🎩 Wie war das jetzt genau mit dem WIENER KONGRESS? | Alles erklärt für Geschichtsfans Stories of Austria https://www.youtube.com/watch?v=S3MoV5or6eQ Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Sicher habt ihr schon mal vom Wiener Kongress gehört, auf dem Europa nach der Unordnung der französischen Revolution und nach dem Umsturz ganz Europas nach 0:13 den napoleonischen Kriegen Europa wieder neu geordnet werden sollte. Aber zum Thema Wiener Kongress haben wir auch immer dieses Zitat präsent. Der Kongress 0:25 tanzt, aber er geht nicht voran. Und das ist nicht einmal das einzige Zitat, was man dazu sagen könnte, also was in diese Kerbe schlägt, sondern wir haben sogar 0:34 noch vom Habsburger Erzherzog Johann einen Tagebucheintrag, der besagt:s als Visiten und Gegenvisiten, Essen, Feuerwerk, Beleuchtung überhaupt habe 0:46 ich seit 8 bis 10 Tagen nichts getan. Und jetzt wollen wir doch in diesem Video heute mal schauen, was ist denn wirklich in diesem Winter 1814 bis 1815 0:58 in Wien passiert. Haben die Leute da wirklich nur getanzt und sich Vergnügungen hingegeben oder hat der Wiener Kongress wirklich etwas 1:07 europäisch bewirkt? Viel Spaß bei diesem Video. So und genau in dem Moment, wo ich auf Play drücke, ruft mich natürlich meine 1:19 Mama an. Also, entschuldige, Mami, dass ich dich abwirgen musste, aber ich muss jetzt ein Video machen. Also herzlich willkommen bei diesem Video. Ich freue 1:27 mich über jeden einzelnen und jede Einzel, die eingeschaltet hat. Also wirklich, ich bin so begeistert, dass so vielen von euch meine historischen 1:36 Videos gefallen. Also, danke fürs da sein und ich hoffe, euch gefällt dieses Video diesmal auch wieder. Für alle, die neu eingeschaltet haben, ich bin die 1:45 Katti. Ich bin Stadtführerin hier in Wien und deswegen habe ich natürlich immer wieder die Frage, was mit diesem Wiener Kongress jetzt eigentlich war und 1:57 das wollen wir uns heute mal genauer anschauen. Wenn ihr mal bei mir eine Stadtführung buchen wollt, schaut's einfach gerne mal auf meine Website 2:04 vorbei www. im Auftragermaestät. AT, das heißt so wegen meinen Rätselführungen, die ich erfunden habe, historische Rätselführungen natürlich 2:15 und nicht irgendwie was erfundenes. Und generell, ja, wenn ihr mehr wissen wollt so über meinen Alltag als Stadtführerin, mehr historischen 2:24 Content, also so bisschen öfter hier als nur einmal Sonntag ein Video könnt ihr sehen, wenn ihr mir auf Facebook oder Instagram folgt. Also, da heiße ich auch 2:35 einfach so wie hier Stories of Austria. Gut. Ich möchte euch wie immer meine Quellen präsentieren und heute hatte ich hauptsächlich drei Hauptquellen, auf die 2:45 ich mich berufen habe. Also das erste Buch haben wir hier, das ist sehr dick, groß, der Wiener Kongress, Diplomatenintrigen und Skandale von Anna 2:56 Ehrlich und Christer Bauer und das sind sogar Fremdenführerkolleginnen von mir und das ist richtig cool, wenn man mal wissen möchte wirklich so, wie ist es 3:05 hier abgegangen, wie haben sich die Leute eben vergügt, was hat man so über die anderen erzählt und so weiter und so fort. Also, da 3:13 stand sehr viel zu dem Thema drin. Da werden wir uns heute natürlich auch damit befassen. Dann habe ich ein Buch aus der Bibliothek ausgelehen, das kann 3:21 ich euch jetzt nicht zeigen, ich blende einfach ein, wie es ausschaut. Der Wiener Kongress, das große Fest und die Neuordnung Europas von Eberhard Straub. 3:29 Und da geht's vor allem eher um die politischen Entwicklungen vor dem Wiener Kongress, also wie es überhaupt dahingekommen ist und was so die 3:36 Nachwirkungen dann eigentlich waren. Und dann habe ich ein Buch hier, der Wiener Kongress in Augenzeugen berichten, äh überhaupt aus einer Reihe von Büchern, 3:46 die immer in Augenzeugen berichten berichten, herausgegeben von Hildes Spiel. Und das ist jetzt wirklich sehr, sehr 3:55 ausführlich, wenn man ganz genau wissen will, wer was über den anderen gesagt hat. Also, wer es wirklich wissen will mit den Worten der damaligen Zeit, 4:05 schaut in dem Buch hier bitte nach. Gut, damit würde ich sagen, wir legen los. Zuallererst müssen wir jetzt mal wissen, wie kommt's zu diesem Wiener Kongress? 4:14 Der Wiener Kongress findet im Jahr 1814 und eben 1815 statt. Ganz genau gesagt beginnt der Kongress am 18. September 1814 und er endet am 9. Juni 1815. 4:27 Und ich habe ja schon in mehreren Videos vorher, also vor allem in dem über Kaiser Franz den und, wo es darum ging, wie das heilige römische Reich 4:37 zerbrochen ist und stattdessen das Kaisertum Österreich entstand. Da habe ich über diese ganzen napoleonischen Kriege gesprochen und nachdem Napoleon 4:48 Halburopa überrennt, Staaten umstößt, Herrscher vertreibt, treffen sich jetzt die Souveräne dieser verschiedensten Länder, 5:01 Städte etc. in Wien. Und zwar einfach deswegen, weil natürlich der Kaiser von Österreich, Franz der I. jetzt mit seinem sehr fähigen Staatskanzler Met 5:14 die Geschicke Europas in den Händen der Habsburger behalten wollte. Also natürlich wollte man dem Kaisertum Österreich eine besondere Rolle 5:23 verleihen und deswegen hat man darauf gepocht, dass der Kongress in Wien stattfindet, wo nun nach der Niederlage von Napoleon Bonaparte nach der 5:33 Völkerschlacht bei Leipzig und nach den darauffolgenden finalen Scharmmützeln Napoleon abgesetzt wurde und ins Exil verbandt wurde, nun 5:43 beschlossen werden sollte auf gemeinsamer Basis, wie man Europa wieder neu ord ordnen könnte. Also, was passiert jetzt mit den ganzen Ländern, 5:54 die ins Chaos geraten sind durch die napoonischen Eroberungen? Die Ziele waren drei große. Restauration bedeutet einfach die Wiederherstellung des 6:06 politischen Zustandes vor dem Ausbruch der französischen Revolution 1789. Zweiter großer Punkt Legitimation. Die Herrscherdasen wollten das alte 6:19 Regime rechtfertigen und eben ihre Ansprüche vor allem darauf, weil als Napoleon gekommen ist, wurden ja sehr viele 6:28 Königreiche gesprengt und Monachen in Frage gestellt. Das wollte man jetzt wieder rückgängig machen. Und das Dritte war die Solidarität. 6:37 Man sollte sich nun gegenseitig vor revolutionären Bestrebungen schützen und da geht's jetzt eben wieder um hauptsächlich die Monachen. Am Wiener 6:47 Kongress waren nun also rund 200 Staaten Herrschaften, Körperschaften und Städte vertreten. Und davon von diesen 200 verschiedenen territorialen Gebieten 6:58 waren an die 30.000 1000 Gäste dann nach Wien gekommen und dazu müssen wir uns jetzt ganz kurz anschauen, wie Wien damals ausgesehen hat. Und zwar hatte 7:08 Wien damals ca. 240 000 Einwohner, allein 54 000 davon in der Innenstadt im heutigen ersten Bezirk. Damit war Wien einer der größten Städte Europas zur 7:19 damaligen Zeit und auch sehr vielsprachig, denn das Kaisertum Österreich bestand ja eben nicht nur aus Österreich, sondern in vielen anderen 7:29 Ländern auch noch und in Wien hat sich halt alles getroffen. Und da haben wir auch eine kleine Beschreibung von diesem Zustand vom Engländer John Morit, der 7:40 1794 berichtet: "Die Stadt ist ein reines Babylon. Man trifft viele Männer und Frauen, die fünf oder sechs Sprachen sprechen. Drei sprechen fast alle, 7:51 Französisch, Deutsch und Italienisch. Aber gerade im ersten Bezirk, wo die Stadt ja von der Stadtmauer noch umgeben war, ist es halt sehr eng gewesen und 8:01 jetzt noch mit den ganzen Gästen darin, das muss ein Wahnsinn gewesen sein. Und da gibt es eine zeitgenössische Beschreibung, die vielleicht nicht so, 8:10 na ja, glanzvoll ist. Und zwar steht da: "Ein Klumpen Häuser und Paläste, voll Ungeziefer, voller Gäste, ein Mischmasch aller Nationen, die in Ost, West, Süd 8:22 und Norden wohnen. Gestank und Kot in allen Gassen. Viel Weiber, die den Ehestand hassen, viel Männer, die mit anderen teilen, so wenig Jungfern, 8:33 lauter Fräulein. Viel Kirchen, allzeit voller Sünder, viel Schenk und darin viel Schinder, viel Händel und viel Rechtsverdreher, viele Richter, die das 8:44 Recht verkaufen. Viel Kuppl, viele Kupplinnen, viel, die mit Geld verdienen. Viel Stutzer und gebugte Kleider, viel Säufer, Spieler, 8:53 Beutelschneider, Lakaien, Pferde, Pen, Wagen. Viel