Aktionspotentiale WIRKLICH verstehen Neurologie mit Dr. Janis https://www.youtube.com/watch?v=aG7w5L_0VqA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 wenn man verstehen möchte wie unsere Nervenzellen elektrische Information verarbeiten und dann als 0:04 Aktionspotenziale wieder elektrisch an andere Nervenzellen weiterleiten dann muss man vor allenen Aktionspotenziale 0:10 verstehen und genau darum geht's in diesem Video moin erstmal willkommen auf dem Kanal ich bin dr Jannis und hier 0:16 versuche ich euch immer zu helfen unser Gehirn ein bisschen besser zu verstehen und ganz egal ob es das nervige klingeln 0:22 vom Wecker am Morgen ist was so langsam in unserem Gehirn ankommt oder ob es die Freude darüber ist dass man gerade einen 0:29 genialen Schachzug gemacht hat nichts davon passiert ohne dass dabei in unserem Gehirn unzählige 0:34 Aktionspotenziale hergestellt und weitergeleitet werden also gucken wir mal in eine kleine Nervenzelle rein wie 0:41 das passiert so ein Aktionspotenzial was diese Nervenzelle produzieren soll das sieht letztendlich so aus und wir gucken 0:48 jetzt nach und nach wie jeder einzelne Abschnitt von diesem Aktionspotenzial in dieser Nervenzelle entstehen kann und 0:53 dabei ergeben sich eigentlich noch viel spannender ein paar ganz wesentliche Grundlagen davon wie Informationen in 0:59 unseren Nerv Zellen verarbeitet werden können die Stelle an der Aktionspotenziale in unser Nervenzellen 1:04 in der Regel ent stehen ist die Stelle an denen das Axon vom Zellkörper entspringt durch das Axon soll das 1:11 Aktionspotenzial dann ja weitergeschickt werden also gucken wir da genauer hin und wir können da wirklich ganz ganz nah 1:17 reinzoomen einfach einen kleinen Ausschnitt von der Zellmembran an diesem Beginn vom Axon das nennt man auch das 1:22 initialsegment vom Axon und da brauchen wir jetzt drei ganz wesentliche Grundbedingungen damit nachher überhaupt 1:28 ein Aktionspotenzial entstehen kann kann das ist zum einen ganz viel Kalium innerhalb der Zelle dann ganz viel 1:34 Natrium außerhalb der Zelle und dann ein elektrisch negatives ruhemembranpotential diese drei 1:39 Grundbedingungen werden dadurch erreicht dass eine Natrium Kalium artipase die ganze Zeit ganz fleißig Natrium nach 1:44 draußen und Kalium nach innen transportiert und durch ein zwei weitere Schritte entsteht dann auch noch dieses 1:49 negative ruhemembranpotential also dass die Zelle innen negativ gegenüber außen geladen 1:54 ist das ist erstmal was was es in quasi allen unseren Zellen gibt aber unsere Nervenzellen treiben das ziemlich ins 1:59 Extrem die sind in deutlich negativ geladen meistens so um die - 70 MV und in diesem 2:06 Zustand mit dem ruheembranpotential von - 70 MV viel Kalium in viel Natrium außen da fühlt sich unsere kleine 2:12 Nervenzelle eigentlich ziemlich wohl da könnte sie erstmal die ganze Zeit chillen aber sie hat ja auch ein Job zu 2:17 tun sie muss Informationen verarbeiten und dann weiterschicken wenn die Informationen das wert sind also gucken 2:23 wir erstmal wie die Information zu dieser Stelle zum Ursprung von unserem Axon kommt dafür müssen wir noch mal 2:28 rauszoomen und an den ganzen Rest von der Zelle gucken im Wesentlichen an den oft riesig verzweigenden dritenbaum an 2:35 dem bilden sich ja tausende Synapsen von anderen Nervenzellen und dort werden dann über Neurotransmitter Informationen 2:41 auf unsere Nervenzelle übertragen die dann da an der postsynapse am den drenbaum wieder in elektrische 2:47 Information umgewandelt wird und dabei ganz interessant können das sowohl erregende als auch hemmde elektrische 2:53 Potenziale sein also positive oder negative Ausschläge und