Bernhard Ruchti: Musik, Tempo und Interpretation. Teil 2 (English Subtitles) Bernhard Ruchti https://www.youtube.com/watch?v=aTmybT0zX7c Transkript (automatisch erstellt) 0:08 im zusammenhang mit dem klavierspielen mit dem e-tron nehmen sie ja eigentlich eine ganz interessante position ein die ein 0:19 bisschen wenn man so will zwischen den stühlen ist auf der einen seite haben sie überhaupt mal dinge in frage gestellt die man für sakrosankt hielt 0:26 bis vor wenigen jahrzehnten eigentlich glaube ich war das relativ unbestritten dass jedes tack tack tack war ein war ein beat ein viertel 18 0:34 je nachdem wie es definiert war sie haben die möglichkeit einfach sehr genau analysiert kann es sein dass das eigentlich die halbe zeit immer neue ist 0:41 und was für auswirkungen hat das auf die musik liegen sie da jetzt in ihrer forschung und in ihrer praxis also grundsätzlich ist es so dass eigentlich 0:50 dieses schlages vorschlag verstehen dass man erzählt 123 etwas ist was zu der zeit aus dass metronom erfunden wurde immer noch etwas ganz selbstverständlich 1:03 ist war sie können das in lexika finden also irgendwie das heißt die die möglichkeit dass die leute das metronom auch so verstanden haben also das ja 1:13 auch ein pendel besitzt und quasi den vollen schlag gezählt haben die ist realistisch gleichzeitig gibt es theoretische erklärungen wie das 1:27 metronom zu benutzen sei und die sind also klipp und klar so dass man eben jeden tag zählt was sie auch naheliegend ist weil der märz hätte leicht nur ein 1:38 ticken jeden fall ohne fortschreiten ihrer reise machen können also das hat er nicht gemacht das ist ganz klar der wollte diesen einzel schlager als 1:45 als praktischen gründen und zwischen dem bewegt sich das und es ist eine erklärungs möglichkeit zum beispiel bei den werken von beethoven sehe ich die 1:54 also wirklich sehr realistisch dass der wirklich das gemeint haben könnte auch mit dieser zwischenlösung die ich vorschlage dass das es eigentlich darum 2:05 geht was vielleicht jede ihrer bewegungen was für eine dirigier bewegung jetzt eine mittel- und repräsentiert das ist 2:14 einfach etwas was musikalisch so gut funktioniert dass ich als das wirklich nicht ausschließen dass es funktioniert natürlich mit den vortrag bezeichnung ja 2:23 den märkten sprache ein aber es ist mir bewusst anleitung gibt dass eine solche these wirklich im spannungsfeld steht zwischen diesen 2:35 auffallend auf also diese auffordern häufigkeit von rasenden angaben aus den ersten jahren des metronoms und der tatsache dass diese dieser anschlag 2:48 wirklich klar vermittelt wurde als die art und weise wie das metronom gezählt werden soll von daher sehe ich eine eine gewisse 2:59 wahrscheinlichkeit dass dieser doppelschlag tatsächlich angewandt wurde und sehe vor allem die die musikalische das musikalische potenzial aus den 3:10 anderen seite auf der theoretischen ebene sehe ich aber auch die ja die beschränkung diese wahrscheinlichkeit und unterm strich ist es wahrscheinlich 3:19 einfach nur eine anregung zum selberdenken ja ja und und zum zum zur auseinandersetzung mit der tempo frau aber ich finde zum beispiel eben nach 3:28 wie vor wie schon bei der cd fantasie von schumann dieser langsame satz im haupttempel funktioniert einfach deren maßen gut es 3:37 ist pure magie was passiert wenn man das so spielt das ist das ist für mich ein ein gewichtiges argument und natürlich eben auf der theoretischen ebene ist es 3:46 schwierig das direkt nachzuweisen aber die musikalische ebene die ist auch da passt es auch so weiter töten ja es ist ein merkwürdiger tanz auch 3:57 zwischen irgendwie militärischen gehorsam das mantel wie das ist er also muss das sein und dem dem inneren freien empfinden 4:04 neben auch bis hin zu