Das Reich Gottes | Religion einfach erklärt | Grundlagen Abitur Religion verstehen https://www.youtube.com/watch?v=as_t6w8MpIk Transkript (automatisch erstellt) 0:01 im Zentrum der Leere Jesu steht die Botschaft vom Reich Gottes dieser Begriff taucht allein im Neuen Testament über 120 mal auf Jesus erklärt 0:10 allerdings nirgendwo was das genau ist er setzt bei seinen Hörer die Kenntnis einfach voraus in diesem Video möchte deshalb einen kurzen Blick auf die 0:19 inhaltliche und zeitliche Dimension dieses Begriffes werfen das heißt also was ist damit gemeint und wann soll dieses Reich Gottes kommen 0:28 wie immer gilt unter dem Video gibt es Verlinkungen und Quellen jesus ist aufgewachsen als Jude und kannte damit natürlich sowohl die 0:38 Verheißungen als auch die apokalyptischen Texte der Thora oder bei den Propheten das heißt die Vision im Buch Daniel die Texte bei Jesaja bei 0:47 Sacharja in den Chroniken Synonym werden die Formulierungen Königsherrschaft Herrschaft Gottes Himmelreich zum Teil sogar Paradies 0:57 verwendet Jesus greift in seiner Botschaft vieles auf geht aber wie so oft über die Vorstellung des Judentums hinaus ergänzt 1:06 sie konkretisiert sie und deutet neu also gucken wir uns die Sache mit dem Reich Gottes im Neuen Testament genauer an 1:15 eigentlich müssen wir den Begriff anders formulieren im griechischen Urtext heißt es nämlich basileus Tutu hiermit verbinden viele aber immer ein 1:27 räumlichen Herrschaftsbereich der irgendwie dem bestehenden Herrschaftsverhältnissen der Welt gleich wie die Herrschaft der mittelalterlichen 1:33 Könige oder der preußenkönige diese Assoziation sind aber wenig hilfreich und alle theologischen Auslegungen stimmen darüber ein dass dieses 1:43 angesprochene Reich keine räumliche Grenze hat und es auch von der Art und Weise nicht mit irischen Königreichen vergleichbar ist das was Jesus verkündet 1:52 ist anders Jesu inhaltliche Vorstellung vom Reich Gottes wird in dreierlei Hinsicht deutlich einmal in seiner Person zum 2:01 anderen in seinen Taten und dann in sein Worten das heißt der Bergpredigt und den gleichen in seiner Person bedeutet dass er sich 2:12 selber im Zentrum des Gottes Reiches sah mit ihm habe das Reich Gottes begonnen er verkörpert es auf Erden und nur durch ihn kommt man dorthin niemand kommt zum 2:23 Vater der durch mich so wird er bei Johannes zitiert hinsichtlich seiner Taten sind die Wunder und Heilungsgeschichten gemeint 2:31 Jesus bringt den Betroffenen Heilung und Zuwendung durch sein Wirken ist das Reich Gottes angebrochen das Reich Gottes wird also ohne Leid 2:41 Krankheit und Schmerzen sein auch wenn Theologen zu bedenken geben dass in den Geschichten nur einzelne Menschen geheilt werden nicht aber die 2:50 ganze Menschheit Heil erfährt wird dies so vom Reich Gottes erwartet in der Bergpredigt wird über die Werte die hier zum Ausdruck kommen auch das 3:00 Wesen des Reiches angedeutet die Barmherzigen friedfertigen und sanftmütigen werden dort ihren Platz finden sie finden dort ihren Lohn bei 3:09 Gott und in den Gleichnissen wird durch Vergleiche und Bilder das Reich Gottes 3:15 ausgedrückt manche Texte fangen mit einem direkten Bezug an das Himmelreich ist wie irgendwie Pünktchen aber auch in den Gleichnissen die nicht 3:25 explizit so beginnen liegt dieser Gedanke nahe oder wird sogar von Jesus direkt angestoßen das schwer vorstellbare soll in der 3:35 Vorstellung der Zuhörer gestaltet bekommen das gemeinsame in all diesen Aussagen ist dass das Reich Gottes etwas absolut 3:43 positives ist dass dort die Menschen heilerfahren und das ist größer und ganz anders ist als alles bekannte da