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Das Client-Server-Modell. Was genau ist das?

Patrick Boekhoven8:06 2.490 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 51 Zeilen
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  1. Die Architektur spielt nicht nur eine große Rolle, wenn ihr selber ein Haus baut oder ein Haus bauen lasst, sondern auch in der Welt der Informatik. Eine der grundlegendsten und
  2. weitverbreitetsten Architekturen in der IT ist das Client-Server-Modell. Und was genau sich dahinter verbirgt, das gucken wir uns jetzt mal an. Bzw. wir prüfen jetzt erstmal,
  3. was die Hauptkomponenten bzw. die Akteure sind. Und am Namen kann man das Ganze schon ablesen: wir haben einerseits den Client und andererseits den Server. Und wir gucken uns das anhand einer
  4. kleinen IT-Firma an, die andere Firmen berät und IT-Dienstleistungen anbietet. Ein Client ist ein Computer oder ein Programm, das Anfragen an einen Server stellt,
  5. um bestimmte Dienstleistungen oder Daten zu erhalten. Also heißt das: Ihr habt mit dem Client einen Anfragenden, der eine Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte. Auf der anderen Seite
  6. existiert natürlich noch der Dienstleister, also in diesem Fall der Server. Und dahinter verbirgt sich dann meist ein leistungsstarker Computer oder ein spezielles Programm,
  7. das diese Anfragen von den Clients verarbeitet und bestimmte Dienste bereitstellt. Also in unserem Beispiel wäre das jetzt ein Mitarbeiter, der am Computer arbeitet. Und die
  8. Computer, die von den verschiedenen Mitarbeitern bedient werden, das sind dann die verschiedenen Clients. Diese Computer oder Programme stellen dann Anfragen an unseren Server. Und in unserem
  9. Fall haben wir es jetzt mit einem File-Server zu tun, also einem Server, der Dateien speichert. Und wenn ein Mitarbeiter eine Datei benötigt, sendet sein Computer dann eine Anfrage an den
  10. File-Server. Auf unserem File-Server sind dann alle wichtigen Dateien gespeichert. Und wenn er jetzt diese Anfrage erhält, also in diesem Fall „Gib mir bitte die Präsentation Ludwig.ppt“, haben
  11. wir jetzt die Anfrage von unserem Client an den Server, der speichert ja zentral unsere Dateien ab. Und wenn dieser Server jetzt diese Anfrage erhält, dann nimmt er sie entgegen und schickt
  12. die gewünschte Datei dann in diesem Fall zurück. Wichtig: Ihr müsst euch das jetzt nicht jedes Mal vorstellen, dass der Mitarbeiter jedes Mal irgendwas konfiguriert oder relativ lange braucht,
  13. bis er eine Verbindung zum Server aufnimmt. Denn in der Regel wird das einmal konfiguriert, und dann ist der Server im Explorer eingebunden. Und daraufhin könnt ihr euch dann,
  14. als wenn das eure eigene Festplatte wäre, einfach durchnavigieren bzw. euch da einfach durchklicken. Das fühlt sich in der Regel fast schon so an, als wenn es der eigene Computer wäre.
  15. Und die Vorteile bei dieser ganzen Geschichte, die liegen hier natürlich auf der Hand. Denn in dem Fall: Unsere Dateien können zu jedem Zeitpunkt effizient abgegriffen werden,
  16. ohne dass sich der Client in irgendeiner Art und Weise in unmittelbarer Nähe befindet. Bzw. wir haben ein eigenes Netzwerk, und innerhalb dieses Netzwerks können jederzeit diese Dateien abgerufen
  17. werden. Und „zentral“ ist hier tatsächlich auch ein Stichwort. Denn wir haben ja einen zentralen Server, wo die Dateien drauf sind. Und der Zugriff kann natürlich kontrolliert werden,
  18. was die Sicherheit natürlich deutlich erhöht. Sprich, nicht jeder kann an jede Datei ran, sondern wir können steuern, wer auf diese Dateien zugreifen kann. Das heißt in dem Fall: nur
  19. autorisierte Benutzer, die auch Zugang haben. Und das Ganze ist natürlich auch leicht erweiterbar. Denn unsere Server können wir aufrüsten oder durch leistungsstärkere Modelle ersetzen, sofern es eine
  20. gestiegene Nachfrage gibt, ohne die Clients ändern zu müssen. Also, wir können einfach die Anzahl der Clients erhöhen. Und wenn es dann irgendwie dazu führt, dass wir nicht genug Ressourcen haben,
  21. dann können wir das System relativ leicht erweitern. Und natürlich ist es so auch möglich, dass mehrere Clients gleichzeitig auf die gleichen Daten und Dienste zugreifen. Was natürlich eine
  22. völlig andere Zusammenarbeit ermöglicht. Dazu muss man sagen, dass es sich jetzt nicht ganz so einfach verhält, dass beide Mitarbeiter einfach an der Datei weiterarbeiten
  23. können. Sondern ihr braucht im Hintergrund eine Kollaborationssoftware, die das Ganze ermöglicht. Also, genau wie ihr das hier links seht: Die beiden Mitarbeiter haben jeweils eine lokale Kopie
  24. gespeichert, und das eigentliche Original befindet sich weiterhin beim Server. Und wenn jetzt ein Mitarbeiter eine Änderung bzw. mehrere Änderungen macht, dann werden die in Echtzeit synchronisiert.
