Was ist Atonalität in der Musik? — Beziehungslosigkeit! — Und in welchen Formen tritt diese auf? Christoph Schlüren https://www.youtube.com/watch?v=Te-7L59UxaY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Herzlich willkommen zur Tagesbrese Nummer 308. Gestern habe ich über die 12 Töne gesprochen und darüber, dass diese 0:12 Einteilig Einteilung der Oktave in 12 Töne, wo dann als 13er der Ausgangston wiederkommt, dass die nicht Natur 0:25 gegeben ist, sondern dass sie sich ergeben hat durch den Schritt der Menschen in die Polyphonie, der im Mittelalter geschehen. ist aus 0:36 Gründen, über die ich mich auch immer wieder äußere, nämlich aus eigentlich primär ist die Polyphonie ja entstanden, weil 0:46 die künstlerische Freiheit beschnitten wurde in der melodischen Ausziehung, in der Mikrotonalität, heute sogenannten 0:55 in Bezug auf verschiedene Faktoren, vor allen Dingen in Bezug auf die Verzierungen. Und dadurch wurde das einstimmige Singen 1:04 kreativ herabgew herabgewertet und so mussten neue Wege gefunden werden und der neue Weg war dann die Entdeckung von eben 1:16 dann Menschen wie Magister Leonin und Magister Perotin dann. Und das hat dann auf empirischem Wege dazu geführt, dass sich die unglaublich 1:28 hochstände Kunst der Mehrstimmigkeit in der Renaissance entwickelt hat und daraus alles weitere und dass sich eben dann aufgrund dessen aber auch die 1:38 populärmusik im 20. Jahrhundert in der ganzen Welt auf dieser Basis ergeben hat und natürlich auch den Chez und so weiter. Alles das ist jetzt geprägt von 1:51 dieser Einteilung der Octavian 12 Töne und heute im also heute nicht erst, aber seit vor allen Dingen seit nach dem Zweiten Weltkrieg, aber teilweise auch 2:02 vor z.B. Aloisaba suchen die Menschen natürlich nach auch Busoni hatte diese Idee, aber hat das nie gemacht. suchen die Menschen nach 2:11 anderen Einteilungen als in halbtönigen Einteilungen der Oktave, die eben dann zu diesen 12 Tönen führen. Und daraufhin gab es so einige Reaktionen, 2:23 die ja, ich möchte sagen, verständlich sind, wenn man nicht wirklich genau gehört hat, um was es hier ging. Es ging hier nämlich um nichts weiter als das. 2:33 Die zwölf Töne sind nicht natur gegeben, sie sind eine Konsequenz. der Erfindung oder der Entdeckung der Polyphonie der Armenländischen. 2:48 Jetzt hat mir z.B. jemand geschrieben, dass für ihn Schönbergswerke und zwar alle immer tonal wirken. Was auch immer natürlich der die Person 2:58 darunter versteht, das ist natürlich die nächste Frage und wir wissen ja auch Rudolf Kolisch und das Kohl Quartett, wenn die Schönberg gespielt haben, das 3:04 ist ja unglaublich gut und natürlich auch andere wie Staat und Steuerbahn und so weiter, wenn die Webern auch gespielt haben und natürlich ist das eine 3:14 großartige Ja. eine großartige Kunst, diese Musik darzubieten und so natürlich wie möglich 3:24 erscheinen zu lassen. Trotzdem gibt es natürlich Probleme bei der Dodekaponie, also der Methode der Komposition mit 12 Tönen, die ja 3:35 prinzipiell mal darauf beruht, dass alle Töne gleichwertig sein sollen, also die Hierarchie der Töne zugunsten Grundton und so weiter, dass die aufgehoben wird 3:45 eben, dass kein Grundton mehr da ist. und dass eben auch möglichst kein Ton die anderen dominiert. Alvin Berg hat dagegen natürlich ganz gezielt verstoßen 3:54 und hat eben dann Töne dominieren lassen. Ganz deutlich z.B. Schienbachoral im Berlin Konzert, aber in vieler Hinsicht und deswegen hat 4:01 seine Musik auch sich am meisten durchgesetzt und ist auch diejenigen, die am eh der am ehesten gerecht werden geworden werden kann, der man erst am 4:10 ehesten gerecht werden kann in einer Aufführung. Bei Schönberg ist das viel schwerer. Bei Webern ist es