Wie die Nazis so viele Deutsche überzeugten MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=dD4y3B27VMM Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ich finde es immer wieder spannend, was ihr uns schreibt, hier bei YouTube oder auf Instagram. 0:05 Unter einem Post, der sich mit dem Nationalsozialismus befasst, wurde zum Beispiel gefragt: 0:10 Wie konnten die Nazis eigentlich so viele Leute von sich überzeugen? Das lässt sich schwer in ein paar Sätzen beantworten. 0:17 Darüber haben sich viele den Kopf zerbrochen. Wie kann in wenigen Jahren eine so brutale und grausame Diktatur 0:23 errichtet werden, deren Ziel die Ermordung von Massen ist? In diesem Video hier beschäftigen wir uns daher genau damit. 0:30 Mit vielleicht der Frage aller Fragen zur deutschen Geschichte. Wieso schaffen es die Nazis, dass ihnen Millionen Deutsche 0:37 auf ihrem verbrecherischen Weg gefolgt sind. Wir stellen euch 0:41 ihre wichtigsten Methoden, Strategien und Taktiken vor. (Klingeln) 0:47 Wir haben uns lange den Kopf darüber zerbrochen, wie man die Frage vom Beginn am besten beantworten kann. 0:53 Wie sollen wir erklären, was damals in vielen Menschen vor sich ging? Wie kann man das Unerklärliche erklären? 0:59 Daher haben wir uns Folgendes einfallen lassen: Damit wir das etwas besser begreifen können, 1:04 begleiten wir die Familie Mustermann auf ihrem Lebensweg. Wie ihr euch vielleicht wegen des Namens denken könnt, 1:10 es sind fiktive Personen. Aber das, was sie erleben, haben einige Deutsche damals 1:15 womöglich tatsächlich so erlebt. Es soll zeigen, wie es dazu kommt, 1:20 dass Millionen Deutsche den Nazis folgen oder sogar selbst zu Nazis werden. 1:24 Oft ist es eine Folge der perfiden, aber extrem einfachen Taktiken der Nationalsozialisten. 1:30 Das soll jetzt keinesfalls eine Rechtfertigung werden für das, was geschah, und warum viele das System unterstützten. 1:36 Aber es soll ein Versuch sein, das vorstellbar zu machen, was doch unvorstellbar ist aus heutiger Sicht. 1:43 Oder vielleicht auch nicht. Schreibt mir gerne eure Gedanken dazu in den Kommentaren. 1:47 Jetzt mal zur Familie Mustermann. Unsere Geschichte über sie beginnt mit Ende des Ersten Weltkriegs 1918. 1:53 Der kaisertreue Geselle Hans Mustermann ist vier Jahre zuvor begeistert in den Krieg gezogen. 1:59 Er hat in den Schützengräben gekämpft, wurde verwundet, hat aber überlebt. 2:03 Nach dem Krieg ist er am Boden zerstört. Die Niederlage des Deutschen Kaiserreichs 2:07 empfindet er als Schande. Die Revolution von 1918 macht ihm Angst. 2:11 Ausgerechnet die von ihm verhassten Kommunisten wollen die Herrschaft an sich reißen. 2:16 Den Versailler Vertrag, der 1919 beschlossen wird, empfindet er als total ungerecht. 2:21 Dass Deutschland die Alleinschuld am Krieg zugeschrieben wird, dass das Land riesige Gebiete abtreten muss 2:27 und Reparationen, also finanzielle Wiedergutmachung, bezahlen muss, die für Hans unfassbar hoch sind, 2:33 das empfindet er alles als ungerecht. Die Politiker der demokratischen Parteien, 2:38 die inzwischen die Macht haben und diesen Vertrag unterschrieben haben, unterschreiben mussten, muss man sagen, 2:44 die sind in seinen Augen Verräter. Hans Mustermann hätte eigentlich gerne 2:49 im untergegangenen Kaiserreich weitergelebt. Aber die Welt ist eine andere. 