Der Künstliche Intelligenz-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi | BR CHECKER WELT https://www.youtube.com/watch?v=Z2E85FesiiQ Transkript (automatisch erstellt) 0:00 . Untertitelung: BR 2020 0:01 * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi. 0:05 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag. 0:12 ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. 0:20 ♪ Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. 0:26 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hi, Leute. 0:35 Guckt mal, ich habe mir meine eigene intelligente Maschine gebaut. 0:40 Das wird eine Art persönlicher Assistent. Und ihr könnt dabei sein, wenn ich sie anschalte. 0:45 Es fehlt nur noch der Strom. Drei, zwei, eins. Strom an. 0:51 Es funktioniert. Ich nenne sie übrigens Waltraud. Waltraud, sag mal was. 0:55 Hallo, Tober Checki. Äh, ich meine Checker Julian. 0:59 Ich bin Waltraud, deine persönliche ... Stopp mal. 1:02 Einmal Pommes mit Ketchup und Majo, bitte. Okay. 1:06 So gut funktioniert das Ding nicht, glaube ich. Da muss ich optimieren. Mache ich noch. 1:12 Es ist nicht leicht, eine Künstliche Intelligenz zu bauen. Darum geht es, um Künstliche Intelligenz. 1:18 Könnte ich noch eine Limo haben? Wir Menschen gelten als intelligent, weil wir selbständig Neues dazulernen 1:26 und das Gelernte durch Üben immer besser anwenden können. Wenn wir z.B. Kopfrechnen üben, 1:32 können wir mit der Zeit knifflige Matheaufgaben lösen. Genauso beim Turnen. 1:38 Wir lernen dazu und können immer kompliziertere Bewegungen. Dazulernen konnten Computer lange nicht. 1:45 Mittlerweile gibt es intelligente Computersysteme. Die können dann z.B. ganz allein ein Auto steuern 1:51 und mit der Zeit lernen, wie das Auto fahren muss, damit wenig Stau entsteht. 1:56 Gesteuert werden solche Autos von megaschlauen Computersystemen. Künstliche Intelligenz heißen die oder kurz: KI. 2:04 Auch in unseren Smartphones steckt heute schon Künstliche Intelligenz, z.B. als Sprachassistent. 2:12 Wie Künstliche Intelligenz funktioniert, das gucke ich mir genauer an. 2:16 Zuerst bin ich an der Technischen Uni in München. Da zeigen mir Studenten, wie sie mit den Rennflitzern 2:23 den Straßenverkehr der Zukunft erforschen. Außerdem teste ich eine KI, 2:28 die angeblich meine Gefühle erkennen kann. Und ich reise in die Zukunft und finde raus, 2:33 wie KI in den nächsten Jahrzehnten unser komplettes Leben verändern wird. 2:38 Alle startklar? Hier kommt der Künstliche-Intelligenz-Check. 2:46 Und jetzt die Checkerfragen. Und die liest heute Waltraud vor. Das checke ich für euch. 3:06 Waltraud, das war super. Ich kümmere mich noch kurz um Waltraud 3:11 und für euch gibt's die erste Checkerfrage. Bevor es richtig losgeht, gucken wir uns noch mal an, 3:21 wie eine KI genau funktioniert. Und was sie von einem herkömmlichen Computerprogramm unterscheidet. 3:28 Also: Ein normales Programm kann nur, was ein Mensch ihm einprogrammiert hat. 3:33 Nehmen wir ein Programm, das Bilder von Katzen erkennen soll. Bilder, die man dem Programm gezeigt hat, kann es wiedererkennen. 3:41 Aber nur die. Es lernt die Bilder auswendig. Eine KI kann Bilder von Katzen erkennen, 3:47 die sie vorher noch nie gesehen hat. Mit der Zeit lernt sie die Eigenschaften, 3:52 an denen man eine Katze erkennt: Fell, spitze Ohren, Schnurrhaare, Pfoten. Und sie ist niedlich. 3:59 Die KI wird am Anfang einen Hamster für eine Katze halten. Der hat Fell und ist niedlich. 