quasi unmöglich. Ich bin darauf auch schon 4:18 öfter eingegangen. Ja, was ist der Fall bei dieser Dodek 4:26 vonkunst und bei all dem, was natürlich dann mit ihr verwandt ist, was aus ihr weitergegangen ist. All diese Komponisten, die es war ja 4:34 dann fast ein kollektiver Zwang, diese Methode mindestens auszuprobieren in den 1950er, 60er, 70er Jahren, wenn nicht überhaupt streng in ihr zu schreiben und 4:45 dann eben immer weiter in das Gebiet des sogenannten Atonalität zu gehen. ein Begriff, den Schönberg abgelehnt hat, verständlicherweise 4:53 und ein Begriff, den ich jetzt hier einfach noch mal, das habe ich ja schon öfter gemacht, aber hier noch mal wird wirklich zur Verdeutlichung und zur 5:01 absoluten Klarheit differenziere Atonalität. Was ist Atonalität und welche Formen von 5:10 Atonalität gibt es? Atonalität ist ihre Grunddefinition nach Beziehungslosigkeit zwischen den Tönen. Also nicht einfach das Aufheben einer 5:23 hierarchischen Ordnung mit Grundton und Dominantton, also Oberquinte als wichtigsten Tönen, sondern überhaupt Beziehungslosigkeit zwischen den Tönen. 5:35 Und das, wenn das gelingt, ist was ich nenne Atonalität erster Ordnung. Wenn es wirklich gelingt, keine 5:46 Beziehungen zwischen den Tönen entstehen zu lassen, die irgendwohin tragen, ist das mit den Tönen, die da sind, innerhalb der zölf Töne möglich. 5:58 Ja, es ist möglich nämlich unter extremer Weglassung vieler Töne. Also ganz einfach, wenn man die Hälfte weglässt 6:09 und aus 12 Tönen sechs macht und die im gleichen Abstand ein equidistantes System, was die 12 Ton Reihe auch ist, wenn sie also wohlert 6:19 dargestellt wird, ein equidistantes System, das heißt Ganztonreihe, also jeder zweite Halbton oder also gibt keine Halbtöne immer der Halbtonschritt 6:32 wird weggelassen. Dadurch ergibt sich wieder ein ganzt wieder ein ganzt. Und diese Ganztonreihe, die DCI sehr stark favorisiert hat in 6:40 seiner Musik und mit der er viele Stücke einleitet, z.B. wie beim bei Epigraphonik ist Epigraphonik, ein Spätwerk, da ist es ganz stark 6:49 ausgespielt, dieses ja erstmal in diesem vollkommen vagierenden unschlüssigen Raum der Ganztonreihe zu 6:58 spielen. Ein noch mal auf die Hälfte der Information reduzierte Version der ganzonreihe ist 7:09 dann der übermäßige Dreiklang. Und die Ganztonreihe besteht ja aus nichts anderem als zwei übermäßigen Dreängen, die im Abstand eines Ganztons 7:21 ineinander geschichtet sind. Und so gesehen ist natürlich die Halbtonskala, also die 12 Töne besteht aus drei übermäßigen Dreänge, die jeweils einen 7:33 Halbton übereinander liegen. So könnte man das auch definieren. Das ist z.B. für diese Spiele, wie die Serialisten sie mochten und wie viele Systematiker 7:41 sie mögen, eine sehr interessante Spielanweisung. Bei der ganzen Reihe, wie auch beim übermässigen Dreiklang gibt es keinen 7:52 zentrierenden Wert. Es gibt kein Zentrum. Das heißt, es schreut sofort. Die ganzonreihe ist der schnellste Weg in die entferntesten Regionen. Das 8:02 heißt, es ist ganz einfach. Wir gehen eine Sekund, dann kommen wir zur großen Terz, dann kommen wir zur übermässigen Quart und dann kippt das tonale System 8:09 aus dem Gleis. Das heißt, dann kommt die übermässige Quint, die wir gar nicht wirklich auffassen können und dann geht's ganz schnell. Es ist dann 8:20 ausgehebelt. Wir können von einer sechste oder sieben dann gar nicht mehr reden und schon sind wir bei der Octav. Aber die Octav haben wir natürlich nur 8:28 aufgrund der Temperierung. Normalerweise würde das System auch wie übrigens auch die Quind entfernen Gwind Bewegungen über die Oktav rausschießen in eine 8:39 Spiralform anstatt einer Kreisform. Und hier gibt es überhaupt keinen Halt. Das heißt, alle Töne sind im