reiten, fahren, gehen, tragen, viel drängen, stoßen, zerren, ziehen. Dies ist das Quadliebet von 9:05 Wien. Ein bisschen schöner beschreibt es ein Gast, der damals in Wien zur Zeit des Wiener Kongresses hier war. Der schreibt nämlich, also das war der Graf 9:15 de Lagart. Für die Fremden war ein so leichtes, von stäen festen durchsetztes Leben wirklich ein Leben voller Wonne. Um die 9:25 denkwürdige Vereinigung angemessen zu feiern, schien Wien alle Genüsse, die es gewöhnlich bietet, noch übertreffen zu wollen. Im Mittelpunkt des südlichen 9:35 Deutschland gelegen, erschien diese Stadt wie ein Born von Sorglosigkeit und Ruhe inmitten der ernsten wissenschaftlichen und philosophischen 9:43 Bestrebungen der benachbarten Länder. Ganz der Sinneslust ergeben, lebt ihr Wesen in Festen, Gastereien, Tanz und vor allem der Musik. Zu allem der 9:54 treffliche Ungar Wein, der die Freuden noch würzt, lässt sie auch leben und sich im süßen Wohlbehagen materieller Genüsse regieren. Der Fremde ist im Wien 10:04 gut aufgehoben. Er findet bei privaten herzliche Gastlichkeit, bei den Behörden Offenheit und Wohlwollen. Dafür verlangt man von ihm nur eins, nicht gegen die 10:15 Regierung sprechen oder handeln. Unter diesen Bedingungen verleugnet sich die gute Aufnahme niemals, aber wehe dem Fremden, der gegen diese Gesetze der 10:24 Klugheit sündigt. Gleich empfängt er ein kleines Bilet, das ihn höflichst bittet, am anderen Tage aufs Polizeimagrat zu kommen. Mit dem sanftesten Tone hält man 10:35 ihm vor, dass seine Pässe nicht in Ordnung und seine Geschäfte beendet sein. Vergebens protestiert er, beruft sich auf seine Anhänglichkeit an alle 10:45 Regierungen, beteuert, dass er nur daran denke, sich das Leben angenehm zu machen. Alles umsonst. Er muss reisen. Ja, und damit sind wir schon angekommen 10:56 bei diesem Thema. Warum haben wir denn überhaupt so viele Berichte vom Wiener Kongress? Na ja, das hat vor allem damit zu tun, dass die Polizei beauftragt 11:08 worden ist, alle ganz genau im Auge zu behalten. Und auch die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, Berichte abzugeben an den Präsident der Polizeihofstelle 11:20 Baron Franz Hager von Allensteig. So gab Baron Hager auf Betreiben von Kanzler Mettern folgende Anweisung: "Die bevorstehende Ankunft der fremden 11:32 Souveräne erhecht vervielfachte Aufsicht ananstalten, wodurch man täglich zur Kenntnis alles dessen, was ihre allerhöchsten Personen und ihre nächsten 11:41 Umgebungen betrifft, aller jener Individuen, die sich ihnen zu nähern suchen und der Pläne und Unternehmungen, die an diese hohe Gegenwart sich 11:50 reihürfen, auf eine möglichst umfassende Weise gelangen könnten und deswegen haben auch die Frauen am Wiener Kongress so eine große Rolle gespielt, weil die 12:00 natürlich sich auch so, na ja, so unschuldig an die Männer herangemacht haben, als hätte das mit gar nichts politischem zu tun. Die haben viel Zeit 12:10 mit den Männern verbracht, auch bis tief in die Nacht. Der Alkohol ist geflossen und so manche Zunge wurde dann gelockert. Aber das war nicht nur von 12:19 der Wiener Seite so, sondern auch die angereisten Gäste, die Souveräne der verschiedenen Staaten, hatten da ihre eigenen Spitzel und Spioninnen. Und zu 12:30 diesem Thema Damen zählen auch die vielen Salons in Wien, die eben von den Frauen der hohen Gesellschaft betrieben worden sind. Die haben also mehrmals 12:38 eingeladen zu sich nach Hause. Dort konnte man sich dann austauschen. Das sind dann meistens auch Künstler anwesend gewesen. Und da habe ich jetzt 12:46 einen Bericht herausgenommen und zwar von Lulu von Tür. Von dieser Person haben wir sehr viele Berichte über den Wiener Kongress und teilweise sehr 12:56 unverfroren formuliert. Und zwar geht's da um den Salon bei Gräfin Molly Zichi Ferraris. Ihr Haus war der Vereinigungspunkt der 13:05 bedeutendsten Männer und derjenigen Damen, die gerade in der Mode waren. Es genügte nicht, König zu sein, um in ihrem Salon Aufnahme zu finden. Man 13:14 musste auch elegant sein. Aus diesem Grund waren der dicke König von Würtemberg und der garstige König von Dänemark ein für alle Mal 13:22 ausgeschlossen. Die Gräfin Molli, welche die Mutternatur mit einem sehr mäßigen Verstand, aber mit einer der längsten Nasen beschenkt 13:31 hatte, lebte in dem Glauben, eine geistreiche, elegante, einflussreiche und pikante Frau zu sein. Man muss einräumen, dass sie trotz ihrer 13:40 Lächerlichkeit und Bedeutungslosigkeit, trotz ihrer Hüfte, die ihr bis zum halben Rücken reichte, dank ihrer Exklusivität das Talent besessen, ihre 13:49 Einladungen zu den gesuchtesten und elegantesten gemacht zu haben. Jetzt wissen wir mal, wie es überhaupt zu diesen ganzen Berichten gekommen ist. 13:58 Hauptsächlich natürlich haben wir hier in Wien vor allem auch Berichte von der kaiserlichen Familie, die sich Briefe schreiben oder Tagebuch Aufzeichnungen, 14:07 aber eben die meisten Berichte ergeben sich dann auch aus der Polizeidienstelle oder aber natürlich auch sehr vielen Briefen von auswärtigen Leuten. Nun aber 14:18 ist ja auch die Frage, wo sind denn diese ganzen Leute untergebracht gewesen, denn es waren ja sehr viele Gäste hier, sehr viele Vertreter von den 14:28 anderen Städten, Herrschaften und Staaten, aber es waren eben auch Souveräne hier Könige von anderen Ländern, der Zar von Russland z.B. 14:37 auchch. Und da war jetzt eben die Frage, wo werden die untergebracht? Und jetzt ist ja so gewesen, dass durch die napoleonischen Kriege, dass es schon 14:45 Zerstörungen an der Wiener Hofburg gegeben hat und unter Kaiser Franz werden jetzt neue Anbauten getätigt, die sogenannte Nase z.B., weil die so aus 14:54 der Hofburg hervorragt und der Zeremoniensaal, wo dann eben auch sehr viele Veranstaltungen stattgefunden haben. 15:02 Aber der Hauptaustragungsort vom Wiener Kongress war eben am Ballhausplatz das heutige Bundeskanzleramt, also das Palais vom Metig, sprich sein 15:13 Büro, das Außenministerium. Untergebracht waren jetzt aber die Monachen folgendermaßen. Kaiser Franz selbst äußert sich nämlich in einem 15:22 Schreiben vom 6. August 1814 folgendermaßen auf die Bewohnung des an meine Wohnung anstoßenden der mal leerstehenden 15:31 Apartments sowie auf die Räumung des geheimen Kabinetts und der Audienzimmer ist jedoch nur dann, wenn es unumgänglich notwendig sein sollte, der 15:40 Antrag zu machen. Also eigentlich wollte der das nicht unbedingt, dass die da alle bei sich so nahe in der Gegend wohnen. Was aber passiert ist, es gibt 15:48 bis heute noch das Alexander Apartment, wo eben der Zar von Russland gewohnt hat in der Wiener Hofburg. Das darunterliegende Stockwerk unter dem 15:57 Alexanderapement war für den König von Würtemberberg reserviert. Das bayerische Königsbaar und die beiden Söhne wurden im Reichkanzleitrakt untergebracht und 16:06 dort haben dann auch die beiden Schwestern des Zaren gewohnt, die mitgereist waren. Der König von Dänemark, der hat Räumlichkeiten im 16:13 Schweizer Trakt bekommen, genauso wie der König von Preußen. Die kaiserliche Familie, also die Erzherzeuge, nicht der Kaiser selber natürlich und die 16:21 Kaiserin, die wurden in dieser Zeit ausquartiert und mussten in der Sommerresidenz in Schönbrunn übernachten. Und die anderen Mitglieder 16:30 von monachischen Familien, der gekrönten Häupter, die hatten nun nicht mehr Platz in der Hofburg und dann hat man halt versucht, die an anderer Stelle vor 16:38 allem im ersten Bezirk unterzubringen. Und unser Graf August deelagart, den ich schon mal zitiert habe, der schreibt über diese Einquartierungen: 16:47 Kaiser Franz hatte in seinem Palast seine erhabenen Besucher aufgenommen. Man zählte damals zwei Kaiser, zwei Kaiserinnen, vier Könige, eine Königin, 16:57 zwei Kronprinzen. Der eine ein kaiserlicher, der andere ein Königer, zwei Erzherzoginnen und drei Prinzen, die in der Bruk wohnten. Die junge 17:06 Familie des Kaisers war genötig gewesen nach dem Schloss schön Brun zu ziehen. Und was jetzt damit aber auch noch einhergegangen ist mit der Situation, 17:14 dass man jetzt mehrere gekrönte Häupter in der Stadt für mehrere