all diese Potenziale werden dann über den 3:00 Dendriten Baum weiter zum Zellkörper von unserer kleinen Nervenzelle geleitet das passiert relativ simpel einfach passiv 3:06 man nennt es auch elektrotonisch das ist in etfach so wie Strom auch durch ein Kabel fließt unsere Dendriten sind 3:12 allerdings ziemlich schlechte Kabel quasi gar nicht isoliert das heißt auf dem Weg geht einiges von den 3:17 elektrischen Potenzialen verloren aber von all den Synapsen zusammen kommt trotzdem noch einiges am Zellkörper an 3:22 wird da dann weiter geleitet zum Ursprung von unserem Axon und in dem Abschnitt vor dem initialsegment in dem 3:28 sogenannten xonhügel das kleine Stück davor das ist die entscheidende Stelle in der sich dann elektrisch alles 3:34 summiert wenn es viele erregende Potenziale sind dann adieren die sich aufeinander auf wenn es Hemde sind dann 3:39 wird das davon abgezogen und so können diese ankommenden Potenziale das rubomembranpotenzial nach oben auslenken 3:45 oder nach unten auslenken das nach oben das nennt man depolarisieren weil die Zelle dabei positiver weniger 3:51 polarisiert wird das nach unten nennt man hyperpolarisierend weil die Zelle dabei noch weiter polarisiert wird noch 3:58 negativer wird ja und so können diese ganzen einkommenden Potenziale die ganze Zeit das membranpotenzial nach oben nach 4:05 unten hin und her treiben und dabei passiert erstmal reichlich wenig in dem initialsegment vom Axon außer es kommen 4:13 so viele erregende Potenziale an dass die in ihrer gesamten Summierung es schaffen das membranpotenzial seit 4:20 positiv auszulenken dass ein magischer Wert von so um die -55 oder -50 MV erreicht wird das ist das 4:27 schwellenpotenzial und da geht's dann los mit der Generierung vom Aktionspotenzial aber das ist wirklich 4:33 ganz wichtig alle elektrischen Informationen die ankommen die es nicht schaffen diese Schwelle zu erreichen die 4:39 versickern letztendlich einfach an der Stelle im Neuron und schaffen es trotz all ihrer Bemühung nicht in 4:45 Aktionspotenzial auszulösen das heißt die Informationen sind an der Stelle in der Nervenzelle dann einfach 4:51 verschwunden aber wenn Sie in einem Moment stark genug sind um das membranpotenzial bis an dieses magische 4:57 schwellenpotenzial anzuheben dann wird dort ein Aktionspotenzial generiert und zwar immer deswegen nennt man die Stelle 5:04 wo das achson springt manchmal auch die triggerzone weil da wenn das schwellenpotenzial erreicht wird quasi 5:09 der Trigger gezogen wird und dann schießt das Aktionspotenzial los aber wenn es nicht erreicht wird dann 5:14 versigert die Information einfach und das ist schon das erste ganz entscheidende Element davon wie 5:19 Informationen in unseren Nervenzellen elektrisch verarbeitet werden und jetzt ist es endlich soweit jetzt haben diese 5:25 einkommenden erregenden Potenziale es geschafft dass der Träger gezogen wird dass das schwellenpotenzial erreicht 5:31 wird jetzt können wir das Aktionspotenzial auslösen also gucken wir mal wie das passiert die drei 5:36 Grundbedingungen die haben wir schon und jetzt brauchen wir für die Auslösung und dann die Beendigung des 5:42 Aktionspotenzials noch zwei ganz besondere Ionenkanäle in der Zellmembran das ist logischerweise passend zu den 5:48 Ionen die wir haben einmal ein Natrium und einmal ein Kaliumkanal aber die sind im Ruhezustand also bei den -70 MV 5:57 verschlossen da kommen also gar keine Ionen durch und ihr Geheimnis ist dass sie spannungsabhängige Ionenkanäle sind 6:04 das heißt bei einer bestimmten Spannung werden diese Kanäle auf einmal geöffnet und Überraschung welche Spannung könnte 6:11 das wohl sein genau das sind diese etwa -55 MV das schwellenpotenzial fangen wir mit dem Natriumkanal an der ist für den 6:18 aufsteigenden Part vom Aktionspotenzial das ganz entscheidende diese Natriumkanäle die reagieren super 6:23 schnell in dem Moment wo das schwellenpotenzial erreicht ist da öffnen die sich und dadurch kann Natrium 6:30 dann hindurchströmen was passiert also na ja wir haben außen ganz viel Natrium und zusätzlich sind Natriumionen ja 6:36 positiv geladen innen in unserer Nervenzelle haben wir zum einen ganz wenig Natrium und sie ist auch noch 6:42 super negativ das heißt es gibt einen ganz ganz großen Antrieb sowohl von der Diffusion als auch von der elektrischen 6:47 Anziehungskraft dass die Natriumionen ganz schnell in unsere Nervenzelle reinströmen wollen dadurch kommen dann 6:54 auch ganz viele positive Ladung super schnell in die Nervenzelle rein und die Zellmembran polarisiert sich wird also 7:00 positiver das geht nicht nur bis zu 0 milvolt sondern schießt sogar darüber hinaus bis so etwa zu dem Punkt von 30 7:08 mvol da passieren dann zwei weitere Dinge ziemlich genau gleichzeitig zum einen öffnen sich zu dem Zeitpunkt 7:15 unsere spannungsabhängigen Kaliumkanäle interessanterweise wird deren Öffnung auch schon getriggert wenn das 7:21 schwellenpotenzial erreicht ist aber die öffnen sich viel langsamer als die natumkanäle und deswegen fällt das auf 7:26 den Zeitpunkt wenn das Aktionspotenzial dann bei ungefäh + 30 MV ist und was passiert bei den Kanälen na ja wir haben 7:34 ja ganz viel Kalium in der Zelle das will natürlich dahin diffundieren wo wenig Kalium ist also strömt es durch 7:39 die jetzt geöffneten Kaliumkanäle nach außen und auch Kaliumionen sind einfach positiv geladen das heißt dadurch 7:45 strömen ganz viele positive Ladung nach außen also wird es Membranpotential wieder negativer da gucken wir gleich 7:53 weiter aber bei + 30 MV me ich ja es passieren zwei Sachen und die zweite ist auch noch ganz wichtig weil so wie wir 8:00 es jetzt hätten wer ja beide Kanäle gleichzeitig offen und es würde Natrium rein Kalium rausströmen positive Ladung 8:06 in beide Richtungen das gleichzeitig wä eigentlich pure Energieverschwendung und die ganze schöne Arbeit die die Natrium 8:13 Kalium ATPase vorher gemacht hat würde dabei nach und nach verloren gehen deswegen ist es clever getimt dass bei 8:20 diesem Höhepunkt bei + 30 MV die Natriumkanäle sich auch wieder verschließen auch dieser Mechanismus mit 8:25 dem die Natriumkanäle sich verschließen wurde schon in dem Moment getriggert als das schwellenpotenzial erreicht wurde 8:31 aber ähnlich wie die Kaliumkanäle ist der Mechanismus relativ langsam und so klappt der langsam zu und verstopft dann 8:38 den Natriumkanal ziemlich genau in dem Moment wo wir bei + 30 MV angekommen sind also super clever getimt das ganze 8:45 und dieser Stopfen zum Verschluss der hat noch eine besondere Eigenschaft die gucken wir uns später noch mal an 8:50 erstmal können wir jetzt weiter gucken bei unseren kaliumkanälen die dafür sorgen dass wir den absteigenden 8:56 Schenkel von dem Aktionspotenzial hinkriegen dabei wird unsere z ja wieder negativer geladen das heißt sie wird 9:01 wieder polarisiert das nennt man dann die Repolarisation re für wieder also die wieder poollarisation die 9:09 Kaliumkanäle sind dabei ein bisschen übereifrig im Prinzip müssen sie es ja eigentlich erstmal nur erreichen dass 9:14 unsere Zelle wieder zu dem ruhemembranpotenzial kommt aber die meisten Kaliumkanäle verschließen sich 9:19 erst ein bisschen später wieder und dadurch hat das Kalium noch mehr Zeit nach draußen zu strömen also noch mehr 9:25 positive Ladung nach draußen und die Zelle wird noch ein bisschen