gleichen Abstand und dadurch kann jeder Ton im 8:51 Moment umspielt werden und kurzfristig als Zentral Zentralton wir werken, aber keiner wird von irgendetwas bestätigt. in seiner Zentralfunktion 9:02 und eine zentr ein tonale Zentrumfunktion gibt es nur durch Bestätigung durch einen anderen Ton. 9:10 Jetzt ist es natürlich so, wenn wir z.B. in vielen indigenen Musiken einen Ton haben auf ein Instrument, der immer durchgehalten wird, 9:20 dann entfaltet der seine Obertöne und dann ist die ganze Zeit Desenquint präsent und definiert ihn mit und die ist sehr stark präsent. 9:29 Aber es ist auch so, dass im indischen Raga an der in den indischen Ragas immer diese Quint auch tatsächlich Teil der Skala ist und diese Quint definiert den 9:40 Grundton. Und eine solche Quint gibt's nicht in der ganzonreihe, natürlich entsprechend auch nicht im ömäßigen Dreiklang und noch in einer 9:50 equidistanten Zusammenhang gibt es das nicht. und zwar in der Kleinterherzskala oder auch genannt verminderte Dreiklang 10:01 und die darf nur nicht gemischt werden mit der ganzonrähe, dann bleibt es auch atonal, weil auch da gibt es keinerlei Orientierung. Die 10:09 Abstände sind gleich. Und dann gibt's noch einen Fall, das ist der Tritonus an sich, also die genau die Hälfte des Oktavraums und da fallen Ganzton Reihe 10:20 und verminderte drei Klang zusammen, wenn wir uns im wtebensystem befinden. Wenn nicht, sieht es anders aus. Dann neigt nämlich der verminderte Dreiklang 10:30 dazu, ein bisschen zu tief unter der Oktavanzukommen. Dagegen die ganzen Tonreihe etwa ein bisschen zu hoch. Dann wäre dieser Ton, 10:37 wo sie sich treffen, die Hälfte des Oktavraums in beiden Fällen nicht genau die Hälfte und es würde eben etwas differieren. 10:45 Aber im wolltemperensystem sieht das natürlich anders aus. Das sind die Mittel der Atonalität erster Ordnung oder auch der absoluten Atonalität. Das 10:58 heißt, hier gibt's von vorne rein keinen Halt. Das heißt nicht, dass nicht ein paar Töne aufeinander bezogen werden können. 11:16 Aber wir haben kein Halt. Es gibt kein Alt es kann überall landen. Wenn es ein bisschen umspielt, dann ist 11:40 der Torn, der umspielt wurde, der Zentrum wkt dann ein anderer. Aber es ist vollkommen beliebig. Und das ist auch nicht zu ändern. 11:50 Was könnte sonst noch absolute Atonalität sein? Andere Abstände, innerhalb der wir keine Quintnehmen. Und die gibt es, aber das sind ganz 12:01 wenige. Wir haben mal ein Experiment gemacht, wo wir das ausprobiert haben und das Problem ist ja, dass das niemand hören kann. Das heißt, das kann man nur 12:11 am Computer machen, nur mit absoluten Schwingungen und da kann man natürlich die Okta beliebig teilen in verschiedene Teile, aber z.B. wenn man aus 12 11 Töne 12:22 macht, wirkt immer noch einer wie die Quint. Wenn man auf Zeh kommt, dann wird's sehr schief. Auf neun haben wir schon wieder 12:30 Quind da. Also, das ist gar nicht so einfach und es bleibt eben dann sehr wenig Tonvorrat für die absolute Atonalität oder für die 12:40 erster Ordnung. Die ganzen Dre sind sechs Töne, da ist nicht viel los, da muss man irgendwann wechseln und sobald man wechselt, das heißt eininhalb 12:47 dazwischen schiebt, gibt es eine Quintzhung und es gibt eine Definition eines Zentrums. Es ist unglaublich faszinierend und daraus ergibt sich 12:55 natürlich vor allen Dingen, was definiert Tonalität, dass die Quentfunktion da ist. und nicht wie manche immer wieder 13:04 gemutmaß oder auch behauptet haben, dass die Tonalität aufgrund von Terz da ist. Terzsextverwandtschaften 13:14 definieren keine Tonalität, also keinen Zusammenhang, kein Zentrum. Ja, und dann die Tonalität zweite Ordnung, das sind dann Verhältnisse. Das 13:25 ist jetzt, ich muss ja das erste soweit ausführen, weil das andere ist relativ leicht erklärbar. Die Tonalitätsweite Ordnung definiert Verhältnisse, wo wir 13:33 entweder überfordert sind wahrnehmungsmäßig oder unterfordert sind wahrnehmungsmäßig. Das heißt, wenn zu viel passiert, können wir das alles 13:42 nicht auffassen, nicht wirklich integrieren und dann stellt sich dadurch keine klare Beziehung her, sondern nur eine ungefähre. 