Monate untergebracht hatte, war nun die Frage, wie man rangmäßig mit denen jetzt 17:23 umgeht. Also, wie soll man sich denn behelfen? Wer kommt als erstes in den Raum? Wer spricht die Leute als erstes an? Wer muss angesprochen werden, etc. 17:32 Und da man sich nicht wirklich einigen konnte, wurde auf eine einfache Lösung zurückgegriffen, die in der Lemberger Zeitung am 24. Oktober 1814 17:41 veröffentlicht wurde und zwar bei allen Fahrten und sonstigen Zusammenkünften beachten die Monachen keineswegs jene strenge Etikette, die so leicht den Froh 17:51 sind verbannt, sondern es ist unter ihnen angenommen, dass gewöhnlich der an Jahren Ältere den Vortritt oder den Vorsitz übernimmt. Also der Älteste ist 18:02 sozusagen in dem Fall einfach der höchste gewesen. Jetzt mussten diese ganzen Gäste aber natürlich auch standesgemäß verköstigt werden. Und 18:10 jetzt haben wir da vom Preußischen Diplomat Graf von Schlitz einen Bericht über die Hofküche. Das Gegenstück zu den Hof Festen war der Anblick der Hofküche 18:21 in der Kaiserburg. Wenigen war eingefallen, die Werkstätte zu besuchen, wo die Tafelfreuden für so viele Kaiser, Könige, Fürsten und deren Gefolge 18:30 bereitet wurde. Den Urquell dieser Zauberwerke musste ich betrachten. Einladend für den Genuss war dieser Anblick keineswegs. 18:39 Da lagen die Leichen von Vögeln, Fischen, vierfüßigen Tieren unabsehbar aneinander gereh. Mehrere Flammenpfle, also Herdfeuer, empfingen sie zur 18:51 weiteren Bereitung. Köche Küchenjungen liefen wie im Gewühle durcheinander gegeneinander, indessen die Oberköcher über ihren Schüsseln wie über Systemen 19:00 brütend mischten und trennten, formückten, und die Kunst dem toten Tiere, dem reinen Naturstoffe, einen dem 19:08 Geschmacke, Geruche und Gesichte gefälligen Reiz verlie. Übrigens wart in dieser Küche nicht allein für die Bewohner der Kaiserburg, sondern auch 19:17 für viele ihres Gefolges, außerhalbselbiger, welche ohne dies noch das Recht, Gäste einzuladen hatten, gekocht, gebraten, gebacken. Man 19:26 versicherte, dem Kaiserhofe kostet jeder Kongresstag 500.000 Gulden und eine der Provinzen, welche der Frieden gegeben war durch die Verhandlung übers selbige 19:38 wohl wieder verzehrt worden. Ja, und da sind wir auch bei einem wichtigen Thema, die Kosten des Wiener Kongresses. Da gibt's auch ein Zitat, das dann gerne 19:49 zitiert wurde. Natürlich das halt im Umlauf war, dass es eine neue Taktik des Kriegsführens ist, den Feind aufzuen, weil das Ganze halt eben sehr viel Geld 20:00 verschlungen hat und man eben auch sehr viel den Gästen bieten musste. Jetzt kurbelte der Wiener Kongress natürlich schon die Wirtschaft auch an im eigenen 20:10 Reich, aber im Endeffekt war das Ganze nur durch die Finanzierung der Familie Rotschild durchführbar gewesen und dafür wurde diese Familie Rotschild im Jahr 20:21 1815 vom Kaiser geadelt. Zu den Kosten habe ich folgenden Bericht gefunden. Um von der Höhe der Ausgaben des Wiener Hofes einen Begriff zu geben, genügt es, 20:32 wenn man hört, dass der kaiserliche Tisch täglich 50.000 1000 Gulden kostete. Das hieß wahrhaft kaiserlich tafel halten. Man kann sich daher nicht 20:41 wundern, dass die durch die Festlichkeiten verursachten Kosten des Kongresses während der 5 Monate, die er gedauert, sich auf 40 Millionen Franken 20:50 belaufen haben. Vertrug sich wirklich der ernste Zweck dieser großen Versammlung, die schwierige Lage mit dieser fröhlichen Verschwendung gleich 20:59 nach dem Ende eines Krieges, der alle Quellen des Reichtums und des Vergnügens erschöpft zu haben, schien. Wenn man zu den Ausgaben des Hofes noch die von mehr 21:07 als sieben hundert Abgeordneten hinzufügt, kann man sich eine Vorstellung machen von dem ungeheuren Verbrauch der Stadt Wien und der Menge 21:15 von Wechseln und Geld, die im Umlauf waren. Der Zufluss von Fremden war so stark, dass alle Gegenstände, besonders Brennholz, auf unglaubliche Weise im 21:24 Preise gestiegen waren. Daher sah sich auch die österreichische Regierung in die Notwendigkeit versetzt, allen ihren Beamten Gehaltszulagen und 21:33 Entschädigungen zu bewegen. Aber ja, man wollte den Gästen ja auch etwas bieten, wenn die hierherken, in die Kaiserresidenz. Man wollte einen guten 21:43 Eindruck machen und deswegen gab es auch eine offizielle Liste der den fremden hohen Gästen zur Besichtigung vorgeschlagenen Sehenswürdigkeiten und 21:54 seiner Umgebung. Also da stand auch wirklich alles drauf, was man sich so anschauen könnte während der Zeit in Wien. Und was stand da drauf jetzt nur 22:02 auszugsweise? Also einmal natürlich die ganzen Theater, die Kunstsammlungen, den Brunksal, also die Hofbibliothek, Schönbrunnen, die Universität, Kirchen, 22:12 die Porzellanfabrik, die orientalische Akademie, das Zeughaus, das Josefinum etc. etc. Also sowohl wissenschaftliche Einrichtungen als auch kulturelle wurden 22:23 gerne präsentiert. Und zusätzlich kam es dann aber auch noch dazu, dass man ja immer wieder Veranstaltungen gemacht hat, man wollte beeindrucken und jetzt 22:31 hat man Militärparaden abgehalten und Pontoniere und das war einfach eine Vorführung auch wieder vom Militär, die Brücken gebaut 22:41 haben, also so Pontonbrückchen, Schiffsbrückchen vor allem nur zur Belustigung der Gäste. Also, die sind da aufmarschiert, haben da Brücke über die 22:49 Donau gebaut und das ganze dann eigentlich danach wieder abgerissen. Unglaublich. Und da passt dann schon wieder zusammen, dieser Spruch, von dem 22:57 wir am Anfang gehört haben. Und dazu jetzt auch noch ein paar Worte. Natürlich wurden sehr viele Bälle und Feste auch veranstaltet. Also, es war 23:09 eine Reihe von gesellschaftlichen Vergnügungen einfach da. Und zu Wien hat das Ganze ja auch total gepasst, denn Musik war damals in Wien auch schon 23:20 sehr, sehr wichtig. Und so beschreibt der Kapellmeister Lis Spoorh 1813 bereits schon. Wien war damals unbestritten die Hauptstadt der 23:30 musikalischen Welt. Die beiden größten Komponisten und Reformatoren des Kunstgeschmacks, Heiden und Mozart, hatten dort gelebt und ihre Meisterwerke 23:39 geschaffen. Noch lebte die Generation, die sie hatte, entstehen sehen und an ihnen ihren Kunstgeschmack herangebildet hatte. Der würdige Nachfolger dieser 23:48 Kunstherohonen Behfen, lebte noch da selbst und befand sich eben im Glanzpunkte seines Ruhmes und der Kraft seines Schaffens. In Wien wurde daher 23:57 bei Kunstleistungen stets der höchste Maßstab angelegt und dort gefallen hieß sich als Meister bewehren. Und Behofen hat tatsächlich auch Konzerte gegeben 24:07 während dem Wiener Kongress. Die hatten auch militärischen Bezug. Wellington Sieg dann z.B. Aber gut, deswegen wegen diesen ganzen Vergnügungen und Bällen 24:18 kommt's jetzt eben zu diesem berühmten Spruch, der über dem Wiener Kongress immer noch schwebt. Und zwar kommt er vom Fürst deel Linie, ein Mann, der von 24:27 Göhe als der froheste Mann Europas bezeichnet wurde und aufgrund dessen, dass er sich immer rosarot angezogen hat und auch Ausstattungsstücke, seine 24:38 Wohnung etc. rosarot ausfertigen hat lassen, wurde er als der rosarote Prinz bezeichnet. Das ist ein Belgier gewesen, der vor dem 24:47 französischen äh Revolutionstruppen 1794 nach Wien hatte fliehen müssen und seither dort gewohnt hat. Und da gibt's jetzt eben dieses Zitat von ihm. Man 24:57 schreibt mir das Wort zu, der Kongress tanzt, aber er kommt nicht vorwärts. Es sickert auch nichts durch als der Schweiß dieser tanzenden Herren. Ich 25:06 glaube auch gesagt zu haben, dies ist kein Kriegskongress, kein Friedenskongress. Also, das wäre eigentlich das ganze Zitat. Und der 25:15 schien da wirklich nicht allein gewesen zu sein mit dieser Meinung, denn wir haben ja auch schon vom Tagebuch des Erzherzog Johann gehört, dass der sich 25:22 da ärgert, dass man ständig nur auf Bällen herum ist und eigentlich nichts wirklich bespricht in den Verhandlungen. Und wir haben dann noch vom bayerischen 25:31 Delegierten einem Feldmarschall namens Fürstkarl Brede, im Oktober 1814 folgendes erhalten: In unserer Konferenz rückt es gar nicht 25:43 voran. Es wird gar nichts entschieden. Über nichts