atmos wo sie dann sagen ja man die zeit genossen haben gesagt das ding kann praktisch und die muss ja irgendwie untergebracht werden 4:12 und entsprechend lassen man muss es gespielt werden das natürlich also richtigen auch diesbezüglich ein ganz anderer fall weil diese diese dauert 45 4:20 minuten die ist durch mehrere quellen gesichert da kann man also wirklich eigentlich nicht mehr sagen das und das ist nicht 4:27 da der tatsache geschuldet dass der organismus manches wiederholt hat oder die pausen dazwischen lange rede das gibt nicht nicht den geringsten hinweis 4:35 es gibt nur die größten lobeshymnen auf seine virtuosität und man muss sagen das ist auch total auf geht ja es geht natürlich das ist ja auch im koran das 4:46 thema ist also wie man bei diagnose man dort die details an schaut also dass das setzt sich wie ein puzzle zusammen trotzdem also in dieser jedoch 4:56 partikularen welt des metronom wesens haben sie da in den wespennest gestochen bei vielen leuten ja und die führung schweren sie jetzt mit welchen vorwürfen 5:06 also zusammenzustellen ja es gibt einfach leute die sagen wir wir haben wir haben diese erklärungen des metronoms und alle wussten dass also was 5:15 soll die diskussion und es gibt andere leute die sagen ja also wollte diese schnellen cerny typen spielen es muss so sein das alles habe das tempo ist das 5:26 sind so die beiden positionen die es gibt und ein akademischer streit in der künstler hinzu ein bisschen aber nicht verschüttet 5:35 man kann ja ganz offen zugeben dass es unterschiedliche aspekte gibt das ich sehe für mich keinen grund mich in so eine 5:44 ja pragmatisch so fasst ideologische ecke dazu begeben mit dem was man kann doch das einfach anschauen und dann aus was musiker immer noch das machen was 5:55 man dann gerne macht ja haben sie das gefühl dass die zeit schneller geht das kann ich nicht beurteilen aber was ich beurteilen kann dass sie anders geht aus 6:08 von 150 oder 200 euro ich würde jetzt mal sogar nur die eigene lebensspanne zu aussehen wollen wie meinen sie dann haben sie das gefühl 6:16 dass das dass das leben oder dass die zeit mit den jahren schneller geht zum einen dass man das gefühl es geht alles schnell vorbei oder gibt es auch eine 6:25 qualität der zeit dass man den das kann doch eigentlich gar nicht sein dass auch jüngere leute schon sagen hey die letzte woche ist doch noch gar nicht vorbei und 6:32 ist schon wieder sonntag oder es ist schon wieder mit was für mich persönlich kenne ich nicht sorgen dass ich den eindruck einer generation sagt empfinden 6:40 weil habe ich nicht auch nicht gegenüber ihrer jugend ihrer kindheit eigentlich nichts riesige kann man sich dann umso entspannter mit tempo fahre also das 6:54 gefühl dass sie eigene lebenszeit das ist gleich mit langem pendeln und glauben sie denn noch das ist ein subjektiv anderes empfinden gehabt wir 7:09 haben lust hat nun den mann die eisenbahn noch erlebt er hat angefangen mit der postkutsche hatte er eine richtige er hatte ja eine art wohnwagen 7:16 tolle wohnwagen durch die gegend gefahren trotzdem denke ich mir sternschnuppen sind genauso schnell vorbei gewusst wie sie sonst tun also es 7:22 hat ein sicherlich extreme risse man so will zeit unterschätzten finden gegeben kommunikation an unendlich viel länger gedauert aber spielt das jetzt so eine 7:32 große rolle für das empfinden von musik sowie beim film wenn ich das mal andeuten sagte wenn sie sich heute alte schüler aus den 50er jahren angucken 7:41 die kindergärten ungeduldig die sagen hey was ich ja nix und die älteren die sagen ja das war so das tempo den man das erzählt hat früher und heute viel 7:50 schneller geschnitten das kommt den leuten den zeit eigentlich zu schnell geht auch zu schnell ich denke ich war ich