das belastet mich
- aber emotional, deswegen ähm habe ich damit trotzdem ein Problem, obwohl rein rational betrachtet mir natürlich klar ist, dass es mich nicht
- belassen sollte. Und äh ich sag dann diesen äh Menschen, wenn sie mich fragen, also wir beraten keine Privatanleger, aber im privaten
- Umfeld in der Familie, dann sage ich ja, dann schau halt einfach nicht hin. Ja, das klingt es zwar ein bisschen blöd, aber genauso ist es.
- Schau halt nicht hin. Also diesen Topf 3, diesen Langfristtopf, es macht überhaupt keinen Sinn, sich da jeden Tag ein Rechner hochzuladen, die
- Kurse anzuschauen, weil es macht ein nur verrückt, weil die Kurse bieten einem überhaupt keine Information, weil man muss einmal im Jahr hinschauen und dann
- gibt's nur die Entscheidung, greife ich ihn jetzt an oder greif ih jetzt noch nicht an. Mehr braucht man nicht und alles andere ist rauschen, was einen nur
- verrückt macht. Also, bevor man auf so eine Strategie verzichtet und sagt, nee, ist mir alles zu schwankungsreich, ist es besser äh vielleicht sein eigenes
- Verhalten in Frage zu stellen. Sofern unsere kurze unser kurzes Video, wir haben ein Dokument dazu, was Sie herunterladen können, dass das alles
- noch mal auch beschrieben und auch mit konkreten Beispielen noch hinterlegt. Und ich denke ja machen Sie können es können Sie als Grundlage nehmen, auch
- wenn Sie im Private Banking sind als Gespräch mit ihrem Anlageberater oder wie auch immer oder sie können es auch selber umsetzen oder mit ihrem
- Honorarberater. Aber ich glaube, damit haben Sie schon mal eine Grundlage ähm möglichst rational sich diesem Thema zu nehmen. Wie teile ich jetzt größere
- Summen auf verschiedene Anlageklassen? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. อ