dies aber nur in Bildern mit 3:54 menschlicher Sprache ausgedrückt werden kann bleibt das Wesen des Reiches Gottes häufig auch nur angedeutet und letztlich nicht präzise definiert es stellt sich 4:03 dann die zweite Frage wann kommt das verkündete Reich Gottes sein Kommen ist nicht zeitlich klar erkennbar es gibt unterschiedliche 4:11 Aussagen im Neuen Testament es wird von Jesus berichtet dass er bei seiner Kreuzigung z.B zu dem neben ihm Sterbenden sagte heute wirst du mit mir 4:20 im Paradies sein also liegt der Gedanke nahe das mit dem individuellen Tod eines Menschen dieser in das Reich Gottes eingeht auch bei Paulus findet sich 4:30 dieser Gedanke in Matthäus aber wird das Bild eines weltgerichts vom Ende der Zeit verwendet in diesem Gericht wird dann über den Himmel das Reich Gottes 4:37 oder die Verdammnis entschieden der individuelle Tod der Menschen will keine Rolle es scheint er um das Ende der Zeit bzw der Menschheit zu gehen das Reich 4:46 Gottes ist also noch weit entfernt und wird am Jüngsten Tag für alle gleichzeitig anbrechen andere Textstellen sprechen davon dass man 4:54 werden muss wie die Kinder um das Reich Gottes zu kommen die zeitliche Dimension bleibt hier völlig unberücksichtigt scheint aber eng 5:02 mit dem Leben verknüpft zu sein die Bitte Jesu in den Bergpredigt dein Reich komme zeigt das zukünftige an gleichzeitig gibt es aber auch 5:14 Formulierungen im Lukas-Evangelium wie das Reich Gottes ist mitten unter euch hier wird also nicht erst ein Zeitpunkt nach dem Tod oder am Ende der Zeit 5:24 nahegelegt aber gilt dann dass ich jetzt schon im Reich Gottes bin oder zumindest daran Teilhabe in der Theologie hatte sich eingebürgert 5:37 diesen Zustand des Reiches Gottes mit dem Fachterminus schon jetzt und noch nicht zu benennen es gibt verschiedene gute Aussagen 5:47 Erklärung und Deutungen zum Reich Gottes zum Beispiel war Augustinus bei Luther aber auch bei modernen Theologen wie Wolfgang Huber Dorothe Säule Eugen 5:56 Drewermann oder anderen abschließend möchte ich eine Auslegung exemplarisch vorstellen die Aussagen des Schweizer Theologen Hans weder finde ich geeignet 6:05 sowohl den inhaltlichen als auch den zeitlichen Aspekt in ein interessanten Zusammenhang zu bringen weder betont dass die Gleichnisse Bilder 6:13 aus Welt und Umwelt der Natur oder aus dem menschlichen Leben sind das Wachstum etwa oder das Verhalten eines Vaters eines Hirten oder eines 6:22 weinbergbesitzers sie bilden den erzählerischen Hintergrund es werde etwas in Erinnerung gerufen dass die Menschen kennen das in der Welt 6:32 um sie herum geschieht es ging in diesen Texten so weder aber nicht um die Welt oder um die Umwelt sondern um das Reich Gottes 6:43 es werde mit dem außergewöhnlichen Verhalten von Figuren dem Wachstum dem suchen oder finden übertrieben und gewiss ist es außergewöhnlich dass 6:53 ein Vater einen heimgekehrten Sohn so aufnimmt und umarmt und in der heimgebliebenen zum Fest bittet wie in dem Gleichnis vom 7:01 verlorenen Sohn aber dennoch so betont weder gäbe es in der Welt die Umarmung und die Bitte der Väter und Mütter im übertriebenen und außergewöhnlichen 7:13 werde das Gottes Reich erkennbar die Umarmung der Väter und Mütter habe etwas zu tun mit der Liebe auch mit der Liebe die im Gottes Reich allein 7:23 maßgebend ist in dieser Auslegung zeigt sich also das oben erklärte die Liebe die Umarmung das Vertrauen der Menschen in der Gegenwart ist ein schon jetzt 7:33 gleichzeitig ist es aber auch ein noch nicht das Reiches Gottes der viel größeren Liebe Gottes in diesem Reich und mit diesem Gedanken dem Vertrauen 7:42 darauf kann ich hier gut schließen