2:54 Er tut sich ziemlich schwer damit, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden. 2:58 Aber erst einmal muss er sich um seine junge Familie kümmern. Seine Frau Erna Mustermann und er 3:03 haben nämlich ein zweites Kind bekommen, ihren Sohn Max. Die Tochter, die vor dem Krieg zur Welt kam, ist gestorben, 3:10 wegen der schlechten Versorgungslage. Aber jetzt soll alles besser werden. Die Familie hat Glück. 3:16 Hans Mustermann kommt in seiner Heimatstadt als städtischer Mitarbeiter in der Kommunalverwaltung unter. 3:22 Die meisten seiner alten Kameraden aus dem Militär sind allerdings arbeitslos. 3:27 Die Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not der Männer, die im Krieg bereit waren, 3:31 ihr Leben für den Kaiser und das Vaterland zu geben, sind ein guter Angriffspunkt. 3:36 So bauen die Nazis vor allem auf dem verletzten Stolz dieser Männer auf. 3:41 Sie nutzen sie aus. Das ist die erste Methode. Die Nationalsozialisten sprechen die Wunden der Menschen an. 3:47 Sie sagen: "Es ist richtig, dass ihr wütend seid." "Ihr habt keine Schuld." 3:51 "Es ist ungerecht, dass es euch schlecht geht." Hans Mustermann kann mit dieser Demokratie nichts anfangen. 3:57 Besser als Kommunismus findet er, aber nicht wirklich gut. Zähneknirschend findet sich Herr Mustermann damit ab. 4:03 Innerlich hat er keinen Bezug zum neuen Staat. Auch darauf bauen die Nazis auf. Das ist die zweite Taktik. 4:09 Sie schüren Vorurteile an dem demokratischen Staat. Sie sagen: "Er ist nicht legitim." Sie sähen Zweifel an der Demokratie. 4:16 Statt einem zerstrittenen Parlament soll ein Führer bestimmen. Im Jahr 1923 liest Vater Hans Mustermann 4:22 von einem Putschversuch in München. Einer der Anführer ist der General Ludendorff, 4:27 der das Deutsche Heer mitbefehligte, als Hans im Krieg war. Toller Mann, findet Hans Mustermann. 4:33 Er glaubt auch an die "Dolchstoßlegende", die Ludendorff verbreitet. 4:37 Mit dem anderen Anführer, einem gewissen Adolf Hitler, kann Herr Mustermann erst mal nix anfangen. 4:42 Irgendwie eine verkrachte Existenz, denkt er. Aber als von dem Prozess gegen die Putschisten berichtet wird, 4:48 liest er, wie dieser Hitler die demokratischen Politiker angreift. Und das gefällt Hans. 4:53 Auch die dritte Taktik geht bei der Familie auf. Die Nazis bieten enttäuschten Deutschen 4:59 wie Hans Mustermann Sündenböcke an. Die demokratischen Politiker und vor allem die Juden. 5:05 Mit einer Stimme für die Nazis sollen die Leute ihrer Wut und Enttäuschung Luft machen können. 5:10 Zunächst wird aus dem Plan der Nazis nichts. Die Weimarer Republik, der deutsche demokratische Staat, 5:15 stabilisiert sich. Es kommen ein paar ganz gute Jahre. Alles in allem geht es aufwärts. 5:21 Deutschland kann einige Bestimmungen des Versailler Vertrags zu seinen Gunsten nachverhandeln. 5:26 Aber Vater Mustermann reichen diese Veränderungen nicht. Er fühlt sich immer noch gedemütigt. 5:32 In welcher Hinsicht? Vieles an der neuen Zeit gefällt ihm nicht. 5:36 Er wäre selbst gerne bedeutender. Deutschland sollte wieder eine geachtete und gefürchtete Macht sein. 5:41 Die NSDAP wählt er nicht. Denn Hitler, der wegen seines Putschversuchs im Gefängnis war, 5:46 schimpft immer nur auf die Juden. Jetzt ist es so, dass Antisemitismus, Judenfeindschaft 5:51 eine lange Tradition in Deutschland hat. Auch Hans Mustermann findet Juden undeutsch, 5:56 aber Hitler geht ihm zu weit. Auch dass Hitler dauernd vor dem Zusammenbruch warnt. 6:01 Dabei geht es dem Land doch irgendwie einigermaßen gut. Mustermann ist bürgerlich und konservativ. 