Bodentypen und Bodenhorizonte | Bodenkunde 3 ⛰️ GEOMau https://www.youtube.com/watch?v=an6w4nemFPI Transkript (automatisch erstellt) 0:04 [Musik] jeder kennt Schwarzerden Braunerden und porzole all diese Böden sind eigene Bodentypen und völlig unterschiedlich 0:17 welcher Boden genau an einem Ort vorkommt hängt von den dortigen Gegebenheiten in Boden bildenden Prozessen und dem Ausgangsgestein sowie 0:25 den weiteren Bodeneigenschaften ab wer die Videos zu den bodenben Prozessen und den Bodeneigenschaften noch nicht gesehen hat den empfehle ich diese 0:33 Videos zuerst zu gucken da ich dort auf Punkte eingehe die wichtig sind um die einzelnen Bodentypen genau zu verstehen unterschiedliche Bodentypen sind 0:42 unterschiedlich fruchtbar und daher gerade für die Landwirtschaft unterschiedlich nutzbar was es für Bodentypen gibt und welche 0:48 Bodenhorizonte charakteristisch für die bei den Bodentypen sind wenn wir uns n einmal genau anschauen bevor wir uns Bodentypen und Bodenhorizonte genauer 0:57 anschauen schauen wir uns an wie der der Boden aufgebaut ist Böden sind ein wichtiges Kompartiment für die Biosphäre und spiegeln die ökosystemleistung 1:07 wieder denn sie beinhalten die Bodenfruchtbarkeit da auf ihn Pflanzen wachsen und je nachdem wie nährstoffreich ein Boden ist können 1:17 diese Pflanzen eben gut oder weniger gut wachsen das ist ein wichtiger Faktor den man verinnerlichen muss wenn es um Böden geht denn Böden haben wie auch in den 1:27 vorigen Videos schon besprochen verschiedene nutzeigenschaften beispielsweise für die Landwirtschaft allerdings auch für viele weitere 1:36 Industrien Böden sind durch Umwandlung der litosphäre entstanden und bilden somit den obersten Teil der Kruste Böden befinden sich ungefähr bis in 1 m Tiefe 1:49 der obersten Kruste und sind durch den Prozess der pedogenese also den Prozess der Bodenbildung entstanden dieser Prozess der pedogenese geht über 2:00 verschiedene bodenbindeprozesse und Verwitterung die wiederum haben wir uns in einem voren Video schon genauer angeschaut wie man anhand dieser Grafik 2:09 hier in der Mitte schon erkennen kann teilt sich der Boden in verschiedene Schichten auf hierbei gibt es drei grundlegende Schichten plus die oberste 2:18 auflageschicht die oberste auflageschicht die sogenannte organische Auflage ist stark belebt von vielen Kleinstlebewesen die dort eben 2:29 organisches Material zu Nährstoffen umsetzen beispielsweise einen abgestorbenen Baum oder generell abgestorbene Pflanzenreste darunter 2:39 befindet sich der Oberboden auch benannt als ahizont der Oberboden ist sehr Humus und mineralhältig dabei stark verändert im 2:50 Mineralbestand und mit einem sehr hohen Humusanteil unter dem Oberboden und der sogenannte Unterboden der Unterboden ist nah am a Ausgangsgestein und wenig 3:01 verändert wie man hier sieht weiß er schon eine pedogenese auf also eine Änderung aber ist trotzdem vom Mineralbestand nah am Ausgangsgestein 3:10 der unterste Horizont ist das Ausgangsgestein das Ausgangsgestein ist wichtig im Sinne von was wird aus diesem Boden wie nährstoffreich dieser in 3:19 dieser Grafik kann man auch sehr schön erkennen dass sich zwischen dem Unterboden und dem Ausgangsgestein noch so eine Zwischenschicht befindet in der 3:27 das Ausgangsgestein schon durch die bodenbildenden Prozesse verändert wurde allerdings noch nicht als Boden gebildet ist diese untere Schicht wird auch als 3:37 Pedosphäre bezeichnet warum der Mineralbestand vom Oberboden im Gegensatz zum Unterboden stark verändert ist hängt damit zusammen dass ein Boden 3:46 von oben nach unten gesteinsähnlicher wird und von unten nach oben bodenähnlicher diese Veränderung hängt mit dem bodenbildenden Prozessen 3:57 zusammen denn der Boden bildet sich von oben nach unten und nicht von