Gottesbilder im Alten Testament. Schöpfer, Vater, Richter, Person! einfach.religion https://www.youtube.com/watch?v=cR0iTZjL4HU Transkript (automatisch erstellt) 0:00 wer ist eigentlich Gott um diese Frage geht es in diesem Video wer ist eigentlich Gott genauer müsste es heißen wie ist Gott eigentlich wer diese Frage 0:10 beantworten möchte muss im christlichen Kontext einen Blick in die Bibel werfen denn in den biblischen Texten des Alten Testaments haben einzelne Menschen oder 0:20 auch Gruppen ihre Erfahrungen mit Gott aufgeschrieben damit geben sie uns ein Bild davon wie Gott ist ich glaube an Gott den Vater den Allmächtigen den 0:31 Schöpfer des Himmels und der Erde so lautet der Beginn des apostolischen Glaubensbekenntnisses in diesem Satz finden wir bereits zwei wichtige 0:40 Gottesbilder Schöpfer und Vater starten wir zunächst mit dem Schöpfer durch das Aufkommen der modernen Naturwissenschaften ist der Schöpfer 0:50 Gott immer unverständlicher geworden zunehmend setzt sich der gedankefest dass die Welt und das Leben ohne das Eingreifen eines Schöpfer Gottes 0:59 entstanden sei die Entwicklung der Erde ja des gesamten Kosmos lässt sich scheinbar mit genauen Gesetzmäßigkeiten erklären dazu brauche es keinen 1:09 Schöpfergott doch wenn die Bibel von Gott dem Schöpfer spricht geht es ihr um etwas anderes als eine naturwissenschaftliche Beschreibung sie 1:18 fragt tiefer existenzieller nämlich nach der eigentlichen Bestimmung dem letzten Grund Halt und Ziel der Welt diese 1:27 Fragen kann die Naturwissenschaft nie beant woren aufgrund jahrhunderterlanger Erfahrungen die das Volk Israel gemacht hat findet sich in der Bibel eine 1:37 besondere Überzeugung die in dem Schöpfer Gott festgemacht wird hinter allem was ist steht nicht ein unpersönliches Prinzip eine 1:46 unbrechenbare macht oder ein kalter Zufall sondern ein lebensfreundlich wohlwollender Gott kommen wir auf das zweite Bild zu sprechen das uns im 1:55 Glaubensbekenntnis begegnet Gott der Vater Kind ist bekannt was ein Vater ist weil jeder Mensch neben einer Mutter eben 2:05 auch einen Vater hat das ist klar allerdings variieren die Erfahrungen die Kinder mit ihren Vätern machen weshalb Menschen Schwierigkeiten damit haben 2:15 können Gott als Vater anzusprechen wenn sie ihre eigenen vatererfahrungen auf Gott übertragen so eine Übertragung nennt man übrigens 2:26 Anthropomorphismus also wenn jemand negative Erfahrung mit seinem eigenen Vater gemacht hat sei es z.B aufgrund von Abwesenheit 2:35 autoritärer Durchsetzung gewalttätigem Verhalten oder abwertenden Äußerungen gegenüber der Familie dann kann es schwer sein Gott als Vater 2:45 anzunehmen das Bild des Vaters erschließt sich allerdings nur dem der von seinen eigenen menschlichen guten oder schlechten vatererfahrungen Abstand 2:55 nimmt und sein eigenes Vaterbild reflektiert Gott wird im Alten Testament übrigens auch mit einer Mutter verglichen dazu 3:04 aber gerne mehr in einem weiteren Video wenn ihr das wünscht ein weiteres bekanntes Gottesbild ist das des Richters denn der 3:13 Herr ist unser Richter der HERR unser Gesetzgeber der HERR unser König er wird uns retten so steht es im Alten Testament und immer wieder taucht dieses 3:25 Bild eines richtenden Gottes im Alten Testament auf teil wird sogar von einem zornigen Gott gesprochen der sein Volk Israel hart bestraft nachdem es seine 3:37 Gesetze übertreten hat diese Texte sind nicht leicht zu verstehen diese Geschichten widersprechen auf dem ersten Blick dem liebenden Gott wie kann ein 3:46 liebender Gott zornig werden im Unterschied zum menschlichen Zorn ist bei Gottes Zorn weniger an einen unbeherrschten Gefühlsausbruch zu denken 3:56 als viel mehr an eine willentliche Reaktion Gottes durch die Gott menschlichem Fehlverhalten und der Missachtung seiner Gebote entgegentritt 4:06 aber wieso will Gott zornig werden die Kurzantwort lautet ein heiliger Gott kann das Bestehen von bösem nicht akzeptieren stattdessen wird mit dem 4:17 Eingreifen in die Geschichte das Böse bekämpft und Gerechtigkeit hergestellt Gott richtet das Böse und das kann wiederum zu einer Hoffnung für den 4:28 Menschen werden zu wissen dass am Ende aller Tage Gott für völlige Gerechtigkeit sorgen wird kommen wir auf ein letztes Gottesbild zu sprechen viele 4:38 Menschen sagen sie glauben an einen Gott so etwas wie eine höhere Macht oder eine Energie interessant ist dass die Bibel den christlichen Gott nie bloß als 4:49 Energie oder Materie beschreibt sondern als eine Person was bedeutet es Person zu sein Person zu sein bedeutet dass Gott als ein individuelles konkretes 5:01 Wesen mit Verstand Emotionen und Willen betrachtet wird das bedeutet auch er kann anderen Personen auf unterschiedlichen Ebenen begegnen er 5:13 kann Dinge versprechen er kann Menschen segnen sie lieben und zeigt Mitgefühl zudem ist Gott als Person im Gebet ansprechbar und besitzt 5:24 gleichzeitig die Freiheit sich auch zurückzuziehen Person sein beutet im Umkehrschluss nicht dass Gott ein Mensch mit einem Körper ist gott ist Geist und 5:35 somit unsichtbar und inendlich doch er ist auch eine Person denn wäre Gott keine Person sondern eine Sache müssten wir eine 5:45 Gebrauchsanweisung lesen um ihn zu verstehen eine Person lernt man hingegen kennen indem man ihre Geschichte erfährt und die finden Christen in der Bibel 5:57 fassen wir zusammen erstens der Glaube an einen Schöpfergott steht nicht in Widerspruch zur modernen Naturwissenschaft er bringt zum Ausdruck 6:05 dass Gott der tiefe Sinn allen Seins ist zweitens wer Gott als liebenden Vater anspricht muss vorsichtig sein sein eigenes Vaterbild auf Gott zu 6:17 übertragen drittens Gott richtet weil er Gerechtigkeit herstellen will und viertens der Gott der Bibel ist keine unpersönliche Energie sondern eine 6:28 Person lasst mir gerne einen Kommentar da welches Gottesbild ihr am spannendsten findet oder mit welchem Gottesbild ihr vielleicht auch Probleme 6:37 habt und gerne würde ich natürlich auch von euch wissen zu welchem Gottesbild ihr gerne ein Video auf diesem Kanal sehen würdet bis zum nächsten Mal