6:06 Er achtet auf Benehmen und Ordnung. Hitlers Truppe, vor allem die Schläger von der SA, 6:11 sind ihm zu krawallig. Aber da kommt 1929 die Weltwirtschaftskrise. 6:15 Auch die Mustermanns leiden darunter. Die Gemeinde kann Herr Mustermann für die Arbeit nicht mehr bezahlen. 6:22 Er verliert seine Stelle. Wie viele Deutsche auch. Die Familie schlägt sich irgendwie durch, 6:27 verkauft Sachen auf dem Schwarzmarkt. Die gute Uhr vom Großvater zum Beispiel, ein Erbstück. 6:32 Hans Mustermann sieht Hitler mittlerweile mit anderen Augen. Plötzlich scheint sich alles zu bewahrheiten, 6:38 was er vorhergesagt hat. Hitler erscheint wie ein Prophet. Und hier kommt Taktik Nummer vier ins Spiel: 6:46 Viele reden über Probleme, Hitler verspricht einfache Lösungen. Auch die Mustermanns wählen jetzt Hitler. 6:52 Sie hoffen, dass er Recht und Ordnung wiederherstellt. Dass er den Reichen Macht und Geld nimmt 6:57 und den kleinen Leuten, dem Volk zu ihren Recht verhelfen wird. Die Mustermanns wollen einen starken Mann an der Spitze haben. 7:04 Einen Mann wie Hitler. Genau so verkauft sich Hitler auch. Der Mann, der anpackt. Der Deutschland zu alter Größe führt. 7:13 Die Methode ist, Hitler als Heilsbringer zu verkaufen. Sie bieten in der Wirtschaftskrise entwurzelten Menschen 7:19 auch noch konkrete Hilfe an. In der Kampftruppe der Partei, der Sturmabteilung SA, 7:24 können arbeitslose Männer eine Aufgabe finden. Oft ist das, den politischen Gegner zu prügeln. 7:29 Aber der paramilitärische Dienst gibt auch Hans Mustermann Halt. Er hat das Gefühl, an etwas Großem teilzuhaben. 7:36 Endlich, denkt er sich. Die Nazis inszenieren sich als große Bewegung. 7:40 Sie werden stärkste politische Kraft, aber erringen keine absolute Mehrheit. 7:44 Anfang 1933 macht der Reichspräsident Hitler zum Regierungschef. Jetzt wenden die Nazis eine weitere Methode an, 7:50 nämlich Nummer fünf: Sie üben Gewalt und Zwang aus. Sie terrorisieren ihre Gegner. 7:55 Nach und nach werden die anderen Parteien verboten. Alle Vereine und Verbände werden in die Parteiorganisation eingegliedert. 8:02 Auch dazu haben wir schon mal ein Video gemacht. Deutschland wird zur Diktatur. 8:07 Genau so zwingen die Nazis die Deutschen zu Gehorsam. Sie machen die Deutschen gefügsam. 8:12 Zumindest alle, die nicht freiwillig mitmachen. Zugleich wird Hitler, wie gesagt, als Held dargestellt. 8:18 Man kann sogar sagen als Erlöser. Wie ein Heiliger, der verehrt werden muss. 8:22 Ein Zitat von Hitler aus seiner Rede zum 1. Mai 1933: (Er liest vor.) 8:32 Hitler setzt sich als Mann der Vorsehung in Szene, als jemand, der das Werk vollbringt, 8:37 das das Schicksal für die Deutschen vorgesehen hat. Ein mächtiges, großes Reich, 8:41 ein glückliches, abgesichertes Leben im Privaten. Hitler wird zum Übermenschen stilisiert. 8:47 Hans Mustermann liest im Jahr 1935 in der Frankfurter Zeitung, dass das Reichsgericht entschieden hat, 8:52 dass es ein Scheidungsgrund ist, wenn ein Ehepartner Adolf Hitler beleidigt. 8:57 Und er findet das richtig. Tatsächlich erleben die Mustermanns unter Hitlers Diktatur 9:02 für sie Positives. Hans Mustermann hat wieder einen Job in der Kommunalverwaltung. 9:07 Als Parteimitglied ist er in der Behörde sogar aufgestiegen. Seine Frau wird als Mutter verehrt. 9:13 Es ist die sechste Taktik: Die Nazis umgarnen die Deutschen und locken sie mit Vergünstigungen. 9:18 Das ist die eine Seite. Über Zwang und Gewalt hatten wir auch schon gesprochen. 