negativer als diese - 70 mvolt dieses Überschießen 9:32 nach unten das nennt man eine Hyperpolarisation aber nach einer gewissen Zeit verschließen sich dann 9:37 auch alle Kaliumkanäle und dann kümmert sich die tapfere Natrium kaliumarpase und ein zwei der folgende Mechanismen 9:44 darum dass wieder das ruhemembranpotenzial bei -70 MW erreicht wird und damit haben wir unser erstes 9:51 Aktionspotenzial hergestellt das ganze geht übrigens verdammt flott die Depolarisation und Repolarisation das 9:58 dauert nur so ein 2 Millisekunden bei den meisten Nervenzellen und die Hyperpolarisation dann oft ein paar 10:04 Millisekunden mehr aber das ist echt eine sehr sehr flotte Angelegenheit und jetzt müssen wir uns noch zwei Dinge 10:10 angucken zum einen noch mal genauer auf diesen Natriumkanal und dann wie unser so prächtig generiertes Aktionspotenzial 10:17 dann eigentlich über das Axon weitergeschickt werden kann zu den nächsten Nervenzellen aber bevor wir 10:21 dazu kommen können wir einmal kurz durchatmen ich möchte nämlich einen Moment kurz Werbung machen aber nicht 10:26 irgendeine random Werbung sondern was was tatsächlich sehr gut zu dem Video passt nämlich sind diese schicken 10:32 Abbildungen von kenab kenup falls es noch nicht kennt oder nicht mehr so genau kennt das ist eine große online 10:37 Anatomie Lernplattform da gibt's Artikel und Abbildung zu wirklich allen Themen der Anatomie die gibt's sogar kostenlos 10:44 muss man sich nur für registrieren aber dann kosten die Artikel und Abbildung nichts aber für die Leute die ganz gerne 10:51 auch mal nicht nur Sachen lesen sondern auch mal was mit videoolernen gibt es als premiumfunktion zusätzlich auch noch 10:56 Videos das kostet dann ein bisschen was aber da habe ich gleich auch noch einen rabattlink für euch bereit nur noch kurz 11:02 der zwischeneinschub ein Aktionspotenzial das ist ja jetzt eigentlich nicht wirklich ein Anatomie 11:07 Thema und das ist tatsächlich eine ziemlich frische Neuigkeit bei kenup dass es da jetzt auch physiologieinhalte 11:13 gibt die sind noch nicht ganz so umfangreich wie die anatomieinhalte die es wirklich eigentlich komplett 11:18 umfassend gibt aber das wird nach und nach ausgebaut und gibt schon einige echt schicke Abbildung dabei ich 11:24 verlinke euch mal unten den Übersichtsartikel zur Physiologie wo man sich dann so weiter durchklicken kann zu 11:28 den weiter Themen guckt da gerne mal rein und falls dann jetzt oder irgendwann später die premiumfunktion 11:34 mit den Videos und auch mit Quizfragen für euch interessant werden sollten dann packe ich noch ein zweiten Link dazu das 11:40 ist dann Rabattcode für 10% Rabatt auf die premiumfunktion dann müsst ihr einfach noch mal zurückkommen und auf 11:46 den Link klicken und ja das ist es mit der Werbung danke an kenab fürs sponsorn von Video und wir Zoomen noch mal ganz 11:53 nch rein auf unseren spannungsabhängigen Natriumkanal so sieht der beim ruhemembranpotenzial von - 70 MV aus da 12:00 ist er verschlossen durch so ein zugeklappten Deckel aber wir wissen ja er ist theoretisch aktivierbar wenn dann 12:07 das schwellenpotenzial erreicht wird dann klappt der Deckel auf super schnell und dann können die Natriumionen 12:12 durchfließen ich find schon ziemlich cool wie das funktioniert dass diese Decke aufklappt dieser Kanal der hat 12:17 nämlich Elemente in sich mit festen positiven Ladung und wenn das mitm Rand Potenzial positiver wird genau bis zum 12:24 schwellenpotential dann reicht das um diese positiven Ladung nach draußen zu verschieben und dadurch ändert sich die 12:30 konformirmation von dem Kanal der klappt auf und dann können die Natriumionen einströmen ziemlich