Energiefluss / Stoffkreislauf im Ökosystem [Biologie, Ökologie, Oberstufe] TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=cuucrNcT7TA Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] in diesem Video werden wir uns mit Energieflüssen und Stoffkreisläufen 0:13 durch Biozönosen beschäftigen dieses Video ist eingekoppelt dann das letzte Video in dem wir uns angeguckt haben wie 0:19 nahrungsbeziehungen zwischen Organismen in einem Ökosystem Aussehen solche Nahrungsnetze veranschaulichen gut den 0:27 Verlauf des Energieflusses durch eine Lebensgemeinschaft und auch grundlegende Prinzipien des stoffkreislaufes 0:33 natürlich ist eine Biozönose eine Lebensgemeinschaft dadurch charakterisiert dass zwischen den 0:39 einzelnen Arten Energie fließt vor allem durch den Nahrungserwerb findet ein solcher Energiefluss statt ein Wolf 0:46 beispielsweise bezieht seine Energie dadurch dass er einen Fuchs erbeutet und frisst die Energiequelle eines 0:52 Eichhörnchens können beispielsweise Früchte und Samen darstellen Nahrungsnetze sind meist in Form von 0:59 sogenannten Trophie Ebenen aufgebaut Arten einer solchen trophiestufe beziehen ihre Energie auf ähnliche Weise 1:05 und zwar meist von Mitgliedern der nächsten niedrigeren Trophäen Omnivore Allesfresser sind solche Organismen die 1:13 sowohl sich pflanzlich als auch tierisch ernähren sie beziehen die Energie dann aus unterschiedlichen Profilen 1:21 Vögel fressen beispielsweise Insekten ebenso wie Samen die Energie die in den eben genannten 1:27 Beispielen fließt ist gespeichert in ihrer Biomasse genauer gesagt in Form von organischen Verbindungen wenn also 1:35 Energie fließt dann fließen auch Stoffe so dass wir uns in diesem Kontext natürlich auch den Stoffkreislauf 1:41 angucken beschäftigen wir uns zunächst etwas genauer mit dem Energiefluss bevor wir uns angucken wie genau Energie durch 1:48 eine Biozönose fließt ist es natürlich sinnvoll zu betrachten woher die Energie überhaupt stammt die dort fließt als 1:56 Quelle für den Energiefluss durch Ökosysteme dient hauptsächlich die Sonne deren Strahlungsenergie alle 2:03 fotoautotrophen Organismen nutzen um Fotosynthese zu betreiben darunter zählen Landpflanzen Algen und 2:10 Cyanobakterien bei dem Prozess der Fotosynthese nutzen die Pflanzen die Strahlungsenergie der Sonne um 2:16 energiereiche organische Verbindung herzustellen allen voran der zuckerglucose dabei entnehmen Sie CO2 2:24 und Wasser als anorg Stoffe der Umwelt die von der Solarstrahlung der Sonne stammende Energie steckt nun als 2:31 chemische Energie in den organischen Molekülen der Pflanze und hat diese aufgebaut die Biomasse aller 2:38 fotoautotrophen Organismen stellt also die Energiequelle für diejenigen Lebewesen da die sich von ihnen ernähren 2:45 sogenannte herbivore Pflanzenfresser in einem kleinen Umfang kann die Energiequelle auch von anorganischen 2:52 Stoffen wie zum Beispiel Wasserstoff Schwefelwasserstoff Eisen Ammoniak oder nitritstamm die von bestimmten Bakterien 2:59 mittels Chemosynthese genutzt werden können durch die Oxidation dieser anorganischen Stoffe können diese meinen 3:06 sie chemo-autotrophe Organismen körpereigene organische Stoffe herstellen Chemo Synthese findet vor 3:13 allem in Ökosystemen statt in denen kein Sonnenlicht gelangt etwa weil es in mehreren tausend Metern Tiefe mehr liegt 3:20 aber bestimmt der energiereiche anorganischen Verbindungen hochkonzentriert vorliegen zum Beispiel 3:26 in hydrothermalen heißen Quellen welche bei der Entstehung des Lebens wahrscheinlich eine wichtige Rolle 3:31 gespielt haben fotoatotrophe und chemo-autotrophor Organismen haben gemeinsam dass sie 3:38 autotroph sind sie allein sind in der Lage an organische Stoffe der Umwelt zu entnehmen und alle lebensnotwendigen 3:45 organischen Stoffe selbst herzustellen für die Gesamtheit aller auf der Erde existierenden Nahrungsketten bildet vor 3:53 allem die durch Fotosynthese produzierte pflanzliche Biomasse die Grundlage ein Teil der Biomasse geht allerdings 4:03 durch die Pflanzen selbst verloren und zwar durch Zellatmung und andere Stoffwechselprozesse 4:09 aus diesem Grund wird häufig die netto Primärproduktion also die Menge an Biomasse die Primärproduzenten abzüglich 4:17 ihrer Zellatmung in ihr Gewebe einbauen als Ausgangspunkt für den weiteren Energiefluss genommen 4:24 die durch die Primärproduktion fixierte Energie steht den Organismen auf höheren trophieebenen in Nahrungsnetzen zur 4:31 Verfügung sie leben von der Biomasse der Primärproduzenten und die dabei erzeugte Biomasse eben durch höhere trophäenen 4:40 nennt man sekundärproduktion wenn die sekundärproduzenten