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Zelldifferenzierung [Stammzellen, totipotent, pluripotent, unipotent) - [Biologie, Oberstufe]

TeacherToby8:13 25.668 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 73 Zeilen
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  1. [musik] In diesem Video werden wir uns mit der Zelldifferenzierung beschäftigen, einem
  2. Vorgang, bei dem sich aus ursprünglich identischen Zellen sehr unterschiedliche Zelltypen differenzieren bzw.
  3. entwickeln. Welche Zellen sind es, die in der Lage sind, sich zu unterschiedlichen Zelltypen zu
  4. differenzieren? Und welche verschiedenen Zelltypen gibt es überhaupt und welche Funktionen erfüllen Sie?
  5. Die Zellen von uns Menschen sowie auch die von anderen Wirbeltieren sehen keinesfalls alle gleich aus. Im
  6. Gegenteil, je nachdem, wo wir uns im menschlichen Körper die Zellstruktur von Gewebe angucken, fällt auf, wie
  7. unterschiedlich diese Zellen in ihrem Aufbau sind. Wie ihr gleich noch sehen werdet, die Struktur einer Zelle ist eng
  8. an ihre Funktion geknüpft. Oder anders formuliert, der ganz bestimmte Aufbau einer Zelle ermöglicht überhaupt erst
  9. ihre Funktion. [musik] Schauen wir uns die spezialisierten Zelltypen und ihre Funktionen mal
  10. genauer an. Muskelzellen sind die Motoren unseres Körpers. Eine Muskelzelle ist in der Lage zu
  11. kontrahieren, sich zusammenzuziehen. Egal, ob ihr mit einer Handel trainiert oder einfach nur aus einem Glas trinkt.
  12. Bei beiden Vorgängen ziehen sich die Zellen der quergestreiften Skelettmuskulatur zusammen und verkürzen
  13. sich. Dadurch ermöglichen sie Bewegung und Kraft. Skelettmuskelzellen, die auch als Muskelfasern bezeichnet werden, sind
  14. nicht nur lang gestreckt, sie sind auch voll gepackt mit sogenannten Myiofibrillen. Dünnen Fasern aus
  15. spezialisierten Proteinen, unter anderem Aktin und Myosin, die für die Kontraktion verantwortlich sind. Immer
  16. dann, wenn ihr mit einer Hantel euren Arm beugt und den Bizeps anspannt, gleiten die Aktinfilamente über die
  17. Myosinfilamente, wodurch sich das Sakomer, die funktionelle Einheit einer Myophilbrille
  18. verkürzt und der Muskel zusammenzieht. Genau die gegenteilige Bewegung der Aktinfilamente sorgt wiederum dafür,
  19. dass sich die Muskelzellen auch wieder entspannen. Ihr seht also, der ganz spezifische Aufbau der Muskelzelle
  20. ermöglicht also ihre Funktion, sich zu kontrahieren und wieder zu entspannen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es
  21. neben der quergestreiften Skelettmuskulatur auch glatte Muskulatur, die z.B. Organwände
  22. auskleidet und die Herzmuskulatur gibt. All diese Zelltypen sind dazu befähigt, sich zu kontrahieren. Wie wichtig, dass
  23. sich unsere Herzmuskulatur kontrahiert und somit den Herzschlag ermöglicht. Ein weiterer Zelltyp sind Nervenzellen, auch
  24. Neurone genannt. Nervenzellen sind die Informationsüberträger im Körper. Euer Gehirn ist in der Lage
  25. in Sekunden schnelle die Informationen dieses Videos zu verarbeiten, sodass ihr euch theoretisch noch währenddessen
  26. Notizen machen könnt. Betrachten wir uns die Nervenzellen in unserem Gehirn, fällt ihr länglicher Aufbau auf. Die
  27. Struktur einer Nervenzelle mit einer Vielzahl an Dendriten ausgestattet zu sein, ermöglicht ihr, dass sie mit einer
  28. Vielzahl weiterer Nervenzellen in Kontakt treten kann und damit auch sehr effektiv Informationen von diesen
  29. aufnehmen kann. Denn durch die vielen Verzweigungen der Dendriten wird die Oberfläche in diesem Bereich der
  30. Nervenzelle um ein Vielfaches erhöht. [musik] Eine große Oberfläche, die die Kontaktaufnahme erheblich vereinfacht.
  31. Die langen Fortsätze von Nervenzellen, die sogenannten Axone, ermöglichen es ihnen [musik] auch über lange Distanzen
  32. Informationen weiterzulen, z.B. vom Gehirn bis zu unseren Beinen. Die bikonkave Form von Eritrozyten erlaubt
  33. es ihn Sauerstoff sehr effektiv aufzunehmen und die Fähigkeit sich zu verformen erlaubt es ihnen auch kleinste
  34. Kapillaren, kleinste Blutgefäße zu durchqueren und so das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffe zu versorgen.