13:51 Natürlich bleibt ein Eindruck. Natürlich, wenn man das öfter hört, hat man den Eindruck, das zu kennen, aber es ist keine Beziehung der Tunnelenstation 14:00 oder auch ganz anders gesagt keine klare intervallische Beziehung, die wirklich das Ganze zusammenhalten kann. Und wenn zu wenig passiert, 14:08 die Klangwechsel von Kin halber Stadt sind sozusagen das extrem Beispiel, wenn zu wenig Information innerhalb einer bestimmten Zeitspanne da ist oder wenn 14:18 zu wenig harmonische Information da ist, z.B. eine Sache, die einfach auf der Stelle tritt, dann steigen wir aus, dann ist das auch keine Beziehung. Das heißt, 14:26 wenn ich die ganze Zeit nur um die gleichen Dreigänge Dreiglänge gondle, ist es so wenig ergiebig als Spannungspotenzial, 14:33 dass wir uns deswegen nicht, dass es uns nicht hält. Es hält unsere Aufmerksamkeit nicht, auch wenn wir uns noch so 14:41 bemühen. Viel Minimal Music ist davon betroffen. Das ist die Aualitätsweite Ordnung. Darunter ein Spezialfall ist eben die Dutch Fonie, wo auch noch 14:50 dieses zusätzliche Problem auftaucht, das natürlich von höchstem Reiz ist, dass innerhalb von kürzester Zeit alle Zölt Töne erklingen. 15:00 Und das führt dazu, dass man keine Architektur mehr mit der Harmonik bauen kann, wenn man sie in einem Verhältnis belässt, das 15:10 radikal unhierarchisch ist, weil dann haben wir eine Konstellation von Tönen, die alle harmonischen Stationen enthält und dadurch können wir aber haben wir 15:22 keine keine wirkliche Ausgangsstation, was ist denn der die Ausgangstonalität und wir können vor allem auch keine Zieltonalität haben, weil alles ist ja 15:31 da, alles ist vorweggenommen. Das heißt, es gibt nichts mehr, wohin wir uns bewegen können, wenn in diesem Mikrokosmos bereits alles enthalten ist 15:39 in gleichwertiger Form. Und dadurch ergibt sich, dass die Zwölfon Musik, die Totikaponie eine Einschrumpfung der Form hat auf 15:50 kleinste kleinsten engsten Raum, wie wir das bei Anton Webern ja in idealer Weise beobachten können. Und das ist so komplex, 15:59 dass es kaum möglich ist wirklich es musikalisch adäquat darzustellen. Das kann man auch sehr leicht daraus ersehen, dass Webern an in seinem Leben 16:09 ja nur diese etwas mehr als 30 Opuszahlen geschrieben hat. Es gibt natürlich vorher Werke, die er nicht gezählt hat, aber wir können sagen 16:16 ungefähr ein Werk im Jahr, das dann vielleicht ungefähr 5 bis 7 Minuten dauert oder auch ein bisschen weniger. 16:25 Und so wie er wie ein Forscher mit dem Mikroskop in einer Zeit, wo auch Kernspaltung, Kernenergie erforscht wurde, so wie er mit wie ein Forscher 16:35 mit dem Mikroskop die Töne erforscht und da unter dem Mikroskop diese Beziehungen, diese Feinbeziehungen zusammensetzt, so müsste natürlich auch 16:43 ein Musiker vorgehen, der das einstudiert oder garsemble in einem Orchester ist absolut undenkbar in der Kamermusik. Ja, wer macht das? Es ist 16:53 viel Lebenszeit. Es ist nicht notwendig so lange zu brauchen wie er, aber in paar Monate braucht das schon wieder ein Mausrumpel und im Grunde auch für einen 17:00 Solospieler als ein Pianist, wer diese Variationen von Webern machen will. Es gibt ja zum Glück die Ausgabe, wo kom Peter Stadler die Kommentare 17:08 eingesammelt hat, die Webern reingeschrieben hat und wo das alles drin steht und als