unten nach oben daher greifen die bodenbinden Prozesse 4:05 oben also so am Oberboden viel früher und verfeinern dadurch die Minerale viel stärker als am Unterboden wo die pyogenese noch nicht so weit 4:17 fortgeschritten ist wie eben im Oberboden widmen wir uns nun den Bodentypen und den Bodenhorizonten Bodentypen sind ähnliche Böden die sich 4:27 in einem ähnlichen Entwicklungszustand befinden die Böden wurden also durch bodenbildende Prozesse gebildet finden 4:34 sich allerdings zum Teil in einem unterschiedlichen Punkt in der Bodenbildung und weisen unterschiedliche Eigenschaften auf beispielsweise in 4:42 ihrer Zusammensetzung zum Teil unterscheiden sich zu einem Bodentyp gehörige Böden regional sehr stark durch Änderung der örtlichen Gegebenheiten wie 4:51 z.B Klima Relief Ausgangsgestein Vegetation und Wasserverfügbarkeit Böden die zu einem Bodentyp Gehör hören weisen charakteristische Abfolgen von bodenz 5:03 Horizonten auf Bodentypen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung sich auf ihre Bodenfruchtbarkeit zum Teil relativ stark ausübt beispielsweise ein 5:15 schwarzerdeboden der durch seine Zusammensetzung eine viel höhere Fruchtbarkeit hat als ein ihm gegenüberstehender pozoboden mit einer 5:25 anderen Zusammensetzung weltweit gibt es viele verschiedene Bodentypen wieer eben besagte pozol kastonuse Braunerde Schwarzerde und noch viele weitere in 5:35 der rechts gestellten Grafik kann man auch ganz gut erkennen wie sich die einzelnen Bodentypen auch in Deutschland durch beispielsweise das 5:43 ausgangsgesteinal sehr stark unterscheiden Bodentypen zeigen wie gesagt eine bestimmte horizontabfolge und bauen sich hierbei nach einem 5:52 sogenannten ABC horizontschema auf was überhaupt ein Bodenhorizont ist sehen wir unten in der Grafik Boden Horizonte sind horizontale Schichten eines Bodens 6:03 diese weisen in ihrer Zusammensetzung spezifische Eigenschaften auf und einen bestimmten Punkt in der Bodenbildung je nach Eigenschaften werden diese 6:14 spezifischen Bodenhorizonte genauer bezeichnet das ABC der Horizonte werden noch weitere Buchstaben angehängt die diese Eigenschaften repräsentieren durch 6:24 diese Bodenhorizonte wird ein Boden also klassifiziert Boden Horizonte die Bodenhorizonte sind wie gerade eben schon einmal angesprochen die Schichten 6:35 eines Bodens diese Schichten unterteilen sich wiederum in ABC Horizont und sind charakteristisch für die Bodentypen die Unterteilung der Horizonte verfeinert 6:47 sich durch die Eigenschaft und je nach Eigenschaft erhält der Horizont eine weitere Bezeichnung ist ein Boden beispielsweise sehr Humus angereichert 6:57 und befindet sich dieser Humus Anteil in aorizont so erhält der aorizont noch ein kleines h so bildet sich der AH Horizont und 7:10 hierbei ist dementsprechend bekannt dass es sich um einen sehr humusreichen a Horizont Hand ist genauere Bezeichnungen sehen wir hier in der Grafik rechts wo 7:22 einmal ein paar der wichtigsten Eigenschaften von Bodenhorizonten dargestellt sind hierbei zu beachten dass es noch sehr sehr viele weitere 7:31 Bezeichnungen gibt die Unterteilung in die drei Horizonte muss allerdings nicht auf jedem Boden Typ zu treffen ein gutes Beispiel hierfür ist die 7:40 Schwarzerde denn die Schwarzerde besitzt keinen bhizont sondern ein nur einen a-hizont und einen Z Horizont wo oben drüber die organische Auflage liegt das 7:51 ist zu beachten da die unterschiedlichen Horizonten eben unterschiedliche Mächtigkeiten haben können diese wiederum hängt vom Bildungsstand des 8:02 Bodens ab kommen wir nun zu den Bodentypen die Bodentypen gliedern sich grob in vier Kategorien in die terrestrischen semiterrestrischen 8:12 sumisopomid und suopidrisch sowie in die mböden fangen wir an mit den terrestrischen Böden die terrestrischen