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Das Erbe der Diakonissen: Ein Leben für Gott und die Diakonie Bethanien

Diakonie Bethanien20:15 60.678 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 96 Zeilen
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  1. [Musik] Gott hat einen rausgerufen aus dem Alltag und nicht, dass wir was Besonderes wären, aber es ist was
  2. anderes unseren Weg gehen, dass wir eine Tracht anhaben, das haben wir andere Menschen auch nicht diese Diakonissentracht und das ist schon was
  3. besonderes, aber nicht, dass wir was Besonderes sind, sondern wir unterscheiden uns nur rein. äußerlich. Ja. Und auch in der Zinnung manchmal,
  4. dass wir wirklich Gott dienen möchten, dass man demnächsten wirklich Schwester ist. Ja, für mich ist das meine Familie. Wir haben unser Leben denn so gestaltet.
  5. Wir wurden so geführt. Guten Morgen, ihr Lieben. So, heute frühstücken wir. Guten Morgen. Eines Tages hat mich dann Gott doch so
  6. angesprochen, dass ich dir genisse werden soll. Ja. Und natürlich prüft man solche Entscheidungen. Das macht man nicht so einfach locker, wie ein paar
  7. Schuhe kaufen, ne? Ja. dass ich den Ruf hatte von Gottes zu werden und ich konnte nicht anders als ihm folgten und hab es auch nie bereut, dass eben Gott
  8. nicht, ich sag mal, mein Arbeitgeber ist, sondern dass Gott einer ist, der mich liebt. Was nah ist und was ferne von Gott kommt alles her. Der
  9. Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm das schöne Frühlingswetter und Schnee und
  10. Ungestüm. Einmal die Gemeinschaft, dass man sich da reinfügen muss, dass man seinen Platz dort findet. Ja, jeder hat seine Eigenschaften und jeder hatte auch
  11. zum Teil von zu Hause auch schon was anderes gelernt. Die Brüder sagten, musst du das machen? Das war ein Ruf und das galt das muss man machen, sonst wä
  12. man nicht glücklich dabei geworden. Weil unser Mutterhaus nur in der Westdeutschland war, wollte ich in unser Mutterhaus eintreten und da musste
  13. ich dann nach dem Westen gehen und das war Abschied nehmen von zu Hause. Kochst du heute wieder Marmelade? Jetzt habe ich jetzt schon gestern
  14. aufgearbeitet, die zwitschen, die ich da noch hatte, die noch in der am Balkon bei mir waren und das war schon anstrengend. Ja. Ja, hast
  15. du glaub ich meine ist sowieso immer erstaunlich, du mit 93, was du da alles noch wirkst. Vollerblüte und das ist alles
  16. vonblüte. Ja. Und das ganz frisch gekochte zwitschmelade. Wir kommen ja von zu
  17. Hause aus vom Bauernhof und da haben wir als Kinder schon Bromben gesammelt und Gelee gekocht, die Eltern und sowas. Also irgendwie habe ich das schon von zu
  18. Hause so im Herzen bisschen so mit sammeln und einkochen und sowas gehabt. Wir sind hier im Diakonissen Mutterhaus und das ist im Prinzip das Zuhause aller
  19. Diaonissen. Jetzt wo die meisten von ihnen im ihrem sogenannten Feierabend oder in der Rente, so würden wir es sagen, sind es ist ihr Zuhause. Nur ist
  20. es inzwischen so, es leben nicht mehr wie anfangs 90 Diakonissen hier, sondern sind andere Bewohnergruppen noch hinzugekommen im Laufe der Jahre.