4:05 Nachdem sich die KI aber Tausende Bilder von Katzen angesehen hat, kann sie die immer erkennen. 4:11 Oft arbeiten viele Künstliche Intelligenzen zusammen. Z.B. bei selbstfahrenden Autos: Eine achtet auf die Straßenschilder, 4:20 eine andere kümmert sich darum, dass das Auto möglichst sparsam fährt. Wie das genau funktioniert, 4:28 gucke ich mir jetzt an der Technischen Universität München an. Zusammen mit den Studenten Basti und Mykita. 4:35 Sie entwickeln KIs für Autos, mit denen ihr vielleicht in Zukunft fahren werdet. 4:42 Hallo, ihr beiden. Hallo. 4:44 Wie geht's? Hi. 4:47 Grüß dich. Ist das Auto automatisch zum Stehen gekommen, weil da ein Stoppschild ist? 4:53 Ja, das ist der Plan. Das soll funktionieren. Im echten Straßenverkehr müssen wir Menschen 4:59 in jeder Sekunde zig Entscheidungen treffen: Reicht der Abstand zum Bremsen aus? Kann ich hier überholen? Und und und. 5:06 Für uns kein Problem. Für das Computersystem, das hinter einer KI steckt, 5:11 eine riesige Herausforderung. Basti und Mykita testen und verbessern 5:15 diese Computersysteme mit kleinen Autos. Und guckt mal, sie treten damit bei Wettbewerben an. 5:23 Da müssen Autos mit KI einen Parcours mit Hindernissen selbstständig und möglichst ohne Unfälle fahren. 5:29 Das Team mit dem schnellsten Auto gewinnt. Und das will ich sehen. 5:36 Oh, wow, ist das die Teststrecke? Genau. 5:39 Die ist riesig für das kleine Auto. Ja, wir wollen den ganzen Straßenverkehr simulieren. 5:44 Das Auto hat verschiedene KIs. Eine erkennt das Stoppschild und hält an, 5:49 die nächste achtet auf die Fahrbahnmarkierung und hält das Auto in der Spur. 5:54 Eine weitere passt auf die Geschwindigkeit auf. Dazu hat das Auto einen Computer, eine Kamera und viele Sensoren. 6:01 Ich hab Hindernisse mitgebracht, die das Ganze schwieriger machen und auch lustiger. 6:07 Also, das ist das Auto mit der KI, das von alleine den Parcours fährt? Genau. 6:14 Also, auf die Plätze, fertig, los! Krass, das funktioniert wirklich: 6:20 Das Auto fährt alleine und hält sogar an. Und obwohl die KI im Auto meine Hindernisse noch nie gesehen hat, 6:28 erkennt sie auch die. Das funktioniert, weil das intelligente Computersystem, 6:33 die Kamera und die Sensoren perfekt aufeinander abgestimmt sind. Er ist dem Igel ausgewichen. 6:39 Ja, natürlich. Und geschafft, wow. 6:45 Und er hat nichts umgemäht oder so. Er ist in der Spur geblieben, ist den Hindernissen ausgewichen. 6:51 Das war beeindruckend. Obwohl die KI von Autos schon viel kann, 6:55 gibt's noch einige ungelöste Fragen. Stellt euch vor: Jemand sitzt in einem selbstfahrenden Auto mit KI. 7:03 Auf einmal wird es superneblig. So neblig, dass die KI den Fußgänger auf der Straße zu spät erkennt. 7:10 Jetzt muss die Künstliche Intelligenz blitzschnell entscheiden. Fährt sie geradeaus, wird der Fußgänger verletzt. 7:17 Weicht sie aus, wird es auch heikel. Das Auto könnte in den Gegenverkehr geraten oder gegen einen Baum fahren. 7:24 Und das wäre gefährlich für die Personen im Auto. Die KI müsste über Menschenleben entscheiden. 7:30 Ob wir einem Computer so etwas Wichtiges überlassen wollen, darüber sind sich Experten und Forscher nicht einig. 7:38 Irgendwann könnten aber alle Autos selbst, also autonom, fahren. Die sollen dann auch per Internet miteinander verbunden sein. 7:46 Dann gäbe es weniger Staus und die Autos würden viel weniger Sprit oder Strom verbrauchen. 7:52 Eine Künstliche Intelligenz ist ein Computersystem, das selbstständig dazulernen kann. 7:57 Oft arbeiten viele KIs zusammen. Mitmachfrage. 