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Das Erbe der Diakonissen: Ein Leben für Gott und die Diakonie Bethanien
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 96 Zeilen
- [Musik] Gott hat einen rausgerufen aus dem Alltag und nicht, dass wir was Besonderes wären, aber es ist was
- anderes unseren Weg gehen, dass wir eine Tracht anhaben, das haben wir andere Menschen auch nicht diese Diakonissentracht und das ist schon was
- besonderes, aber nicht, dass wir was Besonderes sind, sondern wir unterscheiden uns nur rein. äußerlich. Ja. Und auch in der Zinnung manchmal,
- dass wir wirklich Gott dienen möchten, dass man demnächsten wirklich Schwester ist. Ja, für mich ist das meine Familie. Wir haben unser Leben denn so gestaltet.
- Wir wurden so geführt. Guten Morgen, ihr Lieben. So, heute frühstücken wir. Guten Morgen. Eines Tages hat mich dann Gott doch so
- angesprochen, dass ich dir genisse werden soll. Ja. Und natürlich prüft man solche Entscheidungen. Das macht man nicht so einfach locker, wie ein paar
- Schuhe kaufen, ne? Ja. dass ich den Ruf hatte von Gottes zu werden und ich konnte nicht anders als ihm folgten und hab es auch nie bereut, dass eben Gott
- nicht, ich sag mal, mein Arbeitgeber ist, sondern dass Gott einer ist, der mich liebt. Was nah ist und was ferne von Gott kommt alles her. Der
- Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm das schöne Frühlingswetter und Schnee und
- Ungestüm. Einmal die Gemeinschaft, dass man sich da reinfügen muss, dass man seinen Platz dort findet. Ja, jeder hat seine Eigenschaften und jeder hatte auch
- zum Teil von zu Hause auch schon was anderes gelernt. Die Brüder sagten, musst du das machen? Das war ein Ruf und das galt das muss man machen, sonst wä
- man nicht glücklich dabei geworden. Weil unser Mutterhaus nur in der Westdeutschland war, wollte ich in unser Mutterhaus eintreten und da musste
- ich dann nach dem Westen gehen und das war Abschied nehmen von zu Hause. Kochst du heute wieder Marmelade? Jetzt habe ich jetzt schon gestern
- aufgearbeitet, die zwitschen, die ich da noch hatte, die noch in der am Balkon bei mir waren und das war schon anstrengend. Ja. Ja, hast
- du glaub ich meine ist sowieso immer erstaunlich, du mit 93, was du da alles noch wirkst. Vollerblüte und das ist alles
- vonblüte. Ja. Und das ganz frisch gekochte zwitschmelade. Wir kommen ja von zu
- Hause aus vom Bauernhof und da haben wir als Kinder schon Bromben gesammelt und Gelee gekocht, die Eltern und sowas. Also irgendwie habe ich das schon von zu
- Hause so im Herzen bisschen so mit sammeln und einkochen und sowas gehabt. Wir sind hier im Diakonissen Mutterhaus und das ist im Prinzip das Zuhause aller
- Diaonissen. Jetzt wo die meisten von ihnen im ihrem sogenannten Feierabend oder in der Rente, so würden wir es sagen, sind es ist ihr Zuhause. Nur ist
- es inzwischen so, es leben nicht mehr wie anfangs 90 Diakonissen hier, sondern sind andere Bewohnergruppen noch hinzugekommen im Laufe der Jahre.
- [Musik] Ordensleute leben ja nach den drei evangelischen Rätten Armut, Keuschert und Gehorsame. Dann hat man eine
- Obrigkeit, die überein bestimmt, wie unser Lebenslauf geht. Ich konnte mir ein Leben einer Frau gar nicht anders vorstellen als mit Kindern. Von daher
- war das eigentlich der Punkt, der mir am schwersten gefallen ist. darauf zu verzichten. Wir bekommen vom Mutterhaus eben unser Zuhause, Wohnung, Kleidung,
- Ernährung, ja, Urlaubsgeld und dann auch pro Monat immer ein Geld, das wird so zur freien Verfügung haben. Ja, und dieser Punkt
- war für mich ein bisschen m da musste ich hin und her überlegen, weil ich gerne so die Selbständigkeit behalten wollte, nicht? Natürlich kann
- man nicht alles machen, was andere Leute machen, die viel Geld haben, aber zufrieden mit dem und ja,
- so ruhen in Gott, das habe ich so erlebt. [Musik] Ja. Ja, die Diakonissen sind quasi das
- Wurzelwerk von Britanien. Mit ihnen hat alles angefangen. Auf den ersten Diakonissen, die die Arbeit begonnen haben, sind dann mehr dazu
- gekommen. Es ist aufgebaut worden und jetzt bildet quasi bilden quasi die Gebete des Mutterhauses so das Fundament ähm für die ganze Arbeit. Und auch wenn
- dann fast keine oder kaum noch Diagonissen da sind, die anderen übernehmen die Aufgabe, die jetzt im Mutterhaus leben, die übernehmen die
- Aufgabe, um ähm ja, dass das Werk auch eben durch das Gebet getragen
- ist. Das ist wirklich eine große inhaltliche innere Herausforderung, glaube ich, für die Diakonie Britanien. Ähm, weil die Diakonisten so der der
- Kern waren. Schwester Osula hat ja mal gesagt, sie sind immer noch die Seele des Ganzen. Ein Freund ist unser Jesus. Oh, wie hoch ist
- erhöht. Er hat uns mit Gott versöhnet und vertritt uns im Gebet.