organische Verbindung aufnehmen müssen diese 4:47 Verbindung ebenfalls erstmal in eine für die sekundärproduzenten nutzbare Energieform umgewandelt werden die 4:54 Nahrung wird sobald sie aufgenommen wurde verstoffwechselt und so die Energie in ihr dem Organismus zugänglich 5:01 gemacht wie genau im Energiestoffwechsel aller Organismen die Energie in den organischen Verbindungen in nutzbare 5:08 Energieform umgewandelt wird würde an dieser Stelle zu weit führen auch hier ist wieder das Stichwort Zellatmung zu 5:15 nennen wozu ich das entsprechende Video an dieser Stelle einmal verlinke wichtig für euch allerdings zu wissen 5:20 ist dass auch bei dieser Umwandlung in andere Energieform Energie in Form von Stoffwechsel Wärme wieder verloren geht 5:28 man kann also zusammenfassen Primärproduzenten bringen die Energie in das Ökosystem und speichern einen 5:34 erheblichen Anteil davon als netto Primärproduktion ein Teil dieser Energie wiederum wird 5:41 von den Herbivoren in höhere trophiestufen getragen aus diesem Grund nimmt die verfügbare Energie mit jeder 5:49 trophischen Ebene ab was dazu führt dass die Biomasse und die Anzahl der Organismen auf den höheren Ebenen 5:55 begrenzt sind in den allermeisten Ökosystemen lassen sich deutlich weniger Raubtiere zum Beispiel Wölfe oder Löwen 6:02 finden als Beutetiere zum Beispiel Hirsche oder Genuss der Energieverlust lässt sich auch in Zahlen ausdrücken in 6:09 einem typischen Ökosystem gehen etwa 90% der Energie von einer tropischen Ebene zur nächsten verloren anders formuliert 6:16 nur etwa 10% der Energie wird tatsächlich von einer ebenen zur nächsten getragen 6:23 anders als beim Energiefluss der entsprechend eines Flusses in eine Richtung fließt zirkulieren die durch 6:31 die unterschiedlichen Organismen einer Biozönose aufgenommenen Stoffe in einem Kreislauf weswegen man hier auch von 6:39 Stoffkreislauf spricht sämtliche nährelemente aus denen wir und andere Organismen bestimmen zum Beispiel 6:45 Kohlenstoff Stickstoff oder Phosphor Stamm entweder aus dem Boden aus dem Wasser oder aus der Atmosphäre über die 6:55 Atmosphäre über Wasserläufe sowie durch gesteinsverwitterung kommt es zu einem Eintrag dieser Stoffe in das Ökosystem 7:03 in einem internen Kreislauf zirkulieren diese Stoffe wie eben erwähnt sind es zum Beispiel Kohlenstoffdioxid als 7:10 anorganischer Stoff aus der Atmosphäre sowie Wasser die von den autotrophen Organismen genutzt werden zum Aufbau von 7:17 Biomasse egal ob diese Stoffe noch von den heterotrophen Organismen oder von den Carnivoren aufgenommen werden oder 7:25 nicht ganz am Ende spielen die sogenannten Destruenten eine wichtige Rolle in diesem Kreislauf denn sie sind 7:32 für den Abbau von toter organischer Substanz und Abfallprodukten von Lebewesen Fach sprachlich auch Detritus 7:40 genannt verantwortlich wenn Tiere oder Pflanzen sterben oder wenn sie Abfallprodukte generieren wie zum 7:47 Beispiel abgefallenes Laub oder Kot zersetzen Bakterien und Pilze diese organischen Stoffe 7:54 in energiearme anorganische Stoffe jene an organischen Stoffe die im Anschluss wieder von den 8:02 Primärproduzenten und Mikroorganismen wiederverwertet werden können der Prozess wie aus Detritus tote 8:09 organischer Substanz und Abfallprodukte wieder anorganische Stoffe wird erfolgt durchaus komplexer als bisher 8:17 dargestellt als erstes muss die organische Substanz von detritoworen detritusfressern wie zum Beispiel 8:24 Regenwürmern in kleinere Bestandteile zerlegt werden erst danach erfolgt die endgültige 8:31 Zersetzung durch Bakterien Pilze und sehr kleine Tiere wie zum Beispiel winzige Fadenwürmer wobei vor allem CO2 8:38 und H2O entstehen den stufenweisen Prozess bei dem aus organischen Material anorganische Ionen und Verbindungen 8:45 entstehen bezeichnet man als Mineralisierung dieser Prozess Zersetzung und Mineralisierung ist für 8:52 Ökosysteme essentiell weil beide Prozesse den Stoffkreislauf in ihnen vollenden denn die bei der Zersetzung 9:00 und Mineralisierung entstandenen anorganischen Verbindungen und Ionen können über die Atmosphäre oder das 9:06 Wasser erneut von Primärproduzenten aufgenommen und genutzt werden bei der mikrobiellen Zersetzung von organischen 9:13 Materialien entstehen verschiedene Gase als Produkte wie zum Beispiel Kohlendioxid oder Methan die in die 9:19 Atmosphäre freigesetzt werden zwar können bei der Zersetzung Stoffe also aus dem Ökosystem verloren gehen über 9:26 die Atmosphäre aber auch durch Versicherung und über Wasserläufe kommt es über die gleichen Komponenten auch 9:33 wieder zu einem Eintrag dieser Stoffe in das Ökosystem [Musik]