kann nicht beurteilen 7:59 wie jetzt jemand wie liest oder beethoven so was ich gefühlt hat hinsichtlich des derzeit oder dass das tempo des lebens aber was ist schon sehr 8:10 naheliegend finde dass es wirklich signifikant anders gewesen sein muss eben gerade als grund der der dinge die sie schon erwähnt haben wenn sie dann 8:19 aus etwas wissen wollten dann ging sie an einen ort wo es eine bibliothek gab und in dieser bibliothek gab es ein lexikon und dann schauten sie sich das 8:29 an heute tippt sie das rasch rein und dann kommt das so dass ich denke das hat so oder das muss ja einen sehr großen 8:40 einfluss auf das alltagsleben auf das zeitempfinden haben wie es ist kann ich nicht sagen aber dass es ist da bin ich eigentlich sich auch wie wir vorhin 8:51 schon angesprochen haben mehrfach also die die ausgediente reisetätigkeit von lässt wenn man sich vor augen hält was für unfassbare strecken er immer wieder 8:59 und immer der zurückgelegte die wie gut jetzt fliegt man nicht mehr nur ins lange geflogen das war irgendwie alles gar 9:05 kein thema und das war eine sache von tagen und wochen in denen man einfach auch gelebt hat in denen man gealtert das in denen man alles mögliche getan 9:14 hat das ist das andere dass sie beschreiben vielleicht nicht notwendigerweise das schnellere oder langsam sie haben all diese tempo 9:25 projekte gefehlt warum eigentlich das hat verschiedene gründe zum einen wollte ich dass das die leute irgendwie sehen wer da am werk ist also damit man 9:38 sich wirklich einen eindruck verschaffen kann es ging auch darum gewissermaßen die aufnahmen möglichst nahe an ein 9:47 live-erlebnis heranzubringen weil in meinen augen das im zusammenhang mit tempo etwas sehr wichtiges ist also dass das langsamere spiel lebt sehr stark 10:01 auch von einer live situation und das war auch ein hintergrund warum warum wir das möglichst wird durch den film möglichst nahe daran bringen wollen dass 10:14 das einfach durch das visuelle elemente noch etwas hinzu kommt was etwas von dem vermittelt was im raum passiert wenn so eine interpretation dargeboten wird 10:27 das ist also keine konzession an die gewohnheit dass die leute sowieso nun auf youtube com plant alles nachhinein es gibt eine sehr interessante bemerkung 10:38 von sergiu celibidache dem dirigenten der ja bekannt war für seine langsame tempi und dafür dass er eigentlich keine aufnahmen gemacht hat und er äußert sich 10:50 in einem büchlein über musikalische phänomenologie sehr interessant zu diesem thema und sagt also das ist das sind seine worte 10:59 es gibt so viele unendlich viele obertöne wenn ein orchester spielt und ein mikrofon nimmt nur zwei drittel davon auf 11:08 und darum geht es eben so dass wenn wir eine aufnahme hört erscheinen ihm die tempi die im moment perfekt passen auf der aufnahme um einen drittel zu 11:20 langsam und ich weiß nicht wie das ist mit den obertönen aber ist das hat etwas weil wie die stimmung ist nicht so darauf eine aufnahme eines raumes und so 11:33 weiter und das ist auch ein hintergrund dass durch das visuelle etwas von dem dazu kommt was das mikrofon nicht ganz aufnehmen kann man einfach als 11:45 technischen das technische begrenzung ich fand das sehr faszinierend diese aussage von ist natürlich wundervoll war das einfach das total subjektive der 11:54 seit empfinde er noch mal unterstreichen man könnte ja leicht die probe aufs exempel machen wenn man den cd-spieler und den videorekorder zur selben zeit 12:01 startet dann gehe ich doch mal davon aus dass cd und video zum selben zeitpunkt an ihr ende garantiert und das ist nicht so ist das auf der 10 12:10 weil sie so ganz an das ist sicherlich der skurril dass hier tempo empfinden ja dieser weit gereiste schweizer flügel ist ein moderner steinway