  21. [Musik] Ordensleute leben ja nach den drei evangelischen Rätten Armut, Keuschert und Gehorsame. Dann hat man eine
  22. Obrigkeit, die überein bestimmt, wie unser Lebenslauf geht. Ich konnte mir ein Leben einer Frau gar nicht anders vorstellen als mit Kindern. Von daher
  23. war das eigentlich der Punkt, der mir am schwersten gefallen ist. darauf zu verzichten. Wir bekommen vom Mutterhaus eben unser Zuhause, Wohnung, Kleidung,
  24. Ernährung, ja, Urlaubsgeld und dann auch pro Monat immer ein Geld, das wird so zur freien Verfügung haben. Ja, und dieser Punkt
  25. war für mich ein bisschen m da musste ich hin und her überlegen, weil ich gerne so die Selbständigkeit behalten wollte, nicht? Natürlich kann
  26. man nicht alles machen, was andere Leute machen, die viel Geld haben, aber zufrieden mit dem und ja,
  27. so ruhen in Gott, das habe ich so erlebt. [Musik] Ja. Ja, die Diakonissen sind quasi das
  28. Wurzelwerk von Britanien. Mit ihnen hat alles angefangen. Auf den ersten Diakonissen, die die Arbeit begonnen haben, sind dann mehr dazu
  29. gekommen. Es ist aufgebaut worden und jetzt bildet quasi bilden quasi die Gebete des Mutterhauses so das Fundament ähm für die ganze Arbeit. Und auch wenn
  30. dann fast keine oder kaum noch Diagonissen da sind, die anderen übernehmen die Aufgabe, die jetzt im Mutterhaus leben, die übernehmen die
  31. Aufgabe, um ähm ja, dass das Werk auch eben durch das Gebet getragen
  32. ist. Das ist wirklich eine große inhaltliche innere Herausforderung, glaube ich, für die Diakonie Britanien. Ähm, weil die Diakonisten so der der
  33. Kern waren. Schwester Osula hat ja mal gesagt, sie sind immer noch die Seele des Ganzen. Ein Freund ist unser Jesus. Oh, wie hoch ist
  34. erhöht. Er hat uns mit Gott versöhnet und vertritt uns im Gebet.
  35. diet immer mal was einem schwer fällt auch wenn man zu einer Person gehen sollte die schwierig war und dann als ich wurde ich noch mal gefragt das ob
  36. ich nach Dessau in Sachsenanhalt gehe dort hatte Britanien eine Therapieeinrichtung für suchtkranke Männer 17 Männern dann waren da 33
  37. Männer und Schwester Ursel die wohnten unter einem Dach Ja, ich fühlte mich gerufen in die DDR zu gehen wieder. Fand das als Unrecht im goldenen Westen zu
  38. sein. Da bin ich in die DDR gekommen und da habe ich als Kranken Gemeindeschwester gearbeitet und in Ostdeutschland auch in der Politik
  39. musste man ja vorsichtig sein. Man kann nicht durfte nicht alles sagen, was man dachte, wenn man gegen die Regierung war. Also langweilig war es mir wirklich
  40. nicht in meinem Diaconisse leben und jetzt lebe ich im Ruhestand, aber ich bin Gott sei Dank noch einigermaßen fit und zweimal in der
  41. Woche mache ich Gymnastik mit Menschen hier aus dem Mutterhaus. Wir lockern ein bisschen und dann machen wir die nächste Übung. Das ist ja die Siegerkose, ne?