9:23 Hitler trotz den unentschlossenen ehemaligen Kriegsgegnern einige Erfolge in der Außenpolitik ab. 9:28 Durch die allmähliche Umstellung der Wirtschaft auf Kriegswirtschaft, durch den Aufbau einer neuen Armee 9:34 und dadurch, dass Frauen als Mütter und Gebärmaschinen aus dem Wirtschaftsleben gedrängt werden, 9:39 entstehen viele neue Arbeitsplätze. Max Mustermann, der älteste Sohn, ist Mitglied der Hitlerjugend. 9:45 Die HJ ist die einzige erlaubte Jugendorganisation. Sie übernimmt auch die Ausbildung der Jugend. 9:51 Oder sagen wir besser: die politische Indoktrinierung. Taktik sieben. 9:55 Denn Max und seinen Freunden wird nun beigebracht, dass sie als "Arier" etwas Besseres sind als die anderen Menschen. 10:02 Vor allem als die Juden, die wie Ungeziefer sein sollen. Viele in der Hitlerjugend 10:06 lassen sich mit solchen Lügen schnell beeinflussen. Auch die Älteren. Frau Mustermann kauft nicht mehr beim "Gemüse-Juden" ein, 10:13 sondern beim ordentlichen deutschen Krämer. Die Vergiftung der Sprache und die Gedanken der Jugend 10:19 erkennt man, wenn man sich Max' Schulhefte ansieht. Die Kinder schreiben Sätze und Wörter, um bestimmte Wortarten, 10:25 in diesem Fall Adjektive, Eigenschaftswörter, zu lernen. Aber sie schreiben nicht: "die duftenden Blumen". 10:32 Sie schreiben: "der tapfere Soldat", "die blutige Schlacht", "der große Sieg", "der ehrenhafte Tod", 10:38 "der gehorsame Soldat". Von Anfang an werden die Kinder für ihre Rollen 10:42 in der nationalsozialistischen Gesellschaft ausgebildet. Die Jungs werden Kämpfer, die Mädchen werden Mütter. 10:48 Alle miteinander lernen: Sie müssen sich für die Volksgemeinschaft aufopfern. 10:53 Wenn der Führer, der den Willen des Volkes ausdrückt, und der zum Wohle des Volkes regiert, 10:58 wenn der Führer Adolf Hitler es befiehlt, muss man folgen. Und sich notfalls sogar opfern. 11:03 Max ist schon im Gymnasium. Aber er freut sich weniger auf das Abitur, 11:07 er freut sich, dass er zur Wehrmacht gehen kann. Er will Offizier werden. 11:11 Als er seinen Wehrdienst ableistet, ist es soweit. Hitler beginnt 1939 den Zweiten Weltkrieg. 11:17 Max bewährt sich in Schlachten gegen Polen und Frankreich. Voller Überzeugung ist er im Juli 1941 dabei, 11:24 als Hitler seine Soldaten auf die Sowjetunion loslässt. Als er eingeteilt wird, um in der Ukraine Zivilisten zu erschießen, 11:31 ist ihm aber nicht wohl. Er muss sich übergeben. Er trainiert sich Härte an. 11:35 Immerhin muss man den sogenannten "Untermenschen" ja ausrotten. Der Führer, auf den er vereidigt ist, 11:42 und an den er seit vielen Jahren abgöttisch glaubt, befiehlt es. An der Heimatfront ersteigern Max' Eltern sich derweil 11:49 einen neuen Sessel für Papa und einen Pelzmantel für die Mama. Die Sachen stammen von den jüdischen Nachbarn, 11:55 die zwei Häuser weiter die Straße runter gelebt haben. Sie sind gestern Nacht abgeholt worden. 12:00 "Arbeitsdienst" heißt es offiziell. "Die kommen nicht wieder!", sagt Herr Mustermann. 12:06 Im Inneren weiß er, die jüdischen Nachbarn werden getötet. Aber er verschließt die Augen vor der Wahrheit. 12:12 Denn er profitiert davon. Es ist zynisch gesagt ganz praktisch für ihn, 12:16 wenn er für wenig Geld Hausrat von den jüdischen Nachbarn ersteigert. Man könnte es als die achte Taktik bezeichnen. 12:23 Genau so machen die Nazis viele Deutsche zu Mittätern. Die Mustermanns wissen, sie machen sich schuldig. 12:28 Aber wenn Sohn Max und seine Kameraden von Sieg zu Sieg eilen, ist nichts zu befürchten. 