  35. Zellen, die den Dünnndarm auskleiden, haben eine stark vergrößerte Oberfläche durch ihre zahlreichen Zellfortssätze,
  36. den sogenannten Mikrovillly. Aber auch der dünnarm selbst ist nicht glatt, sondern besteht aus
  37. fingerförmigen Ausstülpungen, den Darmzotten, die die Oberfläche vergrößern. Darmzotten und Mikrovli
  38. bewirken eine Oberflächenvergrößerung des Dünndarms auf etwa 200 m², was in etwa das 20fachen unserer
  39. Körperoberfläche entspricht. Die Struktur des Dünndarms stark gefaltet zu sein und damit seine Oberfläche stark zu
  40. vergrößern trägt zu seiner sehr effizienten Nährstoffaufnahme bei. [musik]
  41. Nährstoffe können sehr effizient resorbiert und damit dem Körper wieder zugeführt werden. All diese
  42. unterschiedlichen Zelltypen, der Mensch verfügt über ca. 200 verschiedene Zelltypen, entstammen aus ursprünglich
  43. identischen undifferenzierten Zellen, den sogenannten Stammzellen. Stammzellen sind wahre alleskönner.
  44. [musik] wobei alle Tiere von dieser Fähigkeit mit zunehmender Differenzierung etwas
  45. einbüßen. Im Frühstadium des Embryos in den ersten Zellteilungen sind seine Zellen noch totipotent. Sie besitzen die
  46. Fähigkeit, sich in alle Zelltypen zu differenzieren, ebenso weiterer embryonaler Zellen. [musik]
  47. Diese Zellen besitzen also die Fähigkeit, sich zu einem gesamten Organismus entwickeln zu können. In der
  48. weiteren Phase der Embryonalentwicklung verlieren Stammzellen ein Teil dieser Fähigkeit. Sie sind zwar noch
  49. pluripotent, besitzen also die Fähigkeit, sich in die meisten anderen Zelltypen zu differenzieren, aber sie
  50. können neuen Embryonen mehr herstellen. In einem adulten erwachsenen Organismus [musik] sind viele Zellen unipotent. Sie
  51. können lediglich einen einzigen [musik] Zelltyp hervorbringen und zwar den eigenen.
  52. Es wäre jedoch denkbar schlecht, wenn alle Zellen des adulten menschlichen Körpers unipotent wären. Bei einer
  53. Schädigung des Gewebes kann es äußerst hilfreich sein, dass Stammzellen aktiviert werden, die sich zu demjenigen
  54. Zelltyp differenzieren, der geschädigt wurde. Bestimmte Zellen sind auch noch im erwachsenen Alter in der Lage, sich
  55. zu zahlreichen ihnen verwandten Zelltypen zu differenzieren und tragen somit dazu bei, tote Zellen zu ersetzen
  56. und Gewebe zu erhalten. Man bezeichnet sie auch als multipotente Stammzellen. Bei uns kommen multipotente Stammzellen
  57. beispielsweise in Geweben vor, in denen häufig Zellen ersetzt werden müssen. Dies ist z.B. wie der Fall bei der
  58. Epidermis, also der Oberhaut, der Darmschleimhaut und dem Knochenmark. Hier werden die Blutzellen gebildet.
  59. [musik] Die Stammzellen von erwachsenen Tieren sind nicht totipotent, weil ihre
  60. Fähigkeit zur Differenzierung auf eine relativ geringe Anzahl an Zelltypen beschränkt ist. [musik] Deshalb sind
  61. Stammzellen adulter, erwachsener Tiere [musik] multipotent. Die Themen Stammzellen,
  62. Stammzellforschung und Stammzelltransplantation sind so spannend, dass ich euch das
  63. entsprechende Video an dieser Stelle oben rechts einmal verlinke, insofern ich es dann fertig habe. Der Prozess der
  64. Zelldifferenzierung ist natürlich nicht nur auf tierische Zellen beschränkt. Auch Pflanzen sind durch das vorhanden
  65. sein von Stammzellen dazu befähigt, [musik] dass diese undfferenzierten Zellen sich
  66. zu unterschiedlichen Zelltypen differenzieren und damit nicht genug, denn Pflanzen sind zeitlebens [musik]
  67. totent. Diese Eigenschaft verdanken sie miren. [musik] Das sind bestimmte Bereiche von
  68. undfferenzierten Zellen, die dafür sorgen, dass Pflanzen zeitlebens weiterwachsen können und sich zu
  69. unterschiedlichsten Zelltypen differenzieren. Entnimmt man dieses undifferenzierte
  70. Gewebe meratischer Zellen einer Pflanze und pflanzt es unter optimalen Bedingungen wieder ein, so kann eine
  71. komplett neue Pflanze daraus entstehen. [musik] Die Fähigkeit zur Totipotenz von Merthem
  72. machen sich Biologen in vielen Forschungsbereichen wie z.B. der Landwirtschaft zu nutze, um durch
  73. Vermehrung und Züchtung genetisch identische Pflanzen zu generieren. Ja.

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