kann man sich einverstehen. Wer wird auch im eigenen Land sich etwas 25:50 vorschreiben lassen? Die Sitzungen werden auch viel zu selten. Die ewigen Feste, die wir alle zum Ekel haben, absorbieren alle Zeit. Vor Ende November 26:00 kommen die Souveränen nicht fort von Wien. Vor dem neuen Jahr kommen wir anderen nicht hinweg. Ja, und das könnte aber darauf zurückzuführen sein, dass 26:09 sich die Delegierten wahrscheinlich gedacht haben, dass das Ganze viel schneller erledigt sein wird. Man dachte nicht, dass man da über den Winter 26:17 hinaus diskutieren würde, aber eigentlich ist es ja klar, weil so viele verschiedene Interessen hier zusammengekommen sind und jeder wollte 26:26 natürlich das Beste für sein eigenes Land herausschlagen. Aber tatsächlich wird ja der Kongress Ergebnisse liefern und da kommen wir jetzt im zweiten Teil 26:35 des Videos dann dazu. Zuerst noch dieses Zitat. Die Stadt Wien bietet gegenwärtig einen überraschenden Anblick da. Alles, was Europa an erlauchten 26:46 Persönlichkeiten umfasst, ist hier in hervorragender Weise vertreten. Der Kaiser, die Kaiserin und die Großfürstinnen von Russland, der König 26:54 von Preußen und mehrere Prinzen seines Hauses, der König von Dänemark, der König und der Kronprinz von Bayern, der König und der Kronprinz von Würtenberg, 27:03 der Herzog und die Prinzen der Fürstenhäuser von Mecklenburg, Sachsenweimer, Sachsenkoburg, Hessen und so weiter. Die Hälfte der früheren 27:11 Reichsfürsten und Reichsgrafen, endlich die Unzahl von Bevollmächtigten der großen und kleinen Mächte von Europa. Dies alles erzeugt eine Bewegung und 27:21 eine solche Verschiedenheit von Bildern und Interessen, dass nur die außerordentliche Epoche, in der wir leben, etwas ähnliches hervorbringen 27:29 konnte. Die politischen Angelegenheiten, welche der Hintergrund dieses Bildes sind, haben indessen noch keinen wirklichen Fortschritt gemacht. Ja, und 27:38 diese ganzen erlauchten Persönlichkeiten, die da zusammengetroffen sind, haben natürlich auf die Wiener und auch auf die Gäste 27:44 ziemlichen Eindruck gemacht. Und da entsteht noch ein sehr berühmtes Zitat über die Gäste des Wiener Kongresses, über die Monachen und zwar: 27:54 Der Kaiser von Russland liebt für alle, der König von Preußen denkt für alle, der König von Dänemark spricht für alle, der König von Bayern trinkt für alle. 28:05 Der König von Würtenberg ist für alle. Der Kaiser von Österreich zahlt für alle. Und wenn ihr es ganz genau wissen wollt, hier in diesem Büchlein d mit den 28:15 Augenzeugen berichten ist jeder einzelne Monach genauer beschrieben, wie der eben auf die Wiener gewirkt hat. Zwei möchte ich nur herausnehmen. Also einmal diesen 28:27 König von Würtenberg, der für alle ist. Da haben wir wieder mal einen Bericht bei Lulu von Tür, der sehr sprechend ist. Ich weiß nicht, wo der König von 28:37 Würtenberg seinen kolossalen Bauch hinschleppte. Dieser war so mächtig, dass die Tischplatte an seinem Platz einen halbrunden Ausschnitt haben 28:45 musste, damit der arme König überhaupt sitzen konnte. Und über den Zar haben wir vom Offiziergraf Nostitz folgende Bemerkung erhalten. Der Kaiser 28:57 Alexander ist einfach glänzend und vornehm zuvorkommend. Sein Hang für die Frauen spricht sich so deutlich aus, daß die russischen Damen manchmal ungehalten 29:07 sind über die Aufmerksamkeit, welche ihr Monach den Wienerinnen bezeigt. Doch bleiben, so viel man weiß alle Gunsbezeigungen in den Schranken des 29:16 öffentlichgesellschaftlichen Lebens. So und damit kommen wir jetzt aber zu den effektiven Verhandlungen im Wiener Kongress. Bereits nach dem Pariser 29:26 Frieden, also nach der Niederlage Napoleons im sechsten Koalitionskrieg, wurde eben festgehalten in diesem Pariser Frieden laut Artikel 32, dass es 29:37 einen Kongress in Wien geben sollte, der für eine dauerhafte europäische Nachkriegsordnung da sein sollte und alle kriegsbeteiligten Länder sollten 29:47 dazu eingeladen werden. Wir haben jetzt schon gehört, dass das Ganze im September schon in Wien losging und man sich dann bereits im Oktober mockiert 29:54 hat, dass es so viele Feste gibt und man gar nicht gearbeitet hat. Ja, die offizielle Kongresseröffnung war dann nämlich erst äh am 1. November und es 30:05 hat verschiedenste Kommissionen gegeben, die für unterschiedliche Themen zuständig waren. Äh unter anderem hat's da eben einen Ausschuss für die 30:13 deutschen Angelegenheiten gegeben, einen für europäische Angelegenheiten, dann einen für territoriale Gebietsfragen, einen für die Flussschifffahrt, da 30:25 kommen wir noch dazu und sogar für den Sklavenhandel. Und das würde ich definitiv sagen ist einer der wichtigsten Punkte, die hier auf diesem 30:31 Wiener Kongress beschlossen wurden. Also, es wurde nicht nur getanzt, man hat schon auch Dinge diskutiert und ist zu Punkten gekommen, aber es hat halt 30:41 sehr lange gedauert und vor allem, weil es wie ich ja vorher schon erwähnt habe einfach so viele unterschiedliche Interessen gegeben hat und obwohl das 30:50 Hauptziel war eine ein Gleichgewichtssystem in Europa zu schaffen zwischen den verschiedenen Mächten, damit es eben nicht gleich 30:58 wieder zu einem Krieg kommen würde, wollte natürlich jeder sein eigen eigenes Land auf eine höhere Position als das andere Land bringen. Und so ist 31:06 es ja klar, dass Mettern Ziel ein von Österreich von den Habsburgern geführtes Mitteleuropa gewesen ist. Dahingehend aber das russische Hauptziel, den 31:18 größten Teil Polens zu gewinnen. Der Zar hatte tatsächlich den Plan, Polen zu so einem Musterbeispiel eines konstitutionellen Staates zu machen, was 31:28 aber den anderen Monachen in Europa gar nicht gelegen gekommen ist. Also vor allem jetzt auch Österreich, weil man Angst davor hatte, dass dann andere 31:36 Länder diesem Beispiel folgen würden und vor allem, dass das dann so ein russischer Satellitenstaat ist und Russland dadurch noch viel mächtiger 31:44 werden würde. Der britische Gesandte, der wollte ganz konservativ gesehen Europa so beibehalten, wie es vorher war. Eine Balance of Power. Davon haben 31:54 wir ja auch in ganz vielen anderen Videos bei mir schon gehört, wie z.B. beim spanischen Erbfolgekrieg. Und die Franzosen, die kämpften gegen die 32:03 Einigungsbestrebungen Deutschlands, weil man eben den großen Gegner weghaben wollte, um ja auch die eigene Macht zu schützen. Diese Einigungsbestrebungen, 32:12 die vor allem dann auch vom Preußen ausgegangen sind, der preußische König wollte mal als allererstes Ziel eine Stärkung der eigenen Position durch den 32:21 Erwerb ganz Sachsens haben. Sachsen als diejenigen, die leider zu spät von Napoleon abgefallen waren, waren nämlich beim Kongress nicht stimmberechtigt. Die 32:31 Franzosen allerdings schon, die man ja auch besiegt hatte, weil Frankreich so ein großes wichtiges Reich war, das für das Mächtiggleichgewicht in Europa 32:39 einfach ausschlaggebend war. Also aus verschiedensten Gründen war es den Mächten lieber Frankreich als solches zu erhalten und nicht zu demütigen als 32:48 Kriegsverlierer, weil man auf der einen Seite Angst davor hatte, dass es sonst, wenn es zu viele Repressionen gegen Frankreich gegeben 32:56 hätte, wieder zu einem Aufstand, zu einer Revolution aus diesem Land hätte kommen können. Auf der anderen Seite, weil man das eben als Gegengewicht 33:03 gebraucht hat gegen Preußen z.B. Erzherzog Johann, der jüngere Bruder von unserem Kaiser Franz, wird das wunderbar beschreiben. Es ist ein jämmerlicher 33:14 Handel der mit Ländern und Menschen. Napoleon haben wir und seinem System geflucht und mit Recht, er hat die Menschen herabgewürdigt und eben jene 33:23 Fürsten, die dagegen kämpften, treten in seine Fußstapfen. Also kämpfte man bloß gegen seine Person und nicht gegen sein System. Russland 33:32 drängt nach Westen. Darf das sein? Preußen strebt nicht dagegen. lässt sich befriedigen mit Sachsen und tritt in die alte habsüchtige Politik, noch nicht 33:42 belehrt durch die schweren Lektionen, die es erst überstanden, fähig um seinen Raub zu halten, wenn es sein sollte, mit Russland gemeinsame Sachen gegen die 33:51 anderen zu machen und gegen