Rückwärtskalkulation einfach erklärt mit Beispielrechnung (retrograde Kalkulation) JL Education https://www.youtube.com/watch?v=WkqefgzEcp0 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 im letzten Video hast du die Grundlagen der Kostenträger stückrechnung gelernt insbesondere das einheitliche Kalkulationsschema ist dir mittlerweile 0:07 bekannt ich bin Lukas dein ringman Wirtschaft und in diesem Video erkläre ich dir die rückwärtskalkulation wenn ein 0:14 Industrieunternehmen auf eine Kundenanfrage einen verbindlichen Angebotspreis abgeben muss dann wird dieser im Rahmen einer 0:21 vorwärtskalkulation ermittelt neben den voraussichtlich anfallenden Selbstkosten des Auftrags wird auch ein Gewinn in den Angebotspreis einkalkuliert 0:30 hat der Kunde eine starke Verhandlungsposition kann es sein dass er diesen Angebotspreis ablehnt und einen Gegenvorschlag für den 0:39 listenverkaufspreis macht wenn es aus Unternehmenssicht gewünscht ist den Gewinn trotz niedrigerem listenverkaufspreis konstant zu halten 0:47 dann muss das Unternehmen Kosten einsparen bei den Löhnen wird es vermutlich kaum möglich sein das einzige Einsparpotential liegt folglich bei den 0:55 Kosten für das Material welches für den Auftrag verbraucht wird die die rückwärtskalkulation wird angewendet um herauszufinden wie hoch die materiale 1:05 Einzelkosten maximal ausfallen dürfen wenn wir trotz dem niedrigeren listenverkaufspreis des Kunden eine bestimmte gewinnvorgabe erzielen möchten 1:14 auch für die rückwärtskalkulation verwendest du dasselbe Kalkulationsschema ausgehend von dem vorgegebenen listenverkaufspreis wird 1:22 zunächst der Barverkaufspreis berechnet ziehen wir den gewünschten Gewinn ab erhalten wir die maximal möglichen selbst Kosten von dort aus können wir 1:31 die materiale Einzelkosten berechnen die wir maximal zahlen können um den gewünschten Gewinn zu erzielen soweit zu den Vorüberlegungen zur 1:40 rückwärtskalkulation schauen wir uns nun noch ein Merkur Beispiel dazu an aufgrund starker Konkurrenz kann eine Maschinenfabrik für eine Schleifmaschine 1:48 maximal einen listenverkaufspreis von 127480 € verlang mehr gibt der Markt nicht her gewünscht ist ein Gewinn von 15% in Bezug auf die Selbstkosten es 2:01 wird mit 10% Kundenrabatt und 2% kundenskonto kuliert und der Verkauf der Maschine erfolgt über Vertreter welche im Erfolgsfall eine Provision von 7% des 2:11 zielverkaufspreises erhalten die voraussichtlichen Einzelkosten sind bis auf die materialeinzelkosten als Ziel unserer kulation bekannt ebenso wie die 2:23 normalzuschlagsätze unsere rückwärtskalkulation starten wir von dem vorgegebenen listenverkaufspreis aus der Kundenrabatt beträgt 10% und wird vom 2:33 listenverkaufspreis ausberechnet welcher damit 100% entspricht wir rechnen also vom 100 der Kundenrabatt in Höhe von 12748 € ist vom listenverkaufspreis 2:46 abzuziehen um den zielverkaufspreis zu erhalten welcher damit 90% des listenverkaufspreises entspricht als nächstes sind die 2% kundenskonto und 2:57 die 7% vertreterprovision zu berücksichtigen welche beide vom zielverkaufspreis aus berechnet werden damit ergibt sich ein kundenskondto von 3:08 2294,64€ und eine vertreterprovission von 8031,24€ insgesamt müssen wir also 3:18 10325,88 c€ von unserem zielverkaufspreis abziehen um unseren Barverkaufspreis zu erhalten welcher damit 91% des zielverkaufspreises 3:29 entspricht auch bei Skonto und Provision rechnest du bei der rückwärtskalkulation folglich vom 100 als nächstes muss der Gewinnaufschlag berücksichtigt werden 3:38 welcher auf die Selbstkosten aufgeschlagen wird weil die Selbstkosten damit 100% entsprechen entspricht der Barverkaufspreis aus Anbietersicht 3:48 folglich 115%. und von