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Die olympischen Spiele 1936 | Olympia '36 | Geschichte
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
- . Heute erfahrt ihr, wie die Nationalsozialisten
- die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin für ihre Zwecke nutzten.
- 1936. Hitler ist 3 Jahre an der Macht. Die Olympischen Sommerspiele in Berlin sind für die Nazis
- die Gelegenheit, sich bestmöglich in Szene zu setzen. Diese Möglichkeit nutzen sie auch aus.
- Wenn man sich Aufnahmen der Spiele anschaut, kommt einem das schon extrem modern vor.
- Das hat auch einen Grund: Heutzutage ist die gesamte Veranstaltung
- von der Anfangszeremonie bis zum Löschen des olympischen Feuers durchinszeniert.
- Für die perfekten Fernsehbilder hergerichtet. Die Spiele 1936 in Berlin sind genauso professionell inszeniert.
- Schon der Fackellauf, mit dem das Olympische Feuer aus dem antiken Olympia bis nach Berlin getragen wird,
- gehört zu der Inszenierung. Er findet 1936 zum ersten Mal statt.
- In Berlin präsentiert sich den Besuchern aus der ganzen Welt ein freundliches, friedliches, der Zukunft zugewandtes Deutschland.
- Deshalb müssen alle Anzeichen, dass man die Juden verfolgt und aus der Gesellschaft verdrängt, beseitigt werden.
- Antisemitische Schmierereien werden abgewaschen. Parolen abgehängt.
- In den Zeitungen steht nichts judenfeindliches mehr. Juden dürfen als Athleten in der deutschen Mannschaft mitkämpfen.
- Hochoffiziell. Allerdings sorgt das Regime hinter den Kulissen dafür,
- dass am Ende nur eine einzige sog. "Halbjüdin" für Deutschland antritt. Die Fechterin Helene Mayer.
- Die gesamte Organisation funktioniert perfekt. Die ausländischen Gäste werden von oben bis unten umsorgt.
- Wohl auch, weil man sie dann unter Kontrolle hat. Das nagelneue Olympiastadion in Berlin ist ein beeindruckender Bau.
- Die Massenaufmärsche bieten ein mitreißendes Spektakel. Ein riesiger Lichtdom über dem Stadion fasziniert die Gäste.
- Bei der Eröffnungsfeier steigen 20.000 Friedenstauben in die Luft. Über dem Stadion fliegt der Zeppelin Hindenburg,
- der Stolz der deutschen Luftfahrt, und Beleg für die deutsche Ingenieurskunst.
- Die Besucher sollen sich bei aller Nettigkeit der Gastgeber auch der Größe und Stärke Deutschlands bewusst werden.
- Wirkung möchte man auch nach innen erzielen: das ganze Volk, so will es Propagandaminister Joseph Goebbels,
- soll sich mit Olympia identifizieren. Das Idealbild vom durchtrainierten Arier ist sowieso allgegenwärtig.
- Jetzt kommt noch der Aspekt dazu, dass man mit Siegen deutscher Sportler und Mannschaften
- dem Volk nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg Stolz und Zutrauen in die eigene Stärke wiedergeben kann.
- Tatsächlich gewinnen deutsche Sportlerinnen und Sportler 33 Gold-, 26 Silber- und 30 Bronzemedaillen.
- Mehr als die Vereinigten Staaten von Amerika. Doch der unumstrittene Held der Spiele ist US-Sportler Jesse Owens.
- Der schnellste Mann der Welt. Er siegt in 4 Wettbewerben und ist so erfolgreichster Teilnehmer.
- Blöd für die Nazis, dass Owens Afroamerikaner ist. Das passt so gar nicht zur Propaganda vom überlegenden Arier.
- Trotzdem lieben auch die deutschen Zuschauer den sympathischen Owens. Das ist in all der Propaganda ein wirklich schöner Moment der Spiele.
- Ein wichtiger Teil der Inszenierung, ein Grund, wieso diese Spiele von 1936 heute noch so präsent sind,
- ist der Film, den die Regisseurin Leni Riefenstahl im Auftrag der Nazi-Propaganda drehte.
- Der Film bewirbt das faschistische Menschenbild. Im Mittelpunkt stehen weiße, arische Athleten.
- Die deutschen Anstrengungen werden in den Himmel gehoben. Wirklich lustig ist, dass in dem Teil,
- der das Hockey-Finale zwischen Deutschland und Indien behandelt, nur das Tor der Deutschen gezeigt wird.
- Dass die Inder aber mit 8:1 hoch gewinnen, wird gar nicht erwähnt. Wenn euch dieser Film interessiert, schaut im Netz.
- Den findet ihr an diversen Stellen. Hier auf dem Kanal findet ihr mehr Videos zum Nationalsozialismus.
- Wenn euch das interessiert. Und noch viele andere Videos zu geschichtlichen Themen.
- Fragen zu diesem Thema oder anderen schreibt in die Kommentare. Falls ihr das nicht schon gemacht hat, abonniert den Kanal einfach.
- Danke euch fürs Zuschauen. Bis zum nächsten Mal. Untertitel: ARD Text im Auftrag von FUNK, 2018