8:05 Los geht es, Waltraud. Die Mitmachfrage. 8:09 Jetzt eine Frage an euch. Los, komm, komm. Ach, Waltraud. 8:16 Na, ihr habt es schon gehört. Jetzt eine Frage an euch. Checkt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt, 8:33 die Lösung gibt es zum Schluss. Viele Aufgaben, die heute von Menschen erledigt werden, 8:39 könnten schon in ein paar Jahren von Maschinen übernommen werden, z.B Autos zusammenbauen oder Bus fahren oder Pakete ausliefern. 8:48 Ärzte haben schon heute bei vielen Operationen Hilfe von Roboterarmen. Bei all diesen Sachen gibt es viele Leute, die Angst haben, 8:56 durch die neuen intelligenten Maschinen ihren Job zu verlieren. Und bei manchen könnte das auch passieren. 9:03 Auf der anderen Seite, jemand, der z.B heute Autos zusammenbaut, der könnte in Zukunft dafür sorgen, 9:09 dass Autobauroboter repariert werden. Es gibt Forscher, die sagen, 9:14 dass wir Menschen in ein paar Jahren weniger arbeiten müssen, weil die Maschinen Dinge für uns erledigen können. 9:21 Damit können wir direkt anfangen. Waltraud, du übernimmst einfach. 9:25 Wie wäre es, wenn du anfängst, die nächsten Fragen zu checken? Wie bitte? Ich soll die nächsten Fragen verstecken? 9:32 Checken. Du sollst die nächsten Fragen checken. Über die nächsten Fragen meckern? 9:37 Das kann wohl nicht wahr sein. Forscher tüfteln daran, dass KIs menschlicher werden 9:42 und z.B. Gefühle erkennen und darauf reagieren können. Wie das gehen soll, finde ich zusammen mit Michi heraus. 9:49 Im Haus der Innovation in München. Nächste Checkerfrage: 9:58 Michi sagt, er muss was erledigen. Kannst du noch fünf Minuten warten? Mit der Konsole spielen? 10:04 Konsolen sind nicht so meins, aber kann ich machen. Das macht doch jedem Spaß. 10:09 Bis gleich, danke dir. Okay, ich hab geschummelt. Klar, macht mir das Spaß. 10:13 Vor allem, wenn keiner zuguckt. Ja. 10:18 Tobi. Hey, Michi. 10:20 Es tut mir leid, dass du warten musstest. Kein Problem. 10:24 Ich hoffe, du hattest Spaß. Ja, ich hab dir gesagt, ich bin nicht der Über-Spieler. 10:29 Autorennen mag ich nicht. Es war nicht schlimm, zu warten. 10:33 Die KI sagt was anderes. Die KI hat dich beobachtet beim Spielen. 10:37 Du hast mich beim Spielen gefilmt? Nicht dein Ernst, das war schon ein Teil von ... 10:42 Bin gespannt, was du mir zeigst. Hier sieht man dich beim Spielen. 10:47 Und die KI hat erkannt, wie du drauf warst. Also die KI kann mit diesem Video auswerten, 10:52 ob ich Spaß hatte oder nicht. Ganz genau. In der Auswertung siehst du die Momente, 10:57 die dir besonders Spaß gemacht haben. Ich springe hin. Ich habe geflunkert, es hat mir Spaß gemacht, 11:06 aber wie funktioniert das genau? Wie findet die KI raus, wie es mir geht? 11:10 Die KI erkennt, dass es ein Gesicht ist. Zum anderem siehst du die Punkte um die Augen, um die Nase, um den Mund. 11:18 Die gehen mit und die Anordnung der Punkte, die stehen für bestimmte Mimik oder Gesichtsausdruck 11:25 wegen der Gesichtsmuskeln, die sie mit bewegen. Jede Mimik steht für eine Emotion oder Grundemotion. 11:35 Zum Beispiel: All das kann die KI erkennen. 11:57 Glücklich. Wütend. 12:02 Überrascht. Ganz ehrlich, ich kann meinem Gesicht sagen, 12:06 guck mal anders, als ich mich fühle. Also, ich kann die KI austricksen. Versuch's mal. 12:12 Jetzt z.B. bin ich happy hier mit dir, fröhlich. Ich kann aber böse gucken. Angry, wütend. 