  25. Und das heißt, der Mitarbeiter oben kann zu jedem Zeitpunkt sehen, was der Mitarbeiter unten für Änderungen an der Präsentation vorgenommen hat. Sprich, zwei Clients arbeiten von zwei völlig
  26. unterschiedlichen Standorten an einer einzigen Datei und sehen die Änderungen in Echtzeit. Und das bringt natürlich ein völlig anderes Arbeiten mit sich. Bzw. das sind natürlich
  27. tolle Benefits, die wir hier rausziehen. Aber wir haben natürlich nicht nur Vorteile bei der ganzen Sache, sondern auch Nachteile. Und ein Nachteil betrifft die Datensicherung,
  28. denn die sollte regelmäßig erfolgen. Denn wenn wir jetzt mal überlegen: Unser Server bzw. unser File-Server fällt aus, dann verlieren natürlich alle Clients den direkten Zugriff
  29. und auch die kompletten Daten. Sprich, am besten legt der Server redundant an, also mehrfach. Das kostet zwar mehr, aber dadurch habt ihr zumindest eine deutlich geringere Ausfallwahrscheinlichkeit.
  30. Was in so einem IT-Unternehmen natürlich wirklich wichtig ist. Und Ausfälle können natürlich auch extern beigeführt werden. Das heißt, ihr habt jetzt dezentrale Geräte in eurem Netzwerk
  31. über verschiedene geografische Standorte mit eventuell unterschiedlichen Betriebssystemen und unterschiedlicher Hardware. Und das Ganze müsst ihr verwalten. Und die Kontrolle wird
  32. natürlich deutlich erschwert dadurch. Denn jeder Client, den ihr habt, der kann durch Malware oder Viren infiziert werden. Und das kann dann dazu führen, dass das ganze Netzwerk
  33. tatsächlich infiziert wird. Und dieses Risiko geht ihr mit einem Netzwerk immer ein. Heißt, ihr müsst nicht nur aufpassen, dass eure Daten verloren gehen, sondern ihr müsst tatsächlich
  34. auch aufpassen, dass eure Daten nicht gestohlen werden. Sprich, wir haben sensible Daten und verschiedene Angriffspunkte. Und das heißt, ihr braucht gutes und geschultes Personal.
  35. Und das ist in der Regel natürlich teuer. Andererseits muss man natürlich auch sagen: In einem großen Unternehmen ist das, was wir gerade besprochen haben,
  36. also diese Client-Server-Architektur, natürlich unerlässlich. Aber das heißt, wir haben uns jetzt über die Gefahren unterhalten. Das heißt, einerseits kann natürlich ein technisches Problem
  37. auftreten. Andererseits kann natürlich extern irgendjemand versuchen, die Daten entweder zu klauen oder zu beschädigen. Und das bedeutet, wir müssen bei der Einrichtung, Konfiguration
  38. und Wartung unseres Client-Server-Netzwerks viel Zeit und Geduld aufbringen. Denn das ist natürlich eine wichtige Geschichte. Und hier spart man nicht am falschen Ende. Und das heißt,
  39. hier plant man von Anfang an gründlich. Aber wir haben natürlich außer unserem File-Server noch weitere Anwendungsbeispiele. Und das bekannteste Beispiel ist sicherlich der
  40. Webserver. Und hierunter verstehen wir dann ein Computerprogramm, das HTTP-Anfragen von Clients entgegennimmt und daraufhin Webseiten oder ähnliche Inhalte bereitstellt. Also, genauso wie
  41. ihr das gerade mit YouTube gemacht habt, indem ihr diese Seite aufgerufen habt. Ein weiteres wohl bekanntes Beispiel ist der Datenbankserver. Und hier werden Datenbanken gespeichert. Und der
  42. Datenbankserver verarbeitet dann die Anfragen von den Clients, die dann die Daten aus der Datenbank abrufen bzw. manipulieren möchten. Und auch jedes Mal, wenn ihr eine E-Mail schreibt, dann nutzt ihr
  43. auch einen E-Mail-Server. Denn der E-Mail-Server sendet, empfängt und speichert dann die E-Mails. Also heißt das: Zum Senden und Empfangen von E-Mails braucht ihr einen zentralen E-Mail-Server.
  44. Ob der jetzt irgendwie von GMX oder Ähnlichem bereitgestellt wird, ist da völlig unabhängig. Ein weiteres gutes Beispiel ist sicherlich der Streaming-Server, also in Klammern Netflix,
  45. Amazon Prime etc. Und hier werden dann Mediendaten in Form von Audio oder Video bereitgestellt. Und diese werden dann in Echtzeit abgespielt. Das heißt, ihr überlegt euch: „Ich möchte den und den
  46. Film gucken.“ Und wenn das bei Netflix vorhanden ist, ist das ohne Probleme möglich. Das heißt, Netflix stellt euch dann diesen Film bereit und ihr könnt diesen Film dann in Echtzeit gucken.
  47. Und das Ganze gilt natürlich auch für Plattformen wie Spotify oder YouTube Music. Also Plattformen, die tatsächlich wirklich nur Musik anbieten. Und ihr merkt, die Einsatzgebiete sind ja äußerst
  48. vielseitig. Und wenn wir uns jetzt die Damen und Herren im Büro angucken, dann werden die wahrscheinlich irgendwo auf dem Server zugreifen. Genau wie ihr zu Hause auch so. Aber davon ab,
  49. damit sind wir durch. Hier links findet ihr mein Video „Was sich hinter einer Firewall verbirgt“ bzw. alles, was ihr zu der Firewall wissen müsst. Hier rechts findet ihr meine Playlist
  50. zum Thema Netzwerktechnik. Schaut euch eins der beiden Sachen auf jeden Fall als Nächstes an. Alles Gute bis zum nächsten Mal und ich freue mich wie immer über einen Daumen nach oben,
  51. ein Abo oder Support. Das motiviert bzw. das ist wichtig. Alles Gute und bis zum nächsten Mal!

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