Artbegriffe in der Biologie [biologischer und morphologischer Artbegriff] - [Evolution, Oberstufe] TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=QGnLh4_T1wI Transkript (automatisch erstellt) 0:05 in diesem video geht es um den vor allem im themengebiet der evolution häufig verwendeten art begriff und dessen 0:11 definition gar nicht so einfach weil sich aber im laufe der evolution verändern können zudem haben biologen 0:17 unterschiedliche vorstellungen davon was eine art überhaupt riss und richten bei der definition ihr augenmerk auf 0:22 verschiedene eigenschaften der arten wie gleich noch deutlich wird es lassen sich eine vielzahl unterschiedlicher art 0:28 begriffe bzw art konzepte unterscheiden wovon in der schule vor allem der morphologische der biologische und der 0:34 populationsgenetik begriff relevant sind morphologisch bedeutet das äußere erscheinungsbild betreffen 0:41 folglich besteht eine art nach dem ökologischen art begriff aus individuen die wesentliche körpermerkmale 0:46 miteinander und mit ihren nachkommen gemeinsam haben umgekehrt gehören individuen die sich 0:52 nicht ähnlich sehen verschiedenen arten an vielleicht habt ihr ja schon mal von dem 0:55 biologen carl von linné gehört der ein system entwickelte durch das arten heute benannt werden und im laufe seines 1:02 lebens tausende von arten beschrieb bei der klassifikation der arten nutzte er das motto logische art konzept eine 1:09 andere möglichkeit blieb ihm nicht weil man zu dieser zeit mitte des achtzehnten jahrhunderts keine beziehungsweise kaum 1:14 kenntnisse über die genetik hatte biologen können sich allerdings nicht nur auf das äußere erscheinungsbild 1:19 verlassen wenn sie feststellen wollen auf einzelne organismen der gleichen art oder verschiedenen arten angehören das 1:25 aussehen von weibchen und männchen unterscheidet sich teilweise sehr deutlich wie hier anhand der stockente 1:30 deutlich wird andererseits gibt es sogenannte kryptische arten das sind arten die sich morphologisch kaum 1:36 unterscheiden sich aber nicht untereinander kreuzen können die betrachtung von arten als einzelne 1:41 zweige eines stammbaums nennt man für low genetisches bzw evolutionäres up konzept jeder art entsteht durch eine 1:48 bildungs ereignis erkennbar an der aufspaltung einer linie des stammbaums in zwei spalten sich populationen einer 1:54 art auf und durchlaufen eine separate entwicklung ist nach einem gewissen zeitpunkt noch nicht klar ob daraus zwei 2:00 unterschiedliche arten entstehen wie eben schon angedeutet geht auch hier als wichtiges kriterium ob sich die aus 2:06 spaltenden linien miteinander fortpflanzen beziehungsweise kreuzen können oder nicht können sie das nicht 2:10 spricht man von einer sogenannten reproduktiven isolation der begriff ist sehr wichtig 2:15 um taucht immer wieder in der unterrichtsreihe evolution auf erst dann bilden sich unabhängige 2:21 entwicklungslinien am stammbaum die erkenntnis wie wichtig eine reproduktive isolation ist führte zur entwicklung des 2:27 biologischen art begrüßt demnach seien artengruppen natürlicher populationen die sich tatsächlich oder 2:33 potenziell untereinander fortpflanzen können und die von anderen solchen gruppen reproduktive isoliert sind die 2:39 begriffe tatsächlich und potenziell die häufig nicht in schulbüchern auftauchen bilden wichtige elemente der definition 2:45 tatsächlich heißt dass die individuell im selben gebiet leben und sich untereinander fortpflanzen können 2:50 potenziell heißt dass individuen einer art die nicht in einem gebiet leben und sich damit nicht real kreuzen dies 2:57 potenziell aber tun würden wenn sie zusammen gehen zum schluss noch der populationsgenetik art begriff zu 3:04 erwähnen nachdem eine art eine gruppe von populationen deren gen pool von dem anderer getrennt ist ist dieser deckt 3:12 sich weitestgehend mit dem biologischen ab begriff findet keine fortpflanzung stadt kommt es auch zu keinem den fluss 3:17 also zu keinem austausch genetischen materials und somit zur entwicklung unterschiedlicher gegenpole wichtig ist 3:23 dass sich die unterschiedlichen konzepte nicht gegenseitig ausschließen müssen es handelt sich lediglich um eine 3:29 unterschiedliche herangehensweise an die frage was sind arten ganz gleich welches konzept ihr favorisiert könnt ihr euch 3:36 merken dass die reproduktive isolation unabdingbar ist für die entstehung von arten und wichtigstes 3:42 unterscheidungsmerkmal wenn man sich nicht sicher ist ob es sich bei einzelnen individuen um eine art oder um 3:47 unterschiedliche arten handelt