12:18 Du hast recht, allein mit der Mimik ist es möglich. Es gibt Entwicklungen, wie man die KI intelligenter machen kann. 12:26 Beispielsweise nimmt man körperliche Daten dazu. Die Herzrate heißt, wie häufig schlägt dein Herz. 12:32 Ja. Wenn du ängstlich bist oder wütend, bist du aufgeregt, 12:36 es schlägt schneller, das Herz. Das kann man über Videodaten messen. Das siehst du hier. 12:42 65 gerade, ne? 66. 12:46 Wie geht das? Wie kann eine Kamera erkennen, was mein Herzschlag hier macht? 12:51 Ich berühre das Ding nicht. Bei jedem Herzschlag wird Blut durch dein Gesicht gepumpt 12:57 und die Farbwerte in deinem Gesicht verändern sich. Echt? - Ganz leicht, das sieht man nicht. 13:02 Die KI kann es sehen und kann feststellen, ob die Gefühlslage, die du hast, eine echte ist. 13:08 Verstehe, dann stellt sich die Frage: Wofür das Ganze? Im Endeffekt wollen wir Dinge emotional intelligent machen. 13:15 Heute sind Maschinen, die man kennt, emotional ziemlich doof. Emotional heißt vom Gefühl her, ne? 13:22 Die erkennen nicht, ob ich traurig bin oder nicht. Genau. 13:26 Forscher wie Michi glauben, wenn KIs Emotionen erkennen, können sie besser in unseren Alltag eingebunden werden. 13:33 Wenn wir überarbeitet sind, könnte ein Roboter mit KI zu uns sagen ... Hey, mach mal eine Pause. 13:39 Eine emotionale Künstliche Intelligenz würde merken, wenn es uns nicht gut geht und sich um uns kümmern. 13:46 Hier, Tobi, trink etwas heißen Tee. Super, vielen Dank. Danke. 13:52 Eine wichtige Frage ist: Was ist, wenn ich nicht will, dass Leute um mich herum wissen, wie ich gerade drauf bin? 13:58 Sagen wir, ich hab Liebeskummer und bin traurig. Aber ich muss nicht haben, dass jeder um mich rum, 14:05 meine Kollegen, du, dass ihr das mitkriegt und wisst. Es ist wichtig, wie man mit den Emotionsdaten umgeht. 14:12 Wenn du sie teilst, mit einer Maschine oder anderen Menschen, musst du damit einverstanden sein. 14:18 Man muss Regeln und Gesetze erfinden, die das kontrollieren. Richtig. 14:23 Das war cool und hat Spaß gemacht. Mir auch. 14:26 Vorschlag, lass uns zu zweit zocken ohne KI. Gerne, lass uns zocken. 14:31 Die KI kann über Kameras unsere Gesichtszüge und unseren Herzschlag erkennen. So merkt sie, wie wir uns fühlen. 14:39 KI kann Menschen mit Einschränkungen helfen. In der Medizin gibt es heute KIs, die bestimmte Krankheiten erkennen. 14:47 Manche Krebsarten werden viel früher erkannt. Und das bedeutet: Ärzte können kranke Menschen schneller heilen. 14:54 Und auch solche Prothesen verbessern sich durch KI. Künstliche Arme oder Beine mit KI können Bewegungen erlernen. 15:02 Sodass ein Mensch wieder richtig greifen oder besser laufen kann. Wie wird unser Leben wohl in 20 oder 30 Jahren aussehen, 15:11 wenn wir überall von Künstlicher Intelligenz umgeben sind? Das kläre ich mit Zukunftsforscherin Cindy, in einem Haus, 15:18 in dem angeblich heute schon fast alles von KI gesteuert wird. Letzte Checkerfrage: 15:31 22, das müsste es sein. Und wo ist Cindy? 15:38 Ah, sie hat geschrieben. "Hallo, Tobi. 15:41 Du, ich bin spät dran. Geh vor, das Haus weiß Bescheid, dass du kommst." 15:46 Das Haus weiß, dass ich komme. Wie soll ich reinkommen, Cindy? 15:50 Hallo? Heute lassen mich echt alle warten. 15:54 Ah, deshalb sollte ich Cindy vorhin meinen Fingerabdruck schicken. Den hat sie ans Haus weitergeleitet. 16:00 Hallo? Ich bin zu Hause. 16:04 Ist ja praktisch. (Lautsprecher) "Hallo, Tobi, willkommen zu Hause. 16:09 Nimm dir eine Limo aus dem Kühlschrank." Krass, das Haus weiß sogar, wie ich heiße. 