das Österreich, welches redlich immer die Teilung vorgeschlagen, dem es nur ein Jahr gekostet hätte, um mit Russland und 34:00 Napoleon vereint Preußen aus der Zahl der Reiche zu löschen. Preußen verblendet blickt nicht in die Zukunft und wird es bitter bereuen. Russland 34:09 würde ihm nichts danken. Preußen will Deutschland bis seinen rein und Mein besitzen. Es ist der Staat, der die Nation trennt. Nicht entwurzelt ist der 34:18 Gedanke worden, Deutschland zu besitzen. Dahin strebt es. Fest halte Österreich, England, Frankreich. Dazu schließen sich alle deutschen Fürsten und Holland und 34:29 zeigen die Zähne den anderen und keiner wird es wagen, einen unpopulären Krieg zu beginnen bei dem erschöpfenden Zustand ihrer Länder. In Russland könnte 34:38 es den Kaiser das Leben kosten. In Preußen möchten die Stände erstehen und den König fragen, warum und ihn in seiner Allmacht beschränken. Jetzt oder 34:48 nie. Es gilt das nächste Jahrhundert, unsere und unser Nachkommen Ruhe, darum Festigkeit, wenn man Sieger bleiben will. Wie verhandelte man nun also bei 34:59 den Gebietsgewinnen Polen und Sachsen? Abate Giuseppe Carpani stand in Diensten der österreichischen Geheimpolizei und er wird folgendes 35:10 zusammenfassen. Was herumzählt wird, macht keinen guten Eindruck. Russland beginnt zu schmollen. Es will Polen. Europa kann es nicht 35:20 zugestehen. Frankreich sieht missvergnügt die Vereinigung der belgischen Niederlande mit Holland und Taleron arbeitet daran, dieses 35:28 Zugeständnis an England rückgängig zu machen. Dänemark verlangt eine Entschädigung für Norwegen. Preußen will Sachsen. Kesselray hat eine Note 35:37 vorgelegt, in der er zu verstehen gibt, England könne nicht zulassen, dass ganz Polen russisch werde und bleibe. Der Papst wird niemals wegen der Legationen 35:46 nachgeben. Spanien lässt wegen des Königreichs Etrurien oder eines Äquivalents und wegen der Rückkenne Apels an das Haus Bourbon nicht locker. 35:55 Kampokiaro hingegen lässt eine Note zirkulieren, in der er nachweist, Murat sei ein ebenso legitimer König von Neapel als alle anderen Souveräne, die 36:04 ihn anerkannt haben und dass es im Interesse aller sei, ihn zu erhalten. Die Dinge sind verworren, nichts geht vom Fleck und trotz allem, was man 36:12 getan, gesagt und versprochen hat, ist der Krieg nicht so unmöglich. Also, man hatte tatsächlich Angst, dass wieder ein Krieg ausbrechen könnte, weil sich die 36:23 verschiedenen Parteien nicht einigen konnten. Zuerst zumindest noch nicht. Ja, das mit dem polnischen Königreich haben wir ja schon gehört. Das war der 36:32 Plan vom Zar Alexander dem. gewesen, denn der hatte eben diesen Plan auf dem Herzogtum äh auf dem Gebiet des Herzogtums Warschau so ein polnisches 36:41 Königreich unter russischer Herrschaft zu errichten. Und das ist ganz am Anfang vom Kongress schon diskutiert worden. Und darüber ist es dann zwischen metich 36:51 und dem russischen Zaren zu solchen Ausschreitungen gekommen, dass der französische Diplomat Taleron, der französische Abgesandte beschreibt am 37:02 Morgen des Tages, es war noch im Oktober, an dem Kaiser Alexander nach Ungarn abreiste, also der ist auch direkt mal eine Zeitlang weggefahren vom 37:11 Kongress, hatte er mit Metter nicht eine Unterredung, bei der er, wie als ganz gewiss erzählt wird diesen Minister in einer so hochfahrenden Weise behandelt, 37:21 sich so starke Ausdrücke gegen ihm bedient hat, dass es selbst einem seiner bedienten gegenüber unerhört gewesen wäre. 37:28 Als Meta nicht von dieser Unterredung kam, befand er sich in einer solchen Verfassung, wie er von den ihm nahehenden noch nie gesehen wurde. Er, 37:37 der wenige Tage vorher erst zum Grafen Schulenbuch gesagt hatte, dass er sich hinter die Zeit verschanze und die Geduld zu seiner Waffe mache, könnte 37:46 diese letztere sehr leicht verlieren, wenn sie oft auf eine ähnliche Probe gestellt würde. Übrigens, wenn ihr mehr zu dieser spannenden Figur des Clemens 37:55 Metet, dann klickt auch gerne da oben auf das I oder schaut unten in die Beschreibung, da habe ich ein Video zu ihm verlinkt, 38:04 dass ich einmal schon gemacht habe und das zeigt sehr ausführlich die Entwicklung seiner Persönlichkeit. Jedenfalls wir sprechen hier jetzt eben 38:12 auch von der polnischsechsischen Frage, denn der König von Sachsen war in Personalunion auch der König von Warschau und deswegen, das gehörte 38:23 damals so quasi zusammen und damit war er ja das der Staatsoberhaupt dieses Gebietes, auf was es der Zar abgesehen hatte. Jetzt war allerdings äh der 38:31 sächsische König Friedrich August. ihn haftiert zu diesem Zeitpunkt, weil er ja eben mit Napoleon paktiert hatte und deswegen wusste man jetzt zu der Zeit 38:41 noch nicht, ob Sachsen überhaupt weiter fortbestehen könne. Und während es jetzt also der russische Tar auf Polen abgesehen hatte, hatte es ja wie gesagt 38:49 der preußische König auf Sachsen abgesehen. Der wollte sich dieses nahestehende Gebiet einverleiben. Und da gibt's auch eine nette Anekdote vom 39:00 Wiener Kongress, also bzw. von einem Essen das stattgefunden hat. Und zwar wird dort geschrieben: "Als zum Supé gegangen wurde, gab der russische 39:12 Kaiser der Bargration den Arm. Der König von Preußen blieb stehen auf Julie Zichi wartend. Julie Zichi wollte sich nicht führen lassen, wollte allen Damen, die 39:24 vor ihr den Rang haben, den Rang aber nicht nehmen. Niemand ging vorwärts. Er stockte sich und war eine ganze Konfusion. Die Leute lachten entsetzlich 39:32 über den König von Pußen, denn in die Gilitsichi verliebt ist, wie ein junger Mann von 20 Jahren es sein könnte. Graf Rasumowski sagte: "Nach Sachsen liebt er 39:43 Julie Zichi am meisten." Wie ging es jetzt aber mit dieser polnischsechsischen Frage weiter bzw. wie ist man zu einem Abschluss gekommen? 39:51 Am 3. Januar 1815 ist es zu einem Geheimabkommen zwischen Großbritannien, Österreich und Frankreich gekommen, dem dann auch die 40:01 Niederlande Bayern und Hannover beigetreten sind. Und damit hat man eben diese Hoffnungen von Friedrich zerschlagen Sachsen zu annektieren 40:11 und das wird dann folgendermaßen von diesem Karpani berichtet. Obgleich die Allgemeinheit mit diesem Fortschritt zufrieden ist, mißfällt das 40:21 Abkommen wegen Sachsen dennoch aller Welt, den Österreichern, da sie gegen Norden keine Grenze mehr haben und weil der König von Sachsen ein preußischer 40:30 Stadthalter wird. Von allen Seiten wird Mter nicht in Wien getadelt. Die Preußen wiederum finden, dass ihr Anteil allzu verkürzt ist und der König von Sachsen 40:40 jammert, dass das Abkommen seine Rechte in keiner Weise berücksichtigt. Also, man hat zu einer Kompromisslösung gefunden, aber so wirklich zufrieden war 40:49 niemand damit. Jetzt sind wir ja allerdings schon im Jahr 1815 und der Kongress wird nun unterbrochen doch eine Schreckensnachricht. Napoleon Bonaparte 41:00 hatte sein Exil auf Elber verlassen und war zurückgekehrt nach Mitteleuropa. Und Metter nicht, der wird in seinen Memoen später dann diesen Tag, als er das 41:09 erfahren hat, folgendermaßen beschreiben. Eine Konferenz zwischen den Bevollmächtigten der fünf Mächte hatte sich in meiner Wohnung in der Nacht vom 41:17 6. auf dem 7. März bis nach 3 Uhr früh erstreckt. Da die Kabinette zu Wien vereint waren, so hatte ich meinem Kammerdiener den Befehl erteilt, wenn 41:27 kuriere spät nachts ankämen, mich nicht im Schlafe zu stören. Ungeachtet dieses Befehls brachte mir derselbe gegen 6 Uhr früh eine als dringend bezeichnete 41:36 Depäche. Als ich auf dem Couver die Worte vom KK Generalkonsulate in Genua las und kaum zwei Stunden zu Bette lag, legte ich die Depäche uneröffnet auf den 41:47 nebenstehenden Nachttisch und überließ mich wieder der Ruhe. Einmal gestört wollte der Schlaf sich nicht mehr einfinden. Gegenb Uhr morgens 41:56 entschloss ich mich, die Schrift zu erbrechen. Sie enthielt in sechs Zeilen die Anzeige: "Der englische Kommissär Campel sei soeben in dem Hafen 42:04 erschienen, um sich zu erkundigen, ob sich Napoleon zu Genua nicht habe erblicken lassen. Denn von der Insel Elba sei er verschwunden, worauf infolge 42:12 der