raffiniert und 12:35 gleichzeitig wird dann ja schon der zweite Verschluss ausgelöst der reinklappt und bei den etwa + 30 MV dann 12:43 endlich ankommt und den Natrium Kanal verschließt und dieser zweite Verschluss der hat auch was ganz Spezielles an sich 12:50 wenn der nämlich dann reingeklappt ist und den Natriumkanal dicht macht dann ist der Natriumkanal nicht einfach nur 12:56 verschlossen sondern er ist auch noch inaktiviert das heißt diesem zweiten stopfen dem ist es völlig egal was für 13:03 positive Potenziale ankommen der klappt da nicht wieder raus bis nicht einmal das ganze Aktionspotenzial bis zu Ende 13:10 abgelaufen ist erst wenn das ruhemembranpotenzial wieder erreicht ist dann klappt der wieder raus der andere 13:17 Decke ist dann wieder davor und dann kann das ganze wieder von vorne beginnen das wirkt vielleicht erstmal ein 13:23 bisschen überkompliziert dass es zwei verschiedene Verschlussmechanismen gibt für den Kanal aber das ist ganz 13:29 entscheidend denn solange dieser zweite stopfen drin ist der Kanal inaktiviert ist solange kann kein neues 13:34 Aktionspotenzial ausgelöst werden deswegen nennt man diese Zeit auch die absolute Refraktärzeit also man sagt die 13:41 Nervenzelle ist absolut refraktär in diesem Moment kompliziertes Wort heißt einfach nur dass egal was kommt in dem 13:50 Moment kein neues Aktionspotenzial ausgelöst werden kann warum brauchen wir so eine Refraktärzeit die bremst sich ja 13:56 aus wie viele Aktionspotenziale wir nacheinander generieren und durch das Axon schicken können ist ja eigentlich 14:01 schade aber es gibt mehrere wichtige Gründe warum wir das brauchen ein ganz entscheidender ist um sicher zuustellen 14:07 dass das Aktionspotenzial tatsächlich vorwärts in das Axon hineingeht und nicht von dort auch wieder rückwärts 14:12 zurückkommt außerdem sorgt diese Refraktärzeit dafür dass zumindest ein gewisser Abstand immer besteht zwischen 14:18 aktionspotenzialen und hilft damit den Nervenzellen sich nicht zu erschöpfen wenn jetzt völlig hyperaktiviert werden 14:24 dann gibt's trotzdem eine gewisse Grenze an aktionspotenzialen die sie feuern können und so können Sie sich nicht oder 14:29 zumindest nur sehr viel langsamer erschöpfen danach gibt's dann auch noch eine kurze relative refrakterzeit die 14:38 ist ein bisschen weniger relevant das ist dann die Phase in der dieser Stopfen schon aus einigen von den natriumkanälen 14:44 wieder raus ist die also wieder aktivierbar wären und der bei einigen aber noch drin steckt das passiert nicht 14:49 so ganz gleichzeitig bei allen und in dem Moment könnte dann theoretisch schon wieder Aktionspotenzial ausgelöst werden 14:54 und da kommt auch noch dazu dass das gleichzeitig in der Phase der Hyperpolarisation tion ist wo die Zelle 15:00 also noch negativer ist das heißt es brauchen die im Moment sehr sehr starke erregende Potentiale damit es 15:05 tatsächlich geschafft wird dann schon neues Aktionspotenzial auszulösen und das wäre dann tatsächlich so ein 15:11 bisschen special weil dann ja nicht alle von unseren spannungsabhängigen natriumkanälen verfügbar sind das heißt 15:17 das Aktionspotenzial würde in dem Fall so ein bisschen kleiner ausfallen weil nicht ganz so viel Natrium auf einmal 15:22 reinströmt ansonsten sieht das aber trotzdem genauso aus wie alle anderen Aktionspotenziale und das ist die 15:27 einzige so miniusnahme zu dieser alles oder nichtsreel die also nicht nur besagt dass alle Informationen in der 15:35 Zelle einfach versickern außer wenn das schwellenpotenzial erreicht wird sondern auch noch dass wenn das 15:40 schwellenpotenzial erreicht wird dass alle Aktionspotenziale fast perfekt gleich aussehen