16:14 Nett. Könnte ich Musik haben? Und es kennt meinen Musikgeschmack. 16:19 Vielen Dank. Ich kann alles mit meiner Stimme steuern. 16:24 Ist ja geil. Rollläden im Wohnzimmer hoch. 16:28 Rollläden wieder runter. Könntest du auch andere Musik spielen? 16:35 Danke. Cindy. 16:54 Hallo, grüß dich. Hallo, Tobi. 16:57 Musik aus. Entschuldigung, ich bin so begeistert von diesem Haus hier. Man kann ja alles, alles, alles mit der Stimme steuern. 17:05 Ja, das ist ein Smarthome, ein intelligentes Zuhause. Ein Smarthome? 17:09 Wie mein Telefon ein Smartphone ist und mehr kann als telefonieren? Genau. 17:14 Was bedeutet das in dem Haus? Es hat viele Geräte wie den Ofen oder den Fernseher, 17:20 die nicht nur wie früher Ofen und Fernseher sind, sondern auch z.B. Informationen, ob der Ofen an ist, 17:26 wann der Ofen an ist, wie lange, sich merken können und an das Internet weitergeben können. 17:32 Das nennt man das "Internet der Dinge". In einem intelligenten Haus sind viele Geräte 17:37 mit dem Internet verbunden und können Nachrichten verschicken. Der Kühlschrank erkennt: Die Milch ist leer. 17:44 Die Kaffeemaschine sendet: Ich bin bereit. Und die Heizung sagt: 17:48 Alle sind aus dem Haus, ich stell die Temperatur runter. Oder ist dir das zu kalt, Toaster? 17:54 Alle diese Infos werden dann von einer KI überwacht und gesteuert. Das macht das Leben in einem vernetzten Haus bequemer, 18:02 aber es ging, ehrlich gesagt, vorher auch. Wo sind die Vorteile von so einem Smarthome? 18:07 Zum einen, dass man Energie besser nutzt, dass man nicht das Fenster auf hat, während die Heizung läuft. 18:13 Das kann dir die KI sagen. Auf der anderen Seite: Wenn z.B. das Haus brennt, 18:19 könnte das Haus automatisch die Feuerwehr rufen. Da könnten Menschen, Menschenleben gerettet werden. 18:25 Im Haus gibt es eine Schaltzentrale. Von hier aus kann man alles steuern, sogar von unterwegs per App: 18:32 Man kann z.B in den Kühlschrank gucken oder wird gewarnt, wenn noch ein Fenster offen ist. 18:37 In Zukunft wird es in Häusern immer schlauere KIs geben, die immer selbständiger arbeiten. 18:43 Einen Nachteil gibt es aber: Wie bei jedem Computer können sich bei einem intelligenten Haus 18:49 "digitale Einbrecher" ins System schmuggeln und alles steuern. Deshalb braucht das Haus Computerprogramme, 18:56 die Hacker und Computerviren abwehren. Ich habe eine Idee. 19:00 Was hältst du davon, wenn wir eine Zeitreise machen? Gerne. 19:04 Wir beamen uns 20 Jahre in die Zukunft. Klingt spannend. - Bist du bereit? 19:08 Ja. Dann geht's los in drei, zwei, eins. 19:13 Ja, meinst du, so sehen die Leute in der Zukunft aus? Ja, vielleicht. Oder vielleicht auch ganz anders. 19:21 Also, für mich wäre es okay, wenn wir normale Klamotten anhaben und trotzdem in der Zukunft sind. 19:28 Für mich auch. Dann, eins, zwei, drei. 19:31 Ja, so ist es viel besser. Ja. 19:34 Aber sag mal, sonst hat sich nicht so viel verändert, ne? Nein, so weit, fast. 19:44 Was war das? Ein Roboter. 19:47 Das ist die Zukunft, dass es Roboter gibt, die aussehen wie Menschen und uns bedienen 19:54 und uns leckere Säfte bringen? Ja, die wissen auch ganz genau, was du magst. 19:59 Was ist, wenn wir so Roboter in unserem Alltag haben und die nehmen uns viel ab usw., 20:05 aber streitet man sich mit denen und ist nicht einer Meinung und die wollen einem nichts Gutes tun? 20:11 Für solche Fälle bedarf es klarer Regeln und Gesetze, vom Menschen vorher überlegt und durchdacht. 