Böden sind vor allem uns bekannte Böden 8:22 wie z.B Schwarzerden und Braunerden die sich vorwiegend durch Regenwasser entwickeln semiterrestrisch Böden sind Böden dem Einfluss von Grundwasser 8:34 stehen wie beispielsweise dass der Fall in aueböden oder in Bachläufen ist wo Böden teilweise einen sehr hohen grundwasseranteil haben und es in diesen 8:46 Böden tatsächlich auch dann einen Grundwasserhorizont im Boden mit gibt somisopomid und sopidrische Böden sind Böden die zeitweise bzw dauerhaft 8:57 überflutet sind wie es z.B im Watt der Fall ist oder unter Wasser beispielsweise Ozeanböden oder auch ein der Boden eines Sees mböden bilden ihre 9:09 ganz eigene Kategorie an Böden denn diese Böden sind dauerhaft unter dem Einfluss von Verwesung und Zersetzung von organischem Material sowie von 9:20 stehendem Wasser wodurch auch hier nur als Beispiel ein morboden in Frage kommt bestimmte Bö zeigen charakteristische Horizonte an denen man den Boden direkt 9:32 erkennen kann weltweit sind pozole kassanosemben und braun eren am häufigsten was man auch in der nebenstehenden Grafik gut 9:42 erkennen kann dabei sind vor allem die Grünen Böden die pozole und die Braun Erden und die rötlichen Böden des kastanose ganz wichtig vulkanische Böden 9:56 sind gesondert zu sehen denn vulkanische Böden sind Böden die vorwiegend aus Asche und Mineralien bestehen und dadurch eine sehr sehr gute 10:07 Fruchtbarkeit aufweisen allerdings sind diese Böden nicht durch die päogenese entstanden also nicht durch bodenbindende Prozesse sie sind durch 10:16 Eruption von Vulkanen entstanden bei denen eine Menge Staub und Asch abgelagert wurde und eben nicht durch diese klassische pedogenese gebildet 10:25 wurde schauen wir uns für die Bodentypen einmal drei spezif Beispiele an das erste Beispiel porzole pozole sind saure nährstoffarme Böden die eine geringe 10:36 Fruchtbarkeit aufweisen und eine starke Auswaschung haben porzole kommt vor allem in brial nadelwähern vor und in Breiten wo die pedogenese gerade noch so 10:46 funktioniert die pzole finden sich vor allem wenn man mal in Richtung Russland guckt gerade in den nördlichen Breiten der supppolaren Zone die geringe 10:57 Fruchtbarkeit zeigen die porzole da das Vorkommen vor allem in den nadelwäern ist und gerade Nadelbäume haben einen sauren pHWert was den Boden angeht sie 11:08 machen also einen Boden sauer in den porzolböden S kaum Lebewesen die eine aktive organische Auflage Formen die nährstoffreich ist die besitzen zwar 11:21 eine organische Auflage diese organische Auflage ist allerdings nicht so stark ausgeprägt wie es beispielsweise bei der schwarzer der Fall ist zudem Boden stark 11:32 ausgewaschen diese Auswaschung kommt vor allem daher da die Nährstoffe mit dem Wasser nach unten weggespült werden somit zum Teil nicht mehr erreichbar für 11:43 Pflanzen sind wodurch auf porzolen nur bestimmte Pflanzen wachsen können die mit den Gegebenheiten zurechtken neben dem Bodenprofil von porzol habe ich hier 11:54 einmal die einzelnen Horizonte eingezeichnet ganz oben finden wir eben auch eine organische Auflage die sich aus wenig zersetzten Streu befindet wie 12:04 beispielsweise an Nadel darunter befindet sich ein AH he und ein AE Horizont dieser Horizont ist ein sauer gebleichter pozulierter 12:14 oberbodenhorizont der Humus einwaschungen hat allerdings verzahnt mit sauer gebleichten pozolierten oberbodenhorizont aus Sanden ja was 12:25 heißt das jetzt genau dieser Boden ist schwach Gruß und Mitte schuttführend und se schwach an Humus unter diesem relativ geringen aorizont befindet sich dann der 12:37 bhizont genau der BSH Horizont wo wir einen mit sesquoxidden und huminstoffen angereichten Unterboden haben der 12:49 teilweise schwach aus turinand befindet wiederum darunter befindet sich der BHS