Rondo einfach erklärt, Formenlehre, wie bestimme ich eine musikalische Form, Beethoven, Für Elise Digitale Schule https://www.youtube.com/watch?v=fv43ZwMgRlE Transkript (automatisch erstellt) 0:00 in diesem Video soll es um das Rondo gehen das Rondo ist eine musikalische Form die ungefähr seit dem 12 Jahrhundert existiert ich mache das 0:10 Video deswegen weil es so schön zeigt wie man mit musikalischen Formen umgehen kann und wie man die erlernen kann wenn man sich das durchliest dann stößt man 0:21 sehr schnell auf so merkwürdige Buchstabenkombination wie hier und das überfordert ganz viele Menschen am Anfang weil man überhaupt 0:33 nicht das zuordnen kann ich meine man hat es ja mit Musik zu tun was hat das mit Buchstaben zu tun und diese Buchstaben die bedeuten nichts anderes 0:41 als musikalische Formteile musikalische Formteile das ist auch für viele Menschen etwas unfassbar abstraktes und das möchte ich jetzt mal 0:51 ein bisschen an einem Beispiel konkretisieren im Grunde genommen ist ein Formteil ein Teil der sich 1:00 musikalisch von einem anderen Teil abgrenzt der also insgesamt eine gewisse Einheitlichkeit aufweist und um das mal deutlich zu machen habe ich jetzt hier 1:11 einfach drei Lieder ausgewählt und das ist ja klar jedes Lied ist in sich eine Einheit ist ein Mann in brunfallen ist nur ein anderes sied als marilye we roll 1:22 alongong [Musik] und die beiden hören sich natürlich anders an als dieser kleine Teil aus 1:51 Jingle belts [Musik] und was hat das jetzt mit den Formteilen auf sich nur gut die Formteile sind eine 2:10 Abstraktion von diesem Namen statt diesem ersten Namen ist ein Mann in Brunnen gefallen sage ich ab jetzt einfach nur noch das ist der Formteil a 2:20 statt Mery rollalong sage ich nur noch das ist jetzt der Formteil B und statt Jingle BS ersetzen wir 2:31 C und dann haben wir statt drei Liedern drei in sich musikalisch geschlossene Einheiten drei Formteile und wenn wir das haben dann 2:41 können wir diese Formteile miteinander kombinieren nach Belieben und schon haben wir alles beisammen denn jetzt brauchen wir bloß noch eine gewisse 2:50 Reihenfolge eine gewisse Abfolge dieser Formteile anzustreben und schon haben wir ein Rondo wir haben hier die Abfolge ab 3:00 c a das ist eine ganz übliche Form des Rondos und das sieht jetzt erst einmal sehr sehr nüchtern aus aber wir können 3:09 das ja jederzeit wieder in Musik übersetzen dann sieht das so aus hier haben wir noch einmal die Abfolge all dieser 3:19 minimelodien wir beginnen mit dem Teil A ist dann meen brünnenallen man sieht das braucht nicht mehr aufschreiben das ist aber die gleiche Melodie dann folg Teil 3:30 B dann noch einmal a dann C A B a und ich erlaube mir jetzt mal das Rondo hier in dieser Form jetzt nicht vorzuspielen das wird jetzt ein bisschen 3:41 arg langweilig sein weil die Melodie natürlich langweilig ist ich habe die Melodie deswegen ausgewählt weil man sie auch als nicht Pianist ganz gut spielen 3:51 kann das sind alles keine Melodien im fünft Tonraum im quintraum und die kann eigentlich auch ein normal begabter Mensch ganz gut hinbekommen so jeder 4:02 eigentlich imstande sein könte dieses Rondo was jetzt hier steht tatsächlich auf dem Klavier zu spielen was das eben jetzt war das war 4:11 ein Rondo das war eine gewisse Abfolge und es git so zwei Haupttypen heutzutage das eine ist das sogenannte bogenrondo und das andere ist das 4:23 sogenannte kettenrondo wenn man sich diese beiden rondoren anschaut dann fällt eine Gesetzmäßigkeit auf egal ob ich jetzt das bogenrondo mE anschaue 4:34 oder das kettenrondo das bogenrondo hat einen Teil A der rfrinartig immer wiederkehrt und dazwischen liegt etwas anderes das ist 4:45 hier einmal B und dann einmal C und dann kommt noch mal B aber das