Wahlsysteme | Mehrheitswahl & Verhältniswahl einfach erklärt David Küster https://www.youtube.com/watch?v=WfwCsqL_J9c Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Mehrheitswahl und Verhältniswahl zwei wahlbegriffe die in der Politik im politikwissenschaftsstudium oder im politiklk immer wieder auftauchen aber 0:09 für vollkommen unterschiedliche Wahlsysteme stehen alle Wahlsysteme demokratischer Staaten gehen auf die Grundmodelle Mehrheitswahlrecht oder 0:17 Verhältniswahlrecht zurück der Unterschied bei diesen beiden Grundmodellen liegt darin über welchen Weg die Stimmen zu Mandaten im Parlament 0:24 umgewandelt werden moin mein Name ist David Küster ich bin studierter Politik und Sozialwissenschaft und setzte mich seit über 10 Jahren mit 0:32 politikwissenschaftlichen Inhalten auseinander heute erkläre ich euch diese beiden Wahlsysteme und beleuchte die Vor und Nachteile los geht's die 0:40 Mehrheitswahl in einem mehrheitswahlsystem läuft die Wahl so ab dass das jeweilige Land in Wahlkreis aufgeteilt ist und für jeden Wahlkreis 0:48 ein Abgeordneter bzw eine Person gewählt werden kann in diesem Wahlkreis treten dann verschiedene Kandidaten von unterschiedlichen Parteien oder auch von 0:57 keiner Partei an und das Mandat geht an den Kandidaten mit den meisten Stimmen das kann in verschiedenen Systemen entweder die relative oder absolute 1:06 Mehrheit sein bei absoluter Mehrheit gibt es dann meist noch einen zweiten Wahlgang die anderen Stimmen gehen verloren man nennt das auch das winner 1:15 takes it all Prinzip Beispiele für Systeme mit relativen Mehrheitswahlrecht sind Großbritannien und die USA Frankreich ist ein Beispiel für ein 1:24 System mit absoluten Mehrheitswahlrecht Vorteile das System ist klar darauf ausg legt für eine Partei eine Mehrheit zu bilden daraus ergeben sich einige 1:33 Vorteile erstens liegt die Tendenz vor dass ein Zweiparteiensystem entsteht dadurch ergeben sich klare Mehrheiten für eine Seite es muss nicht kaliert 1:42 werden und in Konsequenz gibt es stabilere und handlungsfähigere Regierungen umgekehrt gibt es keine Zersplitterung von vielen verschiedenen 1:50 kleinen Parteien die sich uneins sind zweitens werden in solchen Systemen extreme Positionen eher verdrängt dass sie nicht mehrheitsfähig sind drittens 2:00 gibt es hier eine echte Persönlichkeitswahl man bekommt wen man wählt dadurch ist der Abgeordnete auch dauerhaft gezwungen eine Nähe zu seinen 2:08 wähln aufzubauen um wiedergewählt zu werden umgekehrt kann es zu starken Veränderungen kommen wenn ein anderer Kandidat gewinnt Nachteile in diesem 2:18 System gibt es auch einige Nachteile der erste ist dass es viele verlorene Stimmen sogenannte papierkorbstimmen gibt im relativen Mehrheitswahlrecht 2:27 kann das dazu führen dass fast zwei Dr der Stimmen unberücksichtigt bleiben dadurch gibt es auch eine repräsentationsverzehrung durch ein 2:35 Missverhältnis der Stimmen zu den jeweiligen Abgeordneten im Ergebnis kann es passieren dass auf ein ganzes Land gerechnet eine Seite als Wahlsieger 2:44 hervorgeht welche aber nicht die meisten Stimmen auf sich vereint der zweite Grund ist dass kleine oder neuere Parteien wesentlich stärker 2:52 benachteiligt sind denn es ist für so eine Partei wesentlich schwieriger die Mehrheit in einem Wahlkreis oder auch in mehreren W Wahlkreisen zu gewinnen 3:01 drittens kann es wahlkreisverschiebungen geben auch als Jerry mandering bezeichnet hier werden dann Wahlkreisgrenzen manipuliert 3:09 wodurch eine bestimmte Partei höhere Erfolgsaussichten hat die Verhältniswahl in einem Verhältniswahlsystem verläuft die mandatzuteilung proportional zu den 3:18 Stimmen die jede Partei erhält jede Partei erstellt hierbei dann eine Kandidatenliste die für das gesamte Land bzw für das gesamte Wahlgebiet gilt eine 3:29 Partei die dann beispielsweise sagen wir 7,5% der Stimmen erhält erhält dann auch 7,5% der Sitze im Parlament die Reihenfolge innerhalb der Listen wird 3:39 von den Parteien bestimmt teilweise gibt es auch verhältniswahlen wo einzelne Kandidaten einer Liste gewählt werden und dadurch der Wähler Einfluss auf die 3:48 Reihenfolge hat Beispiele für ein verhältnisweahsystem sind die Niederlande oder Italien Vorteile die Kerngedanken dieses Systems sind 3:57 Gerechtigkeit und die Maximierung der Demokratie in diesem Sinne gibt es einige Vorteile erstens wird in einer reinen Verhältniswahl die gesamte 4:05 Wählerschaft abgebildet und es gibt keine verlorenen Stimmen eine Ausnahme ist hier die Sperrklausel oder 5% Hörde in Deutschland die eine zu starke 4:13 Zersplitterung verhindert zweitens können wichtige Kandidaten wie beispielsweise der Parteivorsitzende über Listen abgesichert werden drittens 4:21 haben kleine und neue Parteien bessere Chancen in ein Parlament einzuziehen dadurch verstärkt sich die Debattenkultur und große Volksparteien m 4:29 so auf neue Bewegungen eingehen Nachteile auch in diesem System gibt es einige Nachteile erstens entsteht zumeist ein fragmentiertes viel 4:38 pararteiensystem wodurch in den allermeisten Fällen eine Regierung nur durch Koalitionen zustande kommt das macht die Regierungen instabiler und 4:45 langsamer es gibt zwar in vielen Systemen eine sperrklause doch diese führt dann wiederum zu einem Vorteil der großen Parteien wenn dann mehrere 4:54 Parteien knapp darunter fallen kann dadurch eine repräsentationsverzerrung stattfinden was letztenendes auch den eigentlichen Kerngedanken des 5:01 Wahlsystems zu nichte macht zweitens ist die Wahl durch die Listen unpersönlich was dazu führt dass die Kompetenz des Kandidaten hinter der Partei zurückfällt 5:10 drittens haben kleine Parteien die an Regierungen teilhaben überverhältnismäßig viel Einfluss hier kann beispielsweise eine kleine Partei 5:18 neben zwei großen Volksparteien der Königsmacher sein das personalisierte Verhältniswahlrecht prinzipiell handelt es sich hierbei um ein mischwahlsystem 5:27 zwischen Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht ein Teil der Abgeordneten wird beispielsweise über Wahllisten gewählt ein anderer Teil über 5:36 Wahlkreise in Deutschland wird nach diesem System gewählt hier hat beispielsweise bei der Bundestagswahl jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen mit 5:44 der ersten Stimme wird nach dem Mehrheitsprinzip ein Kandidat im eigenen Wahlkreis gewählt und mit der zweiten Stimme eine Partei wenn dir dieses Video 5:52 gefallen hat dann lass mir doch einen like da und abonniere meinen Kanal welches der weahsysteme würdest du präferieren oder findest du alles 5:58 schlecht sag mir gerne deine Meinung dazu danke fürs zuhören und bis zum nächsten Mal