20:17 Wenn Roboter so schlau sind, dass sie selbst entscheiden können, was sie tun und was nicht, dann brauchen wir Regeln, 20:24 die das Zusammenleben von Menschen und KI organisieren, Gesetze für Computer und Maschinen. 20:30 Einer, der sich schon vor 80 Jahren damit beschäftigt hat, war er hier, Isaac Asimov. 20:35 Er hat Geschichten über Roboter geschrieben und sich genau überlegt, welche Regeln man fürs Zusammenleben von Mensch und Maschine so bräuchte. 20:44 Dabei herausgekommen sind drei Robotergesetze. Erstens: Ein Roboter darf einen Menschen nicht verletzen 20:52 und er darf nicht zulassen, dass einem Menschen etwas passiert. Wenn ich z.B die Wohnung verlasse und ich habe vergessen, 21:00 den Herd auszuschalten, und der Roboter kriegt das mit, dann muss er mich darauf hinweisen, 21:06 damit die Wohnung nicht abbrennt und Leute zu Schaden kommen. Zweitens: Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, 21:14 es sei denn, die Befehle widersprechen dem ersten Gesetz. Man könnte einem Roboter z.B. nicht befehlen: 21:20 Stell dem da vorne ein Bein. Drittens: Ein Roboter muss seine eigene Existenz beschützen, 21:26 es sei denn, es widerspricht den ersten beiden Gesetzen. Ein Roboter muss also aufpassen, dass ihm nichts passiert, 21:33 es sei denn, ein Mensch ist in Gefahr, dann muss er ihn schützen. 21:37 Das Leben des Menschen ist immer wichtiger als das des Roboters. Bisher hat man diese Robotergesetze noch nicht gebraucht, 21:45 weil noch kein Computer oder Roboter so schlau ist, dass er selbstständig handeln und denken könnte wie ein Mensch. 21:52 Aber das könnte sich bald ändern. In Zukunft wird die KI mehr Aufgaben übernehmen 21:57 und das Leben der Menschheit umkrempeln. Manche Menschen müssen nicht mehr arbeiten. 22:03 Im besten Fall haben wir mehr Zeit für sinnvolle Sachen, wie z.B. lernen oder anderen Menschen helfen. 22:09 Im schlechtesten Fall werden wir faul und lassen uns von früh bis spät von der KI bedienen. 22:15 Sag mal, Cindy, das wird nicht die Zukunft sein, oder? Dass wir Menschen uns nicht bewegen und nur rumsitzen, 22:22 dick werden und die Roboter, die KI alles machen. Sagen wir so, arbeiten und zur Schule gehen und lernen 22:28 werden wir in 30 Jahren noch tun müssen, aber die KI wird uns bis dahin vieles abnehmen. 22:35 Das schon, ne? Also KI kann uns helfen im Alltag, 22:38 aber wir Menschen müssen darauf aufpassen, wie wir sie einsetzen. 22:42 Das Zeitalter der KI wird unser Leben komplett umkrempeln. Vielleicht nehmen uns Roboter sogar viel Arbeit ab. 22:52 So, ich habe Waltraud neu verkabelt und jetzt müsste es funktionieren. Antwort auf die Mitmachfrage. 22:59 Waltraud, bist du bereit? Aber klar doch. 23:03 Dann hau rein. Und jetzt die Antwort auf die Mitmachfrage. 23:07 Tobi wollte von euch wissen ... Na, habt ihr die Antwort entdeckt? Guckt mal. 23:24 Das hat ganz viele Geräte wie den Ofen oder den Fernseher, die Informationen an das Internet weitergeben können. 23:31 Das nennt man das Internet der Dinge. Richtig ist also Antwort A. 23:36 Leute, meine eigene KI, nicht schlecht, oder? Und das war es auch für heute, 23:40 macht es gut bis zum nächsten Mal und Waltraud, sag noch Tschüss. Gerne, Tobi. Einmal Pommes mit Senf. 23:47 Nein, nicht jetzt wieder. Gott, was ist denn jetzt los! 23:52 Ähm, ich kriege das in den Griff, ihr macht's gut bis zum nächsten Mal. 23:56 Welches Kabel muss ich denn jetzt hier ... Untertitelung: BR 2020