MAGISCHES VIERECK einfach erklärt (Magisches Sechseck) Politik & Gesellschaft einfach erklärt https://www.youtube.com/watch?v=ev0PduHo6Is Transkript (automatisch erstellt) 0:06 Das Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik Deutschland brach im Jahre 1967 ein. Um die Wirtschaft zu stabilisieren, 0:15 wurde das sogenannte Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft kurz das Stabilitätsgesetz erlassen. Im Zuge 0:24 dessen wurden vier wirtschaftliche Ziele formuliert, die Bund und Länder erreichen sollten. ein hoher Beschäftigungsgrad, also eine 0:32 möglichst niedrige Arbeitslosigkeit, ein stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum, also möglichst geringe Schwankungen, während das 0:41 Bruttoinlandsprodukt steigt, ein stabiles Preisniveau, also eine Inflationsrate von unter 2% und ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht, 0:51 also dass die Exporte eines Landes ungefähr den Importen eines Landes entsprechen. Diese vier Ziele werden deshalb als 0:58 magisch bezeichnet. Weil es praktisch unmöglich ist, alle gleichzeitig zu erfüllen. Zwischen den einzelnen Zielen bestehen immer Konflikte und 1:07 Wechselwirkungen. Einfach erklärt bedeutet das, dass sich jede Maßnahme auf manche Ziele positiv auswirkt und gleichzeitig eine negative Auswirkung 1:16 auf andere Ziele hat. Im Jahre 1994 wurde das magische Viereck um zwei Ziele erweitert. Es entstand das magische Sechseck. eine gerechte 1:28 Einkommens- und Vermögensverteilung, um den Frieden in einer Gesellschaft zu bewahren und die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt. Das magische Sexck 1:37 ist fort an nicht mehr nur für die Wirtschaft eines Landes, sondern gleichermaßen auch für die Gesellschaft sehr relevant. Bei den Maßnahmen, die 1:45 von der Politik getroffen werden können, liegen im Grunde immer Zielharmonien und Zielkonflikte vor, während andere Ziele gar nicht betroffen sind. Bei einer 1:54 Zielharmonie bzw. einem komplementären Ziel passen verschiedene Ziele zueinander und werden begünstigt. Ein Zielkonflikt bzwise ein konkurrierendes 2:05 Ziel liegt vor, wenn Ziele sich gegenseitig ausschließen. Genau das macht das Sexseck magisch. Als Beispiel, wenn ein ordentliches 2:14 Wirtschaftswachstum vorliegt, steigt in der Regel auch die Inflationsrate, was das Preisniveau nicht stabilisiert, sondern erhöht. Außerdem profitieren von 2:24 Wirtschaftswachstum nicht alle in einer Bevölkerung in ähnlichem Maße, sondern einzelne profitieren vergleichsweise stark davon, was die Einkommens und 2:33 Vermögensverteilung in Ungleichgewicht bringt.