Lemons Modell - Asymmetrische Informationen & Gebrauchtwagen Wirtschaft - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=WEwRUmMRYsI Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Habt ihr Bock euch ein Auto zu kaufen? Habt aber nicht so viel Moneten und schaut deshalb auf dem Gebrauchtwagenmarkt? Nun denn, passt auf, dass ihr gut genug über 0:08 die Autos informiert seid, es könnten Lemons sein! Lemons ist in den USA ein Ausdruck für ein Auto mit mehreren mechanischen Problemen. 0:19 Also kurz gesagt: Schrott. Das Lemons-Model oder Lemons-Problem ist ein Aufsatz des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers 0:26 George Arthur Akerlof, indem er versucht zu verdeutlichen, wie ein Marktversagen durch asymmetrische bzw. unvollständige Information entstehen kann. 0:35 Er beschreibt allgemein in seinem Aufsatz die Problematik, dass die Käufer eines Produkts schlechter über das Produkt informiert sind als die Verkäufer. 0:43 Um seine Theorie zu veranschaulichen zeigt er die Problematik am Markt für Gebrauchtwagen auf. 0:48 Hierbei klassifiziert...ohooo unser Autor hat ein neues Wort gelernt… “klaaassssiifiiiziert”.. Glaube wir müssen ihn rausschmeißen...Egal..Hierbei klassifiziert er die Autos nach guten Autos 0:58 und schlechten Autos, also den Lemons. Es gibt also nur diese zwei Typen von Autos. Akerlof geht bei seiner Theorie davon aus, dass die Käufer nur die durchschnittliche 1:08 Qualität der Gebrauchtwagen kennen und diese nicht nach ihren Eigenschaften beurteilen können. 1:13 Wir erklären euch das Ganze mal an einem Beispiel! Auf einem Markt gibt es zwei Gebrauchtwagenhändler. Der eine Händler ist Ali mit seinem Geschäft 1:21 TheSimpleCars und der Andere ist Jan mit seinem ominösen Geschäft “Ich nehme die Kunden aus”. 1:26 Ali verkauft in seinem Geschäft nur gute Autos und ist ein ehrlicher Verkäufer. Jan wiederum ein Penner und verkauft gute als auch schlechte Autos. 1:34 Nehmen wir an ein gutes Auto würde 50.000 Euronen kosten. Ein schlechtes Auto nur 20.000 Euronen. 1:41 Gute Verkäufer wie Ali und Jan können natürlich unterscheiden was ein gutes Auto ist und was nicht. 1:46 Aber in diesem Modell kann der Käufer leider nicht unterscheiden was der Unterschied zwischen gut und schlecht ist. 1:51 Laura möchte nun ein Auto kaufen, kennt aber den Unterschied zwischen den guten Autos und den Lemons nicht. Nur die Preise sind ihr bekannt. Das einzige was sie machen kann, 1:59 ist einen Erwartungswert zu bilden. Meistens ist das der Durchschnittswert von beiden Autopreisen. In dem Fall wäre das 35.000 Euro. 2:07 Würde Laura bei Ali kaufen, würde Ali dem Kauf nicht zustimmen, weil sein Reservationspreis bei 50.000 Euro liegt, er ein ehrlicher Verkäufer ist und Laura nicht verarschen will. 2:17 Anders wäre es bei unserem Spacko von Jan, welcher Laura dann ein Lemon anbieten und verkaufen würde. 2:23 Das Dilemma bei der ganzen Sache ist, dass immer mehr Anbieter, deren Reservationspreise nicht erfüllt werden und nicht bereit sind zu verkaufen, den Markt nach und nach verlassen. 2:33 Dies führt dann logischerweise dazu, dass Anbieter guter Gebrauchtwagen wie Ali aus dem Markt gedrängt werden und irgendwann nur noch Lemons angeboten werden, was zum 2:41 Marktversagen führt. Wie Kann man nun verhindern, dass irgendwann nur Lemons verkauft werden? 2:45 Dafür gibt es viele verschiedene Ansätze. Meistens werden Verkäufer hoher qualitativer Ware Garantien auf ihre Produkte geben, weil sie wissen, dass Probleme oder Mängel bei 2:55 ihnen kaum vorkommen werden. Jetzt liegt es nur noch an den Käufern dies zu erkennen! 3:00 Was solltet ihr euch behalten? Nach Akerlof werden Käufer, wenn sie ein Gut in Bezug auf seine Produktqualität nur 3:07 schwer beurteilen können, im Durchschnitt einen geringeren Preis zahlen. Oder andersherum: Wenn Käufer eine hohe Produktqualität leicht feststellen können, 3:15 sind sie auch bereit, einen höheren Preis dafür zu zahlen. Lässt sich die Produktqualität nur schwer beurteilen, kalkulieren Käufer das Risiko, 3:22 eine „Zitrone“ zu kaufen ein, und sind nur bereit, einen geringeren Preis zu bezahlen.