Unspezifische Immunabwehr (Zellen, Komplementsystem) - Immunsystem einfach erklärt Einfach Medizin https://www.youtube.com/watch?v=ZiD0ECGVvbQ Transkript (automatisch erstellt) 0:00 täglich kommen wir mit einer Vielzahl an infektiösen Mikroorganismen wie Bakterien Viren Parasiten oder auch 0:06 Pilzen in Kontakt dennoch ist dies für uns in den meisten Fällen keinen größeres Problem da unser Immunsystem 0:12 mit Hilfe von unspezifischen und spezifischen Abwehrmechanismen den Körper in der Regel wirksam vor 0:19 Infektionen schützen kann in diesem Video werden wir uns den ersten Teil des Immunsystems anschauen nämlich die 0:25 angeborene und spezifische Immunantwort hierbei werden wir uns als erstes den verschiedenen Zellen widmen die dabei 0:33 eine Rolle spielen im Anschluss gehen wir dann auf die humoralen Faktoren ein darunter fällt zum Beispiel das 0:39 Komplementsystem viel Spaß prinzipiell lässt sich das Immunsystem in zwei Systeme einteilen zum einen wäre 0:47 da die unspezifische Immunantwort die bereits seit der Geburt vorhanden ist im Gegensatz dazu bildet sich die 0:54 spezifische Immunantwort erst im Laufe des Lebens aus und ist somit erworben beide Systeme besitzen sowohl zelluläre 1:02 Bestandteile als auch humorale zu den humoralen Faktoren zählen Proteine die im Blut zirkulieren und damit 1:09 verschiedene Funktionen erfüllen können wie bereits zu Beginn erwähnt schauen wir uns in diesem Video die 1:15 unspezifische Immunantwort an für die spezifische Immunantwort wird es später noch ein eigenes Video geben also 1:21 schauen wir uns doch mal den Weg eines Bakteriums in den Körper an da man daran ganz gut veranschaulichen kann wie nun 1:28 die unspezifische Immunantwort abläuft äußere Barriere wie eine intakte Haut oder Schleimhäute verhindern auf eine 1:36 ganz simple Art das Eindringen von Mikroorganismen ebenfalls befinden sich im Schleim der Atemwege beziehungsweise 1:43 im Speichel verschiedene Infektabwehr eine Substanzen wie zum Beispiel Spalten Enzyme wie das Lysozym ist diese erste 1:50 äußere Barriere nun in irgendeiner Form geschwächt zum Beispiel aufgrund einer Schürfwunde können Bakterien diese 1:57 Eintrittspforte nutzen um in den Körper zu gelangen Leukozyten die sich bereits zufällig im Gewebe aufgehalten haben 2:04 sorgen nun durch die Ausschüttung verschiedener Botenstoffe dafür dass schnell eine Immunantwort eingeleitet 2:10 wird vereinfacht gesprochen findet nun ein Austritt von Immunzellen aus dem Blutgefäßen ins verletzte Gewebe statt 2:17 die ausgeschütteten bodenstoffe aktivieren das Endothel der Blutgefäße wodurch nun Leukozyten daran haften 2:24 bleiben und entlang der Gefäßwand rollen bis sie schließlich eine feste Bindung eingehen der letzte Schritt die 2:31 sogenannte diapdose bezeichnet dann den Austritt der Zellen in das Gewebe doch welche Zellen sind das nun die an der 2:38 ersten schnellen aber noch unspezifischen Immunantwort beleidigt sind zu den Leukozyten also 2:45 den weißen Blutkörperchen die für die unspezifische Immunantwort eine entscheidende Rolle spielen zählen die 2:51 Granulozyten die Monozyten und Makrophagen sowie die natürlichen Killerzellen einen Großteil der 2:57 Leukozyten im Blut sind neutrophile Granulozyten als Phagozyten also Fresszellen stellen sie eine wichtige 3:04 Säule in der unspezifischen immunabwehrter sie besitzen wie die Monozyten bzw Makrophagen spezielle 3:11 Rezeptoren die sogenannten pattern Nation resepters mit denen sie pathogene erkennen können auf diese Weise sind Sie 3:18 in der Lage schnell aber nicht fehlerfrei zwischen selbst und fremd bzw gefährlich zu unterscheiden bekannte 3:25 Vertreter dieser patternischen Resets sind die toll like respeters nachdem ein pathogen erkannt worden ist kann es zum 3:33 Beispiel mittels phagozidose und schädlich gemacht werden als phagozidose bezeichnet man den Prozess bei dem ein 3:40 Mikroorganismus in die im Vorteile aufgenommen und anschließend abgebaut wird ein weiterer Abwehrmechanismus der 3:47 neutrophilen Granulozyten ist außerdem die Freisetzung von bakteriziden