unserem ermittelten Barverkaufspreis aus berechnen wir nun unseren Gewinn in Euro mit 115% im 3:58 Nenner er gibt sich ein Gewinn in Höhe von 13618,19 C zieht man diesen Betrag vom Barverkaufspreis ab erhält man die 4:08 maximal möglichen Selbstkosten für den Auftrag und damit kommen wir zu dem schwierigsten Teil der rückwärtskalkulation gesucht sind die 4:16 Material Einzelkosten welche wir maximal bezahlen können um unseren Gewinn zu halten die übrigen Einzelkosten sind uns bekannt ebenso wie die 4:27 normalzuschlagsätze zur Berechnung der voraussichtlich Gemeinkosten für die Berechnung der fehlenden Werte gehen wir wie folgt vor zunächst berechnen wir 4:36 ausgehend von den Selbstkosten die Herstellkosten des Auftrags anschließend berechnen wir die Fertigungskosten für welche uns alle notwendigen Angaben 4:45 vorliegen wenn die Herstellkosten die Summe aus Materialkosten und Fertigungskosten darstellen ist es möglich von den Herstellkosten die 4:55 Fertigungskosten abzuziehen um die maximal möglichen Materialkosten zu erhalten und weil uns der normalzuschlagsatz für 5:02 die Materialgemeinkosten bekannt ist können wir von dort aus die materiale Einzelkosten berechnen und genau diese Schritte führen wir jetzt durch ziehen 5:12 wir die sonderereinzelkosten des Vertriebs von den Selbstkosten ab erhalten wir eine Zwischensumme da diese Zwischensumme die 5:19 gemeinkostenzuschläge für Verwaltung und Vertrieb bereits beinhaltet entspricht sie aus Anbietersicht 125,8% mit diesem Prozent im Nenner 5:30 erhalten wir ausgehend von der Zwischensumme vertriebsgemeinkosten in Höhe von 4856,64 C und verwaltungsgemeinkosten 5:39 von 13570 € und 4 Cent insgesamt müssen also 18426,68 c€ von der Zwischensumme abgezogen werden um die maximal 5:51 möglichen Herstellkosten zu erhalten diese setzen sich aus den Material und Fertigungskosten zusammen als nächstes berechnen wir die Fertigungskosten mit 6:01 den fertigungslöhnen als zuschlagsgrundlage ergeben sich fertigungsgemeinkosten von 21384 € was zu einer Zwischensumme von 6:13 41184 € führt nach Berücksichtigung der 900 € an sondereinzelkosten betragen die Fertigungskosten damit insgesamt 4284 €. wenn diese Fertigungskosten 6:25 unveränderlich sind und die Herstellkosten maximal 71.000 421,25 Cent betragen dürfen dann verbleibt für die gesamten 6:35 Materialkosten des Auftrags noch ein maximales Budget von 29337,25 c€ diese Materialkosten entsprechen aus Sicht des Anbieters 6:48 108,5%. mit diesem Prozentwert im Nenner ergeben sich Materialgemeinkosten von 2298,31€ und wenn wir diese von den Materialkosten ab ziehen erhalten wir 7:00 die materialeinzelkosten die der Auftrag maximal verursachen darf um unseren geplanten Gewinn zu halten mit diesem 7:08 Wert kann das Unternehmen also jetzt in die Verhandlung mit den Zulieferern für das Material gehen bei der rückwärtskalkulation bleibt das 7:17 Kalkulationsschema gleich nur die rechenrichtung ändert sich du rechnest zunächst vom listenverkaufspreis bis zu den Herstellkosten und berechnest 7:25 anschließend die Fertigungskosten die Differenz von Herstell und und Fertigungskosten verrätt ihr die maximal möglichen Materialkosten mit Hilfe des 7:35 normalzuschlagsatzes für die Materialgemeinkosten kannst du ausgehend von den gesamten Materialkosten dann die maximal möglichen Material Einzelkosten 7:43 bestimmen auf deinem rechnweg musst du immer genau aufpassen ob du gerade vom oder auf 100 rechnest womit du in jedem Fall rechnen kannst sind stabile 7:53 Erklärvideos auf meinem YouTube-Kanal also lass mir gerne ein Abo da um künftige Videos nicht zu verpassen und checke die Videobeschreibung für Tipps 7:59 und Tricks rund um Wirtschaft ciao ciao und viel Spaß beim Lernen