- diet immer mal was einem schwer fällt auch wenn man zu einer Person gehen sollte die schwierig war und dann als ich wurde ich noch mal gefragt das ob
- ich nach Dessau in Sachsenanhalt gehe dort hatte Britanien eine Therapieeinrichtung für suchtkranke Männer 17 Männern dann waren da 33
- Männer und Schwester Ursel die wohnten unter einem Dach Ja, ich fühlte mich gerufen in die DDR zu gehen wieder. Fand das als Unrecht im goldenen Westen zu
- sein. Da bin ich in die DDR gekommen und da habe ich als Kranken Gemeindeschwester gearbeitet und in Ostdeutschland auch in der Politik
- musste man ja vorsichtig sein. Man kann nicht durfte nicht alles sagen, was man dachte, wenn man gegen die Regierung war. Also langweilig war es mir wirklich
- nicht in meinem Diaconisse leben und jetzt lebe ich im Ruhestand, aber ich bin Gott sei Dank noch einigermaßen fit und zweimal in der
- Woche mache ich Gymnastik mit Menschen hier aus dem Mutterhaus. Wir lockern ein bisschen und dann machen wir die nächste Übung. Das ist ja die Siegerkose, ne?
- Gut, also langsam heben und ganz langsam wieder ab. Das reicht. Gut, ich war im Krankenhaus Jahre und dann war
- ich im altenheimloch die letzten Jahre als Pflegerin und das hat mir immer Freude
- gemacht, auch wenn es manchmal schwer war. Ja, das war lange auch. Ich habe die ganze Wäsche
- gewaschen. Das waren 100 Betten. Wenn die Gäste weg waren, dann musste alles gründlich gemacht werden. Manchmal haben manche auch schon gespottet, haben
- gesagt, der Besenstil wurde geschruppt. [Musik]
- Kleider sind verschieden. Ja, ich habe Tüpfenkleid. Sie hat Tüpfenk. Ich bin die einzig, die alles tracht, aber ist unterschiedlich für
- Woche, Tag und Sonntag und früher waren die Kleider ja ganz lang, ich weiß nicht wie viel von dem Boden aus 20 cm glaube ich hatten wir ganz lange. Es gab auch
- mal die Zeit, wo Minimode modern war und da waren auch unsere Kleider kurz, ne? Also da war ich kürzer und die größte Veränderung war ja als die Schleifen
- hier wegkamen, ne? Ich habe sowas ja nicht getragen. Oh, ich ja. Ja, ja, ja. Ich habe sie gerne getagen, die Schleifen. Ja, seh gut aus. Da musste
- man beim Essen immer aufpassen, dass Spinat gab, ne? Oder Tomatensuppe, das ist auch immer passend. Und wir schauen, wie das Dia
- Kulissenkleid vor 100 Jahren aussah. Mit Modell Hanna sehen wir eine Diakonisse beim
- [Musik] Ausgang. Sie ist vorschriftsmäßig mit dem schwarzen Mantel bekleidet. Ein
- farblicher Blickpunkt und zugleich ein reizvoller Kontrast ergibt sich durch den weißen Kragen des Kleides, der über dem Halsausschnitt des Mantels getragen
- wird. vorne zusätzlich betont durch die Schleife. Ein Zeichen für die Gebundenheit. Ein herzlichen Applaus für Modell Hanna.
- So, nun also ich begrüße Sie und euch ganz herzlich zu dieser Morgenandacht hier im Anlachtsraum des Mutterhauses gut gefüllt und in den Häusern
- Betritanien, in denen Sie uns zu hören und zu sehen. Und wir beginnen die Morgenandacht mit Lied 5. Zu Beginn die Strophen 1 und 2.
- Herren den mächtigen König der Ehreen meine geliebete Seele, das ist meine Gehiren.
- Die Diakonie Britanien wurde 1896 gegründet von Pastoren aus dem Bundfreier evangelischer Gemeinden, die das als Anliegen hatten, eben ihrem
- Christsein ähm Ausdruck zu geben, der tätigen Liebe Gottes Ausdruck zu geben in dieser Welt. Und von Anfang an gab es da
- [Musik] Diakonissen. Der Herr ist mein Härte, drum fürchte ich mich nicht. Er führet mich sicher durch Dunkel und Licht. Ich
- stelle mir die Frage heute nicht mehr, brauchen wir mehr Diakonissen? Dafür bin ich einfach zu realistisch. In unserer
- Schwesternemeinschaft gibt es keine Diakonissen mehr. Aber ich weiß, dass auch unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger, also meine Kolleginnen und
- Kollegen ähm, die jetzt nicht Diakonisse sind oder Diakon, die werden genauso gerne ähm angenommen, das Angebot derer, die freuen sich über die Besuche und ähm
- ja, fragen danach. Das ist einfach so. Du den Herren, der sich an dein Leben gesegnet.