also Bakterien abtötenden Stoffen die 3:55 eosinophilen Granulozyten haben ihren Namen dadurch erhalten da sie mit Hilfe des Farbstoffs Eosin rötlich eingefärbt 4:03 werden können auffällig sind dadurch die rötlichen kugelförmigen Strukturen im Zytoplasma die sogenannten Granula die 4:11 verschiedene spaltene Enzyme enthalten besonders in der Abwehr und Abtötung von Parasiten sowie Würmern spielen diese 4:17 Zellen eine entscheidende Rolle indem sie den zytotoxischen Inhalt ihrer Granola freisetzen die basophilen 4:24 Granola die sich unter den Mikroskop dunkelblau darstellen sind auch bei den Base vielen Granulozyten ausschlaggebend 4:32 für Ihren Namen und enthalten sowohl Histamin als auch Heparin bei einer allergischen Reaktion entleeren diese 4:38 Zellen ihre Granola wodurch z.B Histamin als entzündungsmediator dafür sorgt dass sich die Gefäße erweitern Schleimhäute 4:47 anschwellen aber auch die Bronchien verengen sich die Monozyten sowie Makrophagen sind ebenfalls wichtige 4:54 Pfeiler der angeborenen und spezifischen Immunantwort was mich am Anfang oft etwas durcheinander gebracht hat war was 5:01 genau der Unterschied zwischen den beiden ist da man die Begriffe oft im selben Kontext liest wie bei Immobilien 5:08 ist auch hier das Zauberwort die Lage am Anfang handelt es sich bei Monozyten um FREI zirkulierende Zellen im Blut nach 5:16 ca 2 bis 3 Tagen wandern sie in verschiedene Gewebe ein und differenzieren sich dort zu Ort 5:22 ständigen Makrophagen diese Ort ständigen Makrophagen haben zum Teil auch eigene Namen wie z.B die 5:28 kupferzellen in der Leber die alveolar Makrophagen in der Lunge oder die osteoplasten im Knochen doch was ist nun 5:35 nicht Funktion dieser Zellen wie die neutrophilen Granulozyten sind auch die Monozyten bzw Makrophagen in der Frage 5:42 Mikroorganismen mit Hilfe ihres pattern recognition receptors zu erkennen mittels Phagozytose oder Ausschüttung 5:49 von zytotoxischen Substanzen können diese dann ausgeschaltet werden weiterhin können Sie die lokale 5:54 Entzündungsreaktion verstärken indem sie verschiedene bodenstoffe wie Interleukine oder Interferone freisetzen 6:01 außerdem sind die Monozyten bzw Makrophagen in der Lage gezielt die Helferzellen zu aktivieren dabei 6:08 präsentieren sie den Helferzellen direkt Fragmente von Mikroorganismen welche sie mittels Phagozytose aufgenommen haben 6:15 durch diese Präsentation von Antigen wird die spezifische Immunantwort in Gang gesetzt so die letzte Zellart die 6:24 noch fehlt sind die natürlichen Killerzellen oft werden sie auch einfach nur als mk-zellen abgekürzt das 6:29 Besondere an dieser Zelle hat ist dass sie in der Lage sind Virus infizierte beziehungsweise entartete Zellen zügig 6:36 zu erkennen und abzutöten das Prinzip wie die Zellen das schaffen ist dabei euch raffiniert also mit wenigen 6:44 Ausnahmen wie zum Beispiel den Erythrozyten besitzt jede Zelle in unserem Körper ein ganz bestimmtes 6:50 zelloberflächenmolekül das Mac 1 Protein das mac1 Protein funktioniert nun wie eine Art Ausweis der den Zellen des 6:59 Immunsystems sagt hey ich bin eine normale Körperzelle und mir geht es gut dieser besondere MHC 1 Komplex 7:06 präsentiert nämlich Fragmente von Proteinen aus der jeweiligen Zelle bei einer Virus infizierten Zelle würden so 7:13 z.B auch virale Protein Bestandteile präsentiert werden wodurch die spezifische Immunantwort in Form der 7:20 tele-infozyten diese Zellen abtöten würden einige Viren und entartete Zellen sind aber jetzt in der Lage weniger oder 7:28 sogar gar keine MHC 1 Proteine zu bilden wodurch sie vor der Abtötung durch telemfuzzyten zunächst geschützt werden 7:35 jetzt kommen allerdings endlich unsere natürlichen Killerzellen ins Spiel die immer dann aktiviert werden wenn Zellen 7:43 der MHC 1 Komplex fehlt beziehungsweise eine zu geringe Anzahl davon vorhanden ist das Ergebnis ist dann wie wir hier 7:51 sehen können eine Abtötung der jeweiligen Zelle doch wie sieht es nun mit den nicht-zellulären Bestandteilen 7:57 also dem humoralen Aspekt aus wenn wir noch mal zurück zu unserem