Die Attische Demokratie Zusammenfassung Geschichte - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=fR2FOW8tKms Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Heute beurteilen wir ein bisschen die Attische Demokratie, viel Spaß! Die Attische Demokratie war die erste demokratische Staatsform. 0:15 Deswegen kam ihr ne fette Vorbildfunktion zu. Könnt ihr euch direkt merken. 0:18 In moderneren Freiheitsbewegungen im 18ten und 19ten Jahrhundert hat man oft Bezug auf das antike Griechenland genommen. 0:25 Heutzutage verstehen wir unter Demokratie aber trotzdem etwas anderes. Was war damals anders, was sind die Unterschiede der Attischen Demokratie zum heutigen Demokratieverständnis? 0:34 Nr. 1, die Demokratie gilt nicht für alle. Nur athenische Vollbürger haben die politischen Mitspracherechte. 0:40 Sklaven und Frauen haben keine politischen Rechte. Auch Metöken, das waren “Mitbewohner” die aus anderen Gebieten stammen, sind von 0:47 der Mitwirkung ausgeschlossen. Dazu kommt noch, dass die Landbevölkerung aus praktischen Gründen nicht so gut an der 0:52 Volksversammlung teilnehmen kann. Die müssen sich ja um ihren eigenen Scheiß kümmern, und können nicht so oft in die 0:56 Stadt fahren für die Abstimmungen und so. Nr. 2, es gibt keine Gesetze. 1:00 What, keine Gesetze? Ja genau, die Rechtsprechung beruht auf dem Rechtsempfinden der Leute. 1:05 Das ist natürlich ziemlich willkürlich. Es gibt kein geschriebenes Recht, das wurde erst von den Römern eingeführt. 1:11 Nr. 3, Direkte Demokratie In Athen läuft es nicht so wie bei uns heute, 1:15 dass die Sachen durch politische Vertreter geklärt werden. Überall kommt es darauf an, wie die Volksversammlung abstimmt. 1:21 Die Volksversammlung kann auch Beschlüsse der Gerichte rückgängig machen. Das Volk übt seine Macht also unmittelbar und direkt aus. 1:27 Nr. 4, Keine Gewaltenteilung. 1:29 Die Gewaltenteilung kommt aus dem 18ten Jahrhundert. Der englische Philosoph John Locke war zum Beispiel ein wichtiger Begründer davon. 1:36 Für unser heutiges Verständnis von Demokratie, ist die Gewaltenteilung mega wichtig. Weil es dadurch unabhängige Instanzen gibt. 1:42 Dadurch können zum Beispiel ungerechte und unverantwortliche Entscheidungen vermieden werden. 1:47 In Athen fehlen diese unabhängigen Instanzen, die Macht wird von der Volksversammlung direkt ausgeübt. 1:51 Das führt zu Problemen. Denn eine Masse von Menschen ist oft dumm. 1:54 Und wenn die Volksversammlung alles direkt entscheidet, so ganz ohne Gewaltenteilung, dann können da oft unverantwortliche Entscheidungen getroffen werden. 2:01 Nr. 5, die Macht liegt de facto bei einer kleinen Schicht von Leuten. Prinzipiell gilt die Demokratie. 2:06 Trotzdem gibt es einige wenige Leute, die viel Reichtum, Bildung und Selbstbewusstsein haben. 2:12 Deswegen haben sie eine gewisse Anhängerschaft, und können so große politische Macht ausüben. Fun fact: Alle krassen Politiker, wie z.B. 2:18 Kleisthenes oder Perikles, sind Adlige. Zweitens, kein geschriebenes Recht. 2:27 Drittens, direkte Demokratie. Viertens, keine Gewaltenteilung. 2:30 Fünftens, de facto Macht bei einer kleinen Schicht. Wir sin feddich! 2:38 Wiederschau’n und Reingehau’n.