verneinenden Antwort die englische Fregatte ungesäumt wieder in See gestochen sei. In wenigen Minuten war ich angekleidet und vor 8 Uhr bereits 42:21 beim Kaiser. Dasselbe las den Bericht und sprach ruhig und gefasst, wie er dies in allen großen Gelegenheiten war, die folgenden Worte zu mir: "Napoleon 42:31 scheint den Abenteurer spielen zu wollen, das ist seine Sache. Die unsere ist die Ruhe, welche er jahrelang störte, der Welt zu sichern. Gehen Sie 42:40 ohne Verzug zu dem Kaiser von Russland und dem König von Preußen und sagen Sie ihnen, dass ich bereit bin, meine Armee als bald den Rückmarsch nach Frankreich 42:48 zu befehlen. Ich zweifle nicht, dass die beiden Monachen mit mir einverstanden sein werden. Ja, und das ist ja diese Episode von der hundertägigen Herrschaft 42:58 des Napoleon, also Herrschaft der 100 Tage nennen wir das ja. Und schlussendlich wurde er dann, das ist ja bekannt, in der Schlacht bei Waterlou 43:06 besiegt und ins Exil zurückgeschickt bzw. dann nach St Helena, wo er ja schlussendlich verstarb. Und was sind jetzt aber die Ergebnisse des Wiener 43:15 Kongresses gewesen? Die Schlussakte des Wiener Kongresses wurde nämlich 9 Tage vor der Schlacht bei Waterloo noch unterzeichnet und zwar von den acht 43:24 Hauptmächten Österreich, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Preußen, Oland und Schweden. Häußen erhielt nun wie gesagt nicht ganz 43:33 Sachsen, sondern nur den größten Teil kann man eigentlich schon sagen und es erzielte im rohstoffreichen Westen erhebliche Gebietszuwachse, aber musste 43:42 endgültig auf die schon 1807 verlorenen Erwerbungen aus der dritten und zum Teil auch aus der zweiten Teilung Polens verzichten. hat allerdings die Zuteilung 43:52 der Rheinlande und Westfalens bekommen und das war jetzt für Frankreich ein Problem, weil die wollten ja jetzt Preußen eben nicht direkt an der Grenze 44:00 haben und Frankreich ist davon ausgegangen, dass sich Preußen sowieso nicht lange hier in den Rheinlanden halten könnte und dadurch würde sich 44:09 aber wiederum für Frankreich die Chance eröffnen, ihre eigene Ostgrenze vorzuschieben am Rhein. Und dahingegen war der Plan 44:18 aber für Großbritannien, dass man Frankreich mit den preußischen Expansionsbestrebungen einen Riegel vorschieben könnte. Also so quasi 44:26 Preußen und Frankreich, die kämpfen da gegeneinander und sichern somit die Stabilität in Europa, weil die beiden können sich dann gegenseitig quasi 44:35 kontrollieren. Also ist auch wieder interessant zu sehen, wer da welches Interesse hatte, dass es zu einem solchen Schluss gekommen ist. Bayern 44:43 musste die während der Zeit der napoleonischen Kriege erhaltenen Gebiete Tirol, Salzburg und Vorlberg an Österreich zurückgeben. Erhielt aber 44:51 dafür Würzburg und die linksreinische Pfalz, die mit den Teilen der alten Kurpfalt verbunden wurde und erschaffenbog. Österreich erhielt das 45:03 von Napoleon abgezwackte Ülyrien zurück und ein neugegründetes Königreich, nämlich Lombardo Venezien, also in der Lombardei und Venedig. Und zu dem Thema 45:16 der erste König von diesem Königreich war nämlich der Sohn vom österreichischen Kaiser Franz, der spätere Kaiser Ferdinand. Und über den 45:24 habe ich auch schon mal ein eigenes Video gemacht. Das könnt ihr da oben, wie gesagt, auf dem I oder unten in der Beschreibung gerne nachschauen. Außerdem 45:32 wurde beschlossen, dass die Toscana schon im Besitz der Habsburger seit Maria Theresia und Franz Stefan von Lotringen ebenfalls an diesen Ferdinand 45:41 gehen sollte und das Herzogtum Parma an Napoleons zweite Ehefrau, der Habsburgerin und Tochter von Kaiser Franz Marie Louise. 45:52 Und da und über die haben wir auch schon mal ein Video gemacht, werde ich wieder verlinken. Oben unten könnt sie euch sehr sehr gerne anschauen. Das ist eine 46:00 Podcast Folge von Anna und mir gewesen über die zwei Ehefrauen vom Napoleon. Salzburg und das Innviertel kamen jetzt dauerhaft zu Österreich dazu und das ist 46:11 ja immer so die spannende Frage gewesen. Mozart, der ja in Salzburg geboren war, der lebte eben noch in einer Zeit, in der Salzburg ja gar nicht zu Österreich 46:21 zugehört hat, sondern ein selbständig verwaltetes Erzbistum gewesen ist. Und deswegen ist immer die Diskussion, ist Mozart dann überhaupt ein Österreicher 46:30 gewesen oder nicht? Na ja, also auf dem heutigen Territorium natürlich schon. Damals könnte man sagen, er ist ein gebürtiger Salzburger gewesen. Fertig. 46:41 Aber diese Diskussion ist sowieso irrig, weil Beehofen und Göhe, die leben ja auch in einer Zeit, z.B. und da kann ich von vielen Musikern oder Literaten 46:51 sprechen, die gebürtige Deutsche im heutigen Sinn sind, aber nicht aus Deutschland gekommen sind, weil es damals noch kein Deutschland gegeben 47:00 hat. Also über was diskutieren wir hier bitte? Aber gut, das ist auf jeden Fall der Punkt. Salzburg kommt jetzt fix zu Österreich. Was Österreich aber 47:09 schlussendlich verloren hat, waren diese langumkämpften Gebiete der österreichischen Niederlande, aus denen später Belgien und Luxemburg 47:19 hervorgehen werden und jetzt aber zuerst an das Haus Uranien Nassau gehen werden. Und was Österreich noch bekommen hat, war die Führungsmacht im deutschen Bund. 47:29 Den sehen wir uns gleich an. Zuerst aber noch zu den Territorien, denn es wurden ja noch mehrere Staaten wieder souverän neu errichtet. Also, da haben wir einmal 47:39 in Personalunion mit dem Vereinigten Königreich das ehemalige Kurfürstentum Braunschweig Lüneburg, das nun zum Königreich Hannover erhoben wurde. 47:50 Braunschweig, Oldenburg, Hessenkassel, Hessenhburg und die Freien Städte Lübeck, Frankfurt, Bremen und Hamburg. Ja, und warum ehemaliges Kurfürstentum, 47:59 nachdem jetzt im Zuge der napoleonischen Kriege das Heilige römische Reich aufgelöst worden ist, waren nun eben diese ganzen Kurfürstentümer 48:08 unnötig geworden, weil das waren ja diejenigen, die Kurfürsten, die eigentlich den König und damit auch den Kaiser vom Heiligen Römischen Reich 48:15 gewählt haben. Und insgesamt kann man jetzt also sagen, dass auf Kosten von kleineren Gebieten und kleineren Staaten, die vorher existiert haben im 48:24 Mitteleuropa, die Großen gewachsen sind. Also insgesamt haben wir weniger Staaten als vor der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen. Zur Schweiz 48:36 gibt's auch noch spannendes zu sagen. Vor allem möchte ich jetzt eben hier erwähnen, dass endlich die immer währende bewaffnete Neutralität der 48:45 Schweiz auf diesem Wienerkongress anerkannt wurde. Denn eigentlich schon seit dem westfelischen Frieden Ende des 30-jährigen Krieges 1648 48:55 wurde die Schweiz ja eigentlich als unabhängiges Land vom Heiligen Römischen Reich anerkannt und war zu immer während der Neutralität verpflichtet worden 49:04 damals. Aber das war halt anscheinend immer noch nicht so fix von allen anerkannt worden. Und das passiert jetzt eben hier beim Wiener Kongress. 