Beispiel vom Anfang gehen können wir erkennen dass 8:05 bestimmte körpereigene Proteine sich bereits an die Bakterien angelagert haben was wir hier sehen ist Teil des 8:12 komplimentsystems das komplimentsystem umfasst eine Reihe von Proteinen die sich gegenseitig kaskadenartig 8:19 beeinflussen zu den Aufgaben des Komplementsystems gehört es die Entzündungsreaktion zu verstärken indem 8:26 bestimmte Faktoren zum Beispiel die Gefäß Durchlässigkeit und weite steigern außerdem locken einige Faktoren weitere 8:34 Immunzellen an eine weitere Funktion des Komplementsystems ist die obsionierung von pathogen optionierung bedeutet dass 8:43 ein Krankheitserreger wie bei unserem Beispiel vorhin mit einem komplementfaktor markiert wird wodurch 8:48 Fresszellen diese leichte erkennen und phagozieren können die letzte wichtige Aufgabe ist das auch das 8:55 komplement-system an sich in der Lage ist Bakterien direkt zu zerstören hierfür wird ein sogenannter Membran 9:03 angriffskomplex gebildet wodurch puren in der Membran der Bakterien entstehen schauen wir uns jetzt einmal an wie das 9:10 Komplementsystem eigentlich arbeitet insgesamt gibt es drei verschiedene Wege wie man es aktivieren kann und alle drei 9:18 Wege enden in eine gemeinsame Endstrecke die sogenannte klassische Aktivierung beginnt dadurch dass komplementfaktor C1 9:27 an einen Komplex aus Antigen und Antikörper bindet im Anschluss erfolgt die Spaltung von Faktor C4 in zwei neue 9:35 Anteile nämlich Faktor C4 a und C4 B auch Faktor C2 wird erhalten wodurch ebenfalls c2a und c2b entstehen wie wir 9:47 sehen können lagern sich c4b und c2b zusammen und bilden dadurch ein Komplex die sogenannte c3-konvertase die den 9:58 komplementfaktor C3 Spalten wird dies stellt die gemeinsame Endstrecke aller drei aktivierungswege da das kann man 10:05 sich auch ganz gut mit folgender Eselsbrücke merken alle drei aktivierungswege führen dazu dass 10:11 complimentfaktor C3 gespalten wird die nächste aktivierungsform des Komplementsystems ist der Lektine Weg 10:19 dieser ähnelt sehr stark dem klassischen Weg die einzige Ausnahme ist hier dass die Spaltung von C4 und C2 nicht durch 10:27 C1 erfolgt sondern durch das Mannose bindende Lektine Lektine sind Proteine die gezielt an bestimmte Kohlenhydrate 10:36 binden können in unserem Fall bindet dieses lektin nun an bestimmte kohlenhy Art Strukturen die in der Bakterien 10:44 Zellwand vorkommen auch hier ist nach der Spaltung von C4 und C2 wieder die gemeinsame Endstrecke die Bildung der 10:53 c3-konverter der letzte aktivierungsweg beginnt dadurch dass c3b entsteht entweder spontan oder durch die 11:01 gemeinsame Endstrecke dieses c3b bindet dann im Anschluss an ein pathogen als nächstes befindet sich zusätzlich Faktor 11:09 B daran und wird durch Faktor die gespalten ich weiß das sind jetzt nicht gerade die einprägsamsten Namen zum 11:16 Schluss entsteht wieder ein Komplex der Faktor C3 spaltet das letzte was jetzt noch fehlt ist die gemeinsame Endstrecke 11:24 des Komplementsystems und keine Sorge ich kann euch beruhigen diese ist deutlich simpler aufgebaut als die drei 11:31 aktivierungsschritte wie wir bereits gesehen haben kann die C3 konvertase auf zwei Arten gebildet werden die Funktion 11:39 ist aber bei beiden Varianten die gleiche nämlich die Spaltung von C3 c3a wie auch die anderen gespaltenen 11:47 Faktoren mit einem kleinem a wirkt als entzündungsmediator und versteckt damit die lokale Entzündungsreaktion im Gewebe 11:54 c3b bindet wiederum an den C3 spaltenden Komplex wodurch nun die C5 Kommentare gebildet wird welche wie zu erwarten den 12:04 Faktor C5 spaltet der letzte Schritt ist nun das c5b sich mit dem komplementfaktoren C6 bis C9 verbindet 12:12 um so einen Membran angriffskomplex zu bilden auf diese Weise entstehen Poren in der Membran der Zielzelle wodurch sie 12:21 schließlich abgetötet wird ich hoffe dir hat dieses Video über die unspezifische Immunantwort geholfen wenn du mehr 12:27 Videos zu verschiedenen Themen der Anatomie oder Physiologie sehen möchtest abonniere doch gerne meinen Kanal