- In 1998 bin ich dann hierher gekommen oder habe dann begonnen mit dem oberen Amt.
- Ja, und das war ich dann bis Frau Jakobs mich dann ablöste 2011. Für die Schwestern, die es bis dahin gar
- nicht kannten, dass eine zivile Leitung hier war, eine enorme Veränderung. Natürlich war es befremden plötzlich nicht jemand
- mit Tracht, sondern mit Hose vor sich zu haben. Aber es kommt auf die Beziehung zu Jesus an, dass jeder davon erfüllt ist. Ich bin von ihm angenommen,
- erwählt, gemacht, berufen auch hier ähm zu leben, sich einzubringen und auf dieser Ebene hat haben wir ganz schnell Vertrauen
- zueinander aufbauen können und ich meine es ist gut gelungen, wenn wir keine Diagonisten haben. Wir haben aber ganz tüchtige Nachfolger, die auch im Glauben
- stehen, nur ohne Haube. Als ich eingetreten bin, da sitzten sich die Schwestern alle noch. Mhm. Ja. Ja. Und dann haben wir junge Schwestern, wir
- waren zu dritt, dann haben wir gesagt, äh, das soll doch unsere Familie werden. Warum sitzen die sich alle untereinander, ne? Das dann hat unsere
- Oberin, die damals mit uns zusammen war, hat die dann gesagt, da habt ihr auch recht. Also ab sofort, ich bin die Schwester Ilse und du. Es gab auch
- Schwestern, die echt befreundet waren und die trotzdem sie zueinander sagten. Ja, da habe ich zwei so ganz spontan im Kopf. Mm.
- [Musik] Die Zeiten haben sich auf jeden Fall geändert. Äh wenn wir die nach den drei evangelischen Räten lieben Armut
- Keuschert gehorsam, dann passt das heutzutage überhaupt nicht mehr. Dankbarkeit, Freude an den an der Arbeit. Hier unsere
- Pflegerinnen, die macht das auch glücklich. Die mussten die letzte Zeit so oft einspringen noch, weil welche krank geworden war und welche in Urlaub
- waren, aber da war kein Muren oder Unzufrieden sein. Sie kamen und haben
- geholfen. Ja, es hat mich sehr beeindruckt. Dieser Geist, der lebt ja weiter in Menschen, die gläubig sind,
- sag ich jetzt mal, oder sich bewusst dazu entschieden haben und die versuchen auch eben diesen diese Säule weiterzutragen, diese Nächsten Liebe,
- diese Anteilnahme, ja, und eben auch ähm unterwegs zu sein in diesem Werk, seine Aufgaben zu erfüllen, ähm Leben helfen
- und dafür beten wir auch bete ich auch, dass die Mitarbeiter immer wieder gestärkt werden für diese schwere
- Aufgabe, dass sie mit Liebe und mit Barmherzigkeit und mit Geduld den Menschen begegnen auch sich ein bisschen in den anderen reinversetzt. Natürlich,
- wenn man hier arbeitet, weiß man auch um unsere Diakonissen und ja, ich denke, dass wir auch wissen, ähm, dass das eigentlich unsere Base ist, unsere DNA
- ist, man. fragt nach dem allgemeinen wohl, was das richtige richtige ist, das wichtigste und dass man das dann auch macht.
- zahlt ist etwas, was ähm ja ähm was viele Pflegekräfte heute nicht mehr haben,
- ähm weil sie einfach unter diesem Druck stehen. Und trotzdem ähm ist eine ist ist die Haltung, wie sie den Menschen
- gegenübertreten, die spürt man. Und wenn sie in dieser, wenn man in dieser Haltung den Menschen begegnet, ähm dass sie wertvoll sind, äh und dass
- sie ähm dass man die Arbeit gern macht und dass sie es wert sind, dass die Arbeit dass dass sie da sind und
- dass man dass sie auch die Hilfe in Anspruch nehmen dürfen, die man ihnen die sie brauchen. Und was wir zunehmend vermitteln möchten, ist dieser Geist.
- Wir erwarten von Menschen nur menschliches. Nur das, was Menschen möglich ist, erwarten wir von Menschen. Und das Menschen Unmögliche, das
- erwarten wir von Gott. Das dazu inspirieren uns die Diakonissen, dass die ja diese Spuren, dieses Erbe der Diakonissen erhalten bleibt. Man wünscht
- ja, dass dass das Werk wirklich von innen her so in dem Geist der Diakonisten weitergeführt wird, nicht also im Geist Jesu Christi. Ja, das das
- ist uns wichtig. [Musik] [Musik]
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