49:15 gab's ja auch ein Zwischenspiel mit Napoleon, denn als der gekommen ist, wurde äh die sogenannte helvetische Republik eröffnet, wurde die helvetische 49:25 Republik gegründet. So und was haben wir jetzt noch für andere Staaten? Also mal Frankreich. Frankreich musste seine zwischen 1795 und 1810 durchgeführten 49:36 Annexionen und Eroberungen rückgängig machen und wurde dafür aber eben als Großmacht in Europa anerkannt. Zar Alexander I. musste sich nun mit der 49:46 vierten Teilung Polens abfinden und das sogenannte Kongresspolen, das jetzt dadurch entstanden ist, wurde ihm in größter Teil als Personal oder in 49:55 Personalunion zugesprochen. Also hat nicht ganz das bekommen, was er wollte, aber es ging schon so in die Richtung. Außerdem wurden dann für Russland die 50:04 territorialen Gewinne in Finnland anerkannt und Dänemark musste wegen seiner Unterstützung Napoleons Norwegen abgeben 50:14 an Schweden. In Spanien, Portugal und Neapel wurden die alten Dynastien wiederhergestellt, die von Napoleon abgesetzt wurden und 50:24 fast nur von seinen Anhängern und auch Verwandten ersetzt worden sind. Und auch der Kirchenstaat wurde restauriert und bekam einen Großteil seiner Gebiete 50:33 zurück. Sardinien erhielt Savoen, Piemont und Nizza zurück und erwarb zusätzlich Genua für sich. Da ist auch spannend, Italien ist ja auch so ein 50:43 Splitterstaat gewesen, ein Staat, den es so noch nicht gegeben hat, ähnlich wie Deutschland, also bestand aus sehr vielen kleineren Regionen und hat sich 50:53 ja erst später geeint. Und Metter nicht hätte da jetzt aber schon den Plan gehabt, auch einen italienischen Bund zu gründen. Und da 51:03 wollte er natürlich den Vorsitz Österreichs haben, weil wir haben ja auch schon gehört, die Habsburger besaßen auch in Italien viele Gebiete zu 51:09 der Zeit. Aber mit dem Plan konnte sich Metterich nicht durchsetzen, mit einem deutschen Bund allerdings schon. Die Frage war, was passiert jetzt im 51:19 Mitteleuropa mit den Nachfolgerstaaten, die zum Heiligen römischen Reich ja vorher dazu gehört haben? Diese vielen kleinen Staaten, die zu diesem Reich 51:30 gehört haben, waren ja theoretisch gesehen relativ souverän, hatten alle ihre eigenen Fürsten und Herrscher, aber an der Spitze des Ganzen stand dann doch 51:41 ein Kaiser, der alles gemeinsam organisiert hat. Und jetzt war die Frage, was machen wir jetzt mit diesen 41 deutschen Staaten und freien Städten? 51:51 Wir brauchen wieder ein organisatorisches Konstrukt. Und jetzt hat man eben diesen deutschen Bund gegründet und das war 51:59 jetzt eben so ein loser Bund von deutschen souveränen Staaten, mit allerdings der Führungsmacht Österreich. Also da konnte sich Metter nicht wieder 52:09 durchsetzen und den Habsburger in eine Spezialstellung einräumen. Und das Ganze sollte auch einen defensiven Charakter haben und der äußeren und inneren 52:19 Sicherheit Deutschlands dienen. Und da wird der französische Abgeordnete Taleron an den nun amtierenden König Ludwig den X. schreiben die 52:31 Germanomanen, deutsche Einheit, das ist ihr Schrei, ihre Doktrin, ihre Religion, die sie mit wahrem Fanatismo bekennen. Wer kann die 52:42 Folgen berechnen, wenn eine Masse wie die Deutsche zu einem einzigen ganzen gemischt aggressiv würde? Wer kann sagen, wo eine solche Bewegung halt 52:51 machen würde? Finde ich auch sehr spannend. Also, wir sind ja im 19. im Jahrhundert angekommen. Wir sind in der Zeit der 52:58 Nationalitätenbestrebungen, wo man sich auch nach der eigenen Identität fragt, ist eine Identität an Sprache gekoppelt, wie jetzt eben hier 53:07 die deutsche Sprache. Später wird es dann z.B. auch in Italien Thema werden, habe ich schon gesagt. Also, wenn sich Italien dann einigen wird mit denjenigen 53:16 Ländern, die Italienisch sprechen etc. Also, das ist ja etwas, wo wir heute noch eine Identifikation draus ziehen. Hier von ähm Taleron jetzt allerdings 53:27 negativ und gefährlich gesehen, weil man ja noch nicht wusste, wo das hinführen wird. Am 8. Juni 1815, also einen Tag vor der Unterzeichnung 53:37 der Kongressakte, wurde die deutsche Bundesakte unterzeichnet, also für diesen deutschen Bund. Und das war eine Verfassung, das 53:47 erste Grundgesetz, das wir eigentlich in Deutschland haben. Und das ist nun beschlossen worden eben für 35 Fürstentümer und vier freien Städten 53:56 unter der Führung Österreichs. Insgesamt wurde in dieser Wiener Kongressakte jetzt auch noch festgehalten, dass es eine Pentachie in Europa gehen sollte 54:05 geben sollte, also fünf Großmächte und da haben wir eben Großbritannien, Preußen, Frankreich, Russland und Österreich. 54:13 Außerdem jetzt eben sehr großer Punkt, den ich am Anfang schon angesprochen habe, man hat über die Abschaffung der Sklaverei in Europa bestimmt. Und zwar 54:22 fand dies Ausdruck in Artikel 118 der Kongressakte Zitat, da steht drinnen: "Die Deklaration der Mächte über die 54:32 Abschaffung des Negerhandels vom 8. Februar 1815. Dänemark hatte den Sklavenhandel bereits 1792 abgesetzt oder geächtet. und 54:42 Großbritannien 1807. Europa zieht jetzt hier eben nach mit dieser Wiener Kongressakte, aber es dauerte dann noch an die 150 Jahre, bis dann auch die 54:53 letzten Länder auf der Welt äh auf die Sklavenhandlung verzichtet haben. USA war z.B. 1865, Brasilien 1888 und erst 1972 55:05 der Oman. Zu dem Thema Sklaverei und Brasilien werde ich dann in einem eigenen Video noch drauf eingehen, das im August hochgeladen wird und zwar zur 55:15 Leopoldine, auch eine Tochter von unserem Kaiser Franz, die nach Brasilien hinüber heiratet und dort Kaiserin wird. Da schauen wir uns dann dieses Thema 55:24 noch ein bisschen an. Gut, weitere interessante Lösungen des Wiener Kongresses betrafen die freie Binnenschifffahrt. 55:33 Es gab dann bis 1831 eine Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, weil man ist ja da doch durch sehr viele verschiedene 55:40 Länder durchgekommen und da sollte es dann keine Zölle mehr geben. Die Schiffe sollten einfach frei fahren können. Finde ich auch spannend. Es wurde hier 55:50 erstmals über das Urheberrecht diskutiert, sowohl im musikalischen Bereich als auch im literarischen Bereich. Und zwar haben da die 55:58 Buchhändler folgende Forderung eingebracht. Die deutschen Buchhändler und Schriftsteller treten mit Zuversicht vor den Aeropark, um ein in ganz 56:07 Deutschland gültiges Gesetz gegen den Büchern Nachdruck zu erbitten, der schon so lange dem Gelehrten die Früchte seines Fleißes verkümmert, der ihm den 56:16 Mut raubt, da zu sehen, wo lauernde Fremdlinge ernten, der ihn oft durch Sorgen von einer Geistesarbeit abzieht, die seiner Witwe, seinen Weisen keine 56:27 Ersparnis liefern wird, der des redlichen Buchhändlers wohlerworbenes Eigentum fräwlich antastet, der ihn von jeder wichtigen Unternehmung 56:36 zurückscheucht und dadurch mittelbar die Künste und Wissenschaften unterdrückt. Soll es etwa erlaubt sein, dass ein Bürger eines deutschen Staates das von 56:45 dem Bürger eines anderen deutschen Staates rechtmäßig erworbene Eigentum sich zueigne? Und da geht's eben darum, dass es vorher kein Gesetz darüber 56:54 gegeben hat, wenn ich jetzt ein Buch kaufe, dass ich selber das dann einfach nachdrucke und verkaufe. Und dagegen ist man hier jetzt vorgegangen. Trotzdem 57:02 wird es aber noch lange dauern, bis sich dieses Urheberrecht dann wirklich durchsetzt und beschlossen wird. Denn Artikel 18 57:11 der Kongressakte steht drinnen, dass sich die Bundesversammlung mit der Abfassung gleichförmiger Verfügungen über die Pressefreiheit und die 57:20 Sicherstellung der Schriftsteller und Verleger gegen den Nachdruck beschäftigen müsse. Also steht nicht wann, steht nicht wie konkret. Also, man 57:29 soll sich einfach irgendwann einmal damit dann beschäftigen und deswegen hat das noch lange gedauert, bis es zu einem einheitlichen Verbot des 57:35 Büchernnachdrucks gekommen ist und Pressefreiheit sowieso. Das ist dann gleich durch die Karls Bader Beschlüsse überhaupt wieder abgeschafft worden. 57:42 Also wir sind da ja dann in der Zeit, wo Meter nicht noch ziemlich Druck ausüben wird, also auch auf andere Staatssouveräne, 57:49 weil man Angst hat wieder vor Revolution, wieder vor Unruhen aus dem eigenen Volk und deswegen will man die Meinungs- und Pressefreiheit 57:55 einschränkchen. Und auf dieses Thema sind Anna und ich ja auch schon mal in einer Podcast Folge eingegangen, wie das mit der Musik war und zwar in unserer 58:03 Podcast Folge über die Streusinnen, die Frauen im Haushalte von Johann Strauß und da könnt sie gerne mal nachschauen. werde ich euch auch wieder verlinken. 