Entscheidende ist ja wohl dass immer wieder an jeder zweiten Position dieser refrin steht das 4:56 gleiche Prinzip das gibt es auch beim kettenrundo da ist auch der Teil A derjenige der immer wiederkehrt und zwischendrin gibt es eben einen anderen 5:07 Teil und das einzig komplizierte ist jetzt diese Benennung denn da gibt's ein paar ja schwierige Wörter das Rondo selbst ist 5:19 da ist eine musikalische Form und jetzt gibt es eben diese Benennung der immer wiederkehrende Teil dieses a den nennt man entweder refran oder eben retornell 5:31 das Wort retorell leitet sich ab aus dem italienischen retorno und heißt Wiederkehr und der jeweils andere Teil das ist b c oder hier wie sogar bisschen 5:43 alle Unendlichkeit weitergehen kann dieser andere Teil den nennt man coupleet das ist einfach der Teil der immer zum RF dazu gehört der zweite Teil 5:54 das couple also das Paar was sich dadurch ergibt noch ein Wort zu den merkwürdigen Namen warum heißt das bogenrondo 6:04 eigentlich bogenrondo die Idee ist ganz einfach man nimmt an dass es eine Mittelachse gibt eine 6:12 Symmetrieachse diese Symmetrieachse befindet sich bei diesem bogenrundo ganz eindeutig beim Formteil C und wenn das so ist dass das die Mittelachse ist dann 6:22 sieht man das was auf der linken Seite ist das ist auch rechts das gilt für alle Form Teile und wenn man sich das jetzt so anschaut dann 6:33 muss man den Namen bogenrondur eigentlich nicht mehr erklären das kettenrondo hat seine Bezeichnung davon dass die couplés wie 6:43 an einer Perlenkette aufgereit sind und das muss natürlich auch nicht wie hier beim E Schluss sein sondern das könnte man theoretisch in alle Ewigkeit 6:53 fortführen erun wird's natürlich langweilig das ist das kettenrondo das ist nicht symmetrisch sondern das Kompositionsprinzip ist das der 7:02 Reihung so das Prinzip ist klar große Formteile bekommen Großbuchstaben das einzige Problem ist dass diese Großbuchstaben nicht 7:13 unbedingt selbsterklärend sind denn was man hört sind ganz häufig eher kleinere Abschnitte man hört z.B eine kleine Melodie und solche kleinen Abschnitte 7:24 bekommen dann eben kleine Buchstaben und wenn diese Melodie von einem anderen musikalischen Gedanken abgelöst wird dann wird man dazu sagen 7:32 na gut das ist ein kleines B das ist immer noch was ich überschaubar von 1 Z D Takten und dann hören wir vielleicht noch mal das gleiche von Anfang an und 7:41 erst jetzt in der Zusammenschau wird deutlich aha diese drei Buchstaben A a die ergeben insgesamt einen formenteil denn 7:53 dieses große a das ist das was ich später wiederholt genauso gut kann es sein dass ein Formteil B auch aus mehreren 8:03 Gedanken besteht nämlich viicht aus einem die kleinen Buchstaben laufen dann nach einem Alphabet weiter nämlich einem Formteil C dann vielleicht einem 8:11 Formteil D vielleicht kommt auch dort noch mal ein C wieder und auch diese werden unter einem großen Buchstaben zusammengefasst aber auf der hörebene 8:25 würde man sagen okay ich hö zuerst diese Melodie dann diese Melodie dann diese Melodie die dann das und das und das und erst in der Zusammenschau kann man sagen 8:34 aha offensichtig gehört das ja irgendwie zusammen weil das die gleichen Buchstaben sind und das gehört zusammen und das subsumieren wir dann eben unter 8:44 diesen großen formbuchstaben so und jetzt würde ich das ganze mal gerne anhand eines Beispiels zeigen nämlich anhand von 8:53 Elise von bethofen wenn man dieses Stück zum ersten Mal hört dann ist das auffällige sicher dieser wechselton diese 9:03 Melodie und so weiter dann kommt das noch mal das ist eine Melodie an die man sich wieder erinnert die wird ja hier auch 9:15 wiederholt und später kommt die dann wieder und Z zemlich genauso nämlich hier heißt 9:25 es und so weiter