also in der Regel alle 15:47 etwa so eine Amplitude so eine Höhe von 100 mvolt haben ne von den -70 bis + 30 und so eine Dauer von dem auf und 15:55 absteigenden Teil von so etwa ein bis 2 Millisekunden so eine Frage habe ich noch die 16:02 elektrische Informationsverarbeitung innerhalb der Nervenzelle die hatten wir ja aber wenn eigentlich jedes 16:08 Aktionspotenzial genau gleich aussieht wie kann unsere Nervenzelle dann unterschiedliche Informationen 16:13 übermitteln wenn immer genau das gleiche durch das Axon durchschießt das finde ich gar nicht so nahliegend da auf die 16:20 Lösung zu kommen aber das Geheimnis liegt im zeitlichen Ablauf nicht innerhalb von einem Aktionspotenzial 16:27 aber so nerven Zelle kann ja einfach ganz ganz viele Aktionspotenziale hintereinander senden ne durch die 16:33 Refraktärzeit ist begrenzt wie schnell das nächste Aktionspotenzial geschickt werden kann aber wenn die z.B bei 4 16:41 Millisekunden liegt dann ist nach 4 Millisekunden alles wieder beim Alten und die Nervenzelle kann das nächste 16:47 Aktionspotenzial losschießen und dann kann unsere Nervenzelle theoretisch bis zu 250 Aktionspotenziale pro Sekunde in 16:55 die Achsen schießen und zumindest in unserem fernnervensystem ist dabei auch meistens mehr mehr also wenn die 17:02 hertplatte besonders heiß ist oder der Klingelton vom Wecker morgens besonders laut ist dann schicken die Nervenzellen 17:11 einfach ganz ganz schnell ganz viele Aktionspotenziale in Richtung von unserem Gehirn um da Aufmerksamkeit zu 17:16 erlangen in unserem Gehirn selber ist es dann ein bisschen komplizierter da ist es nicht mehr einfach so dass bei der 17:23 komplexen Informationsverarbeitung eine besonders wichtige Information sich dadurch ausdrückt dass sie ganz schnell 17:29 ganz viele Aktionspotenziale generiert sondern da geht's dann mehr ums genaue Timing und ums Zusammenspiel von 17:35 verschiedensten Nervenzellen im Netzwerk da gibt's dann auch manche die super schnell Aktionspotenziale feiern können 17:41 bis zu 800 pro Sekunde oder andere die da viel zögerlicher sind und die auch immer träger werden also auch das ein 17:48 Element davon wie Information in unserem Nervensystem verarbeitet und übertragen werden okay jetzt haben wir ein 17:56 Aktionspotenzial aber genau an dieser Stelle im iniizalsegment da bringt es uns noch reiglich wenig das muss ja 18:01 durch das Axon weitergeleitet werden und das ist gar nicht so einfach obwohl so ein Aktionspotenzial so stark ist obwohl 18:07 das ein Ausschlag von 100 mvolt in der Amplitude ist kann der in so einem Axon relativ schnell wieder verpuffen wenn 18:12 der einfach passiv weitergeleitet wird deswegen muss das Aktionspotenzial in jedem Abschnitt wieder neu generiert 18:18 werden und das passiert auch ne im nächsten membranabschnitt vom Axon sind wieder die spannungsabhängigen Natrium 18:25 und Kaliumkanäle und wenn das Aktionspotenzial an der einen Stelle entsteht da ja ganz positiv dadurch wird 18:31 auch ein Stück weiter das schwellenpotenzial erreicht und dadurch öffnen sich auch da die 18:34 spannungsabhängigen Natriumkanäle und das gleiche was wir an der ersten Stelle gemacht haben passiert auch da es 18:40 entsteht ein Aktionspotenzial und dann an der nächsten Stelle an der nächsten Stelle und so weiter wie so eine ewige 18:45 laolaw und weil die Aktionspotenziale alle immer gleich groß sind verpufft die Information dabei nicht sondern kann 18:50 quasi über beliebig lange Strecken so weiter transportiert werden das einzige Problem dabei ist dass das zum einen 18:55 nicht besonders flott ist wenn man das an jeder Stelle neu generieren muss und dass das extrem viel Energieverbrauch