Programmmusik und die Sinfonische Dichtung erklaerung-und-mehr https://www.youtube.com/watch?v=bTrsbCpJVuM Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hey und herzlich willkommen. Heute tauchen wir in ein super spannendes Thema ein. Musik, die viel mehr ist als nur ein paar Töne. Stellt euch mal vor, 0:08 Musik könnte wie ein Film für eure Ohren sein, der ganze Welten in eurem Kopf erschafft. Lass uns mal schauen, wie das geht. Ich wette, das kennst du, oder? Du 0:18 hörst irgendein Lied und zack, plötzlich siehst du eine Landschaft vor dir. Du spürst eine ganz bestimmte Stimmung oder erlebst sogar ein richtiges Abenteuer im 0:26 Kopf. Genau darum soll es heute gehen. Dieses Phänomen, also dass Musik quasi wie ein Film ohne Bilder funktioniert, das ist so besonders, dass es dafür 0:35 sogar einen eigenen Namen gibt und den lüften wir jetzt. Stellt euch mal einen Komponisten vor. der möchte nicht einfach nur eine schöne Melodie 0:44 schreiben, nein, der will euch die Geschichte von einem mutigen Helden erzählen oder den Anblick eines Sonnenaufgangs malen oder sogar eine 0:52 dramatische Schlacht beschreiben und das alles nur mit Instrumenten. Genau das ist die Idee dahinter. So, jetzt wird's ganz kurz ein bisschen fachlich, aber 1:03 keine Sorge, das ist super einfach zu kapieren. Es gibt da nämlich zwei Begriffe, die wir uns mal anschauen sollten. Also, da haben wir erstens die 1:10 Programmusik. Das ist sozusagen der Oberbegriff. Immer wenn Musik versucht irgendwas zu beschreiben, was eigentlich außerhalb der Musik liegt, also z.B. 1:18 eine Story, ein Gedicht oder ein Gemälde, dann nennen ihr das Programmusik. Das Ziel ist, dass wir allein durch die Melodien und Rhythmen 1:26 eine Ahnung von dieser Geschichte bekommen. Und jetzt kommt die Spezialform, die sympfonische Dichtung. Stellt euch das vor wie einen 1:35 musikalischen Kurzfilm. Ein einziges, oft mega dramatisches Stück für ein ganzes Orchester, das eine komplette Sage, ein Märchen oder ein historisches 1:44 Ereignis von Anfang bis Ende durerzählt. Also, um das mal klar zu machen, stellt euch Programmusik wie die große Kategorie Filme vor. Und die symfonische 1:55 Dichtung ist dann eine ganz bestimmte Art von Film, sagen wir mal ein Actionkurzfilm. Merkt euch also, jede synchonische 2:03 Dichtung ist Programmusik, aber nicht jede Programmusik ist gleich so ein action geladener Kurzfilm. Aber wie zum Kuckuck machen die Komponisten das? Wie 2:14 kann eine Geige plötzlich einen Helden spielen oder eine Flöte, einen Vogel nachmachen? Tja, dafür haben die eine Art musikalischen Werkzeugkasten oder 2:23 noch besser ein Rezept. Dieses Rezept hat quasi vier Hauptzutaten. Erstens kurze eingängige Melodien, sogenannte Motive. Die stehen dann für eine 2:34 bestimmte Person oder eine Idee. Zweitens, besondere Instrumente, um eine ganz spezielle Stimmung zu erzeugen. Drittens, die Musik hält sich nicht an 2:43 starre Regeln, sondern folgt einfach dem Verlauf der Geschichte. Und viertens, ganz clever, oft gab es sogar ein Programmheft, sozusagen ein Spickzettel 2:52 für das Publikum. Klar, wie in der Popmusik heute gab es auch damals schon richtige Superstars, die dieses musikalische Geschichtenerzählen einfach 3:01 perfekt drauf hatten. Schauen wir uns mal ein paar von den ganz großen an. Schon der große Ludwig von Behoven war ein Meister darin. Hört euch mal seine 3:10 sechste Syfonie an, die Pastorale. Da hört man förmlich das Vogelgezwitscher und dann das Grollen von einem Gewitter auf dem Land. Total bildlich. Ein echt 3:20 wichtiger Wegbereiter war Hector Berlios. Seine Symfonie Fantastik ist ein mega berühmtes Beispiel. Die erzählt von den 3:29 Fieberträumen eines total unglücklich verliebten Künstlers. Eine echt wilde Geschichte und das nur in Tönen. Und dann ja, dann kamen die wahren Meister 3:39 der symfonischen Dichtung, von der wir eben gesprochen haben, Franz Lest und Richard Strauß. Die haben diese Idee vom musikalischen Kurzfilm absolut 3:48 perfektioniert und einfach unglaublich bildhafte Orchesterwerke erschaffen. Aber Moment mal, warum wollten die Komponisten das auf einmal alle machen? 3:58 Warum hat es nicht mehr gereicht, einfach nur schöne Musik zu schreiben? Das hatte ganz viel mit der Zeit zu tun, in der sie gelebt haben. Also die Idee 4:06 mit Musik etwas darzustellen, die gab es schon im 18. Jahrhundert. Aber der riesige Boom, die große Explosion, die kam im 19. Jahrhundert in einer Zeit, 4:15 die wir die Romantik nennen. In dieser Zeit der Romantik, da ging es halt voll um große Gefühle, um Fantasie, Träume und jede Menge Drama. Die Komponisten 4:26 wollten, dass ihre Musik direkt ins Herz geht und echte Geschichten erzählt, anstatt einfach nur eine nette Abfolge von Tönen zu sein. Okay, das war alles 4:36 im 19. Jahrhundert. Ist ja schon eine Weile her, aber spielt diese Art von Musik heute überhaupt noch eine Rolle und ob. Die wichtigste Fortsetzung 4:45 dieser Idee kennt ihr alle und zwar aus dem Kino. Jeder gute Film Soundtrack ist im Grunde Programmusik. Er malt Bilder, erzeugt Stimmungen und erzählt die 4:55 Geschichte mit. Und klar, die alten Meisterwerke von Strauß, Berlios und Co. Highlights in den Konzerthäusern der Welt. So, und damit sind wir auch schon 5:06 am Ende unserer kleinen musikalischen Reise. Aber jetzt seid ihr dran. Wenn ihr ein Stück Musik schreiben könntet, das eine Geschichte erzählt, was wäre 5:15 das für eine Geschichte? Ein Abenteuer, eine Liebesgeschichte oder vielleicht der Soundtrack zu eurem eigenen Leben? Denk mal drüber nach. Bis zum nächsten 5:23 Mal.