ZWEI NATUREN LEHRE - Was ist Jesus? TRINITY TV https://www.youtube.com/watch?v=X9JhsBCdmp0 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo zusammen und willkommen. Wir schauen uns heute eine der tja kniffligsten und zugleich faszinierendsten Fragen des Christentums 0:07 überhaupt an. Wie kann Jesus Christus gleichzeitig voll und ganz Gott und voll und ganz Mensch sein? Das klingt erstmal wie ein Widerspruch, oder? Aber genau 0:16 dieses göttliche Paradoxon, das knacken wir heute gemeinsam. Also steigen wir doch direkt mal mit einer Frage ein, die immer wieder für 0:24 Kopfzerbrechen sorgt und in Diskussionen hochkocht. Kann Gott sterben? Diese Frage, die scheint ja erstmal ein echtes KO Argument zu sein, aber sie ist 0:33 tatsächlich der perfekte Startpunkt für uns. Das bringt uns nämlich sofort zum Kern der Sache, zu diesem scheinbaren Widerspruch. Mal ehrlich, wie soll ein 0:42 Wesen ewig sein, aber trotzdem sterben können? allmächtig, aber dann doch müde werden, alles wissen, aber trotzdem an Weisheit zunehmen. Das passt doch auf 0:52 den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Um dieses Rätsel zu lösen, müssen wir uns mal die beiden Bausteine ganz genau ansehen. Hier in direkten 1:01 Vergleich wird's deutlich. Auf der einen Seite haben wir die Eigenschaften Gottes, ewig, allmächtig, unwandelbar. Auf der anderen Seite die des Menschen, 1:09 endlich, begrenzt, abhängig. Das sind, wie man sieht, zwei komplett gegensätzliche Kategorien. Und der Grund, warum wir uns überhaupt 1:18 damit beschäftigen müssen, ist die Bibel selbst. Denn die biblische Offenbarung schreibt beide Arten von Eigenschaften ein und derselben Person zu, nämlich 1:28 Jesus Christus. Nehmen wir mal Johannes Kapitel 1, da heißt es ganz klar und deutlich: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das 1:38 Wort." Also, das ist wirklich eine der stärksten Aussagen über die ewige Göttlichkeit von Jesus überhaupt. Aber dann nur ein paar Verse weiter, 1:49 lesen wir das hier. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Wow, was für ein Kontrast. Das ewige göttliche Wort nimmt also eine menschliche 2:00 Existenz an. Die Spannung ist förmlich greifbar. Und das ist jetzt nicht nur bei Johannes so. An anderen Stellen, wie hier im Brief an Titus, wird Jesus ganz 2:10 direkt als unser großer Gott und Retter bezeichnet. Also noch ein super starker Beleg für seine göttliche Natur. Aber und das ist eben das Spannende, 2:21 gleichzeitig betont die Bibel immer wieder seine echte, seine greifbare Menschlichkeit. Im Hebräerbrief z.B. steht, dass er in allem versucht wurde, 2:29 genau wie wir, aber eben ohne Sünde. Er war also kein Mensch Leid, sondern hat das Menschsein mit all seinen Facetten erlebt. So, was haben wir? Also, die 2:40 Bibel zeigt uns ganz klar, zwei Naturen in einer einzigen Person. Und jetzt stellt sich die Frage, wie hat die frühe Kirche diese Spannung denn aufgelöst? 2:50 Schauen wir mal, wie sich das Puzzle zusammensetzt. Okay, ganz wichtiger Punkt, um ein sehr verbreitetes Missverständnis aus dem Weg 2:58 zu räumen. Es war keine Verwandlung. Die Vorstellung, dass Gott einfach zu einem Menschen wurde, ist theologisch ein riesen Problem. Warum? Na ja, weil Gott 3:07 per Definition unwandelbar ist. Er kann nicht einfach aufhören Gott zu sein. Und genau hier kommt der Aha Moment. Es war keine Verwandlung, sondern eine 3:17 Hinzufügung. Das ist der springende Punkt. Der Sohn Gottes hat seine göttliche Natur nicht aufgegeben oder verändert. Nein, er hat eine komplette 3:27 echte menschliche Natur zu seiner Person hinzugefügt. Das führt uns dann zu dieser formellen Definition, die als zwei Naturenlehre 3:36 bekannt ist. Im Grunde sagt sie, Jesus Christus ist eine einzige Person, die gleichzeitig 100% Gott und 100% Mensch ist. Und diese beiden Naturen sind in 3:46 ihm vereint, ganz wichtig, ohne Vermischung, ohne Veränderung, ohne Teilung und ohne Trennung. Offiziell festgehalten wurde das Ganze im Jahr 451 3:57 auf dem Konzil von Chaledon. Und der Wortlaut hier ist einfach unglaublich präzise. Hört mal, ein und der Christus in zwei Naturen anzuerkennen, 4:07 unvermischt, unverändert, ungeteilt, ungetrennt. Diese vier Unwörter sind quasi theologische Leitplanken, die alle möglichen Irrlehren ausschließen sollen. 4:18 Aber war das jetzt eine späte Erfindung aus dem fün Jahrhundert? Absolut nicht. Schaut euch mal dieses Zitat von Ignatius von Antiohin an, 4:28 geschrieben um 110 nach Christus. Es gibt einen Arzt, fleischlich und geistlich, geboren und ungeboren, Gott im Fleisch. Das zeigt uns, dieser Glaube 4:39 reicht wirklich zurück bis in die allerfrühste Zeit des Christentums. Okay, das ist jetzt also die theologische Erklärung, aber ganz 4:47 ehrlich, warum ist das alles so wichtig? Welchen Unterschied macht das für uns heute? Lasst uns mal zu unseren Anfangsfragen zurückkehren. Jetzt können 4:56 wir das Paradoxon nämlich auflösen. Warum wurde Jesus müde? Warum hat er gebeten? Tja, weil seine menschliche Natur genau das erlebt hat. Und die 5:06 große Frage vom Anfang, wie konnte Jesus sterben? Die Antwort ist jetzt eigentlich total logisch. Es war seine menschliche Natur, die am Kreuz 5:16 gestorben ist. seine göttliche Natur, die ist ewig, die kann gar nicht sterben. Und das alles führt uns zum eigentlichen Ziel. Um ein perfekter 5:26 Mittler zwischen einem heiligen Gott und uns sündigen Menschen zu sein, musste er ja beide Seiten zu 100% vertreten. Er musste wahrer Gott sein, um für Gott zu 5:37 sprechen und wahrer Mensch, um für uns einzustehen. Ihre Näos von Lon hat das schon im zweiten Jahrhundert genial auf den Punkt gebracht, denn nur das, was er 5:47 angenommen hat, hat er auch erlöst. Was heißt das? Ganz einfach, um uns Menschen zu retten, mußte er vollständig einer von uns werden. Alles andere hätte nicht 5:57 gereicht. Und damit schließen wir mit einer letzten Frage, die zum Nachdenken anregen soll: Wenn Christus nicht beides gewesen wäre, also Gott und Mensch, was 6:08 würde das dann für unsere Erlösung bedeuten? Diese Frage zeigt, glaube ich, noch mal die ganze Tragweite dieser Lehre.