als faximile Ausgabe und wo man dann mal nachvollziehen kann, 17:16 was da was da überhaupt vorgegangen ist und dass diese ganze Art, wie Webern heute gemacht wird als so Abstraktum als eigentlich nur 17:27 poantilistische Purifizierung natürlich überhaupt nicht funktioniert, weil es ist höchst expressive Musik in jeder Hinsicht in Bezug auf die feine 17:35 Empfindung der Intervalle. Also für die Hörer ist natürlich dann erst recht nicht möglich, wenn die Musiker das nicht machen, aber auch wenn die Musiker 17:42 das machen würden, muss man sich da irgendwie in diesen Kosmos überhaupt reinhören. Also es ist irgendwie einfach utopisch. 17:51 Und die Atonalität, dritte Ordnung, das ist was für die wirklich anspruchsvollen, das ist überall, wo sich ergibt, wo es 17:59 als Ganzes nicht hinhaut. Das heißt, wo eine organische Verbindung des Werks als ganzem nicht da ist und dann fliegen wir dadurch raus, dann entsteht dadurch 18:08 keine Beziehung. Und das ist natürlich sowohl kompositorisch möglich, dass es einfach die Form nicht zusammenhält. Das kann 18:16 sehr subtil an bestimmten Soldspruchstellen hängen und auch große Komponisten betreffen, weil es eben nicht immer wirklich glückt. 18:27 Bach, Mozart, Schubert hatten kein Problem damit. Aber es gibt natürlich viele andere und es kann aber auch natürlich an der 18:38 Aufführung liegen und daran liegt es fast immer. Das heißt auch wenn die Komposition wirklich großartig organisch geformt ist als ganzes, ist ja fast nie 18:46 eine Aufführung, die das wirklich erfasst. Wirklich fast nie. Ich würde sagen, mindestens 99% der Aufführungen erreichen das nicht und sind insofern 18:55 atonal in dritter Ordnung. Und da hilft es alles nichts, dass wir die Werke gut kennen, dass wir sehr vieles daran genießen, dass wir völlig high sind von 19:02 dem Erlebnis, dass wir alles ganz großartig spielen, das Spiel bewundern, dass alles fantastisch ist. Es entsteht nicht dieses Ganze und dann haben wir es 19:11 eben mit der Tonalität dritte Ordnung zu tun. Das ist natürlich sehr radikal ausgedrückt, ich weiß. Und ja, um zu sagen, wenn die Musiker das nicht tun, 19:21 haben die Hörer keine Chance. Und da es fast nie geschieht, erleben es die Hörer fast nie. Und wir können uns sehr glücklich 19:30 schätzen, wenn es mal geschieht. und z.B. alles, wo wir uns wo wir vielleicht das Gefühl haben, dass irgendwie was ganzes entsteht, weil wir vom Gefühl so 19:38 mitgenommen sind und nein, das kann trügen. Eine hypnotische Empfindung, dass es ist so fesselnd und ich war die ganze Zeit 19:48 irgendwie so mitgenommen. Ja, aber warst du mit Wachem Bewusstsein dabei? Hast du wirklich 19:56 alles als Aktiv hören damit genommen? Das hat mit Intellekt überhaupt nichts zu tun. 20:03 sehr komplizierte Fragen und die Antworten sind eigentlich einfach, nur sie werden fast nie gegeben. 20:12 Ich hoffe, das hat vieles klar gemacht. Ich freue mich natürlich hier ganz besonders, wenn ihr reagiert, wenn ihr Fragen stellt, wenn ihr welche Art 20:20 Einwende auch immer habt, aber bitte nimmt es ganz genau, was ich sage und rekiert nicht einfach nur auf irgendeiner Ansicht, weil ich habe gar 20:30 keine so festen Ansichten. So, es geht einfach darum, alles zuzulassen, aber dann klar drauf zu blicken. Und ja, wer neu ist, ist natürlich 20:39 höchst willkommen und gerne abonniert das und folgt mir. Es gibt hier sehr interessante Themen, die ansonsten fast nie besprochen werden, was 20:49 Phänomenologie der Musik betrifft, was auch seltene Komponisten betrifft und was viele andere Dinge betrifft, über die wenig gesprochen und vielleicht auch 20:59 relativ wenig nachgedacht wird und auf jeden Fall nicht allzu viel klarhecht herrscht. Ja, danke fürs Zuhören und bis bald.