ne 19:01 die Arme Natrium Kalium atpaso muss an jeder einzelnen Stelle immer wieder das Gleichgewicht herstellen zwischen den 19:06 Ionen die daadurch defundiert sind das ist nicht so ideal da könnte unser Gehirn nicht so besonders komplex 19:11 Arbeiten wahrscheinlich deswegen gibt es den Trick dass die meisten uns Axone super isoliert sind durch die 19:17 sogenannten mölinscheiden von glierzellen entweder von oligodendrizyden oder von schwannzellen 19:23 ist egal die Schlingen sich oder ihre Fortsätze um das Axon und machen damit so eine richtig schöne dicke 19:28 Isolationsschicht außenrum in diesen isolierten Abschnitten vom Axon kann dieser starke positive Ausschlag von 19:34 unserem Aktionspotenzial jetzt ziemlich effizient passiv weitergeleitet werden also im Prinzip das gleiche was in den 19:40 nendriten passiert nur dass hier das Potenzial viel größer ist und dass die Isolation super ist der Durchmesser von 19:48 den Aktionen zusätzlich auch noch oft größer dadurch kommt das Potenzial ziemlich flott ziemlich effizient ein 19:54 gutes Stück voran aber nach einer gewissen Strecke würde es trotzdem versiegen und deswegen gibt es oft in so 19:59 Abständen von etwa 1 mm kleine Lücken in der Isolationsschicht das sind die sogenannten ronviischen schnürringe und 20:06 speziell an diesen Stellen sind wieder ganz ganz viele von unseren geliebten spannungsabhängigen Natrium und 20:11 kaliumkanälen und sobald an dieser Stelle das schwellenpotenzial erreicht wird kann da also das Aktionspotenzial 20:17 wieder neu generiert werden und dann wieder passiv aber relativ flott und effizient durch die schöne dicke 20:22 Isolierung weiter durch das Aktion geschickt werden wieder bis zum nächsten schnüring und dadurch springt das 20:26 Aktionspotenzial dann quasi von schnüring zu schnüring ziemlich flott durch das Axon dadurch können 20:31 leitungsgeschwindigkeiten von über 100 m pro Sekunde also von über 360 kmh erreicht werden und das Ganze kann sogar 20:38 in Aktionen die teilweise über 1 Meter lang gehen aufrecht halten werden aber bei den unmölinisierten 20:45 Phasern ist das ziemlich langsam weil es die ganze Zeit neu generiert werden muss diese Unterschiede in der 20:50 Leitungsgeschwindigkeit die merkt man tatsächlich auch im echten Leben oft auch eher leidvoll das sind nämlich vor 20:57 allen Dingen unsere Schmerz und temperaturfasern falls ihr euch also schon mal gefragt habt warum man wenn 21:02 man so ungeschickt ist auf eine heiße hertplatte oder irgendwas anderes viel zu heißes zu fassen warum man dann immer 21:08 erst irgendwie eine Sekunde zu spät merkt dass es so heiß ist und dann die Hand erst zurückzieht wenn man sich 21:13 schon ein bisschen verbrannt hat das liegt daran dass die Schmerz und temperaturinformation über solche 21:19 billigen unmölinisierten Axone laufen muss und dadurch leider echt ein bisschen zu lange braucht bis es 21:24 irgendwann bei unserem Rückenmark angekommen ist ich hoffe die Infos aus diesem Video 21:30 sind in eurem Gehirn gut angekommen haben dort wunderbare Aktionspotenziale generiert den elektrischen den 21:36 aktionspotenzialteil den haben wir damit jetzt vergesst nicht die Links zu kenup zu den physiologieartikeln und für 10 % 21:42 Rabatt auf die Videos die quizfunktion und dann sehen wir uns vielleicht in einem der nächsten Videos z.B über die 21:48 Neurotransmitter wenn das Aktionspotenzial nämlich am Ende des Axons in den Synapsen ankommt dann wird 21:55 die Information davon elektrisch in chemisch umgewandelt in unsere diversen bekannten oder unbekannten 22:00 Neurotransmitter dazu habe ich auch ein schickes Video gemacht das verlinke ich euch hier und damit adie