es hätte ja 12:22 auch die möglichkeit bestanden jetzt auf einem pferd instrument zu spielen zugucken darf ich vielleicht sogar den beckstein benutzen aus dem liszt haus 12:29 warum haben sie sich dagegen entschieden das hat verschiedene gründe erstens ist die instrumenten frage eine sehr komplexe also nur schon bei beethoven 12:39 ich habe eine grüne und eine späte sein hatte ein gespielt da hatte er zwei ganz verschiedene instrumente die frage was waren das für instrumente die frage war 12:49 zufrieden mit diesen instrumenten hat das dem entsprochen was er hat diese frage stellt sich bei liszt auch sehr stark und es gibt immer dieses 12:59 wechselverhältnis zwischen instrument und komponist einerseits machen die instrumentenbauer entwicklungen die die komponisten beeinflussen aber auch die 13:09 komponisten haben visionen die dann die instrumentenbauer inspirieren ein instrument zu schaffen dass diese vision ausdrücken kann und diese frage hat so 13:21 viele schichten so viele aspekte dass ich in diesem projekt einfach nicht den schwerpunkt dann darauf legen wollte sondern irgendwie eine gewisse 13:34 allgemeingültigkeit erreichen wollte weil für mich die tempo frage ganz klar auf einer grundlegenderen ebene der interpretation liegt aus die 13:43 instrumenten frage also wie ja auch die artikulation zum beispiel sich das ihm ganz ganz grundlegende dinge und das ist ähnlich vielleicht wie im bach spielen 13:55 da gibt es ja eine lange tradition von bach auf dem klavier obwohl allen klar ist bei bach hat es nicht so gekommen aber dennoch wenn sie auf namen hören 14:05 von andrás schiff oder vom einschlag oder so dann sind das natürlich pianisten aber sie hören dass diese leute sich inspirieren lassen von den 14:14 erkenntnissen der historisch informierten aufführungspraxis und dann etwas entsteht dass eine gewisse allgemeingültigkeit hat und das war mir 14:23 ganz ganz wichtig sind dennoch kann man sagen dass also gerade wenn man von der historisch informierten aufführungspraxis spricht dass es eben 14:30 weniger die phrasierung thematik ist die ihr ball ist auch eine ganz andere rolle spielen jetzt noch in der barockmusik und auch nicht so sehr die frage der 14:40 bögen darm seine fraktion sondern letzten endes wirklich eine tempo fragen und dann ist wenn man so will ein exzellentes instrument vorausgesetzt 14:51 natürlich dass nach der ordnung und ich meine wenn ich sie lässt spielen hört da kann ich mir nicht vorstellen dass liszt irgendwas dagegen haben dass das jetzt 14:58 irgendwie mit diesem wunderbaren kernigen untergründigen klang verbunden ist was sie da gemacht aber es ist ein thema 15:05 dass es das nicht sehr interessiert und das auch für zukünftige weitere atenco produktion wirklich sozusagen im raum steht ob das noch in dieser richtung 15:13 nachgehen könnte mit hammerklavier und ein zum beispiel oder soja aber das ist noch zu viel jetzt dahin zu sprechen wir haben den begriff immer 15:22 wieder erwähnte bestimmt sozusagen den geist und den inhalt ihres projekts tempo ist ein musikalischer begriff der eigentlich auf tochter in einer in einer 15:33 partitur wenn irgendwo etwas verlangsamt oder vorschnell verstellt wurde und man dann quasi zu einer art ursprungsland zurückkehren sollen ist das richtig 15:40 wiedergegeben und wenn ja was bedeutet das im kontext ihres projektes bedeutet ich genau das aus dem nachttisch dem dem ursprungs tempo nachzugehen dass ein 15:52 komponist oder eine komponistin im auge im herzen hat für eine komposition und so wird dieser begriff wahrscheinlich sehr sehr passend weil es hat doch es 16:04 hat etwas absolut ist aber das hat auch etwas relativ ist das ist irgendwie ist etwas sehr schöner ist da geschickt sehr schön 16:12 das leuchtet mir sehr viel [Musik]