  42. Gut, also langsam heben und ganz langsam wieder ab. Das reicht. Gut, ich war im Krankenhaus Jahre und dann war
  43. ich im altenheimloch die letzten Jahre als Pflegerin und das hat mir immer Freude
  44. gemacht, auch wenn es manchmal schwer war. Ja, das war lange auch. Ich habe die ganze Wäsche
  45. gewaschen. Das waren 100 Betten. Wenn die Gäste weg waren, dann musste alles gründlich gemacht werden. Manchmal haben manche auch schon gespottet, haben
  46. gesagt, der Besenstil wurde geschruppt. [Musik]
  47. Kleider sind verschieden. Ja, ich habe Tüpfenkleid. Sie hat Tüpfenk. Ich bin die einzig, die alles tracht, aber ist unterschiedlich für
  48. Woche, Tag und Sonntag und früher waren die Kleider ja ganz lang, ich weiß nicht wie viel von dem Boden aus 20 cm glaube ich hatten wir ganz lange. Es gab auch
  49. mal die Zeit, wo Minimode modern war und da waren auch unsere Kleider kurz, ne? Also da war ich kürzer und die größte Veränderung war ja als die Schleifen
  50. hier wegkamen, ne? Ich habe sowas ja nicht getragen. Oh, ich ja. Ja, ja, ja. Ich habe sie gerne getagen, die Schleifen. Ja, seh gut aus. Da musste
  51. man beim Essen immer aufpassen, dass Spinat gab, ne? Oder Tomatensuppe, das ist auch immer passend. Und wir schauen, wie das Dia
  52. Kulissenkleid vor 100 Jahren aussah. Mit Modell Hanna sehen wir eine Diakonisse beim
  53. [Musik] Ausgang. Sie ist vorschriftsmäßig mit dem schwarzen Mantel bekleidet. Ein
  54. farblicher Blickpunkt und zugleich ein reizvoller Kontrast ergibt sich durch den weißen Kragen des Kleides, der über dem Halsausschnitt des Mantels getragen
  55. wird. vorne zusätzlich betont durch die Schleife. Ein Zeichen für die Gebundenheit. Ein herzlichen Applaus für Modell Hanna.
  56. So, nun also ich begrüße Sie und euch ganz herzlich zu dieser Morgenandacht hier im Anlachtsraum des Mutterhauses gut gefüllt und in den Häusern
  57. Betritanien, in denen Sie uns zu hören und zu sehen. Und wir beginnen die Morgenandacht mit Lied 5. Zu Beginn die Strophen 1 und 2.
  58. Herren den mächtigen König der Ehreen meine geliebete Seele, das ist meine Gehiren.
  59. Die Diakonie Britanien wurde 1896 gegründet von Pastoren aus dem Bundfreier evangelischer Gemeinden, die das als Anliegen hatten, eben ihrem
  60. Christsein ähm Ausdruck zu geben, der tätigen Liebe Gottes Ausdruck zu geben in dieser Welt. Und von Anfang an gab es da
  61. [Musik] Diakonissen. Der Herr ist mein Härte, drum fürchte ich mich nicht. Er führet mich sicher durch Dunkel und Licht. Ich
  62. stelle mir die Frage heute nicht mehr, brauchen wir mehr Diakonissen? Dafür bin ich einfach zu realistisch. In unserer
  63. Schwesternemeinschaft gibt es keine Diakonissen mehr. Aber ich weiß, dass auch unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger, also meine Kolleginnen und
  64. Kollegen ähm, die jetzt nicht Diakonisse sind oder Diakon, die werden genauso gerne ähm angenommen, das Angebot derer, die freuen sich über die Besuche und ähm
  65. ja, fragen danach. Das ist einfach so. Du den Herren, der sich an dein Leben gesegnet.