Horizont der wieder im Prinzip der gleiche Horizont ist nur wo die 13:01 Zusammensetzung unterschiedlich ist denn hier ist ja Boden mit huminstoffen scedoxiden angereichert und hierbei sind die Huminstoffe allerdings vom ant höher 13:15 als die sesquidoxid BS Horizont befindet sich dann nur noch ein bisquidoxid angereicherter unterbodenhorizont der chizont ist in diesem Bodenprofil schon 13:27 relativ stark verwittert tatsächlich deswegen ist es auch ein BS Horizont der bis zu einem C Horizont geht und dieser Horizont ist eben mit cesquiden 13:39 angereicherter übergangshorizont zum verwitterten untergrundgestein dieses untergrundgestein dass dieses verwittert ist dieses TV deutlich auffällig bei dem 13:50 porzolboden ist eben auch seine rötliche Farbe die vor allem durch einwaschung von Eisen und aluminiumoxiden herrührt kommen wir zum zweiten Beispiel die 14:04 Schwarzerde die Schwarzerde steht im starken Kontrast zu dem porzol denn die Schwarzerde ist sehr nähstoffreich und weißt eine hohe 14:15 Bodenfruchtbarkeit auf die hat keinen bhizont und entsteht vor allem in semiariden kontinem kalenklima beispielsweise auch hier in Deutschland 14:26 brauch ein kalkhaltiges Ausgangsgestein und befindet sich vor allem im baumlosen graslandweise in den bürdeböden hier in Deutschland ich habe ebenfalls wieder 14:35 neben dem Bodenprofil die Horizonte eingezeichnet der schwarzedeboden besteht eben aus der organischen Auflage sowie aus dem sehr breiten ahhizont der 14:46 zum einen Humus angereichert ist deswegen haben wir ein AH Horizont und wir haben noch einen weiteren a-horizont der in den c-hizont übergeht dabei 14:57 handelt es sich eben um wiederum einen Humus angereichterten ahorizont lockerubstrat als Ausgangsmaterial z.B löston oder Sand auch das dritte und 15:09 damit letzte Beispiel steht wiederum in einem starken Kontrast zu den ersten beiden Böden denn hier behandelt es sich um den Bodentyp Vega einen sogenannten 15:18 aueboden dieser Boden ist sehr humusreich und damit ja fruchtbar dieser Boden ist allerdings rundwasser beeinflusst und befindet sich im 15:28 Überflutung Bereich von Flüssen was heißt es Grundwasser beeinflusst Grundwasser beeinflusst meint dass im Bodenhorizont dein 15:37 grundwasserhorizontthten ist und dass dieser Boden dauerhaft im Einfluss von Wasser steht bedeutet er ist dauerhaft getränkt wenn wir uns hier neben dem 15:46 Bodenprofil auch einmal die Horizonte genauer anschauen sehen wir auch dieser Bodenhorizont hat wieder eine organische Auflage einen ah Horizont darunter der 15:56 sehr humusreich ist unter diesem ah Horizont befindet sich der am Horizont dieser am Horizont ist wiederum eine kleine Besonderheit für sich da der 16:07 mhorizont für ein Bodenhorizont aus liimentierten proden humusen solum mataterial besteht und im Prinzip ist dies ein Material an der Stelle 16:18 abgetragen wurde und sich an einem bestimmten Ort wieder abgelagert hat in diesem Fall in den Flussauen ist diesen Horizonten ist allerdings zu beachten 16:27 dass sie alle noch ein kleines Ader vorstehen haben was dafür steht dass das Gestein in einer auenlage befindet also das ist sich um einen aueboden handelt 16:38 unter diesem am Horizont befindet sich dann ein Grundwasserhorizont der AG Horizont der wie der Name schon sagt eben im Einfluss 16:50 von Grundwasser steht und Grundwasser angereichert ist so das war's auch mit dem Bodentypen und den Bodenhorizonten ich hoffe dass daraus verständlich 16:57 geworden ist dass ein Boden nicht gleich am Boden ist sondern ein Boden charakteristische Horizonte hat an die man den Boden direkt charakterisieren 17:08 kann und das war's jetzt auch mit den dritten Teil zur Themenreihe bodenk dann geht es in den nächsten Videos mit weiteren Themen zum Thema 17:16 Geowissenschaften weiter