und jetzt ist die Melodie die dazwischen liegt was anderes und so weiter die ist zwar vom begleitduktus ganz ähnlich also hat der 9:45 diese gleichen gebrochenen Akkorde und den gleichen Rhythmus prinzipiell aber die Melodie ist anders deswegen wird man sagen na ja gut es 9:57 gibt auf jeden Fall einen kleinen Teil A der wird hier wiederholt und es gibt aber etwas anderes ob man den jetzt a Strich nennt oder B das ist eigentlich 10:10 wurscht aber was auffällt am Ende ist dass diese drei Teile insgesamt einen großen Teil abbilden denn das diese drei Teile die kommen im weiteren Verlauf des 10:25 Stückes noch mehrfach vor und das ist eben das returnell dieses rituanell ist nicht nur der kleine Teil A sondern das ritanell ist dieses gesamte dreiteilige 10:36 Lied ab was jetzt kommt ist eindeutig weder der kleine Teil A noch der kleine Teil B 10:46 sondern das ist eine komplett andere Melodie die ist in sich allerdings auch noch einmal geteilt denn hier diese Passage mit den 32 11:00 hier unten die hier beginnt dies mal definitiv anders als [Musik] D und so weiter hier ist ja so eine 11:09 aufsteigende Tonleiter mit den ganzen 32 das ist was anderes diesen folgenden Teil werde ich jetzt ein bisschen dunkler 11:18 einfärben um zu zeigen dass das doch was anderes ist und danach können wir natürlich wieder 11:26 erwarten dass jetzt das retonell kommt diese K beiden grünen Teile die kann man natürlich jetzt zusammenfassen zu einem 11:32 großen bteil und dann würde man sagen da man die klein Buchstaben immer durchnummeriert dass das erste dann der Abschnitt C ist und hier bei den 32 11:46 würde dann der klein Abschnitt D beginnen nach einer kurzen überleitungsphase beginnt jetzt noch mal dieses 11:56 wechseltonthema und so weiter der deltam und hier ist eigentlich Schuss und jetzt kommt wier dieser 12:05 kleine Zwischenteil dieser kleine bteil auch der hat ja eigentliche überleitungscharakter und dann kommt wieder aber dieser 12:17 wechselnotenteil das ist das was man so kennt und das ist wieder eindeutig dieses dreiteilige Lied vom Anfang das heißt insgesamt ist das natürlich noch 12:26 einmal was jetzt hier erklingt der Abschnitt A und jetzt sieht mir ja schon rein äußerlich dass jetzt unten etwas ganz 12:33 anderes beginnt und ich mich jetzt hier verzettle mit den ganzen kleinen Buchstaben kann man einfach schreiben das was jetzt kommt ist auf jeden Fall 12:41 ein neuer Teil das hier ist was anderes und auch dieser große cteil der besteht aus zwei Teilen denn man sieht 12:52 ja schon rein optisch dass wir hier die ganze Zeit diesen kinen repetierten Ton haben mit den Akkorden die oben vorrücken und danach beginnt das anderes 13:02 danach haben wir diese Akkordbrechungen hier haben wir dann diesen chromatischen abwärtslauf ist dann hier wieder von vorne beginnt das heißt auch hier dieses 13:12 dieser Großteil C der ist im Grunde genommen zwei geteilt so das sagen wir das hier ist dann der nächste Formteil der mit dem klein 13:23 Buchstaben und hier beginnt ja wieder das Thema mit der wechselnote und so weiter und hier hätten wir dann wieder 13:34 den kleinen Mittelteil der Überleitung und hier haben wir wieder das Thema in originalgestellt so dass wir am Schluss 13:44 sagen können okay wir haben am Schluss auf jeden Fall noch mal hier a und eben das hatten wir schon auf der anderen Folie das blaue ist der Teil 13:54 C insgesamt haben wir also ein laufen a b 14:04 [Musik] a c A und das Entscheidende ist ja dass wir 14:14 eine eine einen Formteil haben der immer wiederkehrt das sogenannte returnell und zwei andere Teile die sogenannten 14:25 coupl man würde bei dem hier sagen dass ist eben so eine Art kleines kettenrondo oder einfach Rondo an sich 14:35 [Musik] [Applaus] [Musik] [Applaus] 15:57 [Musik]