  66. In 1998 bin ich dann hierher gekommen oder habe dann begonnen mit dem oberen Amt.
  67. Ja, und das war ich dann bis Frau Jakobs mich dann ablöste 2011. Für die Schwestern, die es bis dahin gar
  68. nicht kannten, dass eine zivile Leitung hier war, eine enorme Veränderung. Natürlich war es befremden plötzlich nicht jemand
  69. mit Tracht, sondern mit Hose vor sich zu haben. Aber es kommt auf die Beziehung zu Jesus an, dass jeder davon erfüllt ist. Ich bin von ihm angenommen,
  70. erwählt, gemacht, berufen auch hier ähm zu leben, sich einzubringen und auf dieser Ebene hat haben wir ganz schnell Vertrauen
  71. zueinander aufbauen können und ich meine es ist gut gelungen, wenn wir keine Diagonisten haben. Wir haben aber ganz tüchtige Nachfolger, die auch im Glauben
  72. stehen, nur ohne Haube. Als ich eingetreten bin, da sitzten sich die Schwestern alle noch. Mhm. Ja. Ja. Und dann haben wir junge Schwestern, wir
  73. waren zu dritt, dann haben wir gesagt, äh, das soll doch unsere Familie werden. Warum sitzen die sich alle untereinander, ne? Das dann hat unsere
  74. Oberin, die damals mit uns zusammen war, hat die dann gesagt, da habt ihr auch recht. Also ab sofort, ich bin die Schwester Ilse und du. Es gab auch
  75. Schwestern, die echt befreundet waren und die trotzdem sie zueinander sagten. Ja, da habe ich zwei so ganz spontan im Kopf. Mm.
  76. [Musik] Die Zeiten haben sich auf jeden Fall geändert. Äh wenn wir die nach den drei evangelischen Räten lieben Armut
  77. Keuschert gehorsam, dann passt das heutzutage überhaupt nicht mehr. Dankbarkeit, Freude an den an der Arbeit. Hier unsere
  78. Pflegerinnen, die macht das auch glücklich. Die mussten die letzte Zeit so oft einspringen noch, weil welche krank geworden war und welche in Urlaub
  79. waren, aber da war kein Muren oder Unzufrieden sein. Sie kamen und haben
  80. geholfen. Ja, es hat mich sehr beeindruckt. Dieser Geist, der lebt ja weiter in Menschen, die gläubig sind,
  81. sag ich jetzt mal, oder sich bewusst dazu entschieden haben und die versuchen auch eben diesen diese Säule weiterzutragen, diese Nächsten Liebe,
  82. diese Anteilnahme, ja, und eben auch ähm unterwegs zu sein in diesem Werk, seine Aufgaben zu erfüllen, ähm Leben helfen
  83. und dafür beten wir auch bete ich auch, dass die Mitarbeiter immer wieder gestärkt werden für diese schwere
  84. Aufgabe, dass sie mit Liebe und mit Barmherzigkeit und mit Geduld den Menschen begegnen auch sich ein bisschen in den anderen reinversetzt. Natürlich,
  85. wenn man hier arbeitet, weiß man auch um unsere Diakonissen und ja, ich denke, dass wir auch wissen, ähm, dass das eigentlich unsere Base ist, unsere DNA
  86. ist, man. fragt nach dem allgemeinen wohl, was das richtige richtige ist, das wichtigste und dass man das dann auch macht.
  87. zahlt ist etwas, was ähm ja ähm was viele Pflegekräfte heute nicht mehr haben,
  88. ähm weil sie einfach unter diesem Druck stehen. Und trotzdem ähm ist eine ist ist die Haltung, wie sie den Menschen
  89. gegenübertreten, die spürt man. Und wenn sie in dieser, wenn man in dieser Haltung den Menschen begegnet, ähm dass sie wertvoll sind, äh und dass
  90. sie ähm dass man die Arbeit gern macht und dass sie es wert sind, dass die Arbeit dass dass sie da sind und
  91. dass man dass sie auch die Hilfe in Anspruch nehmen dürfen, die man ihnen die sie brauchen. Und was wir zunehmend vermitteln möchten, ist dieser Geist.
  92. Wir erwarten von Menschen nur menschliches. Nur das, was Menschen möglich ist, erwarten wir von Menschen. Und das Menschen Unmögliche, das
  93. erwarten wir von Gott. Das dazu inspirieren uns die Diakonissen, dass die ja diese Spuren, dieses Erbe der Diakonissen erhalten bleibt. Man wünscht
  94. ja, dass dass das Werk wirklich von innen her so in dem Geist der Diakonisten weitergeführt wird, nicht also im Geist Jesu Christi. Ja, das das
  95. ist uns wichtig. [Musik] [Musik]
  96. [Musik]