58:13 Ich glaube, ich habe da sogar in die Beschreibung einen ein Kapitel gemacht, wo es um das Urheberrecht geht. Ja, und daran sehen wir, dass ich viel getan hat 58:22 während dem Wiener Kongress. Man hat sicher viel getanzt, man war viel auf Bällen. Es hat Feste gegeben im Prater, im Augarten. Feuerwerk ist abgefeuert 58:32 worden, militärische Paraden, Faschingsbälle, viel Geld ist ausgegeben worden, aber man ist dann doch zu einigen Punkten gekommen am Ende des 58:40 Kongresses. Und so haben wir auch eine schöne Konklusion des Kongresses nach der Unterzeichnung der Kongressakte. Im ganzen heißt es, ist in diesen acht 58:52 Kongressmonaten unendlich viel geschehen und nie hat ein Kongress höhere, bedeutendere Resultate ergeben. Dieser Kongress wird auf mehrere Jahrhunderte 59:02 die Regierung des Kaisers Franz verherrlichen. Die Mehrheit im Publikum sagt nun auch, der Minister für auswärtige Angelegenheiten hat Ehre von 59:11 seinem Werk, von der Erfindung und Ausführung der Idee des Kongresses zu Wien und der damit verbundenen Zusammenkunft der Souveräne. Die 59:19 Schlussakte des Wiener Kongresses umfasste insgesamt 121 Artikel und wurde am 9. Juni 1815 von den Signatarmächten Österreich, 59:30 Russland, Preußen, Großbritannien, Frankreich, Portugal und Schweden unterzeichnet. Spanien hat erst zwei Jahre später unterschrieben, weil es 59:39 zuerst nicht zufrieden war mit den Ergebnissen des Kongresses, weil die eigenen Ansprüche nicht erfüllt worden sind. Aber schlussendlich, wie gesagt, 59:48 hat auch Spanien unterzeichnet. Und jetzt gab es aber noch eine weitere Folge, die aus diesem Wiener Kongress und dem sich Zusammensprechen der 59:58 europäischen Monachen entstanden ist und zwar die sogenannte heilige Allianz. Die war jetzt zwar kein offizieller Teil der Kongressakte, also wurde nicht innerhalb 1:00:08 des Kongresses beschlossen, aber es geht ja doch direkt daraus hervor und steht inhaltlich sehr in Verbindung zu dem, was am Kongress passiert ist und 1:00:17 diskutiert wurde. Und zwar geht's jetzt darum, dass sich Preußen, das Zarenreich Russland und auch das Kaisertum Österreich zusammenschließen, verbünden 1:00:29 eine heilige Allianz im Sinne der Verteidigung der christlichen Werte Europas bilden und sich gegenseitig unterstützen, sollte es jemals wieder im 1:00:40 jeweils anderen Land zum Ausbruch einer Revolution kommen, die ja dann wieder Europa gefährden würde, so wie es durch die französische Revolution passiert ist 1:00:51 und das wird Auswirkungen haben auf die weitere Geschichte Europas und vor allem auch in Österreich bald schon eine große Rolle spielen, nämlich 1848 1:01:01 beim Ausbruch der Revolution. Übrigens sind dieser heiligen Allianz dann mit Ausnahme von Großbritannien und dem Kirchenstaat fast alle europäischen 1:01:10 Staaten dann später beigetreten. Und ich möchte euch gerne die Worte dieses Bündnisses vorlesen, weil es klingt ganz wunderbar jetzt. kommt die Müllab vor 1:01:18 hier vor meinem Haus genau jetzt bei der heiligen Allianz. Ich hoffe, es stört euch nicht. Ich hoffe, man hört es nicht zu laut. 1:01:24 Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit. Ihre Majestäten, der Kaiser von Österreich, der König von Preußen und 1:01:32 der Zar von Russland haben infolge der großen Ereignisse, die Europa in den letzten drei Jahren erfüllt haben und besonders der Wohltaten, die die 1:01:41 göttliche Vorsehung über die Staaten ausgegossen hat, deren Regierungen ihr Vertrauen und ihre Hoffnungen auf sie allein gesetzt haben, die innere 1:01:50 Überzeugung gewonnen, dass es notwendig ist, ihre gegenseitigen Beziehungen auf die erhabenen Wahrheiten zu begründen, die die unvergängliche Religion des 1:01:59 göttlichen Erlösers lehrt. Sie erklären daher feierlich, dass die gegenwärtige Vereinbarung lediglich den Zweck hat, vor aller Welt ihren unerschütterlichen 1:02:09 Entschluss zu bekunden als die Richtschnur ihres Verhaltens in der inneren Verwaltung ihrer Staaten, sowohl als durch in den politischen Beziehungen 1:02:17 zu jeder anderen Regierung alleine die Gebote der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens, die weit entfernt nur auf das Privatleben anwendbar zu sein, erst 1:02:29 recht die Entschließung der Fürsten direkt beeinflussen und alle ihre Schritte lenken sollen, damit sie so den menschlichen Einrichtungen Dauer 1:02:37 verleihen und ihren Unvollkommenheiten abhelfen. So und was können wir jetzt schlussendlich über den Wiener Kongress 1:02:46 sagen final? Die Ziele des Kongresses waren auf jeden Fall erreicht. Also, man hat Europa restauriert, also mehr oder weniger den 1:02:56 Zustand vor den französischen Revolutionskriegen und Napoleon wiederhergestellt. Man hat die fünf Großmächte in Europa 1:03:04 wieder gestärkt und deren Souveräne, also die Monarchie vor allem wieder gefestigt und dadurch hat man aber auch alle, ja, ich würde mal das so nennen, 1:03:15 basisdemokratischen Elemente unterdrückt. Also, man hat wieder revolutionäre Tendenzen eingeschränkt, dann durch die Karls Bader Beschlüsse 1:03:24 eben Presse und Meinungsfreiheit und konnte aber trotzdem den Ausbruch weiterer Revolutionen nur kurzzeitig verhindern oder aufschieben und das 1:03:37 Zusammenbrechen dementsprechend von Monarchien, denn im Endeffekt ist das dann ja passiert. Also, es wird dann so eine interessante 1:03:46 Ereignisabfolge geben. Zuerst einmal kommt es nämlich zur Unabhängigkeit von Griechenland. Also, die erheben sich gegen das Osmanische Reich, machen sich 1:03:54 unabhängig und diesem Beispiel folgen ganz viele Länder dann im Süden und das Osmanische Reich bricht langsam langsam auseinander. Dann wird Belgien seine 1:04:04 Unabhängigkeit von den Niederlanden proklamieren und als eigener Staat entstehen. Auch in Polen wird's im Jahr 1830 zu einem Aufstand kommen. In 1:04:13 Frankreich imselben Jahr zur Juli Revolution, wodurch dann Ludwig der 18. abgesetzt und der Bürgerkönig Louis Philiip ausgerufen wird. Schlussendlich 1:04:22 wird das deutsche Kaiserreich entstehen und das Königreich Italien ja auch. Das sind die Mächte, die dann im ersten Weltkrieg eine große Rolle spielen 1:04:31 werden, aber nach dem ersten Weltkrieg zerbrechen. Da zerbricht das Osmanische Reich, das Kaiserreich Russland, das deutsche Kaiserreich, das Kaisertum 1:04:42 Österreich und das Königreich Italien. Also ich finde diese Geschichte ist super interessant. Man versucht etwas zu verhindern. Man 1:04:51 versucht andere Länder zu regulieren, einzuschränkchen, dass die selber nicht mächtiger werden als man selbst. Natürlich versucht man die eigene Macht 1:04:59 aufrecht zu erhalten, aber kann den Lauf der Geschichte schlussendlich doch nicht beeinflussen. Was haltet ihr von dieser Geschichte? 1:05:09 Glaubt ihr, den Wiener Kongress hätte es überhaupt nicht gebraucht oder war wichtig in der damaligen Zeit zur Stabilisation von Europa? Ich möchte 1:05:20 euch auf jeden Fall zum Abschluss eine Beurteilung des Wiener Kongresses in den 30er Jahren, also in den 1930er Jahren, von einem italienischen Historiker 1:05:30 vorlesen und zwar Gulielmo Ferrero. Wir haben die Pflicht anzuerkennen, dass der Wiener Kongress ein großer Erfolg gewesen ist. Die Lösungen, die er den 1:05:42 großen Problemen gegeben hat, welche die Revolution aufwarf, sind nicht durchwegs gut gewesen. Manche Lösungen waren mittelmäßig und sie haben neue Probleme 1:05:51 aufgeworfen, das Italienische und das Deutsche z.B., die nicht aufgehört haben und noch lange nicht aufhören werden, die Welt zu quälen. Doch er hat Europa 1:06:01 von der großen Furcht befreit und das ist sein glänzender unsterblicher Erfolg. Von 1815 bis verläuft das Jahrhundert, darin Europa 1:06:12 weniger unter der Fucht gelitten hat, die das Menschengeschlecht zittern und Fieberträumen verfallen lässt. Das Jahrhundert, darin Europa das höchste 1:06:22 Vertrauen zu der Gegenwart und zu der Zukunft besaß. Das ist das Wesentliche jeder wahren Zivilisation. Ja, und damit darf ich jetzt dieses Video beenden. Ich 1:06:34 hoffe, es hat euch gefallen. Wenn ja, dann würde ich mich freuen, wenn ihr mir ein Like und ein Abo und einen Kommentar mit mindestens sieben Wörtern 1:06:43 hinterlasst, um den Algorithmus zu pushen. Wir lieben doch den Algorithmus, der dann Videos höher rankt und besser anzeigt. Und als Videoempfehlungen habe 1:06:53 ich jetzt für euch hier oben das Video zu Metterich, da drüben das Video zu Kaiser Franz und den Koalitionskriegen gegen das Revolutionäre Frankreich und 1:07:05 Napoleon. Hier unten werde ich jetzt einmal das Video zur oder die ganze Habsburger Playlist verlinken, falls euch die interessiert sonst, die es ist 1:07:15 immer jetzt auch unten in der Beschreibung zu finden und da drüben findet ihr wie immer das neueste Video. Danke fürs Zuschauen. Ich wünsche euch 1:07:22 noch ganz einen schönen Tag.