12:33 Aber Anfang 1943 wendet sich das Blatt. Für Nazideutschland und auch für die Familie. 12:39 Max ist einer vieler Soldaten, die die Schlacht von Stalingrad nicht überlebt haben. 12:44 Das Regime erklärt Max zu einem Helden, und auch die Eltern trösten sich mit der Vorstellung. 12:49 In Wirklichkeit ist er in einem verbrecherischen Krieg sinnlos gestorben. 12:54 Die Mustermanns halten trotz der immer häufigeren Niederlagen noch zu Hitler. Was bleibt ihnen anderes übrig? 13:00 Angesichts der Verbrechen an der Front und in den besetzten Gebieten, von denen sie nichts Genaues wissen wollen, 13:06 aber trotzdem einiges ahnen und gerüchteweise erfahren, haben sie Angst vor den Russen. Das ist der neunte Punkt. 13:12 So sichern sich die Nazis bis zum Schluss die Loyalität vieler Deutscher. 13:16 Durch Angst. Angst vor dem angeblichen sowjetischen Untermenschen, 13:20 der grausam Rache an den Deutschen nehmen wird. Und Angst davor, in den letzten Kriegstagen 13:25 als Verräter ermordet zu werden. Als US-amerikanischen Soldaten 1945 in die Kleinstadt einrücken, 13:31 in der die Mustermanns wohnen, verbrennt Frau Mustermann ihre Ausgabe von "Mein Kampf" und die Hakenkreuzfahnen. 13:37 Der Vater vergräbt seine Parteiabzeichen im Garten. Er ist wieder da angekommen, 13:42 wo er ein Vierteljahrhundert vorher schon war. Als Verlierer eines Krieges. 13:46 Am Beispiel der Familie Mustermann haben wir uns neun Methoden angeschaut, 13:50 wie die Nazis Deutsche auf ihre Seite bringen. Sie schmeicheln, drohen, verführen, bestechen mit Vergünstigungen 13:56 und indoktrinieren. Sie zwingen und machen zu Mittätern. Natürlich gibt es noch andere Geschichten, 14:01 wie die Naziherrschaft errichtet wurde. Mir ist wichtig zu sagen: 14:05 Es ist wichtig, nüchtern und objektiv zu analysieren, wie es kam, dass die Deutschen den Nazis 14:10 auf ihrem verbrecherischen Weg gefolgt sind. Heute glauben übrigens immer noch sehr viele Menschen, 14:16 dass ihre Vorfahren während der NS-Diktatur weder Täter, noch Mitläufer gewesen sind. 14:22 Ja, sich sogar in der Mehrheit für ihre jüdischen Mitbürger eingesetzt hätten. 14:26 Viele wollen nicht so genau wissen, was ihre Vorfahren gemacht haben. Aber wie ihr an der Familie Mustermann gesehen habt, 14:33 war es einfach, Mitläufer zu werden. Für uns heute gilt zum Glück: 14:37 Wir leben in einer freien, demokratischen Gesellschaft. Auch heute gibt es Menschen, 14:41 die versuchen, diese Demokratie anzugreifen, zu beschädigen. Mit ganz eigenen Taktiken. 14:46 Wenn wir auf die Welt schauen, sind manche Taktiken von heute gar nicht so anders als damals. 14:51 Die Versprechungen, das Ausnutzen von Krisen, die Propheten oder Gewalt. 14:55 Auch dass manche ausgegrenzt und diffamiert werden, während der Rest zu Profiteuren wird. 15:00 Wenn uns die Geschichte etwas lehrt, dann dass wir wachsam sein müssen. Denn den Weg in die Katastrophe, den geht es Stück für Stück. 15:08 Wie ihr gesehen habt. Was denkt ihr? 15:11 Seht ihr die Demokratie hier in Gefahr? Macht ihr euch Sorgen? Oder denkt ihr, alles Quatsch. 15:16 Es gibt vielleicht Probleme, aber so grundsätzlich wird da nie irgendwas passieren. 15:21 Schreibt's unten in die Kommentare. Lasst uns fair diskutieren. Neben mir das bereits erwähnte Video zur Sprache der Nazis 15:27 hier auf